Disclaimer siehe Teil 1

 

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So, weiter gehts. Alles einsteigen und die Türen schließen. Ich
hoffe ihr habt Vergnügen beim Lesen.
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Teil 3

Kirk erwachte durch ein ungestümes Klopfen an der Tür. Klingonen? Andorianer? Wo war er? Geruch von Zimt, Wärme und weiche Haut unter seiner Hand? Er lag in den Armen von Spock. Langsam wie Sandkörner einer Sanduhr tropfte die Realität in sein Bewusstsein. Es klopfte wieder.

Das Frühstück, richtig. Er hatte gestern Abend noch Frühstück auf das Zimmer bestellt, bevor sie die Treppen hoch
manövriert waren. Gestern Abend. Spock. Ein Kuss. Der Ta´lh. Die vergangene Nacht....

Das Klopfen wurde drängender. Er öffnete vorsichtig die Augen und blinzelte. Es war dämmerig und begann hell zu werden. Ein dunkler zerzauster Haarschopf befand sich unter seinem Kinn und das Profil einer geschwungenen Augenbraue und eines spitzen Ohres. Wunderschön, dachte sich Kirk.

Bedauernd zog er vorsichtig seinen Arm unter dem schlafenden Vulkanier heraus und rollte sich aus dem Bett. Seine Muskeln protestierten gegen die plötzlich kühle Luft im Zimmer und die unvorbereitete Bewegung.

Er sah Spocks Reiseumhang über einem Stuhl hängen, griff danach und warf ihn sich über die Schultern wie einen Morgenmantel. Dann fuhr er mit der Hand durch seine Haare, ordnete sie grob und wankte schlaftrunken zur Tür.

Mach die Augen auf Jim, du bist hier nicht im Urlaub, mahnte ihn sein Starfleet Training. Wieder ein Klopfen. Er tastete in Spocks Jacke nach einem Phaser, fand ihn und hielt ihn unter dem dicken Stoff bereit. Er war lieber vorbereitet. Dann öffnete er die Tür.

"Frühstück mein Herr....wie bestellt. Sie hätten sich vielleicht besser wecken lassen sollen! Ich musste viermal
klopfen", eine untersetzte ältere Benjii Frau rollte einen kleinen Wagen in das Zimmer.

"Ja vielleicht, danke." murmelte Kirk heiser. "Was bekommen sie?"

"Ahhh, das ist im Preis der Herr. Guten Morgen und Guten Appetit." Die Frau blickte sich neugierig im Zimmer um, musterte ihn und seine merkwürdige Erscheinung, grinste und nach einem kurzen Verneigen verließ sie das Zimmer.

Kirk schloss leise die Tür und blickte zur Uhr. Es war noch früher Vormittag, sie hatten noch Zeit bis sie los mussten.
Müde
wankte er wieder in das Schlafzimmer, ließ den Umhang auf einen Stuhl fallen und wollte sich wieder ins Bett legen.

Sein Blick fiel auf den schlafenden Vulkanier und er lächelte still, als er an die letzte Nacht dachte. Er konnte noch den
heißen Atem fühlen und das prickelnde Gefühl  der warmen Hände auf seiner Haut, Die sanften Lippen, die seine berührt hatten und die Zunge die seinen Mund erforscht hatte.

Nur ein Kopf ragte aus der Bettdecke heraus. Die rabenschwarzen Haare in selten gesehener Unordnung, standen in alle Richtungen ab. Das ihm zugewandte Gesicht entspannt und friedlich, fast mit einem feinen Lächeln, fast.

Kirk hatte seinen Ersten Offizier, seinen Freund, den Mann den er liebte noch nie so gesehen. Er prägte sich jedes Detail ein. Zu lange hatte er darauf gewartet, das es wahr würde. Gehofft und es doch immer wieder verdrängt. Würde Spock heute noch genauso empfinden wie in der letzten Nacht? Er war angetrunken gewesen. Benebelt von dem Wein. Würde er es bereuen?

