Als hätte ich nicht genug zu tun, habe ich im Internet noch eine Challenge aufgabeln müssen...

 

"Pick a novel (or book), preferably one of more than 100 pages in length, and take the first (full) sentence off of the top of page; 10, 20, 30, 40 & ect. Until you have ten (or thereabouts) quotes. Take said ten (or so) quotes and write drabbles based on them. You can use the whole quote, or just a section, even a word – all that matters is that you stay faithful to the first sentence part of the challenge."

 

Ich habe mir das Buch “Mörderisch kalt” ausgesucht.

Fandom: House MD;  Ratings/Pairings: bunt gemischt;  Beta: T’Len

 

Enjoy!

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

Drabble: 1 - Klinikdienst

Quote: Da kam Marina auch schon auf sie zu, im grünen, eng anliegenden Kostüm, sie konnte sich so was leisten, sie hatte kein Gramm Fett auf den Hüften, keine Cellulitis-Polster auf den Oberschenkeln wie normale Frauen ihres Alters, an ihr hingen die Blusen nie labbrig herab wie nasse Kartoffelsäcke, an ihr spannten sie sich dekorativ da, wo sie sollten und Flecken aller Art machten ganz selbstverständlich einen Bogen um alles, was sie trug.

Pairing: Lisa Cuddy

Raiting: gen

 

Lisa Cuddy lächelte freundlich - wenn auch angestrengt - als sie die Frau mit den Zwillingen endlich zur Tür des Behandlungszimmers brachte. Kaum waren sie draußen, sah sie angewidert an sich herunter. In einer halben Stunde war Boardmeeting und beide Kinder hatten es geschafft, sich über ihr neues, smaragdgrünes Kostüm zu übergeben. Und das alles nur, weil House wieder einmal den Klinikdienst schwänzte. Sie hatte kurzfristig einspringen müssen. Sie zog ihren Kittel aus und stopfte ihn wütend in den nächsten Mülleimer. Dann eilte sie in ihr Büro, um sich um zu ziehen und ihre Rache an Gregory House zu planen.

 

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Drabble: 2 - Pleite

Quote: Solltest du mich um Geld bitten wollen, von mir bekommst du keinen Cent.

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash

 

„Ich hasse dich”, zischte Wilson.

„Du liebst mich“, erwiderte House grinsend. Er streckte sich auf dem Bett aus, die Arme hinter dem Kopf verschränkt.

Seufzend setzte Wilson sich auf die Bettkante. „Ich hätte mich nie von dir zu einem Ausflug nach Atlantic City überreden lassen sollen. Wir...“ Er schoss House einen wütenden Blick zu. „...sind dank deines todsicheren Systems total pleite.“

„Entspann dich.” House zog ihn zu sich aufs Bett, küsste ihn. „Das Zimmer ist bezahlt, wir können kostenlos am Büffet essen und du weißt doch, Pech im Spiel...“

Wilson verzichtete auf eine Antwort, seine Hände beschäftigt mit Gregs Gürtel.

 

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Drabble: 3 - Küchendienst

Quote: Als er den letzten Teller wegstellte, sagte Rufus: “Möchtest du noch einen Drink?”

Pairing: Stacy/House

Raiting: PG

 

„Okay, was hast du angestellt?“, fragte Stacy amüsiert, als sie von der Tür aus beobachtete, wie Greg den letzten, trockenen Teller in den Schrank stellte. „Du hast gekocht, freiwillig abgespült und mir Blumen mitgebracht. Wer ist sie und wie lange betrügst du mich schon mit ihr?“

Greg drehte sich mit Unschuldsmiene zu ihr herum. „Ich weiß nicht, von was du sprichst. Kann ich nicht einfach die Frau verwöhnen, die ich liebe?“

Stacy lächelte, trat zu ihm und schlang die Arme um seine Taille. „Ich war nur zwei Tage in New York. Hast du das Krankenhaus in Schutt und Asche gelegt?“

 

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Drabble: 4 – Der Anruf

Quote: Sie hätte sich also mit Ihnen in Verbindung setzen können, wenn sie es gewollt hätte?

