Ein Hauch von Paradies

Autor:              Lady Charena

Serie:               TOS

Paarung:           K/S

Rating:             NC-17,

Archiv:             ja

 

Feedback: LadyCharena@aol.com

 

Summe: Jim und Spock verbringen einige Tage auf Hawaii und treffen eine alte Bekannte.

 

 

Anmerkung: Das ist die Fortsetzung zu: "Wie ich lernte, Montage zu lieben..." Inspiriert von T'Lens Story "Aloha Hawaii".

".

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört Star Trek und alles, was ich mir hier borgte. Die Story ist mein, und Fanfiction - ich beabsichtige weder, damit Geld zu verdienen, noch irgendwelche Rechte zu verletzen.

Wer unter 18 ist, bzw. sich am Inhalt dieser Story stören könnte, sieht sich bitte anderswo für passendere Unterhaltung um.

 

Beta: the one and only... T'Len

 

Besucht die TOSTwins: Fanfiction in Deutsch und Englisch von Lady Charena & T'Len

http://home.dencity.com/TOSTwins/KSlash.htm

 

 

Ein Hauch von Paradies

* * * * * * * * * * * * * * * * * *

Lady Charena Sept. 2000 / Mai 2001

 

Spock beobachtete fasziniert die Wellen, die unterhalb der Veranda auf den weißen Strand klatschten. Die sanfte Brise, die sein Haar durcheinander brachte, füllte seine Sinne mit den exotischen Gerüchen von Blumen und Früchten aus dem kleinen Garten hinter der Strandhütte. Er schmeckte Salz auf der Zunge, wie überall. Selbst Jims Haut schmeckte danach. Ein Lächeln blitzte in seinen Augen auf, als Spock sich an die erste Nacht nach ihrer Ankunft vor drei Tagen, erinnerte.

 

* * *

 

Ein komisches Gefühl war in Spocks Magengegend, als er auf das extra-große Wasserbett sah. Die Oberfläche schwankte mit jeder Bewegung, die Jim verursachte.

 

"Sag' jetzt bitte nicht, Vulkanier können seekrank werden."

 

Diese scherzhafte Bemerkung riss Spock aus seinen Betrachtungen.

 

"Was muss ich tun, um dich zu mir in dieses Bett zu locken?", fragte der Mensch und blickte ihn unter gesenkten Wimpern an.

 

Spocks Augen glitten über den entspannten Körper Kirks, nur in ein T-Shirt und weiße Shorts gekleidet. Jim leckte sich die Lippen, liess einen Finger über seine Brust gleiten und umrundete harte Brustwarzen, die sich deutlich unter dem Stoff abzeichneten.

 

"Ich denke, das tust du bereits. Mache bitte weiter, t'hy'la."

 

Kirk grinste, als er die plötzliche Anspannung in der Stimme seines Vulkaniers wahrnahm. Seine Augen auf Spock richtend, begann er sich selbst zu streicheln. Es war eine ganze, lange Woche vergangen, seit ihrer ersten Nacht in Yosemite. So war nicht viel nötig, ihn anzuturnen.

 

Mit McCoy fast immer in der Nähe, hatten sie keine Möglichkeit zu mehr als ein paar Küssen gefunden. Irgendwann würden sie ihn einweihen, aber noch nicht jetzt. Zuerst mussten sie sich selbst daran gewöhnen. Die letzte Woche ihres Landurlaubs wollten sie erneut in Yosemite verbringen, dann würden sie vor der Rückkehr auf das Schiff genügend Zeit haben, den Arzt schonend darauf vorzubereiten.

 

Die Hände unter das T-Shirt schiebend, zog er es langsam aus. Jim hätte dies viel mehr genossen, wären es Spocks Hände gewesen - aber dem Vulkanier schien vorerst das Zusehen zu genügen. Einen Finger anfeuchtend, umrundete er damit seine Brustwarzen, sich Spocks Zunge vorstellend,

Bald waren selbst die weiten Shorts zu eng, um sie noch bequem zu tragen und er schob eine Hand in den Bund.

 

Finger schlossen sich um sein Handgelenk, stoppten ihn. "Erlaube es mir, Jim." Die tiefe Stimme jagte einen Schauer durch ihn. Er schloss die Augen, als Spock ihn geschickt von den Shorts befreite.

 

Weiche Lippen berührten neckend die Spitze seiner Erektion und Jim stöhnte hilflos auf. Eine Hand glitt zwischen seine Beine, um sie weiter zu öffnen.

