Disclaimer siehe Teil 1

 

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Ich konnte nicht anders, irgendwie musste ich ein wenig h/c haben.
Ich brauch das ;)
Viel Vergnügen beim letzten Teil und nochmals Danke an Martina
für die Eingebung.
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Teil 4

Kirk war gerade draußen und wollte sich umblicken, als ihm etwas in die Hände gedrückt wurde. Ein kleiner Koffer! Er nahm ihn an sich und versuchte die Person zu erkennen, die ihm den Koffer gegeben hatte. Ein langer Kapuzenmantel und Dunkelheit verhinderte es.

"Öffnen sie ihn nicht, er ist gefährlich. Nur einer weiß wie man ihn öffnet. Bringen sie ihn zu den Labors auf Aurura. Sie werden erwartet. Es darf nicht den Klingonen oder anderen in die Hände fallen." Die Stimme war männlich, alt und rau.

Kirk wollte etwas erwidern doch die Gestalt huschte um eine Ecke und war verschwunden. Er befand sich wieder mit Klath allein in der Gasse. Kirk drehte sich zu ihr um, "Wer war das?"

"Irrelevant Captain Kirk! Beamen sie! Jetzt!! Worauf warten sie?" Klath schob ihn etwas die Gasse hinunter. "Und beachten sie was er gesagt hat."

Kirk nickte, für Fragen war jetzt keine Zeit. Je eher er diesen <Gegenstand> und sich an Bord beamte, desto eher konnte die Energiezelle aufladen und er konnte Spock nachholen.

Grün und blau, erinnerte er sich. Er fummelte die Transporterbedienung heraus, drückte die beiden Knöpfe, sah zu Klath und wartete. Spock hatte gesagt es würde an die 10 Sekunden dauern, bis das Transporterfeld sich aufgebaut hatte. "Alles gute Klath," verabschiedete er sich.

Klath blickte ihn unruhig unter der Kapuze an. " Beschützen sie es und .... Es war mir eine Ehre Captain...."

Gerade als Kirk das bekannte Prickeln und Summen des Transporterfeldes fühlte, fuhr Klath plötzlich herum und blickte zur Tür.

"NEIN!!....." schrie sie und warf sich mit einem Aufschrei zwischen ihn und die Tür.

Das letzte was Kirk sah als Klath vor ihm zusammenbrach, war ein Andorianer in der Tür und ein aufblitzender Phaserstrahl. Er traf den Andorianer von innerhalb des Gebäudes in den Rücken.

Spock?

Er rematerialisierte im Shuttle. Was war geschehen?

32,2 Minuten warten. Verdammt. Was machte Spock! Was geschah dort?


***


Spock trat mit gezogenem Phaser auf die düstere Gasse hinaus. Der Andorianer lag betäubt von seinem Phaser auf dem Boden vor seinen Füßen, und Klath lag einige Meter weiter entfernt und keuchte.

War er zu spät gekommen?

Der Andorianer hatte die Tür nur wenige Sekunden vor ihm erreicht. Er hatte ihn beinahe nicht gesehen durch die vielen Benjiis im Lokal, die ihm sowohl die Sicht als auch den Weg verstellt hatten. Klath hatte Recht, die Andorianer wussten was geplant war. Woher? Wo war der andere?

Von Kirk war in der Gasse nichts zu sehen. Wenn er schnell gewesen war, war er bereits an Bord des Shuttles.

Spock begann einen inneren Countdown für den Transporter und kniete sich neben Klath. Er drehte sie vorsichtig herum. Eine andorianische Stichwaffe ragte aus ihrer Schulter und sie röchelte. Sie bekam offenbar keine Luft. Das Gift!

"Spock, ...." keuchte sie, als sie ihn erkannte. "Machen sie ......das sie ..... hier wegkommen. Kirk ist .... unterwegs ....
Ich ......werde ..... sterben. Das Gift ...." Sie hechelte als das Gift langsam ihre Nerven blockierte und sie konnte nicht weiter sprechen. Ihre Lungen kollabierten und ihr Körper zuckte. Es wirkte schnell im menschlichen Organismus.

Spock tastete nach dem Gegenmittel in seinem Umhang und fand es. Ohne die Kleidung zu entfernen injizierte er es direkt in ihre Schulter. Ihre Hand krallte sich um seinen Arm und sie schnappte gierig nach Luft als das Mittel nach wenigen Sekunden wirkte.

"Ich hätte es wissen müssen," ächzte sie. "Vulkanier!!! ....danke ... Spock ....gehen ....sie ...gehen sie ..... " Ihre Augen schlossen sich und sie verlor das Bewusstsein. Sie würde leben.

Ohne Vorwarnung wurde Spock plötzlich am Arm herumgerissen. Ein plötzlicher stechender Schmerz in seiner linken Seite ließ ihn überrascht aufschreien, bevor er reagieren konnte. Der zweite Andorianer!

Er hatte einen Moment zu lang für diese Erkenntnis gebraucht und ein harter Hieb warf ihn gegen die Mauer der Gasse.

Spocks Kopf und seine Schulter schlugen hart gegen die Wand und er fiel auf die Strasse. Weitere Schmerzen addierten sich zu dem in seiner Seite und ließen ihn erneut aufstöhnen. Er fühlte wie Blut sein Hemd tränkte und weiteres Blut sich einen warmen Weg über seine Schläfe in seine Augen bahnte und seinen Blick trübte.

"Wooo isssssst essss ?", zischte es von rechts und er hörte schwere Schritte näher kommen.