Pairing: House, Wilson

Raiting: gen

 

„Warum rufst du Stacy nicht einfach an?”, meinte Wilson schließlich und nahm noch einen Schluck aus seiner Bierflasche. „Mann, mehr als ‚nein’ kann sie nicht sagen.“

„Sie hat bereits drei Mal ‚nein’ gesagt, Jimmy“, entgegnete House düster. „Deine Schuld. Du hast mich zu diesem Paintball-Spiel geschleppt, wo ich mich in die erste Frau verlieben musste, die auf mich schießt.“

Wilson grinste. „Ich habe schon immer darauf gewartet, diesen Satz zu hören. Nur dachte ich nicht an Farbkugeln.“ Er wusste, dass der Alkohol ihn diesen Unfug reden ließ, aber es hörte sich irgendwie... coooooool... an. „Ruf Stacy an.“

„Sei’ still, Jimmy.“

 

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Drabble: 5 – Zu spät

Quote: Er erzählte ihr von dem Abend, da sein Wagen eine Panne hatte, und von Ted Williamson, wie er die Kappe verlegen in den Händen drehend, stammelnd von seinem Liebeskummer erzählt hatte.

Pairing: House, Cuddy

Raiting: gen

 

„Nett, Sie auch schon zu sehen.“ Lisa Cuddys Stimme war eisig. House hatte eigene Ansichten von Arbeitszeiten, aber erst Mittags aufzutauchen, ohne Entschuldigung, ging zu weit. Dann sah sie in welchem Zustand er war: dreckbespritzt, seine Hose zerrissen und er humpelte stärker als sonst. „Was ist passiert?“, fragte sie, momentan eher besorgt als wütend.

„Ich hatte einen Unfall mit dem Motorrad. Kein Grund zur Panik.“

„House, ich weiß, dass diese... unglückliche Sache mit Stacy... Vielleicht sollten Sie sich ein paar Tage frei nehmen.“

„Es war ein Unfall. Wenn ich versucht hätte, mich umzubringen, wäre ich durch die andere Tür reingekommen.“

 

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Drabble: 6 – Lange genug

Quote: “Ja”, sagte Jane. “Ich habe verstanden.”

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash

 

Es war ein Abend wie unzählige zuvor – chinesisches Takeout im Magen, Bier auf dem Tisch, ein Monty-Pyton-Marathon im TV. Es war ein Abend wie unzählige zuvor, bis sich Wilson plötzlich vorbeugte und den Mann neben ihm auf der Couch küsste.

„Was soll das denn?“, fragte House – überrascht, ein wenig atemlos, aber offenbar nicht zu geschockt, mehr als ein Funke Interesse leuchtete in den blauen Augen.

Wilson grinste. „Ich glaube, ich habe endlich verstanden, warum keine meiner Ehen gut gehen konnte.“

„Erleuchte mich, Jimmy.“

„Ich denke, du bist der Grund.“

„Diese Erkenntnis hat lange genug gebraucht. Hol’ mir noch ein Bier.“

 

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Drabble: 7 – Mann über Bord

Quote: Um sechs Uhr begannen die Maschinen der SS Amapol langsam das Wasser aufzuwühlen, und das Schiff verabschiedete sich vom Land mit einem Tuten.

Pairing: House, Wilson

Raiting: gen

 

„Erklär’ mir noch einmal, warum ich hier bin, Jimmy.“

„Weil Angeln angeblich entspannt, House.“

„Und was an mir auf einem wackeligen Boot sieht entspannt aus?“

„Mir kommt die Idee inzwischen auch nicht mehr so großartig vor.“ Wilson seufzte. Das war nicht ganz so wie die Angeltrips an die er sich aus seiner Kindheit mit seinem Vater und seinen Brüdern erinnerte.

„Jimmy?“

„Was?“, erwiderte Wilson ungehalten. Doch im gleichen Moment hakte sich der Griff eines Stocks um seinen Knöchel und Jimmy ging mit rudernden Armen über Bord. Wasserspuckend kam er an die Oberfläche.

„Du hast recht. Angeln entspannt“, meinte House grinsend.

 

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Drabble: 8 – Murder, she said.

Quote: Dann schleifte er den Körper zum lichtlosen Spalt, der sich etwa einen Meter breit zwischen dem gewaltigen Wurzelwerk der Fichte und dem Waldboden auftat, und schob ihn hinein.