Nein, Jim Kirk. Selbst mit einem fremden Organismus im Körper hat dein Erster Offizier seine Sinne noch beieinander gehabt und genau gewusst was er tat. Ein simpler vulkanischer Schwips war nichts dagegen. Wenn Spock sich für etwas entscheidet, dann geschah das nicht aus einer Laune oder einem Schwips, wusste er und schob die Zweifel beiseite. Er kannte ihn gut genug, um das zu wissen.

Spocks feine Gesichtszüge waren still und entspannt. Sogar die sich scheinbar immer in Bewegung befindenden Augenbrauen lagen friedlich auf ihren angestammten Plätzen, schufen einen ästhetischen Kontrast zu der hellen Haut und ihr Schwung ergänzte die Kurve eines spitzen Ohres. Ein schlafender Elfenkönig. Sein schlafender Elfenkönig, verbesserte er sich und fühlte wie das Verlangen in ihm aufstieg ihm einfach nahe zu sein.

Sie hatten noch Zeit, mussten sich noch nicht dem Tag und der Mission stellen. Noch nicht. Vorsichtig, um den schlafenden Vulkanier nicht zu wecken, krabbelte er wieder auf das Bett und schickte sich an unter die Decke zu kriechen.

"Guten Morgen Jim," flüsterte Spock plötzlich leise.

Kirk hielt überrascht in der Bewegung inne. Spocks Augen waren nach wie vor geschlossen und er hatte sich keinen Zentimeter bewegt. Wie lange war er bereits wach? Hatte er gemerkt das er ihn beobachtet hatte?

"Du bist wach?" , war das einzige was Kirk einfiel.

Keine Regung, die Augen geschlossen und dennoch schaffte es eine Augenbraue den Weg zur Stirn einzuschlagen. "Eine logische Schlussfolgerung, Jim. Der Zimmerservice war unüberhörbar."

"So, du hast ihn also auch gehört ... und gewartet bis ich aufstehe?" antwortete Kirk leise neckend. Natürlich hatte er
das Klopfen gehört! Seine Ohren sind empfindlicher, das weißt du Jim Kirk. Es sollte dir nicht ganz neu sein. "Es hätten auch Klingonen sein können, oder Andorianer oder ..."

"Mmh, " brummte Spock nur, die Augen noch immer geschlossen.

Kirk blieb reglos sitzen und konnte seinen Blick nicht abwenden. Spock war so entspannt, schlaftrunken und einfach wunderschön. Er hatte selten die Gelegenheit ihn so zu sehen. Ihn so offen anzusehen. Nein, eigentlich hatte er nie Gelegenheit dazu gehabt. Selbst in der letzten Nacht war es zu dunkel gewesen, um mehr als nur Schatten zu erkennen. Es war alles sehr schnell gegangen.

"Was siehst du?", murmelte Spock plötzlich.

"Dich Spock!", erwiderte Kirk leise. "Du bist wunderschön, weißt du das?"

"Ein Kompliment!", stellte der Vulkanier sachlich fest.

Nach einem Moment manövrierte er eine Hand unter der Decke heraus und streckte Zeige- und Mittelfinger in Kirks Richtung, die Augen nach wie vor geschlossen. "Jim? Willst du da so sitzen bleiben und nur schauen oder gibt es noch andere Alternativen?" 

Kirk kannte diese Geste, hatte sie bei Spocks Eltern gesehen. Das vulkanische Äquivalent zu einem Kuss. Er berührte neugierig Spocks Finger mit seinen und augenblicklich fuhr ein warmes Prickeln durch seinen Arm, die Schulter und bis hinauf in seinen Kopf.

<Komm...> Spocks mentale Stimme! Sanft und ruhig und unverwechselbar. Und so viel Zuneigung und Wärme in dem einen Wort, dachte Kirk verwundert.

Er krabbelte unter die Decke und Spock zog ihn mit beiden Armen an sich, dass er mit dem Rücken zu ihm lag, Spock hinter ihm. Ein langes Bein schlang sich über seine und Spocks Arme umschlossen seinen Brustkorb, lange Finger verschränkten sich wieder in seiner Hand. Er fühlte warmen Atem im Nacken.

<T´hy´la.> Spocks Präsenz verharrte ruhig am Rande seines Bewusstseins und umschloss ihn sanft.

