Titel: Curtain Call
Autor: Lady Charena
Fandom: The A-Team

Episode: 87. Helden vor Gericht (Trial By Fire (Part 2))

Pairung: POV Murdock, Frankie

Rating: PG

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Murdocks Gedanken nach der Urteilsverkündung. (missing scene)

Die Episode endet mit den Worten des Richters, dass die Verhandlung beendet ist.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Lyrics: Monrose

 

 

 

Our final conversation
It lies heavy on my mind
And although we couldn't say it
I think we know
We can’t go back this time

though love and desperation
is the writing on the wall
and will all the lights stop flashing
or is this the final curtain call

 

 

Und dann war es einfach so vorbei. Alles war vorbei. Natürlich wurden nach Quyets Aussage noch mehr Worte gewechselt. Conway und Laskov fassten ihre Argumente zusammen, hielten ihre Plädoyers. Ich konnte nicht mehr zuhören. Frankie nahm mich am Arm und zog mich zu einer der Bänke an der Seite des Raumes, ich saß dort und starrte auf den Boden. Quyets Aussage hatte den Prozess herumgerissen. In die völlig falsche Richtung.

 

Das Board kehrte nach kurzer Beratungszeit zurück – und ich wusste, dass es schlimm sein würde.

 

Es ist noch schlimmer.

 

„Colonel Smith, Lieutenant Peck, Sergeant Baracus – es ist meine Pflicht als Vorsitzender dieses Gerichtes, Ihnen mitzuteilen, dass in geheimer Abstimmung alle anwesenden Mitglieder Sie für schuldig im Sinne der Anklage befinden. Sie werden hiermit zum Tode verurteilt.“

 

Hannibal zeigt kaum eine Reaktion. Keinen Schock, keine Überraschung.

 

Face sieht aus, als ob er sich gleich übergeben muss. Vielleicht hat er wirklich geglaubt, wir würden auch dieses Mal einen Ausweg finden.

 

BA nickt nur, den Blick fest auf das Board gerichtet, sein Gesicht so grimmig wie immer. Es scheint zu sagen: Ja, ich hätte es wissen müssen.

 

„Die Beschuldigten verbleiben in Obhut der Militärpolizei. Das Urteil wird so bald wie möglich vollstreckt. Damit ist die Verhandlung geschlossen.“

 

Sie lassen mich nicht mit den Jungs sprechen, bevor sie sie wegbringen.

 

Alles meine Schuld. Mein Fehler.

 

Ich habe Quyet ins Gericht gebracht und seine Aussage hat ihr Schicksal besiegelt. Was wenn... mein Gott, vielleicht hat Quyet nicht einmal gelogen, als er aussagte, dass Morrison für die NVA arbeitete! Ich weiß, dass mein Team Morrison nicht getötet hat, aber wenn sie herausgefunden hätten, dass er ein Verräter war, vielleicht... ich weiß, was ich getan hätte...

 

„Hey, hey, lasst den Mann in Ruhe!“ Frankies Stimme dringt in meine Gedanken, holt mich zurück in die Gegenwart. Ich war aus dem Saal gelaufen, ohne es überhaupt zu bemerken, förmlich hinausgestolpert. Meine Gliedmaßen gehorchen mir nicht mehr, wie die einer Marionette, der man die Fäden durchgeschnitten hat. Draußen warten Reporter. Und plötzlich scheinen sie alle zu wissen, wer ich bin. Sie stellen mir Fragen.

 

Frankie packt mich am Arm und zieht mich hinter sich her. Er hält mir die Meute vom Leib, bis wir draußen vor dem Gebäude stehen.

 

Wohin soll ich jetzt gehen? Was tun?

 

Das ist alles meine Schuld.

 

„Meine Schuld“, flüstere ich müde.

 

„Murdock.“ Frankie hält noch immer meinen Arm fest. “Hey, Mann, ich war schon bei Dreharbeiten zu Krimis dabei, bei denen die schlechteren Schauspieler noch schlechtere Drehbücher hatten, als diese angebliche Gerichtsverhandlung.”

 

Ich sehe ihn überrascht an. Zum ersten Mal scheint er etwas wirklich ernst zu meinen. Hat er recht? War das Urteil wirklich schon entschieden noch bevor die Verhandlung überhaupt begonnen hatte? Und wenn, wer hat das ganze organisiert. Ich muss... ich muss darüber nachdenken. Wenn Stockwell...

 

„Hey, ich besorg’ uns ein Taxi, okay?“ Wieder holte mich Frankie aus meinen Gedanken zurück. „Wo willst du jetzt hin?“

 

Wohin? Wohin ich will? Ich will zu meinen Freunden. 

 

„Nach Hause“, flüstere ich. „Ins Krankenhaus.“

 

„Ins VA? Okay. Komm’, ich bring’ dich hin. Hey, Murdock, du packst das schon.“

 

Ich? Vielleicht soll ich das Dr. Richter entscheiden lassen. Ich muss erst einmal versuchen, einen klaren Kopf zu bekommen, bevor ich hierher zurückkehren kann. Im Moment... sie werden mich in eine Zwangsjacke stecken, sobald ich im Krankenhaus auftauche. Ich muss mich... ich muss das Schmierfett aus dem Gesicht waschen und die schwarzen Klamotten loswerden. Wenn Richter mich so sieht... er wird keine Ruhe geben, bis er... bis er die Geschichte mit dem Fighting Nighthawk Commando aus mir herausbekommt. Er wird denken, dass ich dieses Mal endgültig den Verstand verloren habe. Vielleicht... vielleicht habe ich das auch.

 

Ich muss zurück in die VA, um klar zu werden, um... Ich muss beginnen, nach zu denken, wie ich den Jungs helfen kann. Egal, wie groß das Risiko ist. Egal, was ich dafür tun muss. Ohne sie bin ich nichts, ein Niemand.

 

Ende