Titel: Fernsehen bildet
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Paarung: House, Wilson
Rating: PG, Humor

Beta: T’Len
Archiv: ja

 

Summe: Der Weg zum Herzen eines Mannes führt über seinen Fernseher. House meets Cuddles, Giggles und Toothy…

„House warming“ heißt tatsächlich eine Folge in Season 1 der HTF und war der Auslöser, dass dieses Bunny auf meinen Schoß hüpfte.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. 

 

 

Wilson ließ sich aufs Sofa fallen und griff nach der Fernbedienung. Er zappte sich durch TiVo. Spongebob Squarepants... Nascar... Wrestling... irgendein Film... Happy Tree Friends. Wilson drehte den Kopf in Richtung Küche, wo House dem Lärmen nach umfangreiche Abbruch- und Umbauarbeiten vornehmen musste. Aber wenn er glaubte, dass er auf diese Weise darum herum kam, das Geschirr zu spülen... „Sag’ mal, hast du jetzt auch eine Gartensendung im Programm?“ Er nahm die Schüssel mit dem schon bereitgestellten Popcorn und balancierte sie auf den Beinen, die er auf den Couchtisch gelegt hatte.

 

House warf ihm einen „Hast-du-den-Verstand-verloren?“-Blick zu, um dann mit Abscheu auf die Spülbürste zu starren.

 

Wilson schluckte eine sarkastische Bemerkung hinunter, ob er dem Geschirrspülen nur etwas abgewinnen konnte, wenn er sich etwas davon versprach. Aber er war nicht so grausam wie Greg, er konnte nicht einfach so in offenen Wunden herumstochern, nur um zu sehen, was dann geschah. Mit einem Schulterzucken wandte sich Wilson wieder dem Fernseher zu und wählte die Sendung neugierig an. Zu seiner – milden – Überraschung schien es sich um einen Zeichentrickfilm zu handeln. Aber da er eh nichts anderes zu tun hatte, schaltete er nicht weg. Er grinste unwillkürlich, als er den Namen der Episode las „House warming“. Zwei Folgen später war ihm das Lachen vergangen.

 

House tauchte aus der Küche auf und warf einen Blick auf den Fernseher. „Hey, konntest du nicht auf mich warten?“ Er setzte sich neben seinen Freund und griff sich die Fernbedienung.

 

„Das ist... absolut... abstoßend.“

 

Sein Freund bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. „Ist das dein Ernst?“, fragte er sarkastisch. „Das ist doch noch nicht mal echt, das ist nur gezeichnet. Du siehst jeden Tag im Krankenhaus schlimmere Sachen.“

 

„Ich finde es trotzdem verstörend.“ Wilson hatte nicht vor, sich zu verteidigen. „Da waren gerade ein blaues Stinktier und eine Art Biber ohne Hände, der ein Haus gebaut hat, das anschließend explodierte, in Flammen aufging und das Stinktier wurde gegrillt. Und dann in der nächsten Folge, war dieses fliegende Eichhörnchen, das irgendso ein rosa Tier vor einer Flut rettete und ihm dann den Kopf abriss, weil es gegen einen Ast flog!“

 

„Wieso soll das verstörend sein? In der Klinik sitzen jeden Tag Menschen, die so etwas in echt erleben, sich die Knochen brechen – gut, es kommt seltener vor, dass jemandem die Haut abgezogen wird wie Sniffles oder die Augen aus dem Kopf ploppen, wie bei Cuddles – aber das ist schlimmer, denn es ist echt und mit echten Schmerzen verbunden. Das hier ist... albern.“

 

„Albern ist kein Wort, das MIR in den Sinn kommt.“ Wilson verzog das Gesicht.

 

House griff sich eine handvoll Popcorn und kaute es lautstark. „Dir wird also übel, wenn ein Kuscheltier in zwei Hälften zerlegt wird? Hmh, muss ich nachsehen, ob du einen Teddy unter dem Kissen versteckst?“, meinte er in dieser kindischen Stimme, die Wilson hasste, denn sie verhieß nie etwas Gutes.

 

„Das ist doch nicht das gleiche. Ich meine, was denken sich die Leute bei so was? Ich meine, die Leute, die so was zeichnen? Das ist doch... krank.“

 

House schüttelte den Kopf, lehnte sich gegen das Sofa zurück und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Bildschirm zu. „Es ist im Fernsehen, es ist nur eine Zeichentrickserie.“ Er warf Popcorn in die Luft und fing es mit dem Mund auf.

 

„Und was soll dieser Spruch am Ende? Smiles are always free? Don’t forget to stop and smell the roses? Was hat das mit dem ganzen zu tun?“

 

„Hey, man soll doch aus dem Fernsehen schließlich was lernen. Es gibt immer einen hübschen Spruch am Ende jeder Folge. Dass man sich die Zähne putzen soll oder immer anschnallen, oder so was.“

 

Doch dann wählte er zu Wilsons Überraschung einen anderen Sender, auf dem gerade eine Sportsendung begann. Er hatte sich schon darauf gefasst gemacht, nun den Rest des Abends mit zerteilten Kuschelhäschen und diesem merkwürdigen Elch konfrontiert zu werden, damit House etwas hatte, über das er spotten konnte.

 

„Danke“, meinte er leise.

 

House warf ihm einen Blick zu, sagte aber nichts darauf. Statt dessen griff er wieder in die Popcornschüssel – und drehte den Ton auf.

 

Ende