Pairing: Brenda Previn, House

Raiting: gen

 

Brenda Previn sah triumphierend auf den toten Mann zu ihren Füßen. Sie hatte es tatsächlich getan. Langsam wischte sie das Skalpell und ihre blutigen Hände an ihrer Kleidung ab, bückte sich dann, um den Stock aufzuheben, der ihm aus der Hand gefallen war, als er die Arme schützend vors Gesicht hielt. Sie stieß ihn damit fest in die Rippen, doch er gab kein Lebenszeichen mehr von sich...

 

„Vielleicht sollten Sie auf Liebesromane umsteigen, Brenda“, brach House’ ironische Stimme in ihre Träumerei vom perfekten Mord. Previn ließ ihr Buch sinken, um aufzusehen. „Die liegen bestimmt eher in Ihrem Erfahrungsbereich, als Krimis.“

 

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Drabble: 9 - Mutprobe

Quote: “Aber sie müssen herauskommen, sie müssen kommen und richten!”, schrie Marlon, und da befahl der Vorarbeiter ihm scharf, er solle den Mund halten, denn sogar ihn packte das Grauen bei so was, zumal bei der Dunkelheit, die die Baracke einkreiste und in der sich das Kernstück des Friedhofes abzeichnete wie ein einziger, schwarzer Grabhügel, gehörnt von den Turmspitzen der Kapelle.

Pairing: Kid!House, Kid!Wilson

Raiting: gen, A/U

 

„Ehrlich, wir sollten nicht hier sein, Greg”

„Wenn du Angst hast, dann geh’ nach Hause, Jimmy. Du bist so ein Baby.“

„Ich bin kein Baby, ich bin acht!“

„Das ist ein Friedhof, Jimmy. Hier gibt es nur tote Leute. Keiner von denen tut dir was.“

Jimmy hoffte, dass er recht hatte. Immerhin war Greg sieben Jahre älter als er, in ihrem Alter ein weltweiter Unterschied. Trotzdem war er froh, dass Greg seine Hand hielt. „Warum können wir Lisas Drachen nicht morgen aus dem Baum holen? Nach der Schule?“

„Weil sie sonst petzt, dass ich geraucht habe. Angsthase.“

„Bin ich nicht!“

 

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Drabble:10 – Der Anruf 2

Quote: Sie hat ihn heute sofort angerufen, wohl wissend, dass er um 8 Uhr im Büro sein würde.

Pairing: House/Stacy

Raiting: gen

 

„Ich hoffe, du rufst an, weil du mich vermisst.“

Eine kleine Pause folgte, bevor Stacy am anderen Ende der Leitung antwortete: „Woher wusstest du, dass ich es bin?“

„Ich wusste, dass du mich vermisst.“

Sie lachte. „Dein Ego verdient seine eigene Postleitzahl.“ Ein Moment Pause. „Ich rufe tatsächlich an, weil ich dich vermisse. Wisch’ dir dieses selbstgefällige Grinsen vom Gesicht.“

„Sehen wir uns zum Mittagessen in der Cafeteria?“

„Ich dachte, wir... essen... in meinem Büro“, schlug sie vor. „Ich habe es heute ganz für mich allein und den nächsten Termin erst um zwei...“

„Ich liebe die Art, wie du denkst.“

 

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Drabble: 11 – Die Begegnung

Quote: Wie seltsam, dass kleine Jungen und Mädchen sich verhielten wie Katzen, und den Erwachsenen adoptierten, der nicht zu ihnen gehörte und der sie womöglich am wenigsten mochte.

Pairing: House

Raiting: gen

 

„Bist du auch krank?”, ertönte eine dünne Stimme hinter ihm und er drehte sich um. Hinter ihm stand ein Mädchen, vielleicht fünf Jahre alt. Sie hielt ein unidentifizierbares Stofftier an sich gepresst. Ungewöhnliche, große, grüne Augen starrten ihn neugierig an.

„Nein, ich habe den Stock nur, um neugierige Kinder damit weg zu jagen.“

Sie schien es für einen Witz zu halten und presste eine Hand kichernd auf den Mund.

„Was fehlt dir?“, fragte er statt dessen.