Es faszinierte Kirk diese Nähe zu spüren. Er fühlte sich umarmt, sowohl sein Körper als auch der Geist und ließ seiner
Zuneigung und Liebe für den Vulkanier freien Lauf. Spocks Körper begann kurz sanft zu vibrieren, fast wie ein Schnurren, wäre er eine Katze. Lange feingliedrige Finger begannen seine sanft zu massieren. Es war tatsächlich ein Schnurren, stellte Kirk fest.

Kirk genoss die Wärme und Geborgenheit. Er seufzte, froh das er in der letzten Nacht den Mut aufgebracht hatte. Wäre nicht diese Mission, dieses Lokal gewesen, wer weiß ob er je den Mut aufgebracht hätte.

Er lag in den Armen des Mannes, den er liebte. Schlaftrunken und mit einem wohligen prickelnden Gefühl im Magen. Er wollte diesen Moment und die letzte Nacht am liebsten auf ewig in seinem Gedächtnis festhalten. Und doch hatte er ein wenig Angst. Wie würde es weitergehen?

Spocks warme Hand lies seine los und wanderte zart streichelnd seinen Oberarm hinauf. Lange Finger, die sonst Computer beherrschten und virtuos auf Kontrollen tanzten, spielten nun mit seinen Haaren und strichen sie glatt.

"Du bist besorgt, Jim?" Spock fand sein Gesicht und strich mit dem Handrücken darüber. So sanft, dachte Kirk als er an die Kraft dachte, die dem vulkanischen Körper innewohnte, der hinter ihm lag und ihn so sanft in den Armen hatte.

"Die Mission Spock, und danach ....," antwortete Kirk leise und schmiegte sich etwas enger an den warmen Körper hinter ihm. Der warme Atem wurde von einer noch wärmeren feuchten Zunge abgelöst und Lippen, die wie eine Antwort auf seine Sorgen zart seinen Nacken entlang wanderten. Er bekam eine wohlige Gänsehaut.

"Es muss nicht alles sofort gelöst werden Jim. Wir haben noch etwas Zeit ... für uns." murmelte Spock und ließ seine
warme Hand über Kirks Brustkorb wandern. Er strich sanft über seinen Bauch und kreiste dann mit langen Fingern in der krausen Schambehaarung. Kirk spürte wie sein  Geschlecht sich zu regen begann und ein willkommenes warmes Prickeln sich von dort in seinem Körper ausbreitete.

Spock schob sich enger an ihn heran und seine Lippen fanden die empfindliche Stelle hinter seinem Ohr und strichen zart darüber. Kirks Erregung wuchs und der warme zitternde Atem, der über sein Ohr strich verriet ihm, dass Spock es nicht dabei belassen würde nur in seiner dichten Behaarung zu spielen. 

Kirk presste sich noch enger an den Vulkanier und fühlte das harte Geschlecht nahe an seinem Schließmuskel. Ein Knie schob sich zwischen seine Beine und drückte sie sanft auseinander. Starke Hände umfassten ihn von hinten und zogen ihn etwas höher, in Position.

Kirk ließ es geschehen, gab sich völlig hin. Er wollte es. Wollte Spock in sich fühlen. Ein wohliges Prickeln ließ ihn
leise aufstöhnen, als er Spocks feuchten Penis an seiner Öffnung fühlte.

"Spock, du bist feucht?", flüsterte er leise. Er war gestern Nacht nicht feucht, wunderte sich Kirk.

"Mmh," Spock stöhnte leise und spreizte mit seinem Knie Kirks Beine etwas weiter. "Das ist normal," flüsterte
Spock heiser und sein Atem zitterte leicht.

Eine warme Hand schloss sich um seinen inzwischen harten Penis. Kirk stöhnte willenlos auf als Erregung seine Sinne völlig überflutete und er bemerkte wie Spock langsam und völlig schmerzfrei in ihn eindrang und ihn füllte.

Er bewegte sich langsam hinter ihm immer tiefer in seine Eingeweide. Kein Schmerz, keine unangenehme Anspannung seines Muskels beim Eindringen. Einfach nur pure Erotik und warme prickelnde Wellen als Spock seine empfindlichste Stelle im innern berührte. So feucht, so warm, so erregend. Wie machte er das nur?

