Titel: Detox 1.1
Autor: Lady Charena
Fandom: House, MD
Charaktere: House, Wilson
Thema: # 014 grün
Word Count: 629
Rating: PG
Anmerkung des Autoren:

Summe: missing scene während der Detox-Woche

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.




„House?“

Er drehte murrend den Kopf auf die andere Seite, weg von der störenden Lichtquelle. „V’schw’de.“

„Greg! Wach’ auf!“

Sein Kopf allein schien eine Tonne zu wiegen und er fühlte sich kaum imstande, ihn zu heben. Doch schließlich gelang es ihm und er blinzelte unter bleischweren Lidern hervor Wilson an. „Was treibst du in meinem Schlafzimmer?“, murmelte er, schloss die Augen und ließ den Kopf wieder sinken.

„Du bist in deinem Büro. Los, komm’ hoch. Es ist Wahnsinn, mit dem Kopf auf dem Schreibtisch zu schlafen.“

„Ich schlafe nicht.“ Er schlug die brennenden Augen auf, als Wilson seine Oberarme packte und ihn in eine sitzende Haltung zog. „Ich habe nur einen Moment...“ Er blinzelte, als er niemand sah. Aber Wilson war doch eben... er hatte nicht geträumt, oder? Etwas Grünes tauchte in seinem Sichtfeld auf. Es war ein hübsches Grün. Das Licht brach sich daran und ließ es wie einen Smaragd funkeln. Es war ein wirklich hübsches Ding. Er runzelte die Stirn. Was war es noch? Er hatte den Namen auf der Zunge, aber irgendwo zwischen seinem Gehirn und seinem Mund schien ein schwarzes Loch zu sein.

„Ich habe gehört, der Vater deines Patienten hat dich geschlagen? Lass’ mich mal sehen.“ Wilson drehte seinen Kopf herum, weg von dem faszinierenden grünen Ding und er wandte sich murrend von ihm ab. „Okay, ich denke, du wirst es überleben. Soll’ ich dich nicht besser nach Hause fahren?“

House streckte die unverletzte Hand aus und stupste das grüne Ding mit den Fingerspitzen an. Es war glatt und kühl und es schwankte leicht, als er es heftiger anstupste. Ein Wassertropfen lief daran herunter.

„Hey, hörst du mir eigentlich zu?“ In Wilsons Stimme klang ein ungeduldiger Unterton mit. „Weißt du, man kann Wasser auch einfach trinken.“

„Wie heißt dieses Ding?“, fragte House abwesend.

„Was für ein Ding?“, fragte Wilson irritiert.

„Das da.“ House stupste wieder das Objekt seiner Faszination an. „Dieses grüne Ding da.“

„Greg?“ Wilson stieß seine Hand weg. „Ist das einer deiner blöden Witze? Das ist eine Flasche.“

„Flasche“, wiederholte House fast genießerisch. „Ah, richtig. Ich wusste es.“

„House? Sieh’ mich an.“ Wilson griff nach seiner Hand und kniff die Haut auf dem Handrücken zusammen. „Verdammt, du bist völlig dehydriert. Übergibst du dich immer noch? Ich dachte, du wärst über diesen Teil des Entzugs hinweg.“

„Hey, lass’ dieses Herumfingern an mir, wir sind nicht verheiratet. Gib’ sie wieder her“, protestierte er, als Wilson die Flasche in die Hand nahm und sie öffnete. „Das ist mein hübsches, grünes Ding... Flasche... Flaschending.“

„Hier, trink’ das und halt den Mund.“ Wilson drückte ihm die Flasche in die Hand. „Ich bringe dich jetzt nach Hause.“

House hielt die Flasche anstatt zu trinken ins Licht und bewunderte die Reflexe im grünen Glas. „Wirklich hübsch“, murmelte er. „Kann ich es behalten?“

„Greg!“ Wilson klang nun definitiv aufgebracht.

Er sah den jüngeren Mann an. „Mach’ dir nicht in die Hosen, Jimmy. Es geht mir gut. Ich war nur für einen Moment weg, du hast mich aus dem Schlaf gerissen.“

„Ja, ich sehe wie gut es dir geht“, entgegnete Wilson sarkastisch. Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah zu, wie House nach seinem Stock griff, sich aufrappelte und dann zur Tür humpelte. Sein Hinken war deutlich stärker ausgeprägt als sonst und seine ganze Haltung zeigte, dass er unter Schmerzen litt. Wilson rieb sich das Kinn. Nach allem war er fast so weit, sich zu wünschen, sein Freund wäre nicht so stur, nicht zu betrügen.

„Worauf wartest du noch?“, fragte House von der Tür aus mürrisch.

Wilson nahm automatisch House Tasche und schlang sich den Riemen über die Schulter, dann trat er zu ihm. Er musterte den älteren Mann einen Augenblick, dann wandte sich House von ihm ab und humpelte auf den Flur. Mit einem Seufzen folgte ihm Wilson.


Ende