Sie schüttelte den Kopf. „Meine Mom ist hier. Sie bekommt ein Baby.“ Ihr Gesicht verzog sich, als wäre es eine schreckliche Bürde für sie.

 

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Drabble: 12 - Petze

Quote: “Hört’ mir mal zu”, sagte sie “Auf mich kann Tante Fiona gar nicht böse werden, stimmts?“

Pairing: House, Wilson

Raiting: gen

Anmerkung: bezieht auf den Vernissage-Besuch von Wilson und Cuddy in “House-Training”

 

„Jimmy, ich bin stolz auf dich“, sagte House, als er Wilson die 500 Dollar gab, die er für die verlorene Wette schuldig war. „Ich hätte nie geglaubt, dass du sie auf eine Vernissage schleppen kannst, bei der SM-Fotos ausgestellt werden. Die Idee hätte von mir stammen können.“

„Wenn sie dahinter kommt, dass ich wusste, dass die Hockney-Ausstellung schon beendet war, werde auch ich behaupten, dass es deine Idee war.“ Wilson schnappte sich eine Fritte von House Teller, schob das Geld in die Tasche und stand auf.

„Petze.“

„Du schuldest mir etwas. Sie denkt, ich wäre in sie verliebt.“

House grinste.

 

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Drabble: 13 – Das Ende

Quote: Schließlich folgten, wieder auf deutsch, noch einmal die Verse vom Asra, für den Liebe den Tod bedeutete.

Pairing: House/Stacy

Raiting: PG-13

 

Am Ende schrieen sie sich nur noch an. Dinge flogen durch die Luft, zerbrachen. Bis jemand an die Tür hämmerte. Danach saßen sie so weit voneinander entfernt, wie es nur ging und starrten stumm auf den Fernseher.

Ein halbes Jahr war seit der OP vergangen und von ihrer Liebe waren nur noch Ruinen geblieben. In seinem Leben schien nur noch Platz für den Schmerz, nicht mehr für sie. Das einzige, was sie in den letzten Wochen noch verband, war Sex. Aber Wut, Mitleid, Schuldgefühle waren kein Ersatz für Liebe und Vertrauen.

Am nächsten Morgen packte sie ihre Sachen und ging.

 

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Drabble: 14 – Der Anruf 3

Quote: Normalerweise hätte Jethro mit beiden Händen zugegriffen, doch als Madden danach vergeblich versuchte, mit ihm telefonisch Kontakt aufzunehmen – noch ehe das örtliche Netz zusammenbrach – versetzte ihn dies immerhin in solche Besorgnis, dass er mich anrief und einen Ausflug nach Byfield vorschlug.

Pairing: Wilson, House

Raiting: gen

 

Er nahm den Hörer nach dem zweiten Klingeln ab, erwartete einen Anruf aus dem Krankenhaus. Doch es meldete sich niemand. Er konnte jedoch jemand atmen hören. „Greg? Bist du das?“, frage er leise, um Bonnie nicht zu wecken. „Alles okay?“

„Sie ist weg. Ich...“

James schloss die Augen. „Greg, hast du getrunken?“

„Auch“, kam es nach einer langen Pause.

„Auch?“ Er setzte sich auf. „Ich bin in zwanzig Minuten bei dir, hörst du?“ Er legte auf und warf einen Blick auf seine schlafende Frau, bevor er ins Bad ging, um sich anzuziehen.

Zwei Monate später reichte Bonnie die Scheidung ein.

 

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Drabble: 15 - Kinderwunsch

Quote: Rita saß auf einem türkischen Seidenteppich, dessen Muster unter Plastikautos und einer ganzen Weltpopulation von Plüschtieren verschwunden war und machte unverständliche Geräusche: Brumm und Piep und Schlurpf.

Pairing: Cuddy

Raiting: gen

Anmerkung: bezieht sich auf die Episode “Finding Judas” in der House Cuddy an den Kopf wirft, dass es gut sei, dass sie nicht schwanger werde, da sie als Mutter versagen würde

 

Für eine Weile konnte sie seine grausamen Worte vergessen. Sie hatte sich gesagt, dass er wütend gewesen war; darauf aus, sie zu verletzten. Und dass sie es ignorieren musste, wie so vieles andere in der Vergangenheit. Er hatte nicht recht. Er kannte sie überhaupt nicht.

