Die Bruchlandung
Fandom: Battlestar Galactica (TOS)
Pairung: Apollo, Starbuck, Tigh, Athena, Adama
Rating: gen, g
Beta: T’Len
Archiv: ja

Summe: Bruchlandung oder nicht, das ist hier die Frage…

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„Du schuldest mir fünfzig cubits. Komm’ schon, Zeit zu bezahlen, Apollo.“

„Und wenn du es noch fünfzigtausend Mal wiederholst, es war keine Bruchlandung, Starbuck. Ich habe nur die Wand ein wenig gestreift, weil die Feinjustierung um ein paar Milimetrons abweicht. Die Jungs sollen das mal überprüfen.“

„Es war eine Bruchlandung. Wenn die Justierung abweichen würde, wärst du gegen die Galactica geflogen, und hättest nicht nur mit der Tragfläche die innere Wand der Einflugschneise gestreift.“ Starbuck streckte auffordernd die Hand aus, die Handfläche nach oben. „Zeit zu bezahlen, mein Freund.“

„ES. WAR. KEINE. BRUCHLANDUNG! STARBUCK!!“ Apollo ergriff seine Hand und schob sie weg. „Und jetzt geh’ mir aus dem Weg. Das ist ein Befehl deines Captains.“

„Felgercarb. Ich bin seit fünf centon außer Dienst, Captain“, entgegnete Starbuck grinsend. „Und es war eine Bruchlandung. So wahr du mir fünfzig cubits schuldest.“

„Ich bin nur da rausgeflogen, um dich zu retten, nachdem du dich von einer dieser Blechbüchsen hast abschießen lassen. Du könntest ein wenig mehr Dankbarkeit zeigen.“ Apollo stemmte frustriert die Hände in die Hüften.

„Eeeeessssss waaaaarrrr eeeeeeiiiinnnnneeeee Bruuuuuchlandung“, sang Starbuck.

Apollo hielt sich die Ohren zu. „Du kommst auch mit Folter nicht weiter“, erwiderte er trocken.

Starbuck zog seine Hände von den Ohren weg. „Eine Bruchlandung. Eine Eins-A-Erstes-Jahr-an-der-Akademie-Bruchlandung wie aus dem Lehrbuch.“

„Warum lassen wir das nicht den Colonel entscheiden?“, schlug Apollo vor.

Zwei Paar Augen richteten sich erwartungsvoll auf Colonel Tigh, der - wie alle anderen auf der Brücke - die Ankunft der beiden Krieger beobachtet hatte. Tigh griff nach einigen Ausdrucken, die der Scanner ausgespuckt hatte. „Ich habe keine Zeit für so etwas. Diese Berichte lesen sich nicht von alleine.“ Damit trat er an den beiden vorbei. „Wenn Sie meinen Rat hören wollen - benehmen Sie sich wie koloniale Krieger, meine Herren, nicht wie ein Paar unreifer Kadetten.“ Er lächelte, als er Apollo und Starbuck stehen ließ.

„Er hat recht“, meinte Apollo nach einigen centons, als den beiden aufgefallen war, dass sie sich im Zentrum der Aufmerksamkeit der kompletten Brückenbesetzung – inklusive des Commanders – befanden. „Wir benehmen uns wie Kinder.“

„Gut. Benimm’ dich wie ein Erwachsener und gib’ mir meine fünfzig cubits“, forderte Starbuck.

„Das werde ich nicht! Starbuck, lass’ mich in Ruhe.“

Kabbelnd und lachend verließen die beiden die Brücke.

Athena sah ihnen lächelnd nach, dann trat sie zu ihrem Vater, der das ganze mit Amüsement beobachtet hatte. „Es ist gut, dass wir Starbuck wiederhaben, nicht wahr, Vater?“

Adama nickte. „Du hast recht, mein Kind.“ Dann blickte er in die Runde. „Ich denke, wir können alle wieder zurück an die Arbeit gehen, diese Flotte fliegt sich nicht von alleine.“ Innerhalb kürzester Zeit kehrte Ordnung auf die Brücke zurück. Adama schüttelte den Kopf, bevor er sich wieder in seine Unterlagen vertiefte. Ja, es war ein Segen, dass Starbuck zurück war. Er würde nie in Worte fassen können, welche Beruhigung die tiefe Loyalität Starbucks zu seinem Sohn ihm war, wenn die beiden da draußen im Weltraum waren.

Ende