Titel: Lost Boys: The new pet
Autor: Lady Charena
Fandom: The A-Team

Episode: 98. Mord à la carte (Without Reservations)

Pairung: Hannibal, Murdock, Face, BA, Frankie

Rating: PG

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Stockwell schickt die Jungs nach der Schießerei in der Villa Cucina zum ersten Mal wieder auf eine Mission. Aber das ganze geht nicht ohne Stolpersteine.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

 

Hannibal beobachtete sein Team. Murdock hatte Pizza aus der Villa Cucina mitgebracht, aber nur BA und Frankie aßen davon. Der Pilot schien gar nicht zu bemerken, dass er die letzten fünf Minuten damit verbracht hatte, die mitgebrachten Papierservietten ordentlich auf einen Stapel zu schichten. Als er damit fertig war, begann er von vorne. Sein Blick glitt immer wieder zu Face.

 

Der Colonel zündete sich eine Zigarre an und atmete unwillkürlich auf, als ihr würziger Rauch begann, den Geruch nach Tomatensoße und Basilikum zu überlagern. Er wusste nicht, ob er jemals wieder eine Pizza sehen oder riechen konnte, ohne in Gedanken den metallischen Geruch von Blut hinzu zu fügen. Face hatte eine ähnliche Bemerkung gemacht. Es war in der ersten Nacht nach Face Entlassung aus dem Krankenhaus gewesen. Da es ihm praktisch unmöglich war, die Treppe in den ersten Stock zurück zu legen und Face sich strikt weigerte, dass BA ihn trug, blieb er auf dem Sofa im Wohnzimmer liegen. Dafür schlief in Face Zimmer Murdock, der nicht dazu zu bewegen gewesen war, in sein Apartment zurück zu kehren. Hannibal, der selbst keine Ruhe fand, sah nach dem Piloten, bevor er wieder nach unten kam. Face öffnete die Augen, als er ihn in den Raum treten hörte.

 

„Hi, Kid. Kannst du nicht schlafen?“ Hannibal setzte sich in den Sessel, der am Fußende der Couch stand. „Hast du Schmerzen?“

 

Face schüttelte den Kopf. „Kannst du die Fenster aufmachen, Hannibal?“, fragte er. „Ich halte diesen Geruch hier drin nicht aus.“

 

Zuerst war er sich unsicher gewesen, was Face meinte, dann fiel sein Blick auf den Papierkorb, in dem zusammengeknüllte Servietten und Papiertüten lagen, in denen Gina das Essen aus dem Restaurant mitgebracht hatte. Niemand hatte daran gedacht, den Müll weg zu räumen. Nur der Karton der Pizza mit der Anchovis-Aufschrift „Get well, Face“ war verschwunden. Dafür hatte BA gesorgt. Schon allein der Geruch nach Anchovis machte ihn wütend und eigentlich war es ein Wunder gewesen, dass er die Pizza nicht aus dem Fenster geworfen hatte. Vielleicht hatte ihn Ginas Anwesenheit daran gehindert. Hannibal nahm den Papierkorb und trug ihn in die Küche, dann kam er zurück ins Wohnzimmer und öffnete die Fenster weit.

 

Seltsam genug, die Pizza heute Abend war Face’ eigener Vorschlag gewesen. Er brachte es zwar nicht über sich, welche davon zu essen, aber es schien ein wenig dazu beizutragen, Murdocks Schuldgefühle zu lindern.

 

Er musterte seinen Lieutenant, der wieder auf der Couch lag, bemerkte die Hand des jungen Mannes, die wie schützend über der heilenden Wunde in seiner Seite lag. Äußerlich schien Face wieder fast der Alte zu sein. Trotzdem machte er sich Sorgen um ihn. Es war einfach zu knapp ausgegangen. Sie hatten das Krankenhaus noch nicht ganz erreicht, als plötzlich Face Atmung aussetzte. Glücklicherweise konnten ihn die Ärzte in der Notaufnahme zurückholen. Und für einen Moment war Hannibal froh gewesen, dass Murdock nicht bei ihnen war, sondern er mit Frankie auf der Jagd nach dem in das Komplott verwickelten Polizisten gegangen war. Die beiden waren eine halbe Stunde später im Krankenhaus aufgetaucht, als Face bereits im OP gewesen war.