Jim öffnete die Augen, als eine Fingerspitze langsam tiefer glitt und über die Öffnung zu seinem Körper rieb.

 

"Zieh' dich sofort aus, Spock", stöhnte er. "Ich will dich spüren können."

 

Der Vulkanier entkleidete sich ohne grosse Sorgfalt, seine Kleidung landete bei Jims auf dem Boden. Doch dann zögerte er.

 

Jim lächelte. "Was ist?", fragte er. "Da ist doch nur ein wenig Wasser unter den Laken. Du wirst sehen, das macht Spaß." Er teilte seine Beine etwas weiter, strich wie beiläufig über sein steifes Glied. "Oder hast du etwas Angst vor mir?"

 

Spock hob eine Augenbraue, glitt jedoch vorsichtig auf die schwankende und nachgebende Oberfläche des Bettes - und fand sich in menschlichen Armen wieder.

 

"Siehst du? Ist doch gar nicht so schlimm..."

 

Spock stoppte das Geplauder mit einem Kuss. Manchmal redete Jim einfach zuviel. Es gab besseres zu tun... Er zog seinen Liebhaber auf sich und umschloss Jims Gesicht mit beiden Händen, als er seine Zunge in einen kühlen, willigen Mund stieß. Sie küssten sich hungrig, das Feuer zwischen ihnen schürend.

Nach Luft schnappend, rieb Jim sich gegen Spocks Oberschenkel, eine antwortende Härte an seinem Bein spürend. Einen Kuss unter das Kinn des Vulkaniers platzierend, arbeitete er sich langsam an dem angespannten Körper entlang nach unten, streifte mit seiner Zunge über verhärtete Brustwarzen und untersuchte einen flachen Nabel gründlichst. Seine Nase in den dunklen Locken vergrabend, lauschte er auf das leise Stöhnen seines Geliebten.

 

Es wurde beträchtlich lauter, als Jim die Lippen teilte, um seinen steifen Penis in den Mund zu nehmen. Jim lächelte und schob die Hände unter Spock, um ihn etwas anzuheben und noch tiefer in sich aufzunehmen.

 

"Jim... soweit ich... weiss, können wir gleichzeitig..."

 

Ohne sich von ihm zu lösen, drehte Kirk sich herum, so dass Spock seine Erektion erreichen konnte.

 

Die weichen Bewegungen des Wasserbetts führten sie rasch in den uralten Rhythmus, der sie bald an die Grenze - und darüber hinaus - brachte.

 

"Schamloser Verführer", driftete es nach einer Weile durch die Stille.

 

Jim lachte und schmiegte sich an seinen Geliebten. "Du hast eine unnachahmliche Art, Komplimente zu machen", flüsterte er. Er küsste ihn auf die Wange. "Ich liebe dich auch."

 

* * *

 

"Ich kann es nicht glauben! Habe ich dich gerade beim Tagträumen erwischt, Mr. Spock?"

 

Seine Erinnerung an die Vergangenheit beiseite schiebend, drehte sich Spock um, um seinen t'hy'la zu begrüßen.

 

Jim hielt einen Lei in den Händen - und wirkte gleichzeitig verlegen und aufgeregt. "Das gehört zu einem echten Willkommen", sagte er. "Auch wenn ich ein wenig zu spät damit bin." Er legte den Lei um Spocks Hals und nutzte die Gelegenheit zu einem raschen Kuss. "Ich wünschte, ich könnte dich jeden Morgen so begrüßen. Aber es wird etwas schwierig werden, einen Lei zu finden, wenn wir erst wieder im Weltraum sind..."

 

Spock stoppte ihn mit einem zärtlichen Kuss, legte die Arme um die Taille des Menschen. "Jim, wir haben bisher noch nicht über unsere Zukunft gesprochen, willst du..."

 

"Und darüber müssen wir jetzt auch nicht sprechen, nicht wahr?", unterbrach ihn Jim. Sein Lächeln war verschwunden. "Ich muss meine Einkäufe verstauen, bevor wir frühstücken können." Damit löste er sich aus Spocks Armen und verschwand in der Hütte. Sie war voll ausgerüstet gewesen, doch nur für den Bedarf eines Wochenendes. Da sie die ganze Woche bleiben wollten, war Jim an diesem Morgen in die Stadt gefahren.

