Titel: Partners in Crime

Autor: Lady Charena

Fandom: House, MD

Charaktere: Wilson, Cameron

Thema: # 004. Innenseiten

Word Count: 489

Rating: gen, Satire

Anmerkung des Autoren: Vielen Dank an T’Len für’s betalesen.

Summe: Cameron sucht Rat bei Wilson

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Lyrics: Aerosmith

 

 

 

Yeah, I got to tell you one thing
It's been on my mind
Girl I gotta say
We're partners in crime

 

Allison Cameron sah sich um, als sie die Cafeteria betrat. Ihre Miene verfinsterte sich, als sie House an einem der Tische sitzen sah – natürlich wie immer mit Dr. Wilson. Während sie sich etwas zu essen holte, verabschiedete sich House. Cameron nutzte die günstige Gelegenheit und beschlagnahmte den nun freien Platz sofort. Wilson saß nämlich selten lange alleine in der Cafeteria. Sie schlug eine Krankenschwester aus der Kinderabteilung quasi um eine Gabellänge.

 

James Wilson sah auf und nickte ihr unverbindlich zu, als sie ihr Tablett abstellte und sich setzte. Es dauerte nicht lange, bis Cameron mit: „Ich verstehe nicht, wie Sie es mit House aushalten!“ herausplatzte. Die wütenden Bewegungen ihrer Gabel unterstrichen ihre Worte. Normalerweise machte Cameron die Menschen gerne glauben, dass sie jederzeit und immer die Kontrolle über die Situation und sich selbst hatte.

 

Der Onkologe unterdrückte ein Lächeln. Es hatte sich wie ein Lauffeuer im Krankenhaus verbreitet, dass Cameron mit ihrem Vorgesetzten aneinandergeraten war. Bei weitem nicht das erste Mal und nachdem sich Chase und Foreman auf die Seite von House gestellt hatten, war sie wütend und türenschlagend aus dem Konferenzraum verschwunden. Er war eben in den Genuss von House’ sarkastischer Zusammenfassung des Vorfalls gekommen. „Das ist eine interessante Bemerkung, wenn man bedenkt, dass sie von jemand kommt, der ihn quasi zu einem Date erpresst hat“, erwiderte Wilson trocken.

 

Sie gab ein indigniertes Schnüffeln von sich und spießte ein paar Salatblätter mit solcher Wucht auf, als stelle sie sich dabei vor, die Gabel in House’ Handrücken zu rammen. „Damals war ich etwas... blauäugig. Das ist lange vorbei. Er tut mir leid, ich respektiere ihn als Diagnostiker, aber ich weiß nicht, wie lange ich noch so weiterarbeiten kann. Er ist einfach unerträglich. Ich frage mich wirklich, wie Sie es seit Jahren mit ihm aushalten.“

 

Das war eine Frage, die Wilson schon oft gestellt worden war. Und die er sich gelegentlich auch selbst stellte. „Es ist nicht so schlimm, wenn man den Grund für seine... ähem... Unverträglichkeit kennt.“

 

„Ach, es gibt einen Grund dafür?“, meinte Cameron ironisch.

 

Wilson antwortete nicht sofort. Die dramatischen Pausen hatte er vom Meister gelernt. „Er ist so, wie er ist.“

 

Cameron sah ihn enttäuscht an. „Das erklärt überhaupt nichts.“

 

„Wenn man sich erst mal bewusst ist, dass man mit einem Bastard befreundet ist, dann kommt man irgendwann darüber hinweg, dass man genau deshalb mit ihm befreundet ist. Und dann kann man sich auch nicht mehr darüber beklagen, dass man genau das bekommen hat, was man wollte.“

 

Cameron blickte ihn mit gerunzelter Stirn an, während Wilson ungerührt sein Mittagessen beendete. „Aber es muss Ihnen doch etwas ausmachen, wie er die Menschen behandelt?“, meinte sie verwundert.

 

Wilson zuckte mit den Schultern und stand auf, sein Tablett in beiden Händen. „Man kann es auch Stockholm-Syndrom nennen.“ Er nickte der jungen Ärztin nochmals zu und ging.

 

Cameron sah ihm ungläubig nach.

 

 

Ende