Spock tastete nach seinem Phaser im Umhang und zielte halbblind in die Richtung aus der die Schritte kamen.

"Sssssprichhh....dreeeeckkiiigerrr Vulkannnniieerr...".

Eine Hand zog ihn grob am Kragen auf die Füße und er drückte ab.

Die viel zu nahe Phaser Entladung warf ihn erneut gegen brutal die Wand und ließ sein Blut in den Ohren rauschen. Benommen kämpfte er darum seinen keuchenden Atem zu regulieren, auf den Beinen zu bleiben und nicht das Bewusstsein zu verlieren.

Es war still auf der Gasse, abgesehen von Spocks eigenen angestrengten Atem.

Er lehnte an der Wand, blinzelte das Blut und die Tränen aus den brennenden Augen und wischte mit einem Ärmel über das Gesicht. Feucht! Blut! Sein Blut!

Die Tür knallte gegen die Mauer. "SPOCK?! ....oh Spock....was ist passiert?" Lun kam aus der Tür gelaufen und blieb wie versteinert stehen als er die Szenerie in der Gasse sah.

Spock erkannte ihn mehr an der Stimme als das er ihn sehen konnte. Seine Augen brannten immer noch und er blinzelte wieder.

"Lun .... Der ... Andorianer ...??" krächzte Spock. Er musste seinen Atem unter Kontrolle bekommen. Kontrolle! Öffne deine Augen.

"Er liegt hier, und dort noch einer vor dir. .... Beide! ..... Die von gestern. Hast du sie ....? ..... Und noch jemand........ Du
liebe Zeit, du bist verletzt." Lun hechtete zu ihm und starrte ihn an.

Er hatte den Andorianer also getroffen, dachte Spock erleichtert. Er konnte sich einen Moment nicht mehr auf den Beinen halten und rutschte langsam stöhnend die Wand hinunter. Lun packte ihn, zog ihn auf die Beine und hielt ihn fest. "Spock!! Nein ....  nicht ....nicht, sieh mich an. Mach die Augen auf. Halte durch ... halte durch ... wo ist Jim?"

Spock stöhnte und zwang seine Augen auf. Lun sah ihn mit bernsteinfarbenen weit geöffneten Augen entsetzt an. Die Schmerzen ließen etwas nach, als er endlich seine Atmung in den Griff bekam. Das würde nicht reichen.

Die Tür knallte wieder auf und Tin lief auf die Gasse. "Was ist hier los? Ach du liebe Bescherung. Lun? Oh meine Güte, Spock, du blutest. Was ist hier passiert."

Der zweite Benjii griff ihn an den Armen und starrte ihm ebenfalls in die Augen. Spock konnte seine Umgebung noch immer nicht scharf erkennen und blinzelte wieder. "Um aller Heiligen Willen, was ist hier los? Lun?", rief Tin über die Schulter.

Tin holte von irgendwoher ein Tuch und presste es Spock an die Schläfe, wischte das Blut fort und verhinderte damit das weiteres in seine Augen lief.

"Ich weiß es nicht. Ich sah wie der große blaue hinter ihm her ist und als ich draußen war, fand ich Spock so ... und die
anderen hier ... " Luns Stimme klang hektisch und er gestikulierte. Offensichtlich hatte er das Geschehen in der Bar gesehen und war ihnen gefolgt.

Spock konnte noch nicht sprechen, musste erst den Schmerz weiter unter Kontrolle haben. Er konzentrierte sich auf seine Atmung. Kontrolle.

"....sie leben...." Das war wieder Lun! Er war vorsichtig zu den Andorianern gegangen und hatte ihren Puls gefühlt. "Nur
betäubt. Die Frau ist verletzt, ein Messer. Ein andorianisches ....,  oh nein!!!  Tin, es ist Klath!!"

"Helft ihr ...," keuchte Spock. "Nur ..... Fleischwunde. Gift .... ich habe ihr, ... das ... Gegenmittel .... injiziert ..."
Er hatte noch immer unangenehme Probleme mit dem Atmen. Kontrolle. Ein vulkanisches Kind konnte es besser.

"Du hast ihr das Gegenmittel gegeben? Dann wird sie leben! Und du Spock? Wo ist dein Jim?" Tin rüttelte ihn leicht. Er
antwortete nicht, hatte keine Luft. Was war mit seiner Atmung nicht in Ordnung?

"Lun hole schnell Sindoon und Den her. Bringt Klath in unsere Zimmer und stellt die Andorianer sicher. Am besten im Lagerkeller. Wir übergeben sie später den Behörden." Tin hielt Spock weiter fest.

Lun eilte durch die Tür davon.

Tin presste noch immer das Tuch an Spocks Schläfe und zog es langsam weg. Die Blutung hatte aufgehört. "Und du Spock?" fragte er wieder, besorgter und zog nun vorsichtig Spocks Umhang auf, um die Wunde zu sehen aus der nach wie vor Blut sickerte und auf die Straße tropfte.

"Ein Messer, andorianisch.", keuchte der Benjii entsetzt als er das Ausmaß der Verletzung sah. "Spock das Gift ist tödlich, du weißt das als Vulkanier." Tins Stimme bebte.

Spock nickte nur und versuchte weiter möglichst gleichmäßig zu atmen. Das war der Grund. Er spürte das Gift bereits in seinem Kreislauf und hatte kein Gegenmittel mehr. Es blockierte die Atmung. Wie lange würde sein Metabolismus dagegen ankämpfen können? 23,4 Minuten bis zum Transport.

