Titel: Baby-Blues

Autor: Lady Charena
Fandom: Bewegte Männer

Spoiler: Der Samenspender (04/1)

Paarung: Frank/Waltraud, Norbert
Rating: Humor, m/m, PG

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe/Hintergrund: Waltraud gibt ihren Kinderwunsch nicht so rasch auf. Sehr zu Franks Leidwesen.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

„Scha-atz, massierst du mir den Rücken?“ Waltraud warf sich schwungvoll aufs Sofa und halb über ihren lesenden Liebsten.

 

Frank entwirrte sich von Waltrauds Armen, die sich wie Krakententakel um seinen Hals schlangen und schob sie zur Seite. Dann rappelte er sich hoch und holte die leicht zerknitterte neueste Ausgabe von „Guns’R’used“ vom Boden hoch. „Sag’ mal spinnst du, hüpf’ doch nicht mit diesem Ding auf mir rum.“

 

„Oach, jetzt sei’ doch nicht so, Liebling.“ Waltraud zog eine Schnute und schob das Magazin erneut weg. „Mir tut der Rücken weh. Das ist so bei Schwangeren.“

 

„Du. Bist. Nicht. Schwanger!“ Frank klopfte auf den gewölbten Bauch seines Freundes. „Es ist ja furchtbar nett von Doro, dir ihren Übungsbauch zu schenken, aber willst du nicht langsam wieder damit aufhören?“ Er war nahe dran, das Rosenberg dafür zu boykottieren.

 

„Aber wo ich doch gerade solchen Spaß damit habe.“ Waltraud schlängelte sich zurück auf Franks Schoß. „Was meinst du, ob ich wohl so morgen mal meine Eltern besuchen gehe?“

 

„Und dann gehen wir übermorgen auf die Beerdigung deiner Eltern, was?“, fragte Frank spöttisch. „Norbert, sag’ du ihr, dass sie spinnt.“

 

„Waltraud, du spinnst“, sagte Norbert von der Küche aus.

 

„Da hörst du es.“ Frank angelte erneut nach seinem Magazin.

 

Waltraud warf den Kopf in den Nacken. „Pah, du kannst wieder aufhören, zu zicken, Norbert Brommer. Du bist ja nur neidisch. Nur weil du jetzt doch kein Kind von Doro bekommst.“

 

„Sie will kein Kind mehr von mir“, korrigierte Norbert angesäuert. Er hatte sich so darauf gefreut, Vater zu werden. Aber dann hatte seine Mutter Doro mit der Neigung zu Mehrlingsgeburten in seiner Familie die Lust verdorben. Der von Margarethe heraufbeschworenen Schreckensvision von windelgebirgsproduzierenden Vierlingen hatte er nichts entgegen zu setzen. Und dazu Axels Eifersucht... Er seufzte und halbierte eine Zitrone, um etwas Saft über die selbstgemachte Guacamole zu träufeln.

 

Wenig später war Norbert gerade dabei, die Taco-Chips in eine Schüssel zu füllen, als ihn etwas Hartes in die Seite stieß. Norbert gab vor Schreck ein wenig schmeichelhaftes Quieken von sich und warf fast die Schüssel um. „Waltraud!“, empörte er sich. „Lass’ den Quatsch.“

 

Waltraud blickte ihn treuherzig an, während sie ihren Bauch streichelte. „Jetzt sei’ doch nicht mehr sauer. Ich mach’ dir auch ein halbes Jahr lang die Haare umsonst.“

 

Norbert seufzte. Natürlich konnte er ihr nie lange böse bleiben.

 

Waltraud strahlte ihn an, legte den Arm um Norberts Taille und küsste ihn auf die Wange. „Und schon lächelt er wieder.“

 

„Jetzt lass’ Norbert in Ruhe, Kleines“, rief Frank vom Sofa aus. „Und bring’ mir etwas zu trinken mit.“

 

„Oach, da hörst du ihn wieder brüllen, meinen Herrn und Gebieter“, flachste Waltraud und schnappte sich eine Bierflasche und für sich eine Cola. „Immer muss ich ihn bedienen, und das in meinem Zustand.“ Sie tänzelte hinüber zu Frank und ließ sich schwerfällig neben ihn aufs Sofa plumpsen. „Upsi.“

 

„Siehst du. Du bewegst dich ja so elegant wie eine plattfüßige Schildkröte.“ Frank brachte seine Flasche in Sicherheit. „Kommst du jetzt bald, Norbert?“, rief er dann und legte den Arm um seine Waltraud. „Wenn du so weitertrödelst, ist die Leihfrist von diesem Video um, bevor wir dazu kommen, es anzusehen.“

 

„Ich bin’ ja gleich da“, rief Norbert zurück und wischte sich die Hände ab.

 

„Du-uuu, Frank?“, gurrte Waltraud und kuschelte sich an ihn. „Es wartet doch bestimmt irgendwo auf der Welt ein Kind auf uns. Wollen wir nicht eins adoptieren?“

 

„Du lieber Himmel. Du und ein Kind?“, erwiderte Frank skeptisch. „Du hast ja nicht einmal bemerkt, dass dein Goldhamster eingegangen ist, erinnerst du dich? Du dachtest, er würde Winterschlaf halten.“

 

„Das ist doch nicht das gleiche“, schmollte Waltraud. Sie machte Norbert Platz und setzte sich auf Franks Schoß. Die Coladose balancierte sie auf dem falschen Babybauch.

 

Frank startete endlich den Videorekorder. „Wenn du nicht still bist, dann... dann... kneble ich dich mit Axels Socken“, drohte er.

 

Waltraud gab ein angewidertes Geräusch von sich und richtete sich halb auf, um nach den Chips zu greifen. Frank kam ihr zu Hilfe – und stieß mit der Schüssel an die Coladose, worauf sich die klebrige Flüssigkeit über Waltrauds Oberkörper ergoss.

 

„Igitt“, quietschte Waltraud. „Du bist ein altes Ferkel, Frank.“ Sie versuchte sich aufzurappeln, kam aber ebenso wenig auf die Beine, wie ein auf den Rücken gefallener Maikäfer.

 

Norbert erbarmte sich ihrer und zog sie auf die Beine, während Frank nur kichernd zusah. Waltraud warf ihm einen bitterbösen Blick zu, bevor sie ins Bad abrauschte, um sich sauber zu machen. Norbert eilte hinterher – weniger um Sorge um sie als um den Zustand seines frischgeputzten Badezimmers. Wenn Waltraud in Rage war, verursachte sie ein nicht minderes Chaos wie Axel.

 

Mit einem zufriedenen Seufzen griff Frank sich die Chips. Endlich mal fünf Minuten Ruhe von dem ewigen Geschnattere der Weiber...

 

Ende

 

 

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Episode 4 / Staffel 1: Der Samenspender: Weil Doro ihre biologische Uhr ticken hört, will sie plötzlich auch ein Baby – und zwar ohne Mann. Ein Samenspender muss also her. Zuerst kuckt sich Doro dafür Norbert aus, doch Axels Eifersucht und Margarethes überschwängliche Vorfreude auf ein halbes Dutzend Enkelkinder lassen sie diesen Plan bald entnervt aufgeben. Also soll Axel als Ersatz her – doch sein Rendezvous mit dem Plastikbecherchen will einfach nicht klappen... Seine Überredungsversuche, Doro in sein Bett zu bekommen, fruchten ebenfalls nicht. Am Ende beschließt Doro sich Zeit zu lassen und sich in aller Ruhe nach einem passenden Erzeuger umzusehen.