Frühlingsduft
Stelenan

 

Paarung: K/S
Code: wird NC-17 denk ich

Feedback: Accent@gmx.de


Disclaimer: Leider, leider gehören die Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern. Meine Geschichte ist reine fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.

***
Ich habe heute meine Einjährigen Pflänzchen entsorgt, die den kalten Nachttemperaturen zum Opfer fielen. Da ich ein Windenliebhaber bin (sich schlingende Kletterpflanzen mit großen Blüten) und ich auch noch ein passendes Bild aus einem Zine in meinem Kopf hatte, kam mir so diese Idee und ich hab sie rasch aufgeschrieben. Viel Spaß damit.
***



Als das Kribbeln des Transportereffekts nachließ sog Kirk frische kühle Luft in seine Lungen. Er blickte sich auf der Waldlichtung um und sah zu McCoy, der direkt neben ihm materialisiert war.

Sie waren bereits seit 4 Tagen im Orbit um einen relativ großen und aufgrund des dichten Pflanzenwuchses grünen Planeten, der eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen bot. Nachdem die Sensoren der Enterprise keine weiteren zusätzlichen Informationen mehr liefern konnten, war Kirk mit Spock und McCoy hinunter gebeamt um weitere
Details in Erfahrung zu bringen.

Nach allen bisherigen Untersuchungen sah es aus als könnte die Mannschaft der Enterprise einen lange verdienten Landurlaub auf diesem grünen Riesen antreten.

"Ah, ... es riecht nach Frühling Bones. Riechst du es?" Kirk war überwältigt von der Farbenvielfalt der Pflanzen und merkte, wie lange es her war, dass er von Bord der Enterprise gekommen war. Die Luft war relativ kühl, doch noch angenehm. Es roch nach frischer Waldluft und frischen Blüten.

McCoy sog ebenfalls tief die Luft ein und lächelte, doch bevor er dem Captain beipflichten konnte, kam Spock ihm zuvor. "Captain, dieser Planet hat nur eine sehr geringe Achsenneigung. Es gibt demzufolge keine Jahreszeiten. Es ist nicht möglich das die Luft Duftstoffe einer speziellen Jahreszeit mit sich führt. Allerdings ....", Spock brach plötzlich ab und sah
interessiert in den Wald und dann auf seinen Tricorder.

"Es würde mich nicht wundern, wenn sie nicht einmal wüssten wie Frühling riecht Spock.", brummte der Arzt und bückte sich nach einer kleinen Blütenpflanze.

Spock blickte von seinem Tricorder auf und sah einen Augenblick in die Luft als ob er nachdächte, dann legte er den Kopf schräg und blickte den auf dem Boden knienden Arzt an und begann leise zu sprechen.

"Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab ich vernommen."

Beim letzten Satz richtete Spock den Blick auf Kirk und beide Augenbrauen wanderten unter den Pony, ließen seine Augen noch dunkler erscheinen, als sie es ohnehin waren.

Kirk stockte der Atem bei dem Anblick, den Spock bot und die dunklen sanften Augen schienen ihn zu hypnotisieren. Die wechselnden Schatten- und Lichtspiele gaben seinem glänzenden schwarzen Haar einen fast irisierenden Effekt und die spitzen Ohren dazu ließen ihn fast unwirklich erscheinen.

"Das fasse ich jetzt nicht ....!" McCoy starrte den Vulkanier entgeistert mit offenem Mund an.

"Sie schaffen es doch immer wieder mich zu verblüffen, sie zu groß geratener Waldelf." McCoy stand nun grinsend auf und klopfte sich etwas Erde von der Uniform. "Ich wusste nicht, dass sie poetisch veranlagt sind mein logischer Freund."

Spocks Augen bekamen einen merkwürdig nach innen gerichteten Glanz und er löste seinen eben noch intensiven Blick von Kirk und sah zu McCoy. "Es ist von einem Menschen namens Mörike. Ich habe es nur zitiert, nicht gedichtet, doch es erschien mir zutreffend."

Kirk schmunzelte und fragte sich ob Spock sich bewusst war, wie es wirkte, wenn ein Vulkanier auf einer sonnendurchfluteten Waldlichtung Gedichte rezitierte. Es blieb nicht ganz ohne Wirkung auf seinen eigenen Körper und er bemerkte nicht zum ersten Mal das sein Erster Offizier ein sehr gut aussehender Mann war.

"Zitiert, soso.", brummte McCoy, noch immer zu verwundert, um das übliche Geplänkel zwischen den beiden fortzusetzen.

"Allerdings Doktor und ... ", Spock hängte den Tricorder an seine Seite und legte die Hände auf den Rücken. "...die
Geruchsstoffe des terranischen Frühlings sind mir nicht fremd."

Dann wandte er sich an Kirk. "Sir, ich habe interessante Anzeigen von einer Position 200,5 Meter in dieser Richtung bekommen und würde diese gerne näher untersuchen." Spock deutete in die Richtung einiger Bäume, hinter denen sich dichter Wald verlor.

Kirk nickte abwesend, noch immer gefangen von dem gerade vergangenen Moment.