 

Sein Blick wanderte wieder zu dem Piloten, der noch immer auf Face starrte. Drei Wochen waren seit der Schießerei in der Villa Cucina vergangen, aber das hatte nichts geändert. Egal wie oft Face ihm versichern würde, dass es nicht sein Fehler gewesen war, Murdock ließen seine Schuldgefühle nicht los.

 

Vielleicht brauchten sie alle nur noch ein wenig mehr Zeit. Hannibal wandte seine Aufmerksamkeit dem Fernseher zu und lehnte sich in seinen Sessel zurück. Er fragte sich, ob sie diese Zeit haben würden. Stockwell hatte sich nicht blicken lassen, doch Hannibal argwöhnte, dass der Arzt, der Face Genesung überwachte, ihm direkt Bericht erstattete. Und er hatte so ein Gefühl, als wäre ihre Ruhepause allmählich vorbei.

 

Er schloss die Augen, lauschte halbherzig auf den nie enden wollenden Zank zwischen BA und Frankie, in dem es darum ging, welches Team gewinnen würde. Doch dieser Moment der Entspannung dauerte nicht lange.

 

Das Telefon klingelte.

 

Als Hannibal mit einem Seufzen die Augen öffnete, war der Pilot bereits auf dem Weg, den Hörer abzunehmen. Er erwartete eine der verrückten Ansagen Murdocks, doch alles was er sagte, war ein tonloses: „Hallo?“. Hannibal runzelte die Stirn und sah aus den Augenwinkeln, dass sich Face halb aufgesetzt hatte. Sein Gesicht hatte einen besorgten Ausdruck angenommen.

 

Der Colonel stand auf, als Murdock den Hörer mit einem angewiderten Gesichtsausdruck zur Seite legte. Er trat zu ihm und nahm den Hörer. „Hallo?“ Seine Ahnung hatte sich erfüllt. Hannibal unterdrückte ein weiteres Seufzen und ging mit dem Telefon nach nebenan.

 

Die anderen wandten sich wieder dem Spiel zu. Nur Face blickte Murdock an, der langsam zu ihm schlenderte und sich auf das Fußende der Couch setzte. „Wer war das?“, fragte er, doch der Pilot zuckte nur mit den Schultern und lehnte sich zurück.

 

Ein paar Minuten später kam Hannibal zurück. „Das war Stockwell. Wir haben einen neuen Job.“ Alle Blicke richteten sich erwartungsgemäß auf ihn.

 

„Wann geht es los?“, fragte Face.

 

Hannibal schüttelte mit einem schiefen Lächeln den Kopf. „BA, Murdock, Frankie und ich werden übermorgen losfahren“, sagte er ernst.

 

„Jetzt komm’ schon Hannibal, es geht mir gut. Lass’ mich mitkommen“, protestierte Face sofort.

 

Der Colonel schüttelte den Kopf. „Nein. Du bleibst hier. Und ich will keinen Befehl daraus machen müssen, Lieutenant.” Er blickte von einem zum anderen, um sicher zu stellen, dass sie auch verstanden, dass er es dieses Mal wirklich so meinte. Face war wütend, der Pilot hatte den Kopf gesenkt, BA nickte zustimmend und Frankie blickte ihn einfach nur verständnislos an.

