Disclaimer Teil 1

 

 

 

Brusca Teil 13



//Jim....//

//Spock ... ich bin hier. Wir finden dich, halte durch ... //

//....zu gefährlich.....Jim ..... Romulaner ...getarnt ....//

Eine kurze Pause und Kirk fühlte über das Band, dass sein Freund darum kämpfte seine Gedanken zu ordnen und unter Kontrolle zu bekommen. Er hatte Schmerzen, das war für Kirk deutlich über ihre Verbindung zu spüren. Sein Magen krampfte sich vor Sorge zusammen und er mühte sich seine Gedanken zu ordnen.

//Spock, wir sind unterwegs. Es ist alles vorbereitet. Was haben sie mit dir gemacht? Wie geht es dir?//

// ....nicht wichtig Jim. .....der Asteroid ....zerstören .... mich töten ....bevor .... Romulaner dürfen nicht .....//

// ...dich töten? Nein Spock ...wir werden dich da herausholen und die Leute dort ebenfalls .... ich werde dich nicht töten .... nein ....//

Einen Moment war wieder Chaos in ihrer dünnen Verbindung und nun kämpfte auch Kirk mit seinen konfusen Gefühlen. Er würde alles tun um Spock und die Leute dort herauszuholen.

//Jim, du musst ..... versprich ….. ich ....kann nicht .... zu schwach .... Fieber....keine Kontrolle ..... versprich ....//

//...Nein! T´hy´la halte durch. In einer halben Stunde sind wir da. Halte durch .....//

// ...Jim ....nein ....nicht ....//

Fast verzweifelt klangen Spocks schwache Botschaften und verloren sich wieder in einem Tumult aus Schmerzen und Benommenheit, dann war er fort. Er hatte sich wieder abgeschirmt.

Kirk presste den Stoff der dunklen Robe an sein Gesicht und sog tief den noch darin hängenden Geruch seines Freundes auf.

Er würde ihn dort herausholen. Er würde ihn nicht den Romulanern
überlassen und schon gar nicht dem Tod.


***


Q´tarak blinzelte und sah besorgt zu dem leise stöhnenden Vulkanier. Ein weiteres Mal versuchte er vergebens seinen Geist zu erreichen, doch hatte wieder keinen Erfolg. Er schien sich völlig abgeschirmt zu haben. Sein Geist war stark, seine Kontrollen wie Mauern aus hartem Gestein. Q´tarak zögerte mit Gewalt einzudringen.

Die Romulaner hatten sie an Händen und Füßen gefesselt und nebeneinander vor eine Wand der Höhle geworfen. Die anderen seines Volkes waren auf der anderen Seite der Höhle, einige tot, einige verletzt und alle gefesselt und von Soldaten bewacht.

Qurak war besinnungslos, zumindest konnte Q´tarak auch zu ihm keine mentale Verbindung herstellen. Einer der Romulaner die sie bewachten kam näher und beugte sich über sie, er zischte etwas in einer fremden Sprache, trat ihm gegen die Beine und ging wieder.

Q´tarak fuhr fort in seinem Bemühen den Vulkanier zu wecken. Er war sich nun sicher, dass dieser das war, was Qurak in ihm gesehen hatte. Er war keiner der Anderen – der Rihannsu. Konnte es nicht sein, so zurückhaltend und friedliebend wie sein Geist war. Er hatte gekämpft, hatte ihn aus der Schusslinie gezogen und war von den Anderen dafür brutal geschlagen und getreten worden und nun verletzt. Er war keiner der Anderen, keiner der Rihannsu.

Offensichtlich sahen die Rihannsu in ihm einen Feind, schienen ihn zu kennen oder das, was er darstellte zu hassen oder zu fürchten. Förderation? Das Wort hatten sie gerufen und auch Qurak hatte es erwähnt, als sie von ihrer Heimat starteten. Was die Rihannsu fürchteten musste das sein, was sie suchten und brauchten. Er musste es noch einmal versuchen ihn zu wecken.

//Spock .... erwache .... Spock//

Wieder stöhnte der Mann leise und die Augenlider flatterten leicht. Seit fast eineinhalb Stunden lag er nun so. Zitternd und leise stöhnend, seit er bei den üblen Tritten der Soldaten das Bewusstsein verloren hatte.