Sie hatten bei den ersten Scans des Planeten keine gefährlichen Raubtiere oder ähnliches entdeckt, nur eine überwältigende Pflanzenvielfalt. Spock hatte außerdem einen Phaser dabei und wusste was er tat. Außerdem lag nichts Kirk ferner, als seinen Freund bei seiner Lieblingstätigkeit zu hindern, dem Sammeln von Wissen. "Gehen sie nur Mr. Spock, aber bleiben sie in Kommunikator Reichweite."

"Selbstverständlich Sir," der Vulkanier nickte und verschwand kurz darauf zwischen den Bäumen.

McCoy sah ihm einen Moment nach, dann drehte er sich langsam zu Kirk. "Hat er einen ´Harfenton´ vernommen, oder was war das eben? Ich kann es immer noch nicht glauben - er zitiert Gedichte über Frühlingsdüfte."

Kirk grinste. "Tja, unser guter Mr. Spock steckt voller Überraschungen."

"Das kannst du wohl laut sagen," murrte McCoy und beschäftigte sich wieder mit den Pflanzen um sie herum während Kirk auf der Lichtung umherwanderte und die dunklen sanften Augen seines Ersten Offiziers nicht aus seinen Gedanken bekam.

Es war noch nicht viel Zeit vergangen als plötzlich ein Schrei die Luft durchschnitt.

McCoy und Kirks Blicke trafen sich für eine Sekunde und beide sprangen auf.

"Spock?", keuchte Kirk erschrocken. Sein Magen krampfte sich zusammen und er drehte sich entsetzt in die Richtung aus der der Schrei gekommen war und riss seinen Phaser heraus. McCoy richtete seinen Tricorder in Richtung der Bäume.

"Ich scanne sehr schwache chaotische Biowerte. Los Jim!"

Sie sprinteten zwischen die Bäume in die Richtung in der Spock vor wenigen Minuten verschwunden war. Ein weiterer qualvoller Schrei kam aus der Richtung in die sie liefen und Kirk rannte schneller.

Spock war in Gefahr, auf einem Planeten der eigentlich harmlos war. Sie hatten doch alles untersucht? Kirk ignorierte die Zweige, die ihm beim Rennen ins Gesicht klatschten und die wildesten Bilder liefen vor seinem inneren Auge ab.

"JIM STOPP!!!", schrie McCoy hinter ihm und scannte erneut. Kirk stoppte mitten im Lauf und sah zurück zum Arzt, der sich mit dem Tricorder hektisch um sich selbst drehte.

"Das verstehe ich nicht, hier muss er doch ....", plötzlich blickte McCoy hoch. "Was zum ... großer Gott."

Kirk folgte seinem Blick und erstarrte.

Spock hing etwa 2 Meter über ihnen inmitten einem Gewirr von armdicken Schlingpflanzen, die seine Arme, Beine und den gesamten Körper umwickelten. Seine Uniform war an mehreren Stellen zerrissen, dicke Pflanzenarme bahnten sich einen Weg unter den Stoff an Spocks Haut und der Vulkanier zuckte bei jeder Bewegung der Pflanze mit einem qualvollen Stöhnen zusammen.

Ein dicker Pflanzenarm berührte mit der Spitze Spocks schmerzverzerrte Gesicht, hatte offensichtlich mehr berührt als
nur die Haut dort. Eine Geistesverschmelzung?

Kirk fand seine Sprache wieder. "Wir müssen ihn da runterholen."

"Und zwar möglichst schnell," drängte McCoy. "Seine Werte sind im Keller und springen chaotisch. Dieses Ding pumpt ihn mit Halluzinogenen voll und seine Hirnaktivitäten sind am oberen Anschlag. Das hält er nicht lange durch."

Kirk zielte mit einem Phaser auf einen dickeren Arm, der im Blätterdach des Baumes verschwand und schoss ohne zu zögern.

Spock schrie wieder gequält auf, als die dicken Lianen sich fester um seinen Körper wanden.

"Jim .... Hör auf .... nicht schießen.", schrie McCoy entsetzt als seine Anzeigen auf dem Tricorder in die Höhe kletterten
und er Spocks Schrei hörte.

Kirk ließ den Phaser zögernd sinken. Spock keuchte und stöhnte und wand sich in der engen Umklammerung, ohne eine wirkliche Chance freizukommen.

"Was ist? Bones? Wir müssen etwas tun. Was passiert mit ihm?", rief Kirk panisch und in Sorge um seinen Freund.

"Ich weiß es nicht, irgendwie scheint das Ding mit ihm verbunden zu sein. Wenn du es verletzt, dann geht sein Hirnmuster hoch wie eine Rakete und er ist so schon am oberen Anschlag. Es bringt ihn um."

"Es?", Kirk sah zu seinem in den dicken Schlingpflanzenarmen gefangenen Ersten Offizier hoch und nahm seinen Kommunikator an den Mund. "Kirk an Enterprise."

"Scotty hier."

"Scotty, lokalisieren sie Mr. Spock und beamen sie ihn an Bord, sofort."