 

„Was ist, wenn du mich brauchst, Hannibal? Ich sage ja nicht, dass ich in vorderster Reihe dabei sein muss...“ Face holte tief Luft, um seine Stimme neutral zu halten, den Ärger zu unterdrücken. „...aber ich kann im Van bleiben oder in einem Motel. Ich kann helfen... organisieren... Anrufe machen.... Informationen besorgen. Aber ich halte es nicht mehr aus, noch länger hier eingesperrt zu sein.“

 

Bevor Hannibal etwas erwidern konnte, mischte sich Murdock ein. „Ja, Colonel. Keiner von uns ist so gut darin, Informationen zu bekommen, wie Face. Wir könnten ihn vielleicht wirklich gut brauchen.“

 

Hannibal entging der zufriedene Blick nicht, den Face mit dem Piloten wechselte. Er sah BA hilfesuchend an, doch der grinste und schüttelte mit einem Anflug von Resignation den Kopf. Sie kannten schließlich alle Face Dickschädel, der dem ihres Colonels um nichts nachstand.

 

Der Colonel sah seinen Lieutenant an. „In Ordnung, Face. Vielleicht hast du recht. Aber keine Sondertouren. Wenn du dich auch nur im geringsten nicht an meine Anweisungen hältst, dann schicke ich dich auf der Stelle zurück, ist das klar?“, warnte er.

 

Face lächelte ihn nur unschuldig an.

 

Hannibal seufzte und nahm wieder Platz. Er hatte das deutliche Gefühl, einen Fehler zu machen.

 

„Worum geht es bei diesem Job eigentlich, Johnny?“, fragte Frankie nach einer Weile. Er kam sich wieder einmal ausgeschlossen vor.

 

„Stockwell möchte, dass wir Bodyguard für einen Politiker spielen.“ Er lehnte sich zurück und schloss die Augen; lächelte, als er den wenig begeisterten Kommentaren seines Teams lauschte.

 

* * *

 

Zwei Tage später waren sie mit dem Van unterwegs zu ihrem Ziel. BA saß wie immer hinter dem Steuer, Hannibal war in eine Straßenkarte vertieft. Frankie und Murdock saßen hinten und hatten ein wachsames Auge auf Face, der vor einiger Zeit eingeschlafen war. Der Colonel lauschte mit halben Ohr auf ihre leise Unterhaltung.

 

„Hey, Murdock, nichts davon ist deine Schuld, Mann. Ich meine, es war einfach nur ein dummer Zufall, dass wir gerade an diesem Abend dort waren. Hey, Mann, hätte ich schon zweimal im Restaurant gegessen, wenn ich dir oder Sallie irgendeine Schuld geben würde?“ Frankie klang aufrichtig besorgt.

 

„Du warst wegen Gina dort“, erwiderte der Pilot abwesend. Er konnte den Blick einfach nicht von Face nehmen. Es war... er hatte... ja, es klang verrückt... aber er hatte Angst, wenn er zu lange wegsah, könnte Face einfach verschwinden.

 

Natürlich wusste er, dass nichts von den Ereignissen in der Villa Cucina seine Schuld gewesen war – sein Verstand wusste das, doch sein Herz war eine andere Sache. ‚Er’ hatte sie dazu gedrängt, genau an diesem Abend ins Restaurant zu kommen, obwohl sie von der letzten Mission erschöpft gewesen waren. ‚Er’ hatte Face dazu überredet, einem der Typen die Brieftasche zu stehlen. ‚Er’ war überzeugt gewesen, sie hatten vor, das Restaurant zu überfallen, als er die Waffen sah. Und ‚er’ war es gewesen, der sie dazu gedrängt hatte, ohne einen richtigen Plan zu handeln. Wenn er nur länger gewartet hätte, wenn er überhaupt nie vorgeschlagen hätte, dass Face und Frankie im Restaurant aßen, wenn er nur besser aufgepasst hätte...

 

Wenn...

 

Wenn...

 

Das grausamste Wort der Welt.

 

Während eines Kampfes war keine Zeit, über ein ‚wenn’ nachzugrübeln. War keine Zeit für Zweifel, für das ‚was ist, wenn...’. Hinterher, wenn sie nach Hause gehen konnten, kamen die Fragen, die Zweifel, die Vorwürfe. Und die Schuldgefühle. Er konnte nicht aufhören, darüber nach zu grübeln, sein Geist scheuerte sich wund an dem: ‚was wäre gewesen, wenn...’