"Du hast Klath das Gegenmittel gegeben, richtig?" Tins Frage war ein entsetztes Flüstern. Spock nickte nur. Nicht sprechen. Nur atmen. "Du bist ein feiner Mann, Vulkanier. Wie können wir helfen? Wo ist dein Jim?"

"Ihr könnt nicht ....ich muss .... ins Hotel. Sofort. Helft  Klath .....und haltet .....die Andorianer ......fest." Spocks
innere Uhr sagte ihm das er ins Hotel musste. Möglichst bald, wenn er den Zeitpunkt zum Beamen nicht verpassen wollte. Er sammelte seine verbliebenen Kräfte und versuchte klar zu denken.

Die Klinge musste abgeschnitten werden, wenn er sie herauszog würde er zu viel Blut verlieren und das Gift würde sich beim Herausziehen sofort im Körper verteilen. Er blickte langsam nach unten und sah den warmen dunklen Fleck auf seinem Hemd, aus dem eine silberner kunstvoller Schaft herausragte. Tödliche Kunst.

"Das sieht nicht gut aus Spock. Du kannst so nicht gehen." Tin folgte seinem Blick, wusste nicht was er tun konnte, außer den großen Vulkanier aufrecht zu halten.

Spock stellte den Phaser, der noch immer in seiner zu einer Faust geballten Hand war niedriger ein, dann zielte er auf die Klinge und schnitt sie kurz über der Wunde ab. Sie fiel klirrend zu Boden.

Er keuchte als er die Anspannung seiner Bauchmuskulatur lockerte und für einen Moment flutete wieder stechender Schmerz seine Sinne. Er verlor zu viel Blut. Atmen. Kontrolle.

"Spock .... warte! Ich gebe dir Lun mit. Du kannst nicht allein gehen. Du kommst nicht lebend an. Meine Güte, das ist Gift, du weißt das ... wir müssen das Gegenmittel beschaffen."

Spock lehnte seinen Hinterkopf an die kalte Wand an und konzentrierte sich auf seine Atmung. Er spürte, dass das Gift sich bereits in seinem Kreislauf befand, doch die Menge war noch gering. Er hatte nicht mehr viel Zeit.

Es kostete ihn seine letzten Reserven seine Körpersysteme unter Kontrolle zu bringen und die Schmerzen in Schach zu halten. Er musste zum Hotel. Auf das Shuttle. Das Medikit.

"Tin, nein .... dauert zu lange .... " keuchte er und machte einen vorsichtigen Schritt, presste die Hand an die Seite. "Ich muss.... gehen. .... Jetzt!"

Er wankte stolpernd einige Schritte die Gasse herunter und stützte sich mit einer Hand an die Mauern.

Tin sprang jetzt wütend wieder vor ihn und schrie ihn an. "Spock!!! Das schaffst du nicht allein, lass uns helfen."

"Ich komme klar .... Tin, kümmern sie sich um Klath ... und die Andorianer. Das ist wichtig. .... Klath wird dir .... alles
erklären." Spock erkannte seine eigene Stimme nicht mehr und tastete sich weiter. Er hatte noch 14,6 Minuten.

"Warte, ich hole ein Taxi." Tin lief vor ihm auf die Straße. Spock verharrte schnaufend. Natürlich, wo hatte er seinen
Verstand? Er würde es zu Fuß nicht mehr schaffen. Nicht in diesem Zustand. Nicht in 14 Minuten. Das wusste er. Tin hatte Recht.

Momente später saß er in einem Taxi, Tin hatte ihn vorsichtig widerstandslos hinein geschoben und bezahlte. Spock gab dem Fahrer den Namen des Hotels und Tin drückte nun seine Hand, "Mögen die Heiligen des Universums mit dir sein und dich zu deinem Menschen zurückbringen, du edler Vulkanier. Der Fahrer ist ein Freund, sei unbesorgt. Wenn ich noch ..."

"Tin, ...... sie haben genug geholfen, .....danke ...richte Lun  meine  ...Grüsse aus." Spock erwiderte kurz den Druck der
klammen Benjii Hand und gab dem Fahrer zu verstehen loszufahren. 12,3 Minuten.

Es dauerte 7 Minuten bis zum Hotel und Spock nutzte die Zeit, den Aufruhr in seinem Körper einzudämmen. Als sie ankamen hatte er die meisten seiner Systeme leidlich unter Kontrolle und konnte sich notdürftig auf den Beinen halten.

Die wachsende Atemnot machte ihm bei den Treppen zu schaffen und er spürte wie sich das andorianische Gift langsam und mit jeder Bewegung weiter in seinem Körper ausbreitete.

Endlich war er an der Tür. Noch 3,4 Minuten. Jim würde pünktlich sein, der Computer würde pünktlich sein. Und Jim hatte
noch das Gegenmittel, hoffte er.


Er ließ die Tür zum Zimmer aufgleiten und stand plötzlich vor einem breitschultrigen anzüglich grinsenden Klingonen.

"Da ist ja unser hübscher Vulkanier," grollte der Klingone spöttisch und riss ihn am Arm in das Zimmer. Spock war zu überrascht und seine Reaktionen zu sehr herabgesetzt um sich zu wehren.

Er stolperte in das Zimmer, strauchelte und fiel gegen einen weiteren Klingonen. Der Phaser! Spock wollte nach ihm greifen, doch seine Arme wurden unsanft auf den Rücken gerissen.

Spock hatte in seinem geschwächten Zustand nichts entgegenzusetzen und stöhnte auf, als die Wunde an seiner Seite gedehnt wurde und die verbliebene Klinge neuen Schmerz und Gift durch seinen Körper schickte.

