Titel:                Fear for your life

Autor:              Lady Charena

Film:                 Run for your life

Paarung:           Major Charles Forsyth POV

Rating:             V, PG-15

Beta:                T’Len

 

Summe:            Eine fehlende Szene - Charles Forsyths Gedanken, während er vor dem Fenster steht.

 

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Die Zigarette fiel aus seinen taub gewordenen Fingern. Er stand völlig bewegungslos. Es war durchaus möglich, dass er nicht einmal atmete. Allen Morandi. Sie wagte es tatsächlich... diese Hure wagte es mit dem Krüppel ins Bett zu gehen. Seine Frau... Sarah. Nicht genug, dass sie ihn vor den Augen aller beim Marathon gedemütigt hatte – sie musste ihm auch noch Hörner aufsetzen. Sekundenlang zuckte wieder der Schmerz durch seinen rechten Fußknöchel, den er verletzt hatte, als er über Tobi stolperte. Lieutenant Walker würde noch den Tag verfluchen, an dem er auf die Idee kam, den Hund kurz vor dem Zieleinlauf auf ihn zu hetzen. Bald, sehr bald. Noch waren die Pläne eher diffus, die Wut, die wie ein roter Schleier über seinem Denken lag, machte es ihm unmöglich, einen klaren Gedanken zu fassen. Vielleicht sollte er Walker Tobis Zähne kosten lassen. Nein. Zu einfach.

 

Wie konnte sie es wagen... Fast konnte er es auch hier hören – das höhnische Gelächter, das Getuschel hinter seinem Rücken. Der ganze Stützpunkt lachte über ihn, lachte darüber, dass seine Frau durchgebrannt war...

 

Er wandte sich ab von dem sich liebenden Paar und lehnte sich gegen die kalte Außenwand des Hauses. Sein Kopf pochte, der Schmerz strahlte in Wellen durch seinen ganzen Körper. Er biss die Zähne zusammen, die Sehnen an seinem Hals traten hervor, während sein Gesicht langsam eine ungesunde, tiefrote Färbung annahm. Um seine Brust lag ein eiserner Ring, der ihm das Atmen fast unmöglich machte.

 

Sarah. Sarah. Sarah. Ihr Name mit jedem blutroten Pochen in seinem Kopf... Diese Schlampe würde dafür bezahlen, sie würde für alles bezahlen...

 

Langsam ließ der Schmerz nach, wurde sein Blick wieder klarer. Er sog die kalte Nachtluft tief in seine Lungen, lehnte sich schwer zurück gegen die Wand. Sollte sie sich doch in Sicherheit glauben, sollte sie ihr Glück genießen. Es würde nicht mehr lange dauern.

 

Er öffnete die zu Fäusten geballten Hände und betrachtete emotionslos die tiefen, blutenden Krater, die seine Fingernägel in seinen Handballen hinterlassen hatte.

 

Sarah würde zu ihm zurückkehren. Oder sterben... Aber zuerst sollte sie wissen, dass er hier war, dass er gesehen hatte... Er stieß sich von der Wand ab und bewegte sich geräuschlos zur Tür. Ein humorloses Grinsen verzerrte seine Züge, sie war nicht abgeschlossen. Ein Kinderspiel, ihren Pokal zu holen...

 

 

Ende