Einen Moment war Stille und Kirk wartete auf das bekannte Summen des Transporters, doch es kam nichts. Spock hing nach wie vor zuckend und leise stöhnend in der Schlingpflanze. Dann meldete sich Scott wieder.

"Sir, wir können ihn nicht eindeutig lokalisieren. Da sind andere Biowerte mit in den Daten. Das ist zu riskant wenn wir
beamen."

"Verdammt. Bleiben sie in Bereitschaft, Kirk aus."

McCoy las weiter die Werte ab und murmelte vor sich hin. "Jim er stirbt, wenn wir ihn da nicht sofort runterholen. Ich weiß nicht was genau das Ding macht, aber das verkraftet sein Metabolismus nicht mehr lange. Und seine Hirnwellen .... guter Gott. Wir müssen etwas tun."

"Was soll ich tun verdammt?", schnappte Kirk zurück und die Angst um seinen Freund verschaffte ihm einen Krampf in der Magengegend.

Ein überraschend schneller und beweglicher Pflanzenarm strich über den gequälten Körper des Vulkaniers und verharrte an seinen Geschlechtsteilen, bohrte sich mit der Spitze in den Hosenbund und riss ihn auf.

Spock stöhnte auf und wollte sich von dem Arm fortbewegen, der ihn entblößte, doch sofort umschlangen ihn die Lianen fester und pressten ihn erneut in die Berührung. Er schrie wieder als der tastende Arm seine Geschlechtsteile fand und umwickelte.

Kirk hob wütend seinen Phaser. "Ich schneide ihn da jetzt raus."

"Das kannst du nicht machen Jim, du bringst ihn um.", rief McCoy.

"Das Ding bringt ihn so oder so um hast du gesagt. Es quält ihn, das kann ich nicht zulassen. Bones!", erwiderte Kirk
aufgebracht und zielte.

"Warte ....," McCoy legte rasch seine Hand auf Kirks Phaser und suchte in seinem Medikit. "Es ist zwar eine Pflanze, aber
vielleicht kann ich sie ja schlafen legen ... lass es mich  versuchen."

"Beeil dich Bones,", knurrte Kirk, den Phaser nach wie vor im Anschlag.

Hilflos musste er mit ansehen wie der Pflanzenarm sich weiter mit Spocks Geschlechtsteilen befasste und jedes Mal ein keuchendes Stöhnen aus dem zuckenden Körper seines Freundes heraus zwang. Spocks Penis wurde steif und das Keuchen erratischer.

"Bones! Jetzt .... "

"Gleich, ...ich sehe es auch.", flüsterte McCoy und hatte den Inhalt seines Medikits auf den Boden geschüttet, als er begann ein Serum vorzubereiten.

Kirk schluckte schwer. Spock war ein so privater Mann und nun mussten sie mit ansehen, wie dieses Wesen ihn sexuell stimulierte. Spock, der oft fast verleugnete überhaupt einen Körper zu haben und dem es zuwider war, wenn er Schwächen zeigte.

Wieder stöhnte der Vulkanier hilflos und nun offensichtlich in Rage auf, als sich der Pflanzenarm enger um sein Geschlecht wickelte und begann es rhythmisch zu massieren.

"Bones!!!", zischte Kirk. "Jetzt oder ich schieße." Kirk sah kurz zu dem Arzt der ein Hypospray aufzog.

"Ich muss auf den Baum, hilf mir." McCoy begann an dem dicken Stamm hochzuklettern und Kirk gab ihm rasch Hilfestellung. "Klettere auf meine Schultern, los schnell."

Spock schrie erneut auf als die Schlingpflanze sich plötzlich fest um sein Geschlecht presste und er begann heftig und unkontrolliert zu zucken.

"Jim.....", das kam von Spock, gequält und wimmernd.

War er etwa bei Bewusstsein, fragte sich Kirk erschrocken und mochte sich nicht vorstellen, welche Höllenqualen der sonst so ruhige gelassene Vulkanier durchlitt.

"JIM", wieder ein Schrei und Spocks Kopf bog sich plötzlich nach hinten, soweit es in der Umklammerung ging. Er schrie
erratisch, mit jedem Aufbäumen seines Körpers im Orgasmus. Weißer Samen spritzte auf den Waldboden und auf Teile des Pflanzenarmes, der ihn umklammerte.

McCoy und Kirk verharrten einen Moment wie versteinert und starrten erst zum Vulkanier und dann sich selbst an.

"Los!", McCoy fand als erster seine Worte und zog sich den fehlenden Meter hinauf. Er stieg auf Kirks Schulter und rammte die Spritze in einen dicken Pflanzenarm, der direkt über ihm war. Kirk betete das es reichte.

Einen Moment passierte nichts und beide Männer kletterten vom Baum und stellten sich wieder hoffend und abwartend unter den nun schwer atmenden und noch immer gefangenen Vulkanier.

McCoy holte seinen Scanner heraus und las die Werte ab. "Er ist total kollabiert...dieses Ding müsste langsam reagieren, ich habe eine ziemliche Dosis da reingejagt."