Der Klingone, der an der Tür gestanden hatte betrachtete ihn grinsend. Er war einen ganzen Kopf größer. 2,3 Minuten, zählte sein innerer Countdown.

"Wo ist dein Menschenfreund, hm? Bist du etwa allein? Und guckt mal, der Hübsche ist verletzt." Ein dritter Klingone kam in sein Blickfeld, hob seinen Umhang und berührte die Wunde, tastete nach der abgeschnittenen Klinge.

Spock konnte einen gequälten Aufschrei nicht vermeiden als blendender Schmerz durch seine Seite schoss. Ihm wurde schwarz vor Augen und er wäre zu Boden gegangen, hätte man ihn nicht brutal an den Armen aufrecht gehalten. 1,8 Minuten!

"Er kann sich nicht wehren, schau an....." Ein Klingone strich ihm anzüglich über die Wange. Spock drehte angewidert seinen Kopf weg, "Was .... wollen sie?" keuchte er. Atme. Kontrolle. 1,5 Minuten.

Der Klingone lachte und hieb ihm mit der flachen Hand ins Gesicht, das sein Kopf herumflog. "Was ich will, will er wissen. Er weiß was ich will," grölte er.

Spocks Kopf wurde von einer groben Hand in seinen Haaren hochgerissen und wieder lief ihm Blut in die Augen und schränkte sein Sichtfeld ein.

"Nicht wahr? Du weißt es Vulkanier. Du wirst einen guten Preis erzielen, aber vielleicht entscheide ich auch, dich für mich zu behalten." Der Klingone zischte in sein Ohr und Spock konnte den unangenehmen Atem riechen, der über sein Gesicht strich.

Sklavenhändler, fuhr es ihm durch den Kopf. Jim hatte es erwähnt. Spock kämpfte um seinen knapper werdenden Sauerstoff und hatte nicht mehr genug Kraft die Schmerzen zu kontrollieren, Sauerstoff war wichtiger. Er musste atmen. 1,1 Minuten.

"Aufs Bett mit ihm," bellte der Klingone plötzlich. "Er soll bekommen, was ihm zusteht." Seine beiden Gefährten zerrten
und schliffen Spock grob durch das Zimmer.


Sie warfen ihn brutal auf das Bett, rissen seine Arme über den Kopf und hielten ihn in dieser Position. Die Klinge in seiner Seite feuerte unkontrollierten Schmerz ab, das Gift breitete sich aus und er keuchte hektisch. Luft, er brauchte Luft. 0,7 Minuten. Atmen.

"Schaut er keucht schon voller Verlangen. Du kannst es nicht erwarten? Vulkanier Weichling. Ich werde dir zeigen, was es heißt  Keleths Angebote auszuschlagen." Der Klingone fummelte an seinem Hosenverschluss und öffnete ihn.

´Nein!´ schrie Spocks Verstand, als er die Absichten des Klingonen erkannte. Er stöhnte vor Schmerzen als seine Lungen ärgerlich nach Luft verlangten und langsam begannen zu kollabieren. Er versuchte hektisch seine Hände freizubekommen. 0,5 Minuten. Atme.

Die Klingonen, die seine Arme hielten lachten spöttisch als er versuchte sich frei zu strampeln. Spock gab den Versuch auf und kämpfte weiter verzweifelt um seine Atemluft. Sie würden mit an Bord gebeamt werden. Er musste seine Hände freibekommen. Irgendwie. 0,3 Minuten.

Er spannte seine Muskeln. Schmerz zuckte durch seinen Körper und er kämpfte gegen eine Ohnmacht. Noch einmal, nur noch einmal. Sammle deine Kräfte. Kontrolle. 0,1 Minuten

Keleth sprang in diesem Moment auf ihn und Spock war diesmal vorbereitet. Er fing ihn mit den Beinen ab und stieß ihn an die gegenüberliegende Wand, bäumte sich mit all seiner verbliebenen Kraft auf und riss seine Hände von den anderen beiden überraschten Klingonen frei.

Die Klinge in seiner Seite sendete durch die abrupte Bewegung plötzlich gleissenden Schmerz in seine Nervenbahnen und er schrie mit seiner letzten Luft. Schlug blind nach den heranpreschenden Klingonen. 0 Minuten. Jetzt! Jetzt!

Seine Umgebung verschwamm. Er wurde ohnmächtig. Hatte er den Kampf verloren? Atme. Er bekam keinen Sauerstoff mehr in seine Lungen. Das Gegenmittel, Das Gegenmittel.

Jim!!

***

"Spock. Großer Gott, Spock."

Kirk hechtete panisch zu dem hektisch um Luft ringenden und um sich schlagenden Vulkanier, der eben im Shuttle materialisiert war. Er versuchte ihn still zu halten, die ungezügelte Kraft zu bändigen. Er blutete stark.

"Spock hörst du mich? Ruhig! Atme, ....verdammt atme."

Spock konnte nicht sprechen, röchelte und krallte seine Hände in Kirks Jacke als er ihn langsam erkannte. Seine Muskeln blockierten plötzlich. Seine Lippen formten ein Wort und die Augen waren voller Panik und Furcht geweitet

"Spock, was ...?"

Kirk folgte Spocks fahrig tastender Hand an seiner Jacke und hatte plötzlich die Spritze mit dem Gegenmittel in der Hand, die Spock ihm gegeben hatte. Meinte er das?

Er bekam keine Luft. Um Himmels Willen, er bekam keine Luft, was war passiert? Der Andorianer den er noch gesehen hatte? Gift?