 

„Murdock?“

 

Er schreckte aus seinen Gedanken hoch und blinzelte, bevor er Frankie ansah, der ihn besorgt musterte. „Ich habe nur... nur an Snoodlez gedacht“, log er.

 

Frankie sah ihn verwirrt an, wusste es jedoch besser, als zu fragen, wer oder was ein ‚Snoodlez’ war. Statt dessen lehnte er sich vor. „Hey Jungs, wie lange dauert es noch, bis wir da sind?“

 

BA knurrte etwas unverständliches, doch Hannibal wandte den Kopf nach hinten. „Wir machen in der nächsten Stadt Halt“, sagte er und musterte den Piloten. „Wir können alle eine kleine Pause gebrauchen.“

 

* * *

 

Eine Weile fuhren sie schweigend weiter. Murdock rutschte unruhig in seinem Sitz herum und bemerkte zunächst gar nicht, dass Face während ihrer Unterhaltung aufgewacht war.

 

„Wenn du nicht endlich still sitzt, werde ich mich bei BA beschweren“, sagte Face leichthin. „Und dann bindet er dich aufs Dach.“

 

Murdock sah ihn einen Moment lang mit großen Augen an, bevor er begriff, dass es ein Scherz gewesen war und lächelte. „Hey, Facey. Geht es dir gut?“, fragte er. „Du hast ziemlich lange geschlafen.“

 

„Was soll man sonst auf so einer langweiligen Fahrt tun?“ Face gähnte und konnte ein Zusammenzucken nicht unterdrücken, als seine Wunde sich bemerkbar machte. „Ich bin okay”, wiegelte er sofort ab.

 

„Bist du sicher?“, fragte Murdock unsicher. Natürlich war es ihm nicht entgangen. „Brauchst du irgendwas? Ich kann dir etwas zu trinken holen, oder...“

 

„Murdock. Es geht mir gut, wirklich. Ich brauche nichts“, erwiderte Face so ehrlich, wie er konnte. Langsam fragte er sich, ob es tatsächlich so eine tolle Idee gewesen war, mit zu kommen. Die Straße schien voller Schlaglöcher und er wurde hin- und hergeschaukelt wie kaum jemals zuvor in seinem Leben. Zusammen mit der etwas unbequemen Haltung... eigentlich wünschte er sich jetzt eine der Schmerzpillen, die in seiner Jackentasche steckten. Doch wenn er sie vor Murdocks Augen nahm, würde er den Piloten nie davon überzeugen können, dass er okay war. Verdammt, er konnte sich ja kaum selbst davon überzeugen...

 

Der Pilot sah ihn misstrauisch an, schien sich aber mit der Antwort zufrieden zu geben. Er begann mit der Hand in der Luft vor seinen Beinen streichelnde Bewegungen zu machen.

 

Face blinzelte überrascht, das hatte er schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. „Hast du nicht gesagt, Billy ist nicht mehr da?“, fragte er.

 

„Stimmt. Billy hat es in Langley nicht gefallen. Das ist Snoodlez. Er hat in den Mülltonnen hinter dem Villa Cucina herumgestöbert und da er offenbar niemand gehört, habe ich ihn behalten.“

 

„Snoodlez“, wiederholte Face langsam. „Okay. Was für eine Rasse ist das?“

 

Murdock sah ihn an. „Ich weiß es noch nicht genau. Ich glaube, er ist ein Mischling, genau wie Billy. Es hat sich sicher lange niemand um ihn gekümmert, er war halb verhungert und sein Fell schrecklich schmutzig. Ich musste ihn erst baden. Und siehst du, wie sein Fell jetzt glänzt?“ Er lächelte.