"Ich hielt es für nützlich, ... meine Drüsen zur Benetzung zu animieren," flüsterte Spock leise stöhnend,
als ob er Kirks Gedanken aufgeschnappt hatte. Vermutlich hatte er das sogar, dachte Kirk flüchtig.

<Ja> wieder Spocks mentale Stimme, näher und voller Verlangen als sie ihn umarmte. <Ich fühle dich,  ...so erregt, mein Jim.>

"Es ist  .... so gut .... Spock...," murmelte Kirk. Er konnte keinen klaren Gedanken mehr verfolgen, sich nur noch den Sensationen in seinem Körper hingeben und sich in Spocks Präsenz in seinem Bewusstsein lehnen. Er war nicht mehr weit entfernt vom Höhepunkt und er fühlte das auch Spock sehr nahe dran war.

Spocks sanfte Bewegungen wurden schneller und drängender. Seine warme Hand schloss sich verlangend um Kirks Hoden und seinen Penis und begann ihn haltlos auf die Schwelle zuzumassieren. Spock begann heftiger zu atmen und  Kirk stöhnte bei jeder Bewegung auf, im Gleichklang mit dem schnellen heißen Atem und leisen Stöhnen des Vulkaniers in seinem Nacken.

Irgendwoher arbeitete Spock seine andere Hand unter ihm frei und fand seine Brustwarze, bearbeitete sie mit genau dem richtigen Druck und sendete damit eine weitere Welle von Ekstase durch seine Glieder. Kirk schrie hilflos auf als sein Blut scheinbar anfing zu kochen und das heiße Prickeln sich in seinem Geschlecht zu konzentrieren begann.

"Oh Gott, Spock, Spock .... gleich, Spock ...", er keuchte und wollte es, sein Körper schrie nach Erlösung, nach dem Gipfel und wollte es doch noch hinauszögern, diesen Moment festhalten.

Spock hielt plötzlich still, atmete schwer und keuchend." Jim," flüsterte er atemlos und wieder, "Jim". Warme Lippen wanderten über seinen Nacken, vergruben sich in seinem Haar.

Die warme Hand an seinem Geschlecht schob mit sanften Druck die Haut nach unten und ein Daumen spielte an der winzigen Öffnung seiner Eichel. Kirk hatte das eigenartige Gefühl zu schweben. Er hing an der Grenze, bereit zu fallen und die Zeit schien still zu stehen.

Spocks Penis regte sich plötzlich in ihm, zuckte gegen die empfindliche Stelle tief in ihm.

Das war zu viel. Einfach zu viel. Er schrie, sein Bewusstsein schrie als es in brennender exotischer Erregung gebadet wurde. Spocks Erregung und Gefühle, so nah und intensiv in ihm.

Kirk fiel, er spannte unwillkürlich seine Muskeln an und hörte wie Spock ebenfalls hinter ihm aufschrie, als Kirks Bewusstsein unkontrollierte Sensationen abfeuerte.

Der heiße Körper des Vulkaniers hinter ihm erzitterte, und bäumte sich auf. Er drang mehrmals tief in ihn ein und füllte
ihn mit heißem Samen. Kirk wurde in dem Strudel mitgerissen und ergoss sich stöhnend in einer warmen Flut über Spocks Hand, die ihn massierte bis der letzte Tropfen heraus war.

Eine heiße Stirn presste sich an Kirks vom Schweiß feuchten Nacken und warmer keuchender Atem strich sein Rückrat hinab, als er erschöpft das wohlige Gefühl hinterher auskostete. Er bewegte sich nicht. Spock bewegte sich nicht, hielt ihn weiter in den Armen und eine ganze Weile lagen sie einfach so da, keuchend und erschöpft.

Kirk fühlte den fast erratisch schnellen Herzschlag Spocks und genoss die Wärme die vom Körper des Vulkaniers ausging.

Spock zog irgendwann die Decke über ihre noch immer ineinander verschlungenen Körper und ließ langsam sein Geschlecht aus ihm hinaus gleiten. Dann zog er ihn wieder an sich, seufzte leise und Kirk spürte noch nur wie die Erschöpfung sie wieder in einen sanften Schlaf zog.