Kirk riss die Spritze aus seiner Tasche und presste sie Spock ohne Zögern in die vorstehende Schlagader am Hals. Er musste atmen. Sofort. Atme Spock. Es musste wirken. Kirk fühlte Panik in sich hochsteigen.

Endlose Sekunden starrte Spock ihn nur glasig an, bewegungslos seine Hände in seine Jacke gekrallt. Dann plötzlich sog er angestrengt Luft in seine Lungen, noch einmal und wieder.

"Ja, ja..." flüsterte Kirk beschwörend, starrte in die noch immer panisch geweiteten Augen und hielt Spock fest. "Sieh mich an!!! Ich bin bei dir!!! Atme!!! Verdammt atme Spock!!!"

Wieder ein Keuchen und der festgekrallte Griff an seiner Jacke lockerte sich. Spock blinzelte, sein Körper erzitterte und sackte in Kirks Armen zusammen, zuckend und hektisch um Sauerstoff kämpfend.

Kirk hielt ihn damit er nicht auf den Boden fiel, "Spock, ich bin bei dir. Ruhig, ruhig. Atme."

Zumindest konnte er wieder atmen.

Woher kam das ganze Blut auf dem Boden? An der Schläfe und seinen Lippen war nur eine Platzwunde, nicht ausreichend für die Menge an Blut.

Vorsichtig ließ er den noch immer keuchenden Vulkanier auf den Boden gleiten und zog ihm den Umhang aus. Er musste finden woher das Blut kam. Eine Wunde an der Seite, gefährlich nah am Herz. Kirk krabbelte durch das Shuttle, zog das Medikit zu sich und griff nach dem Scanner.

Eine Stichwunde und die Klinge steckte noch! Er musste sie herausholen.

Spock stöhnte laut keuchend auf, als er ihm das Hemd aus der Hose zog und die Wunde freilegte, sie dabei berührte. "Shh, das wird wehtun, ich will dir nicht irgendwas spritzen, ich bin kein Arzt Spock."

Spock rang noch immer nach Luft, doch er nickte bestätigend, konnte ihn also verstehen. "Jim...... starten ....jetzt....",
krächzte er leise stöhnend. "Computer!! .... " Spock sog sofort wieder gierig Sauerstoff in seine Lungen.

"Bereit," kam die sonore weibliche Stimme aus dem Lautsprecher.

Kirk starrte ihn an. Was war da unten geschehen? Doch wenn Spock sagte, das sie sofort starten mussten, dann hatte er einen Grund.

"Spock, ruhig, nicht sprechen." Er drehte sich zum Kontrollpult. "Computer? Notstart vorbereiten und sofort
ausführen. Kurs Aurura. Autopilot aktivieren." Kirk hörte wie der Computer seinen Befehl bestätigte und das Shuttle zum Leben erwachte. Sie würden in 2 Minuten starten.

Er musste erstmal Spock helfen. "Spock diese Klinge muss raus." Kirk hatte keine Ahnung wie er das anstellen sollte ohne das ihm der Vulkanier unter den Händen verblutete.

"...Medikit .... Protolaser....dann ...." Spock stöhnte und hechelte, er konnte nicht weiter sprechen. Sein Kopf fiel nach
hinten und er verzog stöhnend das Gesicht vor Schmerz. Kirks Magen krampfte sich zusammen.

Er fand den Laser im Medikit gerade als das Shuttle startete. Kirk setzte an und schnitt vorsichtig die Klinge aus der Wunde. Grünes Blut kam in einem Schwall hinterher, als er die Klinge herauszog. Spock reagierte nicht mehr, er hatte das Bewusstsein verloren.

Er musste die Wunde verschließen. Nein erst desinfizieren. Eilig kramte er nach den richtigen Utensilien und versorgte den bewusstlosen Vulkanier weiter. Das Shuttle verließ via Autopilot den Orbit von Benjii als er begann die Wunde zu schließen.

"Hier spricht der Banjii Raum Sicherheitsdienst.
Caiil an Shuttle. Sie sind unautorisiert gestartet. Stoppen sie sofort und
identifizieren sie sich," kam es Minuten später aus der Kommunikationsanlage.

Kirk ignorierte es und schloss weiter die Wunde an Spocks Seite mit dem Laser. Er war fast fertig.

"Caiil an Shuttle. Folgen sie unseren Anweisungen oder wir eröffnen das Feuer."

"Verdammt," schimpfte Kirk und schaltete den Laser aus. Spocks Körperfunktionen waren jetzt stabil und die Wunde
geschlossen. Er stand auf und ging zur Kommunikationseinheit.

"Shuttle hier," antwortete er. "Einen Moment bitte."

Kirk stoppte das Shuttle und übermittelte die Starterlaubnis an das Benjii Schiff. Spock hatte sie bereits in den Computer
eingelesen, als er die Ausrüstung an Bord zurückgebracht hatte. Ganz sein umsichtiger Erster Offizier.

"Mr. Jim ihre Starterlaubnis ist erst für den morgigen Tag. Wir suchen Straftäter und müssen sie überprüfen. Bitte
öffnen sie eine visuelle Kommunikation, wenn sie nichts zu verbergen haben." kam die Stimme aus dem Lautsprecher.

Kirk öffnete einen visuellen Kanal und sah einen gelblichen älteren Benjii in die bernsteinfarbenen Augen. "Entschuldigen sie die Umstände, aber wir mussten dringend abreisen. Mein vulkanischer Freund ist krank und es ist erforderlich, dass ich ihn an einen Ort bringe, wo ihm geholfen werden kann."