Die Rihannsu hatten ihn etwas gefragt, doch er hatte ihnen nicht geantwortet, hatte geschwiegen, hatte ihnen keine Informationen gegeben. Aus der Schusswunde am Bein sickerte nach wie vor Blut und bildete inzwischen eine kleine Pfütze. Aus einer Platzwunde an der Schläfe lief ihm weiteres Blut über die Wange und sammelte sich auf dem felsigen Boden. Unter der Oberfläche des bewusstlosen Geistes brodelte das Blutfieber und wurde stärker. Q´tarak spürte die Anzeichen von erstem Stress und Anspannung in dem Mann ihm gegenüber. Er musste ihn bald erreichen, bevor es nicht mehr zu kontrollieren war.

//Spock.... du musst erwachen .... das Fieber beginnt erneut.....//

Deutlich konnte Q´tarak wieder den Aufruhr im Körper des Vulkaniers spüren. Wenn er bewusstlos war, konnte er ihm nicht helfen. Dann konnten dessen eigene Kontrollen nicht helfen, würden ihn abweisen. Er musste aufwachen.

//Spock ....//

Plötzlich geriet Bewegung in den Bewusstlosen. Spock stöhnte und murmelte etwas, wollte sich auf den Rücken rollen, doch die hinter ihm gefesselten Hände ließen es nicht zu. Er keuchte und wiederholte ein Wort, wie eine Art Meditationsmantra. Ruckartig schlug er die Augen auf und Q´tarak erschrak, als er den Schmerz und das Fieber in ihnen sah.

„Jim ....nein .....!", ein heiseres Krächzen und einen Moment blickte der Vulkanier ihm in die Augen, dann schloss er sie wieder. Er zitterte und stöhnte leise.

//Spock ... bist du bei Bewusstsein?//

Wieder öffneten sich die dunklen Augen und fixierten ihn starr. Q´tarak war fasziniert von den dunklen Pupillen. Abgesehen von den anderen kannte er nur hellbraune Augen. Diese aber schienen ihn in einem dunklen See zu verschlucken. Der Vulkanier schien mühsam seine Sinne unter Kontrolle zu bekommen und fixierte ihn intensiv.

//Weißt du wo du bist? Was passiert ist?//

Spock schluckte schwer und holte vorsichtig Luft, als wolle er antworten.

//Nein, nicht sprechen. Du bist verletzt und sie merken dann das du wach bist. Sie warten darauf....//

//Q´tarak ...... du bist ..... in meinem Geist.... das ist nicht .....//

//Es ist die einzige Möglichkeit, verzeih ....und es spart deine geschwächten Kräfte.....//

// .... akzeptabel ....logisch ..... //

Q´tarak hatte keine Zeit zu verlieren, er musste den rationalen Moment des Vulkaniers nutzen.

//Wir sind Gefangene. Die Rihannsu haben uns hier gefesselt und bewachen uns. Im Moment versuchen sie den Kurs des Asteroiden zu beeinflussen, doch es wird ihnen dieses Mal nicht gelingen ...//

Spocks Körper verkrampfte sich wieder als ein Fieberschub durch sein Blut raste. Er schnappte leise nach Luft und schloss die Augen.
Q´taraks Besorgnis wuchs. Er würde so nicht lange durchhalten.

//Das Fieber?//

//Lass mich ... geh ...//

//Nein, .... Spock ..... ich kann dir helfen, .... es ist seit Jahrhunderten keine Gefahr mehr für unsere Männer. Lass dir helfen.//

Spock stöhnte diesmal leise, als ein weiterer Krampf seinen Körper schüttelte. Q´tarak wartete nicht länger auf Spocks Zustimmung. Er wusste, er würde sie von diesem stolzen Mann nicht bekommen, wenn er auch nur einen kleinen Teil des Blutes seiner ahnen in seinem Körper hatte. Doch er musste ihm helfen. Sanft drang er in seinen Geist ein und berührte die fiebernden Nervenbahnen. Es war bereits sehr stark fortgeschritten, es würde nicht leicht sein.