 

Spock betrachtete einen Moment lang den Lei, üppige goldene und blaue Blüten zu einem zierlichen Kunstwerk ineinander verwoben. Dann ging er auch in die Hütte, um Jim dabei zu helfen, das Frühstück vorzubereiten. Er schob den Gedanken an Jims Weigerung, über ihre Zukunft zu sprechen, beiseite. Vielleicht würde sich eine passendere Gelegenheit dafür ergeben...

 

* * *

 

"Was denkst du, wenn wir mit einem Spaziergang am Strand entlang beginnen? Ich möchte schwimmen."

 

Spock stellte seine Teetasse ab. "Was immer du möchtest, Jim. Ein Spaziergang ist in Ordnung."

Er beobachtete, wie der Mensch in das letzte Stück der Frucht biss, die sie früher aus dem Garten geholt hatten und sich den Saft aus den Mundwinkeln leckte. Der Vulkanier hatte zuvor niemals so viel Sinnlichkeit in einer so simplen Tätigkeit wie Essen entdecken können.

 

"Spock? Alles in Ordnung mit dir?"

 

Die Frage riss ihn aus seinen Gedanken. Spock hob den Kopf und begegnete dem verwirrten Blick brauner Augen. "Ja, Jim. Ich habe nur... nachgedacht."

 

Kirk musterte ihn noch einen Moment länger, schob dann den Stuhl zurück und stand auf. "Okay, dann lass uns jetzt spazieren gehen." Er wandte sich in Richtung Tür. "Kommst du?"

 

"T'hy'la - warte."

 

Jim stoppte und drehte sich um - und fand sich in der Umarmung des Vulkaniers wieder. Ohne etwas zu sagen, beugte Spock den Kopf und küsste ihn, das feine Aroma der Frucht in Jims Mund, gemischt mit dessen eigenen Geschmack genießend. Er war in den letzten Tagen süchtig danach geworden.

 

"Ich schätze, das heisst ja", lachte Kirk in seinen Mund.

 

* * *

 

Jim kam aus dem Wasser und nahm dankbar das Handtuch, das Spock ihm reichte. "Das Wasser ist herrlich. Willst du wirklich nicht schwimmen?", fragte er, als er sich in den Sand warf, direkt neben Spock, der inzwischen ebenfalls wieder Platz genommen hatte.

 

Spock beugte sich über ihn, strich die ewig unbezähmbare Haarlocke aus seiner Stirn zurück. "Nein, Jim. Ich möchte nicht schwimmen", erklärte er geduldig - und bereits zum dritten Mal heute. Der Mensch zog seinen Kopf herunter, um sich einen Kuss zu stehlen.

 

"Du hättest gut daran getan, auch in San Francisco das Wasser zu scheuen", neckte er ihn. "Das hätte uns eine Menge Erklärungen gespart."

 

Spock richtete sich ruckartig auf. "Jim, es war notwendig, mit den Walen zu kommunizieren..."

 

Jim unterbrach seine Rechtfertigung mit einem weiteren Kuss. In einander verwickelt, verloren in eine spielerische Rangelei, rollten sie von der Decke und in den Sand.

 

Seite an Seite in den warmen Sand gekuschelt, hatte Jim mit einem faulen Gefühl von Schläfrigkeit zu kämpfen. "Was hältst du davon, wenn wir heute Abend in der Stadt essen?", fragte er und unterdrückte ein Gähnen. "Wir können uns hinterher den alten Hafen ansehen." Seinen Kopf  an Spocks Schulter legend, schlief er ein...

 

* * *

 

Es war absolut eine seiner besten Ideen gewesen, den Vulkanier zu einem Ausflug nach Lahaina und den Hafen zu überreden. Nach einem köstlichen Abendessen folgten sie der Front Street. Spock war von den alten Häusern fasziniert, die heute noch genau so aussahen, wie schon vor Jahrhunderten. Er zeigte Spock den großen, alten Banyan Tree und beobachtete mit leisem Vergnügen, wie der immer neugierige Vulkanier begann, den Baum näher zu untersuchen.

 

Später gingen sie am Kai entlang, die alten Schiffe bewundernd. Sie waren in ein leises Gespräch vertieft, als sie eine Stimme aufschreckte. "Guten Abend, Captain."

 

Sie drehten sich beide um. Es war Gillian Taylor, die auf der Gangway einer kleinen, privaten Jacht stand. Einen Seesack in der Hand, trat sie herunter und gesellte sich zu dem Paar, erst jetzt den Vulkanier bemerkend. "Guten Abend, Mr. Spock."