***

"Spock?"

"Mmh?"

"Bist du wach?"

"Das ist eine unlogische Frage, Jim."

Er war wach. Kirk lächelte in sich hinein und drehte sich in Spocks Armen auf die andere Seite, so dass er ihn ansehen konnte. Er strich sanft über die widerspenstig abstehenden schwarzen Haare und Spock murmelte leise. "Wir müssen sicher aufstehen."

Kirk seufzte, "Ja! Leider! Und ich brauche eine Dusche und dann ein Frühstück. In der Reihenfolge."

Spock blinzelte aus halbgeschlossenen Augen und seufzte, "In der Tat." Eine schläfrige Katze, dachte Kirk.

Kirk lächelte, "Kommst du mit? Ich bin noch nicht bereit mich auch nur eine Sekunde von dir zu trennen." Er spielte weiter in den dichten Haaren. Spock sah ihn mit halbgeschlossenen Augen an und zog eine Augenbraue hoch. Dann lächelte er sanft.

Kirk sah ihn verwundert an, strich mit einem Finger über die warmen Lippen. Sein stoischer vulkanischer Erster Offizier
lächelte. Nur für ihn. Nein, da ist keine Reue Jim Kirk, dein Vulkanier weiß genau was er tut.

"Komm," flüsterte Kirk und krabbelte aus dem Bett. Seine Knie waren weich und er blieb einen Moment ausbalancierend auf der Stelle stehen.

Spock setzte sich langsam auf und stöhnte leise. Irritiert hob er die Hand an den Kopf und schloss die Augen.

Kirk grinste als er Spock ansah. Nicht nur er würde also weiche Knie haben, auch Vulkanier waren nicht immun gegen eine lange erotische Nacht und einen Schwips.

"Kopfschmerzen? Der Wein?", fragte Kirk und betrachtete amüsiert den rabenschwarzen zerzausten Haarschopf, der
widerspenstig zwischen den langen Fingern durchstach.

Als ob er Kirks Blick bemerkte fuhr sich Spock mit einer Hand durch die Haare und versuchte sie zu glätten. Erfolglos. Er blickte Kirk von schräg unten an und stand langsam und bedächtig auf, verzog kurz das Gesicht als er sich um seine aufrechte Haltung bemühte.

"Vermutlich. Der Zucker ist abgebaut, aber die Nachwirkungen noch nicht. Ich war unvorsichtig, allerdings war die Aussicht Ta´lh zu trinken sehr verlockend."

Spock stand nun direkt vor Kirk. Vollkommen nackt! Die sonst akkurat gekämmte Ponyfrisur war durcheinander und die Arme auf dem Rücken verschränkt, als hätte er eine Uniform an und wartete auf Befehle.

"Eine Dusche und ein gutes Frühstück, und wir haben die Nachwirkungen im Griff." Kirk konnte sich das Grinsen nicht
verkneifen bei dem Anblick, den Spock bot. "Deine Unvorsichtigkeit bedaure ich allerdings nicht," fügte er sanfter hinzu.

Spock schluckte nervös, blickte kurz zu Boden und dann mit schräg gelegtem Kopf zu Kirk. "Ich bedaure sie auch nicht,"
antwortete er mir einem sanften Funkeln in den Augen.

Kirk lächelte, "Das habe ich bemerkt. Komm, die Dusche wartet." Kirk ging in Richtung Bad und Spock folgte ihm langsam.

Die Kabine war großzügig bemessen, Benjii hatte seine Annehmlichkeiten in Sachen Komfort. Er stellte die Wassertemperatur hoch genug ein, damit Spock nicht fror und trat unter das warme Wasser.

Spock atmete tief ein, als er unter den warmen Wasservorhang trat und schloss die Augen. Er blieb einen Moment still stehen und ließ das Wasser über den Kopf an sich herunter laufen.

"Ausatmen Spock, du wirst nicht ertrinken," neckte Kirk als er die angespannten Muskeln in dem schlanken Körper sah. "Zur Not werde ich dich halt beatmen." Eine hochgezogene Augenbraue unter dem tropfnassen Pony und der Vulkanier atmete langsam aus.