//Nein ... geh ... Gefahr ....//

Q´tarak fing Spocks kämpfenden Geist sanft auf und hüllte ihn ein. Der Vulkanier stöhnte wieder und begann unkontrolliert zu zucken und lag schließlich leise keuchend auf dem Boden und bewegte sich einen langen Moment nicht mehr. Dann schnappten die dunklen Augen wieder auf.

Q´tarak las Ärger und Wut in ihnen. Qurak hatte ihm gesagt, das die Traditionen dieses Mannes es verboten ungefragt in den Geist anderer einzudringen. Doch nach einigen Sekunden war da auch eine Spur von Erleichterung.

//Verzeih ... ich musste es tun .... Besser?//

Spock deutete ein Nicken an, noch immer eine Spur von Ärger in den nun ruhigeren Augen. //Es ist geschehen ... wir müssen ....//

In diesem Moment wurde Q´tarak unsanft auf die Beine gerissen und bekam, bevor er reagieren konnte einen harten Schlag mit einer Waffe ins Gesicht. Die Wachen!

Q´tarak fiel wieder zu Boden und ein Fuß presste sich in sein Genick, quetschte seinen Kopf auf der Seite liegend auf den Boden. Das einzige was er sah, waren die dunklen Augen Spocks, die warnend seinen Blick hielten.

Der Romulaner schrie etwas, doch Q´tarak verstand die Sprache nicht.

//Sie wollen wissen, wie die Steuerung funktioniert. Sie haben dich am Kontrollpult gesehen.//

Spock hielt die entstandene mentale Verbindung von sich aus aufrecht und Q´tarak war trotz seiner unangenehmen Situation erstaunt wie viel Ruhe mit der sanften Präsenz in seinen Geist floss. Er blieb reglos liegen und bewegte sich nicht.

//Sie werden es nicht erfahren.//

Der Fuß drückte nun seinen Rücken auf den Boden und sein Kopf wurde rüde an den Haaren hochgerissen. Ein Messer war an seiner Kehle und wieder zischte der Romulaner etwas. Es klang ähnlich, doch noch immer unverständlich für Q´tarak. Die Klinge schnitt haarfein in seine Haut am Hals und er fühlte Blut auf seiner Haut hinunterlaufen.

//Die selbe Frage ... Nicht bewegen!!//, wieder war Spocks Stimme in seinem Geist. //Ich werde ...//

Im nächsten Augenblick ging alles sehr schnell. Spock krümmte sich zusammen und schlug mit seinen gefesselten Beinen dem Wächter die Füße weg. Der war so überrascht, dass die Klinge, die eben noch drohend am Hals war vor Q´taraks Nase klirrend zu Boden fiel.

//Nein Spock, er wird dich töten//

//Das Messer!!//

Wütend trat der Rihannsu mit den Füßen nach Spock und schrie etwas in die weitläufige Halle. Spock krümmte sich schützend auf dem Boden zusammen.

Q´tarak robbte über den Boden und brachte seine Hände an die Klinge. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte er seine Fesseln durchschnitten und seine Hände und Arme waren frei. Als der Romulaner es bemerkte war es bereits zu spät. Das Messer flog durch die Luft und bohrte sich in seine Brust. Er fiel wie ein Stein neben Spock zu Boden.

Ein Schuss summte durch die Halle und traf den toten Körper ihres Wächters, der Spock unfreiwillig Deckung bot. Aus der Halle rannten mehrere Männer auf sie zu und riefen etwas. Q´tarak kroch zu Spock und versuchte hektisch seine Fesseln zu durchschneiden. „Hat er dich erwischt?"

„Lass mich, .....nimm die Waffe....", krächzte Spock durch zusammengebissene Zähne. Ein Schuss summte dicht über ihren Köpfen hinweg und sie duckten sich wieder. „Q´tarak. Die Waffe ...."

Die Stimme duldete keinen Widerspruch. Q´tarak ließ von Spocks Fesseln ab. Er angelte nach dem Disruptor des toten Rihannsu und zielte doch bevor er schießen konnte, bebte der Boden unter ihnen und warf alle Rihannsu zu Boden.

“Was ist jetzt?“
Q´tarak war überrascht blieb mühsam aufrecht und legte erneut die Waffe an, als die Luft in der Mitte der Halle plötzlich flimmerte und sein Ziel unscharf wurde. Mehrere weiß gekleidete Männer mit Helmen materialisierten.

