Titel: Dinner für Zwei
Autor: Lady Charena (Dez, 2005)
Fandom: Die 2

Charaktere: Danny Wilde, Brett Sinclaire

Paarung: Danny/Brett

Rating: Humor, PG, slash
Beta: T'Len
Worte: 598

 

Summe/Hintergrund: Trautes Heim, Glück allein. Ich kann nix dafür! Es war Danny, der zu Brett gesagt hat, er würde ihn glatt heiraten, wenn er nur kochen könnte...


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„Achtung, er kömmt! Ich bin wieder Zuhause, mein blaublütiger Schatz.“

Daniel Wilde warf seinen tropfenden Mantel in Richtung Garderobe und den nicht minder klatschnassen Bowler hinterher. Beides verfehlte das Ziel. Seine neuen, teuren italienischen Schuhe quietschten bei jedem Schritt, so vollgesogen waren sie mit Wasser. Und das nur auf dem Weg von der Garage zum Haus. Dunkle, feuchte Spuren zeigten sich auf dem hübschen hellblauen Läufer. Er würde sich nie an dieses miese kontinentale Wetter gewöhnen. Elf Monate Regen für zwei Wochen Sonnenschein im Jahr, das war eindeutig zu viel. Jetzt brauchte er einen steifen Drink und dann...

„Hoppla-Holla!“, meinte Danny und grinste. „Neue Schürze? Schicke Tapete, selbst gestrichen? Kleidet dich gar vor-züg-lich.“ Er tätschelte Brett den Hintern, als der an ihm vorbei ging, um mit spitzen Fingern den nassen Mantel aufzuheben und an den dafür vorgesehenen Haken zu hängen.

Brett schoss einen giftigen Blick in Dannys Richtung.

„Was gibt’s zu Futtern?“, fuhr Danny ungerührt fort. „Mein Kohl dampft.“

Brett rieb mit seiner Schürze an dem Bowler herum. „Ist es nicht schon genug, dass ich den ganzen Tag hinter dir her räumen darf? Soll ich jetzt auch noch für dich kochen?“

„Der Himmel bewahre mich!“ Danny setzte eine schockierte Miene auf. „Ich habe diesen Monat die Rate meiner Lebensversicherung noch nicht bezahlt.“

Brett gab ein verächtliches Schnaufen von sich. „Mach’ dich nur lustig über mich. Du hast darauf bestanden, dass ich einen Kochkurs besuche.“

„Nu’ aber mal halblang, mein hochwohlgeborenes Täubchen.“ Danny lenkte ein und trat zu Brett, der sich inzwischen zum Kamin weiterbewegt hatte und ein paar Staubkörnchen von den aufgereihten Schäfer-Porzellan-Figuren wischte. „Wir wollen doch nicht streiten. Und mit der Keksdose auf dem Kopf siehst du nun mal so hinreißend aus, dass ich mich nicht zurückhalten konnte.“

„Diese Keksdose...“, begann Brett.

„Da fällt mir ein, wir haben keine Spekulatius mehr“, unterbrach ihn Danny. „Lernt man in deinem Kurs auch die hohe Kunst des Teig klecksens?“ Er versuchte den Arm um Brett zu legen.

„Diese Keksdose...“, startete Brett einen zweiten Anlauf. „...wie du sie nennst, ist eine Krone.“ Er schubste Dannys Arm weg. „Jetzt werd’ hier mal nicht zudringlich.“

„Letzte Nacht hattest du nichts dagegen, dass ich zudringlich wurde.“ Danny grinste und knabberte an Bretts Ohrläppchen. „Wenn ich mich recht erinnere, hast du mich sogar darum gebeten.“

„Danny, bitte!“, zischte Brett. „In einer halben Stunde kommt Richter Fulton und...“

„Er kommt? Was denn, doch nicht etwa hier bei uns?“, murmelte Danny. „So ein altes Ferkel.“

„...und ich habe das Essen noch nicht fertig.“ Bretts Ellbogen machte kurzen Prozess mit Dannys Brustbein – und seinen amourösen Avancen.

„Uff!“, machte Danny und ließ sich rückwärts in einen glücklicherweise dicht hinter ihm stehenden Sessel plumpsen. Er presste beide Hände gegen die Brust. „Das hat mich... also das hat mich... wirklich schwer getroffen. Genau hier mitten ins Revier. Oder Revers? Du liebst mich nicht mehr!“

„Du redest Unsinn.“ Brett strich seine Schürze glatt. Dieses Karomuster war wirklich sehr apart.

Danny streckt die Beine aus und grinste breit. „Apropos... macht dich meine Anwesenheit so heiß, dass du qualmst oder kommt der Rauch aus der Küche?“

Ende