Titel: Einsichten
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Episode: 5.16 The Softer Side
Pairung: House, Wilson
Rating: gen
Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Wilson konfrontiert House Zuhause. (Missing scene - eine Szene, die ich am Ende der Folge vermisst habe.)
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Er überlegte, ob er seinen Schlüssel benutzen sollte – denjenigen, den er nie zurück gegeben hatte, selbst nicht, als er plante aus Princeton weg zu gehen – doch etwas sagte ihm, dass House dies heute Abend nicht tolerieren würde.
Es dauerte und dauerte, er klopfte erneut an die Tür, und dann endlich wurde sie geöffnet.
House lehnte sich gegen den Türrahmen, blockierte den Eingang. Ein Stoppschild um seinen Hals wäre nicht offensichtlicher gewesen, dass Wilson heute hier nicht erwünscht war.
„Zwei Dates in einer Woche. Doktor Wilson, die Leute werden falsche Schlüsse über uns ziehen“, begrüßte ihn House sarkastisch.
Das erste jedoch, auf das Wilsons Blick fiel, war der Stock in House‘ Hand. Es war ein hässliches, metallenes Ding; vermutlich aus dem Bestand der Orthopädie. „Dann ist es also wahr“, sagte Wilson. „Du hörst mit dem Methadon auf.“ Blaue Augen musterten ihn kühl und er verschränkte unbewusst die Arme vor der Brust.
„Cuddy konnte es ja gar nicht abwarten, die frohe Botschaft zu verbreiten. Ich brauche heute Nacht also keinen Babysitter. Vielen Dank für deinen Besuch, es war mir wie immer eine Freude.“
House machte Anstalten, die Tür zu schließen, doch Wilson war schneller und blockierte sie mit der Hand. „Warum kannst du nicht einsehen, dass wir uns nur Sorgen um dich machen.“
„Ich habe in den letzten beiden Tagen viel gesehen, Wilson – nur eines nicht.“ House starrte auf die Spitzen seiner knallroten Sneaker. „Ich hatte zum ersten Mal seit zehn Jahren keine Schmerzen – aber du konntest dich nicht wenigstens etwas für mich freuen. Du kannst nicht damit umgehen, wenn ich…“ Er brach ab, rieb sich mit der Hand übers Gesicht. „Gute Nacht, Wilson.“ Er schloss die Tür und dieses Mal versuchte Wilson nicht, ihn daran zu hindern.

Wilson ließ die Hand langsam sinken. Er seufzte, rieb sich übers Gesicht, schob dann die Hände in die Taschen seines Mantels. „Es tut mir leid“, teilte er der Tür mit, bevor er sich abwandte und ging.