Q´tarak war für einen Moment wie gelähmt und Spock keuchte leise neben ihm auf. Sie gingen erneut in Deckung als blaues Phaserfeuer durch die Luft über ihren Köpfen schoss und die Neuankömmlinge die Halle systematisch durchschritten. Immer mehr materialisierten oder kamen aus den Gängen. Schreie und Rufe in einer weiteren für Q´tarak fremden Sprache hallten durch die Luft.

„Wer ist das," rief Q´tarak panisch und hielt die Waffe im Anschlag während er Spock schützend herunterdrückte. „Noch mehr Rihannsu?“

„Die Enterprise ...Freunde....helfen ....", presste Spock zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und kämpfte mit den Reserven seiner Kräfte. Er ließ sich stöhnend nach hinten fallen und schloss erschöpft die Augen. Q´tarak rüttelte ihn erschrocken. Doch der Vulkanier war wieder bewusstlos. In der nächsten Sekunde standen die
Fremden vor ihnen.

„Nicht schießen... wir sind Freunde.", die Stimme klang merkwürdig in Q´taraks Ohren, als wäre sie mechanisch erzeugt. Roboter? Einer der Männer hielt seine Hände geöffnet vor sich und kam näher. Keine Waffe und wieder die künstliche Stimme. „Wir helfen ...."

Freunde. Helfen. Spocks Worte. Sie würden helfen. Q´tarak ließ langsam und zögernd die Waffe sinken und sah aus den Augenwinkeln besorgt zu Spock. Er war bewusstlos. Er wusste nicht ob diese seltsamen Männer oder Roboter ihn verstehen würden. „Er ist verletzt ...helfen."

Einer der fremden Männer kniete sich rasch neben sie, sah auf den Vulkanier und hob seinen Arm zum Mund. „Enterprise, Evans hier. Alles gesichert. Wir haben Commander Spock gefunden. Er braucht dringend medizinische Hilfe."

Q´tarak sah den Fremden verwirrt an, der nun seinen Helm abnahm. Rote verschwitzte Haare, hellblaue Augen und rosige Haut kamen zum Vorschein und runde Ohren. Runde Ohren? Der Fremde lächelte, „Keine Sorge, der Doktor wird gleich da sein."

Q´tarak nickte nervös und starrte den Fremden an. Nie hatte er eine fremdartigere Erscheinung gesehen.


***

„Wo ist er?", fragte Kirk eine Sekunde nachdem er in einer großen Höhle auf dem Asteroiden materialisiert war.

Das romulanische Schiff war kampfunfähig geschossen und hatte sich selbst zerstört, noch bevor sie es verhindern konnten. Die auf dem Asteroiden zurückgelassenen Romulaner waren schnell überwältigt worden und nachdem die Nachricht auf der Brücke durchkam, das alles gesichert war und sie Spock gefunden hatten, war Kirk sofort auf den Asteroiden gebeamt. Sulu würde sich solange um alles kümmern.

Scotty und Kelley würden sich gemeinsam mit Quus mit dem Asteroiden befassen. Glücklicherweise hatten sie nur wenige Verletzte und auch diese nur leicht, durch den anfänglichen Schusswechsel.

„Dort hinten Sir, Dr. McCoy ist vor wenigen Augenblicken eingetroffen und bereits bei ihm....", ein Sicherheitsmann deutete in den hinteren Teil der Höhle, wohl wissend, nach wem Kirk gefragt hatte.

Kirk konnte von weitem bereits McCoys weiße Arztkleidung sehen. Er war umgeben von zwei weiteren medizinischen Assistenten und einigen rot gekleideten Männern. Kirk durchquerte die Höhle im Laufschritt, nahm nur am Rande das organisierte Durcheinander wahr.

McCoy war gerade dabei Spock von romulanischen Handfesseln zu befreien, als Kirk sie erreichte. Er schnappte erschrocken nach Luft als er seinen Freund und das viele Blut sah. Langsam ließ er sich neben ihm auf die Knie sinken.

//Spock...Thyla...//

„Kevin hol eine Trage und jemanden der mir hilft, dann sieh nach dem Jungen, der hier eben noch war. Er hatte eine Beinverletzung.", rief McCoy über die Schulter und blickte dann kurz zu Kirk. „Das sieht bös aus Jim."