Ein dicker Schlingarm hatte sich nun um Spocks Kopf gewickelt und verschloss seinen Mund. Spocks Nasenflügel blähten sich auf, als sein Körper hektisch versuchte Luft in die Lungen zu bekommen. 

Er öffnete plötzlich die Augen und fixierte Kirk, der den Blick besorgt hielt. Panik und Furcht, gemischt mit Schmerzen standen in den dunklen Augen und Kirk fühlte sich wütend und hilflos. 

"Spock, mein Freund...halte durch. Wir sind hier.", Kirk hoffte, dass er ihn verstand, trotz der Halluzinogene? Er musste
einfach.

Keine Reaktion außer dem gequälten glasigen Blick aus den sonst so ruhigen und sanften Augen, die nun von Schrecken geweitet waren. Noch immer blähten sich die Nasenflügel hektisch und schnaufend bei jedem Atemzug auf.

Plötzlich begannen sich die Arme zu lockern. Spock sackte in der sich lockernden Umklammerung tiefer bevor die Arme wieder griffen. Er stöhnte erneut auf als die Pflanze dabei seinen Kopf freigab und sackte zusammen. Sekunden später ließen die Pflanzenarme Spock zu Boden fallen. McCoys Mittel hatte offensichtlich gewirkt.

Sie hechteten zu ihm und zogen ihn unter der nun schlapp herunterhängenden Pflanze weg.

"Es hat gewirkt," keuchte McCoy atemlos und begann bereits seinen Scanner über den nun völlig zusammengesackten Vulkanier zu halten.

Kirk hatte seinen Kommunikator am Mund, bevor sie in vermeintlich sicherer Entfernung zu der Schlingpflanze anhielten.

"Scotty beamen sie uns .....", er bremste mitten im Satz und sah McCoy fragend an.

McCoy sah ihn hektisch an. "Er stirbt, wenn ich ihn nicht in einer Minute auf der Krankenstation habe. Sein gesamter Stoffwechsel ist zusammengebrochen und er scheint keinen Zugriff auf irgendeine seiner vulkanischen Disziplinen zu haben."

Das reichte Kirk. "Scotty, beamen sie uns sofort direkt auf die Krankenstation. Mr. Spock ist verletzt."

"Aye Captain, aber sie müssen 10,4 Meter weiter in Richtung 5,0 gehen, die Biowerte sind noch immer zu dicht. Wir beamen sobald wir sie klar haben."

McCoy sah Kirk an. "Jim es ist besser wenn du ihn trägst. Er hat keine mentalen Schilde, sein komplettes System ist durch diese Halluzinogene zusammen gebrochen. Er kennt deinen Geist zumindest, ich meine ... "

Kirk nickte ernst und schob seine Arme unter den nun schlappen Körper seines Freundes und hob ihn in seine Arme, so dass sein Kopf an seiner Brust lag und trug ihn einige Meter weiter.

"Jim?", flüsterte der Vulkanier plötzlich leise und heiser.

"Shhh, Spock. Ich bin hier, mein Freund.", murmelte Kirk beruhigend in den dunklen Haarschopf an seiner Brust und der Körper in seinen Armen zitterte kurz und erschlaffte dann völlig mit einem leisen Seufzen.

Sekunden später erfasste sie das Kribbeln des Transporterstrahls und der dichte Wald um sie herum wich der vertrauten Umgebung der Krankenstation.


***


McCoy hatte Spock in kurzer Abfolge drei Injektionen gegeben und nun schien der Vulkanier zu schlafen, für den Moment. Zwar unruhig aber die Atmung war wieder einigermaßen gleichmäßig und auch Schmerzen schien er nicht mehr zu haben.

Kirk stand neben seinem Bett und beobachtete McCoy, der die Anzeigen ablas.

Zwei Landeteams beschäftigten sich inzwischen mit der Lokalisation dieser Pflanzen und untersuchten sie genauer. Kirk war selber mit unten gewesen, nachdem sichergestellt war, das Spocks Zustand stabil war.

Offensichtlich interessierte sich die Pflanze nicht für Menschen und war nicht gefährlicher als herunter hängende Weidenzweige. Was war mit Spock passiert?

"Bones?", fragte Kirk vorsichtig und wollte Spocks Hand greifen, doch McCoy hielt ihn auf.

"Nicht anfassen Jim, seine verdammten Abschirmungen sind sperrangelweit offen. Jede Berührung bringt mehr Durcheinander in diesem Kopf, als es ohnehin schon ist.", murrte McCoy.

"Ich denke es ist besser, wir bringen ihn in seine Kabine, bis die Halluzinogene nachlassen. Er wird so schon eine harte Zeit haben ... "

"Warum?", fragte Kirk besorgt und musterte das schlafende Gesicht seines Freundes, auf dem von Zeit zu Zeit ein feines Zucken  zu sehen war und die dunklen Wimpern flatterten ab und an. "Was hat dieses Ding mit ihm gemacht."

McCoy blickte Kirk einen Moment zweifelnd an. "Du warst dabei Jim, muss ich es dir wirklich sagen?"