"Du bist wasserscheu wie eine Katze." Kirk griff nach der Seife und begann sich einzuseifen.

"Vulkan ist ein Wüstenplanet, Jim. Meine Vorfahren sind den irdischen Raubkatzen durchaus ähnlich und außerdem nicht aus einem Ozean gekrabbelt. Wasser ist auf Vulkan ein seltenes und kostbares Gut." Spock stand noch immer stocksteif unter dem laufenden Wasser.

Er beobachtete ihn aus zwei dunklen Augen, verfolgte jede seiner Bewegungen. Offensichtlich machte ihm das Wasser was ihm in die Augen spritzte nichts aus.

"Aber deine Vorfahren werden sich doch gewaschen haben? Es ist ziemlich heiß auf Vulkan." Kirk erinnerte sich an seine Stippvisite und die unangenehme Hitze bei Spocks Pon Farr.

"Vulkanier schwitzen nicht. Kaum. Mein Körper hat andere Möglichkeiten die Temperatur zu regulieren und Sand hat eine ausreichende Reinigungskraft." Spock folgte mit den Augen Kirks Händen, die die Seife unter dem Wasser abwuschen. "... sonische Duschen erfüllen auch ihren Zweck."

Kirk schüttelte den Kopf. Sand! Er mochte sich nicht vorstellen, wie das auf menschliche Haut wirkte. Spocks Haut jedoch war dicker, anders. Dennoch war er verwundert gewesen wie weich sie war und er liebte den zarten Geruch von Zimt, der von Spock ausging.

Jim Kirk, dein wasserscheuer Panther steht schon seit 2 Minuten regungslos da und beobachtet dich. Was geht nun wieder in ihm vor?

Kirk war fertig und drehte sich zu Spock. "Was siehst du?"

"Dich Jim," Spock streckte die Hand aus und fuhr mit dem Handrücken langsam über seinen Bauch und die Brust und hielt an seiner Wange an. "Dich Jim, wie ich dich nie ansehen konnte, durfte, obwohl ich es wollte."

Kirk lehnte sich in die Berührung. So typisch für Spock, so völlig konzentriert auf seine Beobachtungen und das fließende Wasser ignorierend. Er fuhr mit beiden Händen Spocks Konturen ab. Er strich sanft über die schmalen Schultern, den leicht behaarten Brustkorb und die schmalen Hüften. Ein Kunstwerk, dachte er bewundernd.

Seine Daumen fanden die zarte Behaarung an Spocks Geschlecht. Spocks Augen weiteten sich überrascht. Er keuchte, wankte und machte einen Schritt nach hinten um das Gleichgewicht wieder zu erlangen.

Kirk nutzte den Moment aus. Er schob Spock mit dem Rücken an die geflieste Wand und drückte sich mit dem ganzen Körper gegen ihn, hielt ihn dort fest. Spock keuchte wieder als ihre Geschlechter sich unvorbereitet berührten und starrte ihn aus geweiteten Augen an.

Er war hart. Erregt. In den dunklen Augen stand Verwunderung und Verlangen. Wasser tropfte von den schwarzen Haaren ins Gesicht und die Lippen waren leicht geöffnet. Kirk musste ihn küssen, überall, aber zuerst den Mund, entschloss er.

Seine Lippen berührten Spocks nur kurz und federleicht, doch es reichte um den Vulkanier erneut aufstöhnen zu lassen.

Kirk ließ sich langsam auf die Knie sinken und fuhr mit der Zunge die sanfte Brustbehaarung nach, folgte dem schmalen Haarstreifen über den flachen harten Bauch bis hin zur weniger dichten Schambehaarung. Spocks Muskulatur bebte unter seiner Zunge und sein Atem kam nun stoßweise.

Kirk betrachtete das stolz aufgerichtete Geschlecht direkt vor seinem Gesicht. Sanft grünlich, etwas länger und dünner als bei einem Menschen. Er ließ seine Zunge sanft über die Eichel wandern.