Sie sprach mit den Kindern im Spielzimmer, saß mit ihnen auf dem Boden, spielte und lachte mit ihnen, strich ihnen übers Haar.

Als sie später in ihrem Büro saß, kamen die Zweifel zurück. Sie dachte an die beiden Einpflanzungen, die fehlschlugen; an das Baby, dass sie verlor. Ihr Körper schien mit House überein zu stimmen.

 

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Drabble: 16 – Frühstück zu zweit

Quote: Erst mit sechzig war er auf eine Formel für ein Erfrischungsgetränk gestoßen.

Pairing: Wilson/House

Raiting: PG, slash

 

„Wie kannst du dieses Zeug nur trinken?”, fragte Wilson angewidert. Er hatte versehentlich House’ Becher erwischt, doch statt Kaffee hatte er den Mund voll mit einem widerlichen, pappig süßen Energydrink. „Aber mir wirfst du vor, ich würde zu viel Zucker in meinen Kaffee tun.“

„Ich brauche das zusätzliche Koffein um wach zu bleiben.“ House gähnte ausgiebig. „Lange Nacht. Woran du nicht ganz unschuldig bist, wenn ich mich nicht irre.“

Wilson lachte. „Armer alter Mann“, spottete er liebevoll. Er beugte sich vor und küsste Greg. Danach leckte er sich über die Lippen. Schmeckte gar nicht so schlecht – nicht auf diese Weise.

 

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Drabble: 17 - Schlaf

Quote: Es tat nicht mehr ganz so weh wie am Anfang.

Pairing: House

Raiting: PG

Anmerkung: spielt auf House Affäre mit Stacy in “Need to know” an

 

Er lag auf der Couch, sein Bett roch nach ihrem Parfum.

Er hatte ihr die Wahrheit gesagt. Er konnte sich nicht für sie ändern. Er war nicht Mark.

Er hatte den perfekten Grund gefunden, sie erneut aus seinem Leben zu jagen. Er sagte sich, dass er es für sie getan hatte, weil er sie noch immer liebte. Er wusste, es war eine Lüge.

„Du könntest nicht ertragen, wenn du glücklich wärst.“

Er lachte über Wilsons Worte, aber wurde sie nicht los. Er musste nicht glücklich sein. Er brauchte niemanden, nichts.

Er schlief ein, und die Morphiumspritze fiel auf den Boden.

 

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Drabble: 18 - Allein

Quote: Als er den Stein auf das Grab setzte, taute es, und die Luft roch bereits nach Frühling.

Pairing: House

Raiting: PG, slash, major character death

 

Er schloss die Hand fester um den Griff des Stocks; versicherte sich, dass er auf dem tauenden Boden nicht abrutschen konnte. Dann bückte er sich und legte den Stein, den er mitgebracht hatte, auf das Grab. Er hatte geglaubt, er wäre der Erste, der sterben würde. Dass das Vicodin endgültig seine Leber killte. Oder er sich mit dem Motorrad das Genick brach. Und dann war es ein ganz gewöhnlicher Autounfall, wie er jeden Tag passierte. Ein LKW, der in den silberfarbenen Volvo krachte, den Fahrer sofort tötete.

 

Er richtete sich auf, berührte den Grabstein. Dann wandte er sich ab, ging. Allein.

 

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Drabble: 19 - Wasserspielchen

Quote: Dann wieder stürmische Nacktheit im Reservat der Wildnis.

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash

 

„Aber das Wasser ist eiskalt!”, protestierte Jimmy.

„Es ist Sommer.“ Greg warf das letzte Kleidungsstück weg. „Sei’ kein Spielverderber. Ich sorge auch dafür, dass dir warm wird.“

Seufzend zog sich James ebenfalls aus und folgte ihm ins Wasser.

Ein Ausflug in die Fischerhütte seines Vaters, war Gregs Antwort auf James’ Scheidung gewesen. Nachts nackt zu baden war... verrückt.

Zögernd watete er in den See. „Greg?“ Wo steckte er...?

Prustend tauchte House hinter ihm aus dem Schilf auf, zog ihn zu sich hinunter. Er küsste ihn, als das Wasser über sie zusammenschlug.