Kirk blickte den Arzt verwirrt an. "Ich fürchte ja, was hat es mit ihm gemacht? Diese Pflanze hat ihn gequält und ... so etwas habe ich noch nie gesehen."

"Sie hat ihn vergewaltigt Jim.", schnaubte McCoy. "Sie hat deinen privaten und überaus keuschen Ersten Offizier unter Drogen gesetzt, seinen Körper sexuell stimuliert und das ist nicht  alles ...."

Kirk antwortete nicht und spürte einen Kloß in seinem Hals. Vergewaltigt? Nicht alles? Was noch?

"Bones?"

"Das Halluzinogen, es bewirkt eine ähnliche Reaktion in ihm wie seine eigener Metabolismus es im Pon Far ausgelöst hat. Du erinnerst dich sicher. Und ich schiebe ihn auch noch wegen Frühlingsdüften an ....verdammt." McCoy fuhr sich mit den Händen durch die Haare und sah einen Moment schuldbewusst aus, bis er Kirk den Rückenzudrehte.

"Was meinst du damit Bones? Pon Far? Müssen wir ihn nach Vulkan bringen?" Kirks Blick wurde grimmig. Er erinnerte sich nur allzu gut, was sein Freund auf Vulkan durch gestanden hatte und wie nah sie daran gewesen waren ihn zu verlieren und schließlich um ihr Leben kämpfen mussten.

McCoy schüttele langsam den Kopf. "Ich denke nein, das Zeug baut sich auf natürliche Weise in seinem Körper ab, es ist jetzt schon um einige Grade gesunken. Allerdings wird es noch 1-2 Tage dauern bis es vollständig aus seinem System raus ist. Aber bis dahin ... "

"Was ..Bones, lass dir nicht alles aus der Nase ziehen", Kirk wurde ungeduldig.

McCoy fuhr herum. "Das Ding hat ihn mit irgendeinem Duftstoff angelockt. Bereits in dem Moment als wir auf den Planeten gebeamt  sind, hat das Zeug auf ihn gewirkt. Offensichtlich interessiert es sich nur für mentale Schwingungen und da er Telepath ist ..... mein Gott .... ich hätte es wissen müssen."

"Wie Bones? Was wissen?"

"Seine eigenartige Reaktion da unten, als du anfingst von Frühlingsdüften zu reden ..."

"Bones ... du konntest das nicht ahnen. Woher wolltest du wissen, wie diese Gerüche auf Vulkanier wirken? Hör auf dir die Schuld zu geben ... "

McCoy schnaubte und beruhigte sich etwas. "Es hat ihn angelockt damit, ihn in einen Zustand versetzt, der dem eines beginnenden Pon Far ähnelt. Als er schließlich bei dieser Pflanze angekommen war, hat sie sich ihn gepackt und ihn sofort mit diesem Halluzinogen voll gepumpt, über feine Häarchen an den Ranken. Ab diesem Moment hatte er vermutlich keine Kontrolle mehr über die Reaktionen seines Körpers und durch die Drogen sind seine mentalen Schilde
kollabiert, so das diese Pflanze ihn auch noch mental und sexuell stimuliert hat. Es muss die Hölle für ihn gewesen sein .... einem Vulkanier die Kontrolle über den Geist und Körper zu rauben....."

Kirk schloss einen Moment die Augen.

McCoy sprach leiser weiter und deutlich war Besorgnis in seiner Stimme zu hören. "Jim ich weiß nicht, wie er da durchkommt. Körperlich wird es keine Nachwirkungen geben, wenn die Stoffe erst einmal raus sind. Aber was sein Verstand daraus macht ..." McCoys Stimme erstarb einen Moment und er räusperte sich. "Jim, er hat deinen Namen gerufen als ..."

"Ich weiß ... ich war auch da, falls du es vergessen hast." Kirk fasste einen Entschluss und setzte sich an Spocks Bett.
Vorsichtig nahm er eine warme Hand in seine und sprach ihn leise an.

"Spock?"

Der Körper erzitterte unter der Berührung und Spock gab einen leisen wimmernden Laut von sich, die Augenlider flatterten. Kirk versuchte an beruhigende Gedanken zu denken und Spocks weit offenem Geist nur Zuneigung zu schicken.

"Jim...", die dunklen Augen öffneten sich einen Spalt und Kirk strich sanft über das dunkle Haar.

"Shh, ruhig. Du stehst noch unter Drogen. Spock wir bringen dich in deine Kabine. Ich bleibe bei dir." Kirk blickte in die schmalen Augenschlitze.

Spock stöhnte und begann schneller zu atmen. "Jim, nein ... keine Kontrolle....binde mich fest ...", raspelte er mit heiserer
atemloser Stimme. Kirk fühlte wie die kräftigen Muskeln unter seinen Händen kontrahierten und Spock offensichtlich bemüht war sich im Zaum zu halten.

Kirk sah fragend zu McCoy. Der Arzt nickte. "Er hat Recht. Das wäre vielleicht besser. Lass ihn los Jim, er kämpft um seine Kontrolle."