Der Benjii blickte kurz zur Seite, als ihm ein weiterer Benjii etwas ins Ohr flüsterte. "Bestätigt Mr. Jim." Seine Stimme
wurde freundlicher. "Unsere Sensoren zeigen, das nur sie und ein Vulkanier an Bord sind. Die Werte für den Vulkanier sind sehr schwach. Besser beeilen sie sich, wohin immer sie auch wollen. Beim nächsten Mal setzen sie sich mit den Behörden in Verbindung. Gute Weiterreise. Caiil aus."

Der Monitor wurde dunkel und Kirk seufzte erleichtert. Offenbar waren sie noch immer auf der Suche nach Klingonen und zufrieden damit, dass an Bord dieses Shuttles nur ein Mensch und ein Vulkanier waren. Ein sehr verletzter Vulkanier allerdings.

Kirk ließ das Shuttle wieder in den Warp gehen und setzte den Kurs auf Aurora fort, dann krabbelte er wieder auf den Boden zu Spock.

Die Wunde an der Seite hatte er gesäubert und verschlossen. Hoffentlich hatte Spock nicht zu viel Blut verloren. Vorsichtig schob er seine Arme unter Spocks Beine und Oberkörper und hob ihn hoch. Er war schwerer als Kirk gedacht hatte und weitaus schwerer als seine schlanke Statur vermuten ließ.

Kirk brachte Spock in den hinteren Teil des kleinen Shuttles. Dort war ein Bett und er legte den bewusstlosen Vulkanier vorsichtig auf die weiche Matratze. Drehte ihn etwas zur Seite, so dass er nicht auf der Wunde lag.

Sie hatten sich auf dem Hinflug mit dem Schlaf hier abgewechselt, Spock hatte allerdings nur wenig geschlafen. Kirk erinnerte sich, wie er selber aufgewacht war und an der Trennwand vorbei Spock an den Kontrollen beobachtet hatte. Das war vorher.

Er holte das Medikit, setzte sich neben den noch immer bewusstlosen Vulkanier und begann die Wunde an der Schläfe und den blutenden Lippen zu versorgen. Jemand hat ihn geschlagen, dachte er wütend. Als die Wunden zufriedenstellend gesäubert und geschlossen waren, zog er Spock die Stiefel aus und deckte ihn sorgfältig zu. Mehr
konnte er im Moment nicht tun.

Der Scanner sagte ihm das die Werte schwach waren, aber stabil. Das Gegenmittel hatte das andorianische Gift inzwischen fast völlig neutralisiert. Spock atmete zwar noch schwer aber wieder wesentlich gleichmäßiger.

Er senkte das Licht in dem kleinen abgetrennten Raum und blickte noch einmal zu Spock. Der Vulkanier blinzelte in seine Richtung und stöhnte leise. Er war aufgewacht.

Kirk lächelte in die dunklen erschöpften Augen, "Hey mein Freund ... "

"Jim?", flüsterte Spock schwach. Er klang heiser. Wasser! Er brauchte Wasser. Kirk griff nach einem Becher und füllte ihn mit einer Wasserration aus ihrem Vorrat. Dann setzte er sich wieder auf die Bettkante.

"Trink etwas, du klingst furchtbar." er half Spock sich etwas aufzurichten und ließ ihn langsam einige Schlucke trinken, stellte dann den Becher weg.

Der Vulkanier ließ sich zurücksinken, "Sind wir ... unterwegs?", fragte er flüsternd. Er klang nicht mehr heiser, aber
noch immer erschöpft und schwach.

"Ja Spock. Sind wir! Wir erreichen in 6 Stunden Aurura. Ruh dich aus ... es hat dich ganz hübsch erwischt und du hast eine Menge Blut verloren."

Spock nickte leicht, schloss die Augen und war im nächsten Moment wieder eingeschlafen.

Kirk strich die wirren Haare des Vulkaniers glatt, betrachtete ihn einen Moment. Dann stand er auf und setzte sich an die Kontrollen des Shuttles. Spock würde ihm später erzählen, was geschehen war. Jetzt war es wichtiger das er ausruhte. Hoffentlich war ein Arzt auf Aurura.

Es war knapp gewesen. Zu knapp für seinen Geschmack. Sein Blick fiel auf den kleinen Koffer. Der <Gegenstand>. Was mochte darin stecken? War es die Sache wert? Das Leben seines Freundes?

Er zog die Stiefel aus, legte die Füße auf das Kontrollpult und lehnte sich seufzend zurück, drehte seinen Kopf so, dass er Spock sehen konnte. Sie würden Aurura in 6 Stunden erreichen. So lange würde er über den Schlaf seines Freundes wachen, seines T´hy´la, verbesserte er sich lächelnd und gähnte.

Irgendwann schlief er müde von der Anspannung des Tages ein.

***

"Aurura Bodenstation an Shuttle, bitte identifizieren sie sich."

Kirk wurde aus einem unruhigen Traum gerissen und wusste nicht wo er sich befand. Aufwachen Jim Kirk. Du schläfst.

"Jim?..."

Er kannte die Stimme. Nein, sie sollte voller klingen, tiefer. Er musste aufwachen.

"Aurura Bodenstation an Shuttle, bitte identifizieren sie sich."

"Bodenstation, hier Shuttle, Commander Spock. Ist der Kanal abgeschirmt?" Wieder die vertraute Stimme direkt in Kirks
Nähe. Kirk blinzelte und sah Spock im Profil über seine Beine auf der Kontrolleinheit gebeugt.

"Der Kanal ist jetzt sicher. Sprechen sie Commander."

