Durch Zeit und Raum

Disclaimer siehe Teil 1

Teil 12

 

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Er hatte die anderen in sein Büro geführt da es absolut abhörsicher war. Mit Silen würde er später ein Hühnchen rupfen, doch jetzt wollte er mehr wissen.

 

„Sie sagen also, Spock hätte das Schiff verlassen?“ Sarek wandte sich sofort an Silen, als sich alle gesetzt hatten.

 

Silen nickte. „Deshalb wurde Commander Lirien an Bord gerufen.“

 

„Das ist ungewöhnlich.“

 

„Weshalb? Dass ein vakanter Offiziersposten zeitweise durch einen anderen Offizier besetzt wird, oder dass Spock das Schiff verlässt?“ Blight beugte sich vor.

 

„Letzteres. Es passt nicht zu Spock, dass er Kirk in einer Situation wie dieser allein ließ. Sie waren Freunde und hatten sich mehrmals gegenseitig das Leben gerettet.“

 

„Das Schiff sollte lediglich eine Anomalie untersuchen. Kirk hätte ihn innerhalb weniger Tage wieder an Bord genommen.“ Silen hob eine Braue. Er verstand Sareks Einwand nicht.

 

Sarek schüttelte knapp den Kopf.

„Das Flagschiff der Föderation untersucht eine Anomalie, während überall in der Föderation Krieg ausbricht?! Ich hatte Kirk immer für etwas klüger eingeschätzt, als sich so schnell abschieben zu lassen.“

 

„Und was, wenn Spock das Schiff verlassen hat, um einem Auftrag nachzugehen?“ warf O'Brian ein. „Was, wenn Kirk einen Verdacht gehabt hatte und seinen Ersten Offizier und Vertrauten losgeschickt hat, um ihn zu überprüfen?“

 

„Oder dieser Lirien. Kann man ihm trauen?“ O'Brian sah fragend zu Silen.

 

„Ihr. Commander Lirien war eine Frau. Kirk vertraute ihr genug, um sie extra anzufordern. Sie hatte bereits früher ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Sie war erst wenige Wochen vorher zum Captain befördert worden, wollte den Titel jedoch noch nicht annehmen.“

 

„Klingt erstaunlich. Doch weshalb lehnte sie den Titel ab?“

Silen hielt O'Brians misstrauischem Blick stand. „Wir hatten erst ein halbes Jahr vorher die Akademie verlassen.“

Das saß. Alle außer Sarek und Silen wechselten erstaunte Blicke.

 

Blight lehnte sich nachdenklich zurück.

„Sie standen also mit Lirien telepathisch in Kontakt?“

 

Er wartete Silens Nicken ab.

„Besteht dieser Kontakt immer noch?“

 

„Nein. Ich sagte bereits, dass ich nur diese eine Botschaft von ihr erhielt.“

 

„Und wann war das?“

 

„Drei Tage nachdem die Enterprise verschwunden war.“

 

„Und warum, zum Donnerwetter, haben Sie mir bisher nichts davon gesagt!“ Blight brüllte so plötzlich los, dass alle bis auf Silen zusammenzuckten. Dieser hob nur andeutungsweise ein Braue.

 

„Sie hatten nicht gefragt.“

 

Blight verdrehte die Augen zur Decke. Si’jsk unterdrückte ein Grinsen und O'Brian lachte leise. Nur Sarek und Sarduk blieben ruhig. Doch Blight konnte das amüsierte Funkeln in Sarduks Augen erkennen.

 

Blight stand auf und begann mit einer unruhigen Wanderung.

„Wir wissen jetzt also, dass es sich um eine Lebensform handelt. Wie sie aussieht, weiß offenbar keiner. Wie agiert sie? Wie tritt sie in Erscheinung?“

 

Er blieb stehen und wandte sich um. „Irgendwelche Vorschläge?“

„Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie die Gestalt wechseln kann.“

 

Blight musterte Sarek. “Sie meinen, wegen der Botschafter, die verschwunden waren, um dann plötzlich wieder aufzutauchen und ein merkwürdiges Verhalten an den Tag zu legen?”

 

Sarek nickte.

 

„Klingt logisch.“ Blight übersah geflissentlich Sareks gehobene Braue.

 

„Und was fangen wir jetzt mit unserem Wissen an.?“

O'Brian hatte die Arme vor der Brust verschränkt und starrte nachdenklich vor sich hin. Sein Blick fiel auf Sarek.

„Was ist mit den Hibernierenden?“

 

„Guter Einwand. Welche Rolle spielen sie?“

 

„Mir ist aufgefallen, dass den inzwischen veröffentlichten Namenslisten zu Folge, ausschließlich hochrangige oder bekannte Personen in den Hibernationskammern waren. Ich weiß allerdings nicht, ob die Listen vollständig waren. Und ich kann auch nicht sagen, was mit jenen Hibernierenden geschehen ist, die ich in den Höhlen in den Bergen von Gol gefunden hatte.“

Si’jsk starrte auf eine Punkt irgendwo hinter Blight. Dieser wusste inzwischen, dass dies ein Anzeichen dafür war, dass Si’jsk angestrengt nachdachte.

 

„Vermutlich dienten sie als ‚Lager’.“ Alle Köpfe wandten sich zu Sarduk um. Er zuckte unmerklich mit den Schultern.

„Wenn es bekannte und/oder einflussreiche Personen waren, wäre es doch denkbar, dass diese Wesen, nachdem die Originale gewissermaßen zur Seite geschafft worden waren, in deren Gestalt aufgetreten sind um ihre Manipulationen durchzuführen. Sie wollten Krieg und Zerstörung erreichen. Wo hätten sie das besser gekonnt, als an der Spitze eines Volkes: in den Regierungen. Und dort begannen ja auch die Streitigkeiten.“

 

„Gut, aber dann hätten sie die betreffenden Regierungsmitglieder doch nur töten müssen. Wozu der Aufwand mit der Hibernation. Allein die Kraftwerke, die innerhalb der Höhlen erbaut wurden... Sie riesige Menge an Energie und der logistische Aufwand, der dazu notwendig war. Abgesehen davon: Ich kann nachvollziehen, dass so etwas auf einem unbewohnten Planeten unbeobachtet bleiben kann. Aber auf Vulkan?“

 

Si’jsk winkte ab. „Du kennst die Berge von Gol nicht, Kevin. Es handelt sich um ein unwegsames riesiges Gebirge inmitten der lebensfeindlichsten Wüste Vulkans. Es gibt dort ein Kloster, doch das ist schon alles. Keine Siedlungen oder gar Städte in unmittelbarer Nähe. Nichts als Felsen und Sand. Selbst Tiere gibt es kaum.“

 

„Woher weißt du das so genau, Si’jsk?“ Blight musterte ihn kurz.

 

Si’jsk erwiderte seinen Blick. „Ich habe lange genug dort gelebt.“

 

„Gibt es noch weitere Kammern?“

Alle Blicke wandten sich dem fragenden Sarek zu.

 

„Möglich. Wir wissen es bis jetzt nicht genau. Es wird jedoch danach gesucht.“ Blight setzte sich wieder.

 

„Gibt es Hinweise, auf ein erneutes Auftreten dieser Wesen?“

 

„Um die ganzen Daten sichten zu können, die täglich eintreffen, bräuchten wir einen Computerexperten, der bei der Selektion hilft“, stöhnte O'Brian.

 

Blight winkte ab. „Es ist bereits einer unterwegs. Sevrin wird vermutlich in wenigen Tagen eintreffen.“

Si’jsk und Sarduk warfen sich einen alarmierten Blick zu. „Sagten Sie Sevrin?“

 

Blight nickte. „Stimmt etwas nicht? Si’jsk? Sarduk?“

 

„Das kann ich Ihnen erst sagen, wenn er eintrifft.“

 

„Raus mit der Sprache. Was ist los?!“

 

„Es hat nichts mit unserer Aufgabe hier zu tun. Der Name unseres Vaters lautete Sevrin und er war Computerexperte. Der Zufall wäre jedoch etwas zu groß.“

 

Blight entspannte sich wieder. „Wir werden sehen.“

 

Sarek runzelte andeutungsweise die Stirn. „Es gibt meines Wissens in unserem Clan keinen Vulkanier namens Sevrin in der entsprechenden Altergruppe.“

 

Blight stand auf und reckte sich. „Warten wir ab, bis er hier ist. Also noch mal: Gibt es sonstige Hinweise?“

 

Si’jsk nickte zögernd. „Ich bin vor kurzem auf etwas gestoßen. Es könnte jedoch auch Zufall sein. Mehrere Mitglieder einer Kolonie auf Berberin hatten offenbar eine Begegnung mit Doppelgängern. Als sie versuchten, diesen zu Folgen, waren sie plötzlich verschwunden. Es fiel ihnen jedoch auf, dass der Boden auf einmal sehr nass war.“

Er lehnte sich zurück. „Auf Berberin gibt es nur sehr wenig Wasser. Es war eine Nachricht in einem jener Nachrichtenkanäle, die normalerweise keine ernst zu nehmenden Daten präsentieren. Doch gerade wegen der Absurdität ist sie mir aufgefallen.“

 

Blight nickte. „Die meisten der Nachrichten, die uns wichtige Hinweise geben, stammen aus solchen Quellen.“

 

Er schwieg und musterte seine Gefährten. „Nun, dann haltet weiter Augen und Ohren offen.“

 

Alle standen auf und machten sich daran, den Raum zu verlassen.

„Silen, Si’jsk, bitte bleiben Sie beide noch einen Moment.“

 

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„Was können Sie uns über die Enterprise berichten, Silen?“

 

Blight hatte wieder hinter seinem Schreibtisch Platz genommen. Jetzt beugte er sich gespannt vor.

Auch Si’jsk war deutlich sichtbar an Silens Bericht interessiert. Sie hatten zwar so viele Gerüchte zusammengetragen, wie sie finden konnten, doch aus den offiziellen Datenbanken waren Schiff und Besatzung im Gegensatz zu allen anderen Schiffen getilgt worden. Dafür musste es einen Grund geben.

 

Silen legte die Fingerspitzen aneinander und überlegte kurz.

„Es handelte sich um ein Schiff der Constitution-Klasse: Vierhundert Mann Besatzung, ausgerüstet mit allem, was nötig war um fünf Jahre lang ohne nennenswerte Unterbrechungen zwischen den Sternen reisen zu können. Es waren sowohl die damals bekannten Waffensysteme, als auch Abteilungen aller wissenschaftlicher Fachrichtungen an Bord vorhanden.“

 

Blight nickte. „Was ist mit der Besatzung an sich? Gibt es da Besonderheiten?“

 

„Captain Kirk war berühmt dafür, alle Probleme lösen zu können. Er war der jüngste Raumschiffcaptain der Akademie, als er das Kommando über die damals neu in Dienst gestellte Enterprise erhielt. Sie war das erste Schiff der Constitution-Reihe.

Kirk führte seine Mannschaft mit einer Mischung aus Freundschaft, Kameradschaft, gegenseitigem Verantwortungsbewusstsein und Treue. Er verlor nur äußerst selten ein Mitglied seiner Besatzung und es war bekannt, dass er für jedes Mitglied seiner Mannschaft sein Leben aufs Spiel zu setzen bereit war.

Dies alles führte dazu, dass jedes einzelne Crewmitglied Kirk und seinen Offizieren, die sich in ihrem Führungsstil an Kirk orientierten, ergeben war. Es funktionierte alles reibungslos. Selbst in den größten Krisen.

Zudem hatte er für seine Offizierscrew die Besten der Flotte angefordert. Hinzu kam, dass gerade unter den beiden führenden Offizieren, Captain Kirk und Commander Spock, eine enge Freundschaft entstanden war, die beiden mehrfach das Leben rettete. Zudem war Spock der erste Vulkanier gewesen, der eine Karriere bei Starfleet begonnen hatte. Er wurde auf Vulkan zum Vorbild für gegenseitige Achtung und Kooperation. Viele Vulkanier folgten ihm in den Dienst der Flotte.“

 

Silen schwieg und Blight und Si’jsk wechselten einen nachdenklichen Blick.

„Das deckt sich weitgehend mit den Gerüchten und Geschichten, die wir über Schiff und Crew gesammelt haben. Es klang alles jedoch so unwirklich, dass wir das meiste davon für erfunden gehalten hatten.“

 

Silen schüttelte knapp den Kopf. „Es war so.“

 

Blight nickte. „Ich glaube Ihnen. Sie können jetzt ebenfalls gehen. Danke.“

 

Er wartete, bis der Vulkanier den Raum verlassen hatte, dann reichte er Si’jsk eine Datenfolie.

 

Si’jsk las und bedachte dann Blight mit fragend gehobener Braue.

„Ich denke das selbe. Dieser Einsatzbefehl erinnert mich zu sehr an den der Enterprise.“

 

Si’jsk nickte. „Was wirst du tun?“

 

Blight zuckte mit den Schultern. „Hinfliegen, die Anomalie untersuchen und sehen, wie ich wieder heil nach Hause komme.“

 

"Ich soll hier bleiben?"

 

Blight nickte und ging um den Schreibtisch herum, bis er vor Si'jsk stand. Zögernd streckte er die Hand aus und legte sie an die Wange des Vulkaniers, streichelte sanft über die überraschend weiche Haut.

"Ich möchte, dass du hier bleibst. Wenn der Deirdre etwas zustößt, muss noch jemand da sein, der Bescheid weiß und entsprechend handeln kann. Ich werde Yagmur, Silen und O'Brian mitnehmen."

 

Langsam stand Si'jsk auf. Durch die Berührung des Menschen konnte er deutlich dessen unausgesprochenen Wunsch spüren. Einen Wunsch, den er teilte.

"Ich möchte nicht, dass du gehst bevor..."

 

Blight sah ihn atemlos an. "Bevor was?"

Er fühlte die plötzliche Spannung im Körper des anderen, fühlte seine eigene körperliche Reaktion.

 

Wortlos zog Si'jsk ihn an sich und küsste ihn. Es schien endlos zu dauern und beide Männer verloren sich in dem Kuss.

 

Schließlich löste sich Si'jsk wieder von ihm und nahm seine Hand.

"Komm", raunte er, ein Versprechen in den Augen.

 

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Sternzeit 4791,4: USS Deirdre

 

Blight ging unruhig auf der Brücke auf und ab. Er war mit einigen Kadetten zu einem Übungsflug aufgebrochen, wie er es in regelmäßigen Abständen tat. Doch diesmal hatte er zusätzlich einen Auftrag erhalten...

 

Lieutenant Yagmur, die den Posten des ersten Offiziers für diesen Flug übernommen hatte, rollte sich zischend auf ihrem Sessel zusammen.

„Dass gefällt mir nicht. Ganzss und gar nicht.“

 

Der Translator konnte offenbar trotz aller Modifikationen noch immer nicht alle Zischgeräusche aus ihrer Sprache herausfiltern. Blight hatte sich daran gewöhnt, doch jetzt bemerkte er, wie einer der Kadetten sich unbehaglich umsah.

 

Auch er würde sich daran gewöhnen.

 

Sie hatten den Auftrag bekommen, in einen Raumsektor zu fliegen, in dem in letzter Zeit immer wieder ungewöhnliche Strahlung auftrat. Sie sollten Messungen vornehmen und herausfinden, was es damit auf sich hatte.

 

Der Auftrag gefiel Blight nicht. Er erinnerte ihn zu sehr an das, was er inzwischen von Silen und Sarek über die Enterprise erfahren hatte.

 

Um ihr Team zu verstärken, sollte er eine romulanische Wissenschaftlerin an Bord nehmen, die sich auf derartige Strahlungsphänomene spezialisiert hatte.

 

Ihm war etwas mulmig bei dem Gedanken. Allein schon dieser Auftrag enthielt zu viele Unbekannte. Und eine Romulanerin würde mit Sicherheit noch mehr für Chaos sorgen, nach dem was er über dieses Volk gehört hatte. Zwar gehörten sie, zumindest einige Zivilisten, zum inzwischen vertrauten Bild mancher Raumstationen. Doch offiziell waren die Romulaner noch immer Feinde der Föderation.

Allerdings war es ihm freigestellt worden, sie in sein Team aus Spezialisten aufzunehmen, falls sie dazu zu passen schien und sich bewährte. Sie würde wahrscheinlich gut zu der bunten Mischung passen, dachte er mit einem Anflug von Galgenhumor.

 

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„Willkommen auf der Deirdre.“

Blight musterte die junge Frau, die eben von der Transporterplattform herunter trat.

 

Sie war eine Schönheit.

Er bemerkte, dass sie nur wenig kleiner war als er selbst. Ihre klaren grünen Augen erinnerten ihn an die Si’jsks. Langes schwarzes Haar fiel in weichen Wellen über ihre Schultern. Der silbrige Overall, den sie trug, ließ ihre schlanke Figur erkennen und betonte den leichten oliveton ihrer Haut. Sie bewegte sich mit einer katzenhaften Eleganz, die ihn an Vulkanier erinnerte.

Dann fiel ihm ein, dass Romulaner und Vulkanier den gleichen Ursprung hatten.

Dennoch war etwas an ihr, dass ihn irritierte. Er würde ihre Identität baldmöglichst überprüfen.

 

„Captain Blight, wie ich annehme?“ Sie blieb vor ihm stehen und musterte ihn.

Er nickte, deutete dann auf Yagmur und O'Brian und stellte beide vor.

 

„Mein Name ist Alin. Ich habe mehrere spezielle Messgeräte mitgebracht, die allerdings etwas heikel beim beamen sind, weshalb ich sie bisher nicht freigegeben habe. Habe ich Ihre Erlaubnis, die Kontrollen selbst zu bedienen?“

 

Er war etwas überrascht. „Mit dem Vorbehalt, dass Sie das Schiff nicht in die Luft jagen, ja. Erlaubnis erteilt.“

 

Sie nickte ernst, doch er glaubte den Schimmer eines Lächelns erkannt zu haben. Er beobachtete, wie sie mit offensichtlicher Übung die Kontrollen einstellte und dann mehrere Container an Bord beamte.“

 

„Ein Teil der Geräte muss im Maschinenraum installiert werden. Darf ich fragen, wer Ihr Chefmechaniker ist?“

 

„Lieutenant Conelly. Soll ich ihn rufen lassen?“

 

„Nicht nötig, danke. Ich muss bei dem Einbau dabei sein. Würden Sie mir bitte den Weg zum Maschinenraum erklären?“

 

O'Brian, der sie keine Sekunde aus den Augen gelassen hatte, trat vor.

„Ich werde Sie hinbegleiten, wenn Sie erlauben.“

Sie nickte nur und verließ mit ihm den Transporterraum. Blight folgte ihnen schweigend.

 

O'Brian führte sie zu einem der Turbolifte.

„Sie sind also Romulanerin?“

 

„Nein, bin ich nicht.“

 

„Nicht?“ Blight war völlig überrumpelt. Was sollte das?

 

Ein Lächeln umspielte ihre Mundwinkel und er konnte den Humor in ihren Augen erkennen. „Ich bin das, was sie vermutet haben: Vulkanierin. Kommodore Boydan hat mich vor Ihnen gewarnt und ich wollte sie auf die Probe stellen. Mein richtiger Name lautet T’Alin. Ich war allerdings schon öfter als Agentin im romulanischen Raumsektor unterwegs.“

 

Er lachte. Sie gefiel ihm immer besser. Wenn sie so weitermachte, würde sie gut ins Team passen...

 

„Wie lange denken Sie, dass Sie für den Einbau brauchen?“

 

„Wie gut ist ihr Team im Maschinenraum?“

 

Er gab sich beleidigt. „Wie, der Ruf meiner Offiziere ist noch nicht bis zu Ihnen durchgedrungen?“

 

Sie verschränkte die Arme. „Sind Sie denn so schlecht?“

 

Blight konnte ein Grinsen nicht mehr unterdrücken. „Sie sind die Besten der Flotte.“

 

„Das behaupten alle Raumschiffcaptains.“

 

„Nun, wie lange werden Sie brauchen? Wir erreichen bald das Raumgebiet, in dem die Anomalien auftreten.“

 

„In maximal zwei Stunden werde ich fertig sein. Genügt das?“

 

Blight war überrascht. „Natürlich. Wir werden in ca. sechs Stunden am Ziel sein.“

 

"Na dann. Wie es aussieht, bleibt sogar noch genügend Zeit für ein gemütliches Essen."

Blight wollte schon antworten, als er den hoffnungsvollen Blick O'Brians bemerkte. Lächelnd zwinkerte er ihm zu und verabschiedete sich dann.

 

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Ende Teil 12

 

Teil 13