Kirk drückte die Hand die er hielt und ließ sie los. Als er vorsichtig vom Bett aufstand hatte sich der Vulkanier etwas beruhigt und war wieder in einen unruhigen Schlaf gefallen.

***

Zwei Stunden später saß Kirk in Spocks Kabine an seinem Bett und beobachtete seinen Freund, der sich ächzend hin und her warf. Er schwitzte, etwas was selten vorkam bei Spock. Stöhnend ruckelte der Vulkanier an den Fesseln, die seine Arme über dem Kopf auf dem Bett hielten.

"Spock, ich bin hier. Versuch zu schlafen oder dich zu beruhigen.", sprach Kirk ihn leise an, während er mit einem Tuch
Schweiß von der nassen Stirn des Vulkaniers wischte.

Einen Moment lag Spock still, als Kirk ihm behutsam über den Kopf strich. Die dunklen Augen fixierten ihn mit offensichtlichem Verlangen und Begierde. Etwas was Kirk nach seinem anfänglichen Schreck inzwischen fast genoss. Doch da war auch Hilflosigkeit und Furcht in den dunklen Augen zu lesen.

Sein vulkanischer Freund war ein gut aussehender Mann und nicht selten hatte sich Kirk bei dem Gedanken ertappt ihn mehr zu begehren, als nur als loyalen Freund. Er verdrängte diesen Gedanken, als ihm bewusst wurde, wie sehr der Vulkanier leiden musste.

Spock war erregt. Nicht aufgrund seiner Nähe, sondern aufgrund von Drogen, die ihm mutwillig injiziert worden waren. Er war vergewaltigt worden, von einer Pflanze und seine mentalen Disziplinen waren ihm schmerzhaft entrissen worden. Kirk wünschte er könnte mehr für ihn tun, als nur hier zu sitzen und bei ihm zu sein.

"Jim .... " keuchte Spock und hatte Mühe überhaupt zu sprechen. "Bitte ... geh .... lass mich ..... allein .... kann
nicht ...."

"Ich lasse dich nicht allein mein Freund, versuch es gar nicht erst." Kirk schüttelte energisch den Kopf und strich wieder
beruhigend über Spocks Haare.

Der Vulkanier stöhnte verzweifelt und wollte seinen Kopf wegdrehen, doch Kirk ließ es nicht zu. "Jim ..... ... kann dich ....
spüren .... du darfst nicht ..... es ist nicht ...darf nicht ....emafa kito chatai, chatai ....cha´e ....chatai ...." Er  fiel in seine Muttersprache und murmelte mit geschlossenen Augen  vor sich hin.

Cha´e? Das Blut brennt? Kirk kannte diese Silben, aus der Zeit in der er auf einem heißen Planeten stand, mit ebenso brennenden Sorgen um seinen Freund, der sich im Fieber des Pon Far befand.

Sein Blut brennt, schob er diese Aussage in seinem Kopf hin und her. Er hatte seinen Namen gerufen, als er in den Fängen der Pflanze zum Orgasmus getrieben wurde. Kirk schluckte. War es möglich, dass Spock ihn begehrte? War so etwas überhaupt möglich für ihn? Er hatte seinen Namen gerufen.

Fast wie eine Antwort wusch eine Welle von Begierde und Verlangen über Kirk hinweg und Spock bäumte sich auf, ruckelte an den Fesseln und warf stöhnend seinen Kopf hin und her.

Kirk versuchte ihn festzuhalten, doch der Vulkanier hatte eine weitaus größere Kraft und so konnte er nur warten, bis er sich wieder beruhigte. Es war gut gewesen, dass sie ihn ans Bett gebunden hatten. In diesem Zustand war er nicht zu kontrollieren. Nach einigen Minuten lag Spock schwer keuchend und erschöpft etwas ruhiger und starrte ihn wieder an.

Kirk schluckte und musste es fragen, "Spock ...ist es möglich ... ich meine .... begehrst du mich?"

Der schweißnasse Körper versteifte sich und sein Blick wurde hart.

"Spock, höre ...", fuhr Kirk fort.

Spock drehte den Kopf weg und schloss die Augen. Die Lippen zu einem dünnen Strich zusammengepresst. Kirk wollte ihn wieder berühren, doch zögerte einen Moment.

Er wusste, das wenn er das jetzt tat, es keinen Weg zurück gab, dass es alles ändern konnte zwischen ihnen. Er hatte bereits oft darüber sinniert, mit diesem Mann, mit seinem loyalen Freund intim zu werden, mehr zu haben als die Freundschaft. Doch würde Spock es wirklich akzeptieren, damit leben können?

Sollte er besser warten, bis er wieder Oberhand über seinen Verstand gewonnen hatte? Doch dann würde Spock alles hinter seinen eisernen Mauern verbarrikadieren. Selbst im Pon Far hatte Kirk ihn nie so offen, so verletzlich gesehen wie jetzt.

War es nicht besser, wenn er ihm jetzt wo er litt, versicherte, dass sein Begehren nicht falsch war, das er sich keine Gedanken machen musste in seiner Anwesenheit die Kontrolle zu verlieren?