"Code 67-2. Erbitte Landekoordinaten und weitere Instruktionen." Spock schloss die Augen und hielt sich mit einer
Hand die linke Seite und mit der anderen an der Kontrolltafel fest und wartete auf die Antwort.

Kirk war jetzt hellwach. "Spock?"

Spock laborierte an seinem gleichmäßigen Atem und wankte leicht. Kirk nahm rasch seine Beine vom Kontrollpult, damit der Vulkanier sich auf den anderen Pilotensitz setzen konnte.

"Wir sind im Orbit von Aurura Jim." Spock nickte ihm kurz zu, setzte sich vorsichtig und verzog kurz das Gesicht. Er hatte
offensichtlich noch Schmerzen. "Du hast geschlafen und ..."

Eine andere Stimme kam aus dem Lautsprecher und unterbrach ihn.

"Commodore Leif an Shuttle. Wiederholen sie den Code...."

Spock wollte antworten, doch Kirk legte eine Hand auf Spocks und übernahm.

"Kirk hier .... Code 67-2 Commodore Leif."

"Captain Kirk?" klang es wie ein Jubelschrei und Kirk sah aus den Augenwinkeln Spocks Augenbrauen irritiert ansteigen, als die Lautsprecher des Shuttles übersteuerten.

"Bestätigt!" antwortete Kirk mit einem amüsierten Seitenblick auf Spock.

"Captain, sie glauben nicht wie froh ich bin ihre Stimme zu hören. Die Nachrichten von Klath klangen nicht viel versprechend." Der Commodore hatte seine Stimme wieder unter Kontrolle und sprach nun gesetzter. "Der Gegenstand? Und ... ist Commander Spock bei ihnen?"

Klath lebte also, dachte Kirk erleichtert. "Commander Spock sitzt neben mir, er könnte allerdings einen Arztbesuch vertragen," antwortete Kirk mit einem erleichterten Seitenblick auf Spock der nun den kleinen Koffer neugierig fixierte. "Und auch das andere ist hier ...!"

"Sehr gut. Wir waren sehr besorgt. Ich übermittele ihnen sofort die Landekoordinaten und alles weitere besprechen wir hier unten.
Bis gleich Captain, Commander? Gute Arbeit."

Spocks Kontrolltafel blinkte auf und der Vulkanier riss sich von dem Anblick des Koffers los und ließ seine Finger über die Konsolen tanzen. "Landekoordinaten bestätigt Sir, ETA in 7,2 Minuten."

Kirk schloss die Kommunikation und drehte sich im Sessel zu Spock, der das Landemanöver in den Computer eingab. "Ich sehe es geht dir etwas besser, du hättest mich wecken können Spock."

"Das habe ich!" Spock blickte ihn kurz mit hochgezogener Augenbraue an und konzentrierte sich wieder auf das Landemanöver. Als er die Daten komplett eingegeben hatte, schaltete er den Autopiloten an und drehte sich wieder zu Kirk.

"Die Wunde in meiner Seite verursacht noch unangenehme Schmerzen, aber meine Körperfunktionen sind stabil." Spock stand vorsichtig vom Sitz auf, hielt sich die Seite und stütze sich an der Shuttlewand ab.

Kirk stand auf. Es war offensichtlich, das Spock noch weit entfernt vom vollständigen Besitz seiner Kräfte war. Kirk stützte ihn und manövrierte ihn zum kleinen Bett, wo er sich erleichtert hinsetzte.

"Ich möchte ein frisches Shirt anziehen, bevor wir landen. Meines ist offenbar beschädigt und verschmutzt."

"Moment Spock," Kirk suchte in ihrer Tasche nach einem frischen Hemd, während Spock seines vorsichtig über den Kopf zog.

Die Wunde an seiner Seite hatte einen garstigen gelbgrünlichen Ton angenommen und war leicht angeschwollen. Spock folgte Kirks Blick und begutachtete den Schaden. "Eine andorianische Klinge verursacht unangenehme Verletzungen.", stellte der Vulkanier sachlich fest und nahm das frische Hemd von Kirk entgegen.

"Ich hoffe es ist ein Arzt auf Aurora, der sich das noch einmal ansieht. Was ist da unten passiert Spock?" Kirk beobachtete wie Spock sehr behutsam das Shirt über die Wunde zog.

"Kurz nachdem du die Bar mit Klath verlassen hattest, sah ich, dass einer der Andorianer, der kleinere, euch folgte. Ich bin sofort  hinterher, doch die überfüllte Bar verhinderte, dass ich die Tür vor ihm erreichte. Ich kam zu spät und stellte ihn erst, als er bereits sein Messer auf Klath geworfen hatte." berichtete Spock.

Kirk nickte, "Ja, ich sah im Transporterfeld noch wie sie zusammenbrach und eine Phaserstrahl den Andorianer erwischte. Ist sie ...?"

"Sie lebt. Ich kam zumindest rechtzeitig, um ihr das Gegenmittel zu geben und konnte nur vermuten, das dein Transport erfolgreich war."

Er hatte ihr das Gegenmittel gegeben, deswegen ... "Und weiter Spock?"

"Während ich Klath versorgte nutzte der zweite Andorianer meine Unaufmerksamkeit und verursachte diese Verletzung. Ich konnte ihn jedoch überwältigen und kehrte zum Hotel zurück. Tin und Lun sollten sie in diesem Moment den Behörden übergeben." Spock verschwieg etwas. Kirk erkannte es an der vulkanischen Fassade die er langsam errichtete.