Nachts nackt zu baden... könnte sein neues Hobby werden.

 

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Drabble: 20 – Runaway

Quote: Sie fuhren mich zum Polizeirevier in der Town Hall.

Pairing: House

Raiting: PG

 

Er ließ die Stadtgrenze hinter sich. Das Motorrad schmiegte sich an die Straße und sein Körper schmiegte sich an das Motorrad. Es tat weh. Es fühlte sich gut an. Trotz der Anpassungen an seine speziellen Bedürfnisse strapazierten lange Fahrten sein Bein. Heute wollte er diesen Schmerz. Irgendetwas fühlen.

Die Lichter des Streifenwagens in seinem Spiegel kamen nicht unerwartet. Er neigte dazu, Geschwindigkeitsschilder zu ignorieren.

Er fuhr an die Seite, hielt an, stützte sich mit dem linken Bein ab. Führerschein, Fahrzeugpapiere, Versicherung. Er hatte alles dabei, um das ganze so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, um weiter zu fahren.

 

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Drabble: 21 - Verluste

Quote: Ein einzelner scharfer Laut aus Pos Kehle weckte mich zwei Stunden später.

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash, minor character death

 

Ein unbekanntes Geräusch weckte ihn und er blinzelte ins Halbdunkel. Er warf einen Blick auf James, der neben ihm schlief und offenbar nichts gehört hatte. Er stand auf, verließ leise das Zimmer.

Im Wohnzimmer knipste er das Licht an und sah sich um. Zufällig fiel sein Blick auf den Rattenkäfig und er wunderte sich, dass Stevie nicht die Nase durch die Stäbe steckte, um zu erkunden, was passiert war.

Die Ratte lag tot in einer Ecke. Er stand da, starrte sie verständnislos an, bis sich von hinten zwei Arme um seine Taille legten und James schlaftrunken fragte, was los sei.

 

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Drabble: 22 - Suicide

Quote: Noch nicht identifiziert – Kopfschuss – geht gleich zur Obduktion.

Pairing: Tritter

Raiting: PG, AU, major character death

 

Tritter schob sich einen frischen Kaugummi in den Mund, als er der Bahre auswich. Er wartete auf einen Obduktionsbericht und es machte ihm nichts aus, dies gleich hier im Warteraum des Coroner zu tun. „Mord?“, fragte er den Kollegen, der mit der frischen Ware hereinkam.

„Selbstmord. Arzt“, erwiderte der andere Cop gleichgültig. „Aus dem Lehrkrankenhaus in Princeton. Hat sich in seinem Büro in den Kopf geschossen.“

Tritter stoppte den Mann, der die Bahre schob. „Einen Moment.“ Er öffnete den Leichensack und starrte ohne Überraschung auf das blutbespritzte Gesicht von Gregory House. Er hatte immer gewusst, dass House ein erbärmlicher Verlierer war.

 

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Drabble: 23 – Kiss me, Tiger

Quote: Zunächst galt unsere Betrachtung einzig und allein der Gestalt, die ausgestreckt auf einem Tigerfell vor dem Kamin lag.

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash

Anmerkung: „Kiss me, tiger“ ist ein Song von Marilyn Monroe.

 

„Ein... Tigerfell?“, fragte Wilson ungläubig. Er wusste nicht, ob er lachen oder den Kopf schütteln sollte. Man musste es House wirklich lassen, natürlich fand er den ungewöhnlichsten Ort für ihren Urlaub.

House setzte ein Schmollen auf. „Du interessierst dich für einen Teppich, wenn ich nackt darauf liege?“

Derart zurechtgewiesen, setzte sich Wilson neben ihn. Er streckte die Hand aus, ließ seine Fingerspitzen an der Innenseite von House’ Arm entlang gleiten, beobachtete amüsiert die Gänsehaut, die sich bildete.

Greg griff nach ihm, legte die Hand in seinen Nacken, zog ihn zu sich herunter.

„Kiss me, tiger“, flüsterte Wilson gegen seine Lippen.

 

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Drabble: 24 - Verzeihen

Quote: Wir haben zum Glück Waterloo noch nicht erreicht, aber dies ist unser Marengo, es begann mit einer Niederlage und wird mit unserem Sieg enden.