Ein überraschtes Keuchen und Spocks Knie gaben nach. Kirk hielt ihn mit den Händen an den Beckenknochen an die Wand gedrückt, damit er nicht fiel und nahm das verlockende Organ noch weiter in den Mund. Er war so empfindlich, freute er sich über die starke Reaktion, so sensitiv.

Spock stieß explosionsartig die Luft zusammen mit einem leisen Schrei aus, sein Hinterkopf fiel gegen die Wand.

"Jim, Jim .... was ....?" Weiter kam er nicht, als Kirks Zunge fordernd die Eichel umkreiste und er daran zu saugen begann. Wieder zitterten die Knie und Kirk musste den nun aufgeregt keuchenden und zitternden Vulkanier wieder halten.

Langsam bewegte er seinen Kopf  vor und zurück und ließ Spocks Penis im Mund rein und rauswandern, spielte mit der Zunge an der zarten Öffnung und zwischen den doppelten Erhebungen am Schaft. Spocks Hände die erst noch flach an der Fliesenwand geklebt hatten vergruben sich plötzlich in seinem Hinterkopf.

Ohne Vorwarnung rollte eine mentale Welle von purer Lust und Erregung durch Kirk und sein eigenes Geschlecht sagte ihm das sie auch physische Auswirkungen hatte. Er stöhnte überrascht auf.Spock?

< .... keine Kontrolle ..... JIM!> kam sofort die Antwort in seinem Kopf und mit ihr eine weitere Welle von Spocks ungezügelter Erregung.

Kirk wurde allein davon über die Klippe zum Orgasmus getrieben. Er kam, seine Muskeln zuckten, seine Hände pressten Spocks Becken stärker an die Fliesen und er stöhnte, nahm Spock komplett in den Mund und sog hart an dem fordernden Schaft.

Kirk fühlte Spocks Höhepunkt noch bevor der an die Wand gepresste Körper begann zu Zucken und der Vulkanier laut
aufstöhnte. Sehr warmer Samen schoss in seine Kehle und er schluckte, sog bis nichts mehr kam. Honig! Er schmeckt nach Honig. Zimt und Honig schoss es ihm durch den Kopf.

Spock keuchte atemlos und rutschte langsam mit zitternden Muskeln an der Wand hinunter. Kirk stützte ihn und ließ ihn langsam zu sich auf den Boden sinken. Das Wasser rann an ihnen hinunter und Spock lehnte schnaufend mit angezogenen wackeligen Knien an der Wand.

Kirk kniete zwischen seinen Beinen und blinzelte, "Wow ...!"

Spock hatte seinen Hinterkopf an die Wand gelehnt und bemühte sich seine Atmung unter Kontrolle zu bekommen. Das Wasser floss in feinen Rinnsalen an ihm herab, tropfte vom Pony in die halbgeöffneten Augen, die ihn perplex fixierten. Die Lippen leicht geöffnet. Kirk fragte sich, wie er diesem Anblick je widerstehen sollte.

Kirk schüttelte die Benommenheit ab und tastete nach den Armaturen. Er stellte das Wasser ab. "Spock ich fürchte wenn
wir uns nicht bald ankleiden und frühstücken, verpassen wir noch unsere Mission."

Der Vulkanier nickte benommen und richtete sich etwas auf. Er blinzelte mehrmals und blickte Kirk nun direkt in die Augen,"Deine Beatmungstechniken haben eine sehr anregende Wirkung Jim" Die tiefe Stimme hatte einen liebevollen Unterton.

Spock stand umständlich auf und reichte Kirk eine Hand. Kirk ergriff sie und Spock zog ihn mühelos auf die Beine.

Ein intensiver sanfter Blick, dann wickelte sich Kirk in ein Handtuch und ging nach nebenan um das Frühstück bereit
zustellen, während Spock sich anzog. Es war zwar nicht mehr kühl in dem Raum, allerdings noch immer unter dem Temperaturniveau in dem ein Vulkanier sich wohl fühlte. Ein Handtuch war für Kirk jedoch momentan ausreichend.