Spock zuckte kurz zusammen und stöhnte unter dem Einfluss der Drogen. Er hatte weiter sein Gesicht von ihm abgewendet. Kirk fasste erneut einen Entschluss. Er konnte es einfach nicht übers Herz bringen ihn so leiden zu sehen.

Vorsichtig streckte er die Hand aus und berührte zart die Wölbung in Spocks Schritt. Spock erstarrte und sog erschrocken die Luft ein.

"Spock. Ich will dir helfen. Ich bin dein Freund... quäl dich nicht.", flüsterte er beruhigend.

Mit einem Ruck drehte Spock seinen Kopf wieder zu Kirk und fixierte ihn. Er atmete hektisch ein und seine Augen wirkten flehend, "...  Jim ... nein!", flüsterte er kaum hörbar und es schien ihn einige Kraft zu kosten.

"Spock, hast du meinen Namen gerufen, weil du mich begehrst? Ist es Verlangen und Zuneigung, die ich durch deine offenen Schilde fühle?", fragte Kirk mutig.

Die dunklen Augen schlossen sich und Spocks Gesicht bekam einen fast traurigen Ausdruck. Ein leichtes Beben lief durch den Körper und eine Träne rann aus seinem Augenwinkel, dann noch eine.

Kirk strich mit dem Handrücken darüber. "Spock ...."

"Verzeih .... ,", murmelte der Vulkanier leise und mit erstickter Stimme. "Jim bitte, verzeih ... es sollte nie .... es
durfte nie .... ich habe keine Kontrolle ...."

"Spock, es ist gut. Vertrau mir." Kirk beugte sich vor und küsste eine weitere Träne fort. "Es ist alles gut ... mein Freund.
Lass mich helfen ..."

Wieder lief ein Schauer durch Spocks Körper und der Vulkanier stöhnte auf. Kirk begann mit einer Hand langsam Spocks Hose zu öffnen und Spock begann hektisch zu atmen, doch blieb sonst still liegen.

Kirk blickte wieder in sein Gesicht, konnte es kaum glauben, das sein sonst so stoischer Erster Offizier so viel Verlangen in sich haben konnte. Er lächelte in die dunklen noch feuchten Augen die ihn nun wachsam fixierten und nickte bestätigend. "Ich werde dir jetzt helfen und wenn du es nicht in meinen Gedanken sehen kannst, dann glaube es mir so .... ich begehre dich auch und habe nicht vor zuzusehen, wie du dich quälst, indem du kontrollieren willst, was man nicht kontrollieren kann."

Spock blinzelte als Kirk seine Hand an sein Gesicht legte und schloss schließlich die Augen als Kirk langsam begann mit der anderen Hand den harten und verlangenden Penis zu massieren.

Spock brauchte nicht lange, nachdem er bereits seit Stunden mit seiner aufgezwungenen Erregung kämpfte. Nach wenigen Minuten begann er keuchend zu atmen und zu stöhnen und schrie schließlich als sich sein aufgestautes Verlangen in Form von heißem Samen über Kirks Hand ergoss.

Dann fiel er in einen weiteren erschöpften unruhigen Schlaf.


***

Kirk erwachte am nächsten Morgen und stützte sich auf einen Arm auf. Spock lag friedlich schlafend neben ihm. Lächelnd dachte Kirk an die vergangene Nacht und strich die zerwühlten dunklen Haare glatt.

Spock war in einen weiteren unruhigen Schlaf gefallen, nachdem er ihn dazu gebracht hatte seine Zurückhaltung aufzugeben. Kirk hatte ihn gesäubert, von der restlichen Kleidung befreit und war dann zu ihm ins Bett gestiegen und hatte ihn im Arm gehalten.

Mehrmals hatten die Drogen ihn noch in erotische Rage versetzt und Kirk hatte ihm jedes Mal Erleichterung verschafft, nicht ohne eigenen Genuss, wie er sich eingestand und sein wundes Geschlecht ihm mitteilte. Sie hatten sich sowohl mental als auch körperlich verausgabt.

Irgendwann endlich war sein Freund friedlich und erschöpft eingeschlafen, nachdem er die Kontrolle über seinen Körper
wiedererlangt hatte. Kirk hatte die Fesseln gelockert und sich erleichtert ebenfalls dem Schlaf hingegeben.

"Spock?"

"Mmmh?", kam eine murrende Antwort.

"Geht es dir besser?"

"Mmmh....", die dunklen Augen öffneten sich und Spock sah ihn schläfrig an. "Jim ... es ... ich wusste nicht .... das du
..."

Kirk hauchte einen Kuss auf eine Augenbraue und Spock seufzte leise.

"Schon gut mein Freund. Ich liebe dich. Ich habe es immer als Freund getan und werde es immer als dein T´hy´la tun. Spricht man es so aus? Ich habe es nur in meinem Kopf gehört.", flüsterte Kirk in ein spitzes Ohr.

Spock richtete sich etwas auf und berührte sanft Kirks Schläfe und strich eine widerspenstige Strähne aus seiner Stirn.

