Titel: Codes
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Episode: 5.17 The social contract
Pairing: House/Wilson
Rating: pg-13, slash (ER)
Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Wilson hat noch zu korrigieren. (Missing scene)

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Er hatte erwartet, House halb komatös vorzufinden, als er aus dem Bad kam. Die Mischung aus Alkohol zum Dinner, post-koitalen Endorphinen und Vicodin in seinem Blut ein Garant für eine problemlose Reise ins Land der Träume. Es war spät und nach dem Tag, der hinter ihnen lag, war er selbst mehr als bereit dazu.

Leider wirkten die blauen Augen, die sich auf ihn richteten, keineswegs schläfrig. Er unterdrückte ein Seufzen und setzte sich auf seine Hälfte des Bettes. Zumindest war es seine, wenn ihm gestattet wurde, die Nacht hier zu verbringen und nicht auf der Couch. Damit war er okay – Schlaflosigkeit war House steter Begleiter gewesen, seit sie sich kannten – aber ihm fiel plötzlich auf, dass er seit seiner Rückkehr nicht ein einziges Mal auf die Couch verbannt worden war. Dafür hatte er ein- oder zweimal House dort gefunden, als der Wecker ihn aus dem Bett scheuchte; eingewickelt in die Decke, die er sonst benutzte, den Fernseher auf stumm geschaltet. „Social Contract“ oder nicht – es gab Dinge, über die sie nicht sprachen.

House legte das Buch zur Seite, in dem er gelesen hatte (oder vorgegeben hatte, darin zu lesen) – es war der Joseph Bell, den er ihm zu Weihnachten geschenkt hatte – und nahm die Brille ab, um sie daneben zu legen. „Wir benehmen uns wie ein altes Ehepaar“, spottete er. Er griff überraschend nach Wilsons Hand, hielt sie sich unter die Nase und schnüffelte übertrieben. „Parfümierte Lotion. Kannst du nicht noch ein wenig mehr schwul sein?“

Wilson lachte und zog seine Hand weg. „Vor einer halben Stunde hat es dich nicht gestört.“ Er streckte sich aus und verschränkte die Arme hinter dem Kopf, das Gesicht House zugewandt. Sein Partner saß gegen das Kopfende des Bettes gestützt, zwei Kissen im Rücken, ein weiteres unter seinem rechten Knie, die Decke über den Unterkörper drapiert um die Narbe zu verdecken.

Erst jetzt – zugegeben, er war etwas abgelenkt gewesen, als sie ins Schlafzimmer stolperten, damit beschäftigt, sich die Kleidung vom Leib zu reißen – fiel ihm auf, dass nicht nur ein weiteres Kissen seinen Weg ins Bett gefunden hatte, sondern dass den nun nicht mehr ganz taufrischen Laken noch ein Rest von Ladenfrische anhaftete. Aber House würde doch keine Bettwäsche einkaufen gehen… war dies das erste Anzeichen der bevorstehenden Apokalypse?

„Vor einer halben Stunde hast du auch nicht behauptet, Monstertrucks nicht zu mögen.“

Oh, darum ging es also. „Du erwartest nicht wirklich, dass ich in der Lobby des Krankenhauses – dem Ort, an dem wir beide arbeiten und zwar jeden Tag – mit dir über unser Sexualleben rede.“

„Aha! Du wusstest also genau, von was ich spreche!“

„House…“ Dieses Mal seufzte er. „Glaubst du wirklich, ich würde vergessen, dass Monstertrucks dein Code für Sex ist?“

House zuckte mit den Schultern. „Für eine Weile hast du ziemlich viel vergessen, was mich betrifft.“

„Ich wollte… in dem Moment einfach nur, dass du den Mund hältst, bevor ich vor all den Leuten damit herausplatze, dass ich meinen obdachlosen und geisteskranken Bruder wiedergefunden habe.“

House legte den Kopf in den Nacken und starrte an die Decke. „Du hättest einfach sagen können, dass ich den Mund halten solle.“

„Als wenn du das schon jemals getan hättest.“

„Ich habe kein Problem mit Impulskontrolle. Ich entscheide mich dafür, so zu sein, wie ich bin“, protestierte House.

„Hättest du es getan? Aufgehört, nach zu bohren, meine ich?“, fragte Wilson.

„Nein“, erwiderte House ohne zu zögern. „Aber vielleicht hätte ich damit gewartet, bis wir in deinem Büro gewesen wären.“ Er griff nach der Nachttischlampe und schaltete das Licht aus.

Es hatte sich tatsächlich einiges geändert, dachte Wilson, als er seinem Beispiel folgte und versuchte, einen Teil der Decke für sich zu gewinnen, die House nur widerwillig und unter Knurren hergab. Als sich dann ein warmer Körper gegen seinen Rücken presste, wusste er, dass sich andere Dinge nicht geändert hatten.