Minuten später kam Spock, wieder akkurat gekämmt und gekleidet in ein schwarzes enges Shirt und ebenso schwarzen engen Hosen und Stiefeln. Kirk hielt für einen Moment den Atem an als er den Vulkanier beim Tee zubereiten beobachtete. "Weißt du eigentlich wie gut du aussiehst in schwarz?"

Spock drehte sich zu ihm und hob eine Augenbraue an, "Du hast es bereits zu verschiedenen Gelegenheiten erwähnt und mein Gedächtnis ist intakt."

Zack! Die rigiden vulkanischen Kontrollen waren wieder in ihre Position eingerastet. Die tiefe Stimme hatte ihren sanften Unterton verloren und die Haltung des Körpers verriet Kirk, das die Lockerheit und Entspanntheit der vergangenen Stunden hinter dicken vulkanischen Mauern verschwunden war.

Kirk seufzte und biss von seinem Toast ab. Spock stellte seinen Tee auf den Tisch, holte sich noch einige Früchte und ein Messer und setzte sich dann zu ihm.

"Wir müssen unsere Ausrüstung und vor allem die Energiereserven des Shuttles nochmals überprüfen. Ich werde die
Reichweite des Transporters erhöhen müssen, das Labandoon liegt einige Meter außerhalb der Reichweite."

Kirk nickte schweigend und beobachtete ihn kauend, wie er sorgfältig eine apfelähnliche Frucht von seiner Schale befreite und teilte. Als wäre nichts gewesen. Kontrolliert, sachlich und wieder ganz der stoische Erste Offizier und Wissenschaftler. Wo war der sanfte Spock versteckt?

Plötzlich blickte Spock auf. "Jim?"

Hatte er seine Gedanken aufgeschnappt? Ohne ihn zu berühren? Kirk erwiderte Spocks Blick und schüttelte mit dem Kopf, nein sie mussten das später klären.

Er wollte weiter essen, doch Spocks Hand hielt seine auf dem Weg zum Toast fest. "Jim, wenn ich meine Kontrollen jetzt nicht aufrecht erhalte, dann werden wir diesen Raum in den nächsten Stunden oder auch Tagen nicht verlassen. Ich ....,"

Spock blickte kurz auf ihre Hände, dann in den Raum und suchte scheinbar nach Worten. Er sah  schließlich wieder in seine Augen. Seine Stimme war heiser und leise als er weiter sprach, " ... es ist so intensiv. Ich brauche Zeit um es zu lernen, ... "

" ... die wir im Moment nicht haben," ergänzte Kirk und nickte sanft lächelnd. "Aber bald hoffentlich. Wir werden
einiges aufarbeiten müssen."

"Jim ..." Spock schloss seine Augen und öffnete sie wieder, schluckte und wollte etwas sagen, doch Kirk kam ihm zuvor.

"Spock ich liebe dich. Den Vulkanier und den Menschen. Beide! Das was dich zu dem macht der du bist. Ich begehre dich, deinen Körper und deinen Geist. Einfach alles, was du bist."

Nun war es heraus. Er hatte es bereits gestern sagen wollen, dann wieder heute morgen und wieder in der Dusche. Doch nun war es heraus.

Spock hatte ihm konzentriert zugehört und seine Augen gewannen langsam den sanften Glanz zurück. "T´hy´la!",
flüsterte er und hob seine Hand und berührte Kirks Gesicht mit den Fingerspitzen.

Für einen kurzen Moment fühlte Kirk die Zuneigung und Wärme seiner Präsenz, dann ließ Spock seine Hand zögernd sinken und widmete sich wieder seinem Frühstück.

"Was heißt das Spock?
T´hy´la? Das Wort habe ich gestern schon gehört. Hier drin." Kirk tippte an seine Schläfe.

Spock blickte auf, "Es ist dem Benjii Wort Labandoon vielleicht ein wenig ähnlich." Er legte den Kopf schräg und zögerte
einen Augenblick,  "Ein wenig. Es ist Altvulkan und bedeutet Freund, Bruder, Kampfgefährte - und mehr....."

"Und mehr?" Kirk sah das der Vulkanier noch etwas verschwieg.

Spock seufzte und gab auf, "... und auch Geliebter! In menschlichen Termen. Es