 

Face blinzelte erneut und schluckte. „Ja, ja, ich kann sehen, wie sein Fell glänzt“, erwiderte er mit einem Lächeln, das nur ein klein wenig gezwungen wirkte. „Du kümmerst dich wirklich gut um... um ihn.“

 

Murdock wandte sich wieder seinem neuen, unsichtbaren Haustier zu. Er lächelte, als Snoodlez mit dem Schwanz wedelte und ihn anstupste. Er hob die Hand und streichelte das weiche, kurze Fell.

 

Face beobachtete ihn traurig. Er wusste, dass es Murdocks Weise war, sich von allem zurück zu ziehen; alles in der Realität hinter sich zu lassen, was zu viel für ihn geworden war. Wo immer Snoodlez auch hergekommen war, es war ein Ort, der Murdock alleine gehörte, an dem er sicher war, den ihm niemand wegnehmen konnte. Ironischerweise hatte er ausgerechnet am Tag der Schießerei gedacht, dass Murdock sich zum ersten Mal seit sie sich kannten, wie ein völlig normaler Mensch benahm. Er war sich noch nicht sicher gewesen, ob er es bedauern sollte, aber er war froh gewesen – vor allem für den Piloten selbst. Das schien jetzt vorbei. Er liebte den ‚verrückten’ Murdock nicht weniger als den ‚normalen’ Murdock, vielleicht sogar eher noch mehr, weil er so verletzbar war – doch er wusste, dass ihm dieser Rückfall nicht gut tun konnte.

 

Schließlich wandte er den Blick ab, als er es nicht mehr aushielt. Frankie schien nichts mitbekommen zu haben, er war in eine Autozeitschrift vertieft. Face räusperte sich und hoffte, seine Stimme klang normal. „Hey, Hannibal. Ist es nicht langsam an der Zeit, dass du uns deinen Plan verrätst?“, fragte er laut. Und als sich der Colonel zu ihm umwandte, las er in Hannibals traurigen Augen, dass ihm kein Wort, kein Blick, keine Geste entgangen war.

 

„Warum siehst du dir nicht mal die Unterlagen an, die Stockwell uns mitgegeben hat?“, schlug Hannibal vor. Er reichte eine Mappe nach hinten. „Ich würde gerne deine Meinung hören, bevor ich euch meinen Plan mitteile.“

 

„Okay.“ Face schlug die Mappe auf. Er war nicht wirklich daran interessiert, aber es war eine Möglichkeit, seine Gedanken von Snoodlez abzulenken.

 

Murdock beobachtete ihn, als Face in den Papieren blätterte. Er sah die langsameren Bewegungen und wie schmal Face Augen geworden waren. Und wusste, dass sein Freund sehr viel mehr Schmerzen hatte, als er zugab. Er leckte sich über die trockenen Lippen. „Hey Face, warum lässt du nicht diese langweiligen Papiere für eine Weile sein. Snoodlez hat mir gesagt, dass er gerne von dir gestreichelt werden würde. Und... und... wollten wir nicht ohnehin eine Pause machen?“

 

Face seufzte leise, als er den Blick von den Unterlagen hob und Murdocks besorgten Gesichtsausdruck sah. „Es ist okay“, sagte er. „Ich schaffe das schon. Sag’ Snoodlez, dass ich ihn gerne streicheln werde, aber später. Okay?“

 

Der Pilot nickte und begann wieder, seinen unsichtbaren Hund zu streicheln.

 

Face spürte seinen Blick auf sich. Zu einer anderen Zeit hätte er sich vielleicht über die ständige Beobachtung geärgert. Insgeheim musste er sich eingestehen, dass er die Aufmerksamkeit genoss. Wenn man in einem Waisenhaus aufwuchs, bekam man nie so viel Aufmerksamkeit und Zuwendung, nie so viele Umarmungen, wie man sich wünschte. Es tat gut, dass sich jemand um ihn kümmerte. Es tat gut, dass er jemandem so wichtig war.

 

Er wünschte nur, Murdock würde für seine Sorge und seine Liebe keinen so großen Preis zahlen müssen.

 

 

Ende