"Spock? Das ist nicht alles oder?" Kirk nahm seinen Freund bei den Oberarmen. "Was ist passiert? Du hattest kein Gegenmittel mehr."

Spock schluckte und blickte zur Seite. Seine ruhige Fassade bekam Risse. Kirk stellte sich vor, wie sein Freund um sein Leben gekämpft hatte, während er auf den Transportzeitpunkt wartete. Ein Mensch wäre an dem Gift vermutlich eher gestorben. Oder war da noch etwas? Sein Magen drehte sich um.

"Spock?"

Spock blickte ihm wieder in die Augen. Das plötzlich gequälte Gesicht ließ Kirks Magen sich noch weiter zusammenkrampfen.

"Die Klingonen ...", flüsterte er leise. "Sie haben im Hotel gewartet. Sie müssen uns gefolgt sein am Vorabend und ... ich
hatte keine Kraft mehr .... sie wollten mich ..." Spock sprach nicht weiter, Ekel und nackte Furcht standen in seinem sonst so ruhigen gelassenen Gesicht. Es gab nicht viel was Spock aus der Ruhe brachte.

"Was Spock?" Kirk blickte ihn intensiv an. Er hatte eine blasse Vorstellung was die Klingonen gewollte haben konnten und wurde wütend. "Was Spock, heraus damit."

Spock sah plötzlich hilflos aus und litt. Er zog sich in sich zurück. "Jim, ich .... bitte ..."

Kirk fühlte blinden Zorn in sich hochsteigen. Zorn auf die Klingonen, auf die Mission, auf die Andorianer, Zorn auf alles was seinen sonst so ruhigen unerschütterlichen Ersten Offizier in diese Situation gebracht hatte.

"Spock, sag es mir. Ich bin es Jim, dein T´hy´la. Ich möchte nicht nur die Freude sondern auch deinen Schmerz teilen.
Verschließ dich nicht vor mir." Er blickte Spock eindringlich an. Sie hatten sich erst seit einem Tag ihre tiefere Freundschaft gestanden und nun geriet die zarte Bindung bereits auf den Prüfstand.

Langsam hob Spock eine Hand und berührte sein Gesicht mit den Fingerkuppen. Zitternd und federleicht. Im nächsten Moment war er da.

Bilder und Eindrücke fluteten Kirks Bewusstsein. Schmerzen,Atemnot, Gift in seinem Kreislauf. Er fühlte Todesangst und Ekel als er von Klingonen wiederholt geprügelt und auf ein Bett gepresst wurde. Furcht stieg in ihm hoch, als seine Lungen ihm keinen Sauerstoff mehr lieferten und eine innere Uhr tickte unendlich langsam einen tödlichen Countdown.

Er wollte nicht sterben. Er musste durchhalten. Atmen. Panik stieg in ihm hoch, als er die Absichten eines Klingonen erkannte. Sie wollten ihn missbrauchen. NEIN! Sein Verstand schrie auf und der Countdown tickte ... er musste weg, sofort.

"NEIN!!!" schrie er laut und fühlte zwei starke Hände die ihn festhielten.

"Jim." Spock unterbrach den Kontakt und hielt ihn nun fest. "Jim ...es .... tut mir leid.", er klang besorgt. Er klang besorgt???

Kirk hatte gesehen was Spock erlebt hatte. Hatte die Todesangst und Verzweiflung gespürt, die er in den wenigen Minuten durchgemacht hatte. "Nein! Diese widerlichen ....sie wollten dich vergewaltigen .....  " flüsterte er und suchte Spocks Augen.
"Oh Gott Spock!! . Aber sie haben es nicht geschafft .... "

Spock schüttelte sanft mit dem Kopf. "Du hast mich in letzter Sekunde an Bord gebeamt."

Kirk nickte langsam. Ihm wurde bewusst wie knapp es wirklich gewesen war. Die Klingonen, das Gegenmittel ... Sekunden später und Spock wäre nicht mehr am Leben gewesen.

Einen Moment sahen sie sich nur an, dann zog Spock ihn langsam zu sich und ihre Lippen berührten sich. "T´hy´la," murmelte Spock in seinen Mund und seine Zunge suchte Kirks.

Spock hatte den Aufruhr in seinem Körper gebändigt und eine warme ruhige Präsenz schloss sich um Kirks Bewusstsein. Er erwiderte den Kuss, fühlte wie ihm Tränen der Erleichterung die Wangen hinab liefen.

Sie hatten es geschafft. Kirk wollte Benjii vergessen. Den dünnen Faden, an dem dem Spocks Leben gehangen hatte. Die Klingonen.

<...und den Ta´lh, das Labandoon und die Brüderschaft auch, Jim?> fragte ihn eine amüsiert vibrierende Stimme in seinem Kopf.

"Nein," murmelte er in Spocks Ohr. "Wann haben wir den nächsten Landurlaub?"

"In 3,4 Monaten", Spocks Lippen suchten wieder seine.

"Gut," flüsterte Kirk in Spocks Mund und ließ sich von Spock Lippen und Zunge gefangen nehmen. Ein sanftes warmes Prickeln wanderte über seinen Rücken und breitete sich in seinen Gliedern aus.

<Tin wird sich sicher freuen .... und ich werde einen guten Preis erhandeln.> Spocks Bewusstsein lachte amüsiert und Kirk ließ sich in die prickelnden Sensationen fallen, die Spocks über seinen Körper wandernden Hände auslösten.

Sein Spock. Sein Erster Offizier. Sein Freund. Sein Geliebter.

Sein T´hy´la

Nein, Kirk würde Benjii nicht vergessen.


Ende.

 

 

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