Vorsichtig drehte McCoy den Vulkanier auf den Rücken. Überall war grünes Blut und verkrustete die dunklen Haare. Die Unterlippe war aufgeplatzt und Schmutz und weiteres Blut an der Uniform verrieten, das die Romulaner ihn geschlagen haben mussten und das nicht zu knapp. Am Bein war eine üble Wunde von einem Disruptor, ebenso am rechten Oberarm.

„Spock?" Vorsichtig strich Kirk über die unverletzte Schulter und sah fragend zu McCoy, der seinen Scanner über den Vulkanier wandern ließ.

„Jim, lass ihn besser... Er ist bewusstlos und das ist gut so. Sie haben ihn ziemlich übel zugerichtet. Er hat einige Rippenbrüche und innere Blutungen. Wir müssen ihn auf die Krankenstation bringen, aber zunächst muss ich ihn stabilisieren. Sein Kreislauf ist völlig am Boden, sein Hormonhaushalt ein völliges Chaos und er hat viel Blut verloren."

McCoy arbeitete weiter und gab Spock mehrere Injektionen. Kirk sah schweigend zu und griff besorgt nach Spocks Hand. Sein Blick fiel auf den toten Romulaner direkt neben ihnen. Es war knapp gewesen.

„Doktor?" ein Medoassistent blickte vom Scanner auf. „Seine Werte schwanken."

„Mmh,", brummte McCoy. „Er kommt zu sich, .... spitzohriger Sturkopf ... Jim – nur kurz, er ist sehr schwach und ich schicke ihn gleich wieder in das Reich der Träume." McCoy sah ihn warnend an.

//Jim?//

Spocks Augenlider flatterten und öffneten sich. Kirk beugte sich über ihn, so dass er ihn sehen konnte. Mühsam hielt er die Augen offen und blinzelte mehrmals. „Jim...", nicht mehr als ein heiseres Krächzen.

„Ja, ...." //Ich bin hier Spock ....// Kirk drückte die warme Hand und lächelte. „So leicht kommst du mir nicht davon. Da ist noch ein Versprechen offen ..."

Spocks Augen fielen wieder zu und er verzog einen Mundwinkel. Lächelte er? „Es ....gilt, .... Jim ...", flüsterte er heiser. Sein Körper war angespannt und er atmete sehr mühsam.

McCoy beugte sich über ihn. „Schmerzen Spock?"

Der Vulkanier nickte andeutungsweise. McCoy brummte etwas und presste ihm eine Injektion an den Oberarm. Nach wenigen Sekunden entspannte sich Spocks Körper. Kirk strich sanft über die verklebten Strähnen in Spocks Stirn und sah besorgt zu McCoy.

„Ich habe ihm ein Sedativ gegeben, er ist jetzt eine Weile weg. Die Schmerzen sind ziemlich stark und mit seinem inzwischen chaotischen Hormonhaushalt wird er sie nicht unter Kontrolle bekommen ... " McCoy gab einem seiner Assistenten ein Zeichen und vorsichtig hoben sie den Vulkanier auf eine Anti-G Trage.

„Er kommt schon wieder in Ordnung, Jim. Du kannst jetzt ohnehin nichts machen." McCoy machte mit dem Kopf eine Bewegung in die Richtung der beiden vulkanisch aussehenden Männer. „Diese beiden Männer dort waren bei ihm oder zumindest einer von ihnen, sagt Evans. Vielleicht solltest du mit ihnen sprechen."

Kirk nickte langsam und sah dem Medizinerteam nach als sie sich mit Spock auf die Enterprise transportieren ließen. Dann drehte er sich herum und ging zu den beiden Vulkaniern. Blond? Blonde Vulkanier hatte er noch nie gesehen. Er sah sie neugierig an.

„Sie sind ... Jim? Sein Partner.", sagte der ältere Mann. Der Translator verzerrte seine Stimme leicht. Kirk nickte und tastete instinktiv in seinem Kopf nach dem Band um sich zu versichern, dass Spock da war und noch lebte.

„Ich bin Captain Kirk vom Förderationsraumschiff Enterprise. Und sie sind ... Vulkanier?" Kirk betrachtete neugierig die Ohren, geschwungenen Augenbrauen und blonden Haare.