Pairing: House, Wilson

Raiting: PG

Anmerkung: missing scene nach dem Ende von “Merry Little Christmas”

 

Er hatte nicht damit gerechnet, dass House in seinem Hotel auftauchen würde, wo er schlaflos auf dem Bett lag und an die Decke starrte. „Was willst du?“

Greg sah ihn nicht an. „Ich war eben bei Tritter. Um den Deal anzunehmen.“

Er konnte nicht verhindern, dass sich Erleichterung in ihm ausbreitete. „Aber das ist...“

„Tritter hat abgelehnt“, unterbrach ihn Greg. „Er sagte, er brauche deine Aussage nicht mehr. Der Deal ist geplatzt.“

Er wusste nicht, was er sagen sollte, starrte ihn nur ungläubig an. „Greg, es... tut mir leid.“

Blaue Augen fanden seine. „Nicht, James. Nichts davon ist deine Schuld.“

 

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Drabble: 25 - Lügen

Quote: Das ist die Wahrheit, die reine ungeteilte Wahrheit – und wenn sie mich den Kopf kostet.

Pairing: Cuddy

Raiting: gen

Anmerkung: missing scene zu „Words and Deeds“

 

Sie hatte gehofft, House würde Tritters Deal annehmen. Doch dieser Idiot ging hin und stahl das Medikament eines toten Patienten. Und nun war der Deal vom Tisch. Sie sollte ihn ins Gefängnis gehen lassen. Aber sie konnte es nicht.

Sie setzte sich hinter ihren Schreibtisch und betrachtete die Inventurliste, die auf ihre Unterschrift wartete. Dann nahm sie entschlossen einen Stift und zeichnete sie ab. Fabrizierte den Beweis, der ihre Lüge vor Gericht stützten würde. Ihr war klar, dass sie damit auch ihre Karriere aufs Spiel setzte. Aber Wilson war nicht der einzige, der bereit war, Opfer für House zu bringen...

 

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Drabble: 26 - Verständnislos

Quote: Es war ganz einfach: das Kopfkissen fest auf ihr liebes, schönes Muttergesicht, so lange, bis sie diese Welt verlassen hatte.

Pairing: House, Wilson

Raiting: PG

 

„Was ist passiert?”, fragte House nach einem Blick in das kalkweiße Gesicht seines Freundes. Er stand auf und schob ihn in seinen gelben Sessel. „Bist du okay?“

Wilson sah zu ihm auf. „Gerade hat... die Tochter einer meiner Patientinnen versucht, ihre Mutter zu töten. Sie wollte sie mit einem Kissen ersticken.“

Es kam selten vor, aber House fiel keine zynische Bemerkung darauf ein. „Ist sie okay?“

Wilson nickte. „Ja. Eine Schwester fand sie rechtzeitig. Greg, von so etwas habe ich bisher nur gelesen, aber ich dachte nicht... es könnte hier passieren. Auf meiner Station.“

House drückte seine Schulter. „Ich verstehe.“

 

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Drabble:27 - Geständnisse

Quote: Dieser Priester da, musste ich denken, ist er nicht verheiratet und ein Fleischesser und Tabakraucher... wie kann er wohl meine Beichte hören und welche Macht hat er, mir meine Sünden zu erlassen, wenn er noch sündiger ist als ich?

Pairing: House, Tritter

Raiting: PG

Anmerkung; missing scene zum Ende von „Fools for love“, als Tritter House verhaftet

 

„Wie gefällt Ihnen die Zelle?“

House hob den Kopf und sah Tritter an, der ihn kaugummikauend musterte. „Ich werde Ihren Innendesigner weiterempfehlen.“

Tritter grinste sein humorloses Grinsen. „Gut, bewahren Sie sich Ihren Humor.“

House stand auf, was nicht so einfach war, ohne Stock, nach zwei Stunden auf dem kalten Boden und trat an das Gitter. „Warum bilden Sie sich ein, über mich urteilen zu können?“, fragte er leise. „Sie sind nicht besser als ich.“

Tritter lachte leise. „Nein, das bin ich nicht. Ich bin wie Sie. Die Dinge, die ich tue, tue ich, weil die Menschen mich damit durchkommen lassen.“

 

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Drabble: 28 - Vernunft

Quote: Kommen Sie zur Vernunft, Vetterchen!