Doch ihre Aufmerksamkeit war eindeutig auf Jim gerichtet. "Kann ich kurz mit Ihnen sprechen... Jim?"

 

Doch Spock war bereits in die Betrachtung eines Segelschiffes, einige Schritte von ihnen entfernt, versunken. Sein stets höflicher Vulkanier. Jim war klar, dass er einiges zu erklären haben würde.

 

Gillian schreckte ihn aus seinen Gedanken und er wandte sich ihr zu. "Ich habe 24 Stunden Urlaub", meinte sie suggestiv. "Und ich dachte, ich erinnere Sie an Ihre Einladung."

 

Einen Moment lang war er schwer versucht, zu lachen. Zuerst wies sie ihn ab - und jetzt das Gegenteil. "Es tut mir leid, ich habe bereits eine Verabredung mit Spock."

 

Enttäuschung stand in ihren Augen. "Und das lässt sich nicht verschieben?"

 

"Nein, Gillian, das kann es nicht." Er lächelte. "Es gibt etwas, dass ich Ihnen sagen sollte. Spock und ich sind seit letzter Woche ein Paar. Und ich denke, ich sollte Ihnen dankbar sein, Gillian. Wenn unser Wochenende stattgefunden hätte, wie ich es plante, hätte ich Spock vielleicht nie als Liebhaber in Betracht gezogen." Er musterte die offensichtlich überraschte Frau. "Er bedeutet mir sehr viel. Ich denke, das tut er schon seit einer sehr langen Zeit, ich wusste es nur nie wirklich." Er konnte sehen, wie sie unter ihrer Sonnenbräune blass geworden war - und dann rot anlief.

 

"Ich weiss nicht, was ich sagen soll. Ich..." Sie unterbrach sich selbst. "Ich hätte niemals gedacht, Sie wären..."

 

"Schwul? Ein Homosexueller? Ich habe mich selbst nie so gesehen." Er zuckte mit den Schultern, sah aber ihre Verlegenheit, als er so unbekümmert davon sprach. Er blickte zu Spock hinüber, als er weitersprach. "Aber ich liebe ihn, Gillian. Das weiss ich. Und Liebe hat nichts mit dem Geschlecht einer Person zu tun."

 

Sie schien nicht allzu überzeugt von seinen Worten zu sein, doch sie versuchte zu lächeln. "Dann denke ich, ist es das Richtige zu sagen - Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ihnen beiden." Sie hob ihre Tasche hoch, und hatte es plötzlich schrecklich eilig. "Es tut mir leid, aber ich muss jetzt gehen. Es ist schon spät. Leben Sie wohl, Captain." Ohne auf eine Antwort zu warten, drehte sie sich um und ging.

 

* * *

 

Er hörte, wie Spock an seine Seite trat. "Ich habe ihr die Wahrheit gesagt", meinte er, ohne den Vulkanier anzusehen.

 

"Ich habe es gehört. Aber denkst du wirklich, was du zu ihr gesagt hast?" Es war ein seltsamer Unterton in Spocks Stimme und Jim wandte sich ihm zu.

 

"Du hast doch hoffentlich nicht gedacht, ich lasse unseren gemeinsamen Urlaub platzen, um mit ihr..."

 

Er bekam keine Antwort.

 

"Hey!" Er schloss die Hände um Spocks Gesicht. "Du vergisst da eine Kleinigkeit. Ich liebe dich."

 

Spock suchte seinen Blick. "Und du spürst kein Bedauern wegen ihr... und anderen Affären, wie mit ihr?"

 

Jim küsste ihn. "Kein Bedauern. Keine Zweifel."

 

Er fühlte kein Bedauern, wenn er an sie dachte. Nicht mit diesem ganz und gar nicht schüchternen Vulkanier in seinem Bett. Und in seinem Herzen. Er lächelte, versuchte die plötzlich sehr ernste Stimmung aufzuhellen. "Zumindest rannte sie nicht schreiend davon - sondern hat uns alles Gute gewünscht."

 

"Sie ist eine erstaunlich aufgeschlossene Frau, für einen Menschen aus ihrem Jahrhundert."

 

"Ja, das muss sie auch sein, um in einer neuen Welt überleben zu können." Langsam liess er den Vulkanier los. "Lass uns in die Hütte zurückgehen, okay?"

 

Es war zu still zwischen ihnen, als sie am Kai entlang in die Stadt zurückkehrten. "Weißt du", meinte Kirk plötzlich. "Wir können es ja immer noch als eine Art Generalprobe für McCoy ansehen."

 

Ende