Der ältere Mann tauschte mit dem anderen einen Blick aus und antwortete schließlich. „Ich bin Qurak, das ist Q´tarak. Unsere Wurzeln liegen auf Vulkan, das ist richtig, doch unsere Heimat ist hier. Captain Kirk, ich danke ihnen im Namen meines Volkes für ihre Hilfe. Wir möchten mit Brusca und der Förderation in Kontakt treten und Verhandlungen aufnehmen und bitten um ihre weitere Unterstützung. Ebenso bitten wir um Kontakt mit der Welt unserer Väter und der Väter ihres Partners – T´khasi."

Der Translator übersetzte automatisch, doch Kirk hatte den richtigen Namen Vulkans aufgeschnappt. Er nickte langsam und sah sich das erste Mal aufmerksamer um. Die große Höhle war nach wie vor von Trümmern übersäht und glich vom Personenverkehr momentan mehr einem Raumbahnhof. Überall waren Sicherheitskräfte von der Enterprise, die in rot gekleideten ´Vulkanier´ und Sanitäter von der Enterprise. Er drehte sich wieder zu den beiden Männern.

„Sie sind verletzt Mr. .... Q´tarak.", bemerkte Kirk und deutete einen Blick auf das verletzte Bein des jüngeren Mannes an.

„Wir haben den Romulanern Widerstand geleistet, solange wir konnten. Dabei wurde auch ihr Partner .... Commander Spock ... .verletzt. Er hat mir jedoch die Zeit verschafft die Tarnvorrichtung auszuschalten."

Qurak blickte überrascht zu Q´tarak und einen Moment sagte keiner der beiden etwas, dann neigte Qurak den Kopf und der jüngere Mann blickte wieder zu Kirk, der die beiden aufmerksam beobachtete. Kommunizierten sie telepathisch?

Qurak räusperte sich. „Entschuldigen sie Captain Kirk. Es ist für uns natürlich, dass wir uns mental austauschen. Wir wollten sie nicht ausschließen."

„Natürlich." Kirk nickte. „Vielleicht möchten sie mich auf die Enterprise begleiten. Dort kann ihre Verletzung versorgt werden ...," Kirk nickte dem jüngeren Mann zu, der etwas wackelig auf seinen Beinen zu stehen schien, „...und wir haben einen weiteren Vertreter ihres Volkes an Bord Mr. Qurak, der sicher einiges mit ihnen zu besprechen hat."

„Quus?" Qurak sah ihn plötzlich aufgeregt an. Dann verneigte er sich leicht. „Ich nehme ihre Einladung gern an Captain, sofern unser Transportmittel wieder auf dem eigentlichen Kurs ist und nicht mehr die Sicherheit Bruscas gefährdet."

„Das wird der Brocken nicht. Wir haben ihn bereits wieder auf Kurs gebracht." Scotty war neben sie getreten und sah die beiden Vulkanier ebenfalls neugierig an bevor er sich zu Kirk drehte.

„Der Asteroid wird übermorgen ohne Gefährdung in den bruscischen Orbit schwenken, Captain. Wir sind dabei die anderen Systeme wieder herzustellen. Wer auch immer sie sabotiert hat, er hat ganze Arbeit geleistet. Vielleicht sollte sich das Mr. Spock besser ansehen. Er ist der Computerexperte."

„Er ist in der Krankenstation Scotty. Die Romulaner waren nicht zimperlich. Tun sie derweil was sie können."

„Aye," der Schotte nickte besorgt.

„Captain Kirk?", der jüngere Mann trat vor. „Ich kann sicher helfen. Ich habe die Systeme offline geschaltet und ..."

Kirk sah zu ihm und schüttelte den Kopf. „Ihr Bein muss erst behandelt werden. Scotty ist es dringend?"

„Nicht so dringend, Sir, ich werde Mr. Kelley dazuholen ... aber wir können später sicher jede Hilfe brauchen."

„Dann werden wir erst auf die Enterprise beamen und diesen jungen Mann hier verarzten."

Qurak und Q´tarak nickten und Kirk setzte sich mit der Enterprise in Verbindung.

 

(wird fortgesetzt in Teil 14...)