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash

 

„Ich wünschte, du würdest Vernunft annehmen.” Wilson klang erschöpft.

„Ich nehme nur Geschenke an... Schokolade, Blumen... Essenseinladungen“, murmelte House träge. Er lag auf der Couch. Selbst Jimmys Quengelei konnte nicht das High durchdringen, das ihm die dritte Vicodin in zwei Stunden bescherte. Er wandte den Kopf. Und sah wieder weg, als ihn braune Augen resigniert musterten.

„Du wirst mich niemals ernst nehmen, nicht wahr? Du lässt mich in dein Bett, aber nicht in deinen Kopf.“ Wilson nahm die Vicodinpackung, die auf dem Tisch stand, ließ sie auf Gregs Brust fallen. „Mein Fehler, zu denken, ich wäre dir wichtiger als das.“

 

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Drabble: 29 - Hunger

Quote: Matwej saß in der Küche vor einem Schälchen mit Kartoffeln und aß.

Pairing: House/Wilson

Raiting: PG, slash

Anmerkung: während House’ Drogenentzug, missing scene zu “Words and Deeds”

 

„Du hast mir Essen mitgebracht, Jimmy. Und ich meine echtes Essen.“ House Stimme hatte einen fast ehrfürchtigen Unterton angenommen. Er griff nach der Tüte mit dem Aufdruck eines Fastfoodrestaurants. „Burger und Fritten, hoffe ich.“

„Irrtum. Ich habe mir Essen mitgebracht.“ Wilson schlug seine Hand weg. „Für deinen Magen ist es besser, wenn du bei Milch bleibst.“

„Hat dir deine Mutter nicht beigebracht, mit anderen zu teilen?“, maulte House.

„Doch, aber sie...“ Weiter kam Wilson nicht, denn House verschloss ihm den Mund mit einem Kuss. Er zog die Tüte weg, die House ihm aus den Händen winden wollte. „Netter Versuch, Greg.“

 

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Drabble: 30 - Namen

Quote: Seinen Vor- und Nachnamen kannte schon längst keiner mehr, man nannte ihn nur noch schlichtweg Jaschka.

Pairing: House, Cameron

Raiting: gen

 

„Darf ich eine Frage stellen?”

House sah die junge Ärztin an. „Das war bereits eine. Morgen dürfen Sie noch eine stellen.“

Cameron ignorierte es. „Sie kennen Dr. Wilson schon sehr lange. Aber ich habe noch nie gehört, dass Sie ihn mit dem Vornamen ansprechen. Gibt es dafür einen Grund?“

House zögerte. Er war sich nicht sicher, was er antworten sollte. Es gab keinen Grund dafür, den er ihr hätte nennen können. Sie waren einmal Greg und James gewesen, aber das war lange her. „Ich nenne ihn nur im Bett beim Vornamen“, erwiderte er schließlich spöttisch.

Cameron verzog missbilligend den Mund.

 

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Drabble: 31 - Freitagabend

Quote: Dazu eben brauche ich Sie – mir zu sagen, was ich unternehmen könnte.

Pairing: House, Wilson

Raiting: gen

 

Wilson warf ihm seine Jacke auf den Schoß.

„Was soll das?“, fragte House überrascht.

„Steh’ auf. Wir gehen aus.“

„Ich will nicht ausgehen“, protestierte House.

„Komm’ schon. Du suchst aus und wir nehmen das Motorrad.“

Blaue Augen starrten ihn überrascht an. „Du hasst das Motorrad.“

„Um so mehr solltest du zu schätzen wissen, dass ich mit dir fahre.“ Wilson verschränkte die Arme vor der Brust. „Nun?“

Ohne weitere Widerworte schaltete House den Fernseher ab, zog seine Lederjacke an. Er nahm den Helm und folgte Wilson nach draußen. Was auch immer in Jimmy gefahren sein mochte, er hinterfragte sein Glück nicht.

 

 

Notiz an mich selbst: Das nächste Mal zuerst nachsehen, wie viele Seiten das Buch hat…