"Wo du geliebt wirst,
darfst du auch Schwäche zeigen
oder den fehlenden Mut,
brauchst du die Ängste
nicht zu vertreiben,
wie es der Furchtsame tut.

Wo du geliebt wirst,
brauchst du nicht ständig zu fragen
nach den vermeintlichen Preis.

Du wirst von der Liebe getragen,
wenn auch unmerklich und leis´."

Spock hatte leise gesprochen und lächelte Kirk sanft an, dann zog er ihn zu sich und sie verloren sich in einem leidenschaftlichen Kuss bis Kirk nach Luft schnappen musste.

"Spock, wo nimmst du so etwas her?", fragte Kirk atemlos. "Es ist wunderschön."

Spock zog eine Augenbraue hoch und richtete sich nun ganz auf. "Ich dachte du wüsstest, das meine Mutter von der Erde kommt. Ich habe als Kind eines Tages gefragt, wie sie ´Liebe´ erklärt und sie hat mich merkwürdig angesehen und mir diese Verse gegeben. Treffen sie nicht zu?"

"Doch, ... sie sind wunderschön." Kirk setzte sich ebenfalls auf und strich dem Vulkanier über den Rücken. "Heißt
das ....ich meine .... Spock ... ?"

Spock blickte ihn über die Schulter an, "Ich brauche keine Ängste mehr zu vertreiben, Jim, wenn ich dich an meiner Seite weiß.  Und ich möchte dich immer an meiner Seite wissen, wie du auch mich immer an deiner Seite wissen kannst. Ich weiß es nicht anders auszudrücken in diesem Moment."

Kirk lächelte und nickte verstehend. Spocks Art ihm zu sagen, das er ihn liebte.

"Jim? Wir sollten duschen, frühstücken und dann zum Dienst gehen. Die Halluzinogene die mein System beeinflusst haben sind zufriedenstellend abgebaut und ich bin mir sicher, das Dr. McCoy es kaum erwarten kann, dieses nochmals sicherzustellen."

Kirk grinste und nickte. Spock war wieder ganz der alte, nein nicht ganz. Etwas war anders. Etwas was nur ihnen beiden gehörte.

***

Eine Stunde später erreichten sie die Krankenstation und fanden McCoy in seinem Büro.

"Ah, da seid ihr. Spock ich sehe es geht ihnen besser." McCoy stand auf und holte seinen Scanner, während Spock mit auf den Rücken gelegten Händen abwartend stehen blieb. Kirk lehnte sich mit verschränkten Armen gegen die Wand und genoss es seinen Freund einfach nur anzusehen.

"Da haben sie uns einen ganz hübschen Schrecken eingejagt." McCoy ließ seinen Scanner über den Vulkanier wandern,
der es stoisch ertrug. "Die Stoffe sind fast restlos abgebaut. Dieses Ding hat ihren Metabolismus an die äußerste Grenze getrieben, das war nicht ganz ungefährlich."

"Ich werde eine nochmalige Begegnung mit dieser Pflanze vermeiden." , erwiderte Spock trocken und Kirk grinste.

Schließlich schaltete der Arzt den Scanner aus, sah fragend zu Kirk und dann lächelnd zu Spock. "Auch wenn es sicher keine sehr angenehme Erfahrung für sie war, mein spitzohriger Freund, .....ich gebe zu, ihr Frühlingsgedicht hat mir gefallen. Aber seien sie nächstes Mal etwas umsichtiger mit dem Harfenklang, wenn sie ihm folgen."

Spock zog irritiert eine Augenbraue hoch, "Harfenklang?"

"Frühlingsduft, Mr. Spock", McCoy grinste von einem Ohr zum anderen. "Im wahrsten Sinne des Wortes."

Spock sah Hilfe suchend zu Kirk, der mühsam ein Lachen unterdrücken musste. Er nickte zur Tür und bedeutete Spock ihm zu folgen.

"Komm, ich erkläre es auf dem Weg zur Brücke, was es mit dem Frühlingsduft auf der Erde auf sich hat."

Neugierig sah Spock von Arzt zu Captain und ging dann neben Kirk zur Tür.

"Das du mir nicht die Bienen vergisst Jim!", rief McCoy lachend hinterher und man konnte ihm seine Freude darüber anhören wieder ein kleines Scharmützel mit dem Vulkanier gewonnen zu haben.

Spock stoppte schlagartig in der Tür und drehte sich um.

"Doktor, wenn sie meinen, dass meine Erfahrungen mit den Frühlingsdüften der Erde sich ausschließlich auf Poetik und
Duftstoffe beschränken, dann muss ich sie enttäuschen." Spock zog süffisant eine Augenbraue hoch und verschwand aus der Tür.

Kirk und McCoy starrten sich einen Moment an, McCoy mit offenem Mund und Kirk entschuldigend mit den Schultern zuckend. "Du hättest das andere Gedicht hören sollen, Bones."

Damit flüchtete er ebenfalls rasch aus der Krankenstation und eilte Spock zum Turbolift hinterher.


Ende.

Stelenan ....