Dunkel, Akt 1

 

 

Hallo alle zusammen,

wollte nur mal sagen, das mir eure Geschichten super gut gefallen und habe ich auch an einer versucht, fertig ist sie noch nicht, wird wohl auch ein Mehrteiler. Da ich nebenbei gerade umgezogen bin und noch fleißig am aufbauen etc. kam ich noch nicht zum vielen schreiben. Ist aber alles im Kopf abgespeichert...:o)

Gebt ruhig feedback...

Grüße...Sinaida draconis123@gmx.de

 

 

Disclamier wie alle anderen gehören nicht mir etc.


 

Akt 1:

Auf einmal war alles dunkel. Er versuchte durch blinzeln seine Augen dazu zu bringen etwas zu sehen... keine Chance, selbst seine Augen konnten bei dieser absoluten Finsternis nichts erkennen.
Der Versuch zu sprechen misslang, innerlich seufzte er. Langsam bewegte er sich vorwärts, mit ausgestreckten Armen auf der Suche nach einem Hindernis.

Seine Fingerspitzen berührten etwas, tastend erforschte er die Oberfläche und fand einen Griff. Einen Moment zögernd, im Stillen mit sich hadernd öffnete er ihn langsam.

Blendend helles Licht gleißte in seine Augen und aus einem Reflex heraus schlossen sich sein drittes Augenlid. Die meisten wußten nicht einmal, das er so etwas besaß.






Sekunden verstrichen, während seine Augen sich an die neue Umgebung anpassten.  Er sah eine grüne Fläche unter sich, nochmals blinzelnd beugte sich der große Mann hinunter und erkannte nun einen dichten, kurzen Pflanzenbewuchs.

"Graminis, Gras" echoten seine Gedanken. Verwundert hob er eine Braue. Plötzlich ein Laut, Lachen und ein Ruf.

"Spock, nun kommen Sie her, diese Vulkanier, kaum lässt man sie von Bord studieren sie schon jedes Blatt das auf dem  gottverdammten Planeten wächst und vermiesen die Urlaubstimmung."

Ein Schock fuhr dem Mann durch die Glieder als er sein Ebenbild an sich vorbeilaufen sah. Spock konnte sich selbst für einen Moment in die Augen blicken, fand darin ein Funkeln, das auf Vorfreude hindeutete.  Ein paar Schritte zurücktaumelnd, stieß er gegen den hinter ihm stehenden Baum. was sollte das? In einer stummen Bewegung formten die Lippen seinen Namen. Die stimme war noch nicht zurückgekehrt.

Langsam, mit angespannten Muskeln ging er auf die Gruppe der Männer zu, in die Sich sein Ebenbild bewegte. Er kannte sie nicht.
Vorsichtig hob er die Hand und glitt durch sein Gegenüber hindurch. Vielleicht ein Hologramm, dachte er.

Nun nickte der neben dem, vermutlich Koch, stehende Mann dem anderen Spock zu.
"Da sind Sie ja endlich, wir wollten schon ohne Sie anfangen, setzten Sie sich." Dieser ihn ihm positive Assoziationen weckende Mann, verfolgte die Bewegungen seines anderes Ichs genau und lächelte zufrieden, als dieses endlich einen Teller nahm und sich mit einer seltsamen Speise aus einem riesigen, über dem Lagerfeuer kochenden Topf schöpfte.
Ein Geplänkel entstand zwischen den anderen beiden Männern, deren Namen er im Laufe mitbekam. Jim hieß derjenige mit dem goldbraunen Haare und der vertauenserweckenden Stimme.  Der andere wurde Pille genannt. Welch seltsamer Name, er verband  dieses Wort mit einer kleinen gepressten Arzneisubstanz zum Einnehmen. Ohne gesehen zu werden setzte er sich zu der Runde.

Sein alter Ego verbesserte das Individuum, dessen Name nicht so recht zu passen schien und ein Wortgefecht entstand. Der Vulkanier beobachtete den Mann Namens Jim. Dieser sah sein anderes Ich mit einem warmen Blick an, es lag Zuneigung darin. Mit einer flüchtigen Geste strich er sich eine Locke aus der Stirn und fing an zu Schmunzeln, dieses ging bald in ein volles Lachen über. Etwas gefiel Spock an der Art des "Jims", etwas tief ihn ihm wusste um Vertrauen und man konnte die Freundschaft fast sehen, die diese Männer miteinander verband.

Freundschaft, ein Klang spielte in seinem Geist mit, er krümmte sich, als eine Welle des Schmerzes durch seinen Kopf jagte. Seine Hände umklammerten unwillkürlich den Kopf und versuchten den Schmerz daraus zu verbannen. Ein paar tiefe Atemzüge später war es vorbei. Er sah wieder hoch und erkannte, das sich die Szenerie leicht verändert hatte.  Die Sonne war verschwunden und einem vollen Mond gewichen. Das Feuer brannte noch und es stoben immer wieder kleine Funken in den Himmel, die schnell verglühend verschwanden. Der Vulkanier lag ausgestreckt neben dem Feuer und schlief.

Spock stand auf und betrachtete sein Ebenbild, als er bemerkte, das sich in dem einen Zelt etwas bewegte. Der Mensch Jim kam raus und kniete sich neben dem Schlafenden nieder, betrachtete ihn liebevoll und seufzte leise. Seine Hand strichen andeutungsweise über das schwarze Haar und er hörte ihn flüstern:
"Wenn du wüsstest, was du mir bedeutest und ich habe keine Chance es dir zu sagen. Wie solltest du auch verstehen, was ich für dich empfinde. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob und wie die Verbindungen zwischen Vulkanier zustande kommen. Gerne würde ich sagen, was ich fühle, wie sehr du mein Leben bereicherst, ohne dich an meiner Seite würde ich mich selbst verlieren, denn du bist zu einem Teil davon geworden." Nun hauchte er einen Kuss in die Richtung der Lippen stand langsam mit einem sehnsuchtsvollen Blick auf, um in sein Zelt zurückzukehren.

Beide Brauen des Vulkaniers wanderte unter den Pony, er verstand das der Mensch sein Ebenbild liebte, doch warum stand er hier, wusste nicht wie er hier herkam, was er hier sollte und plötzlich wurde es wieder dunkel um ihn herum.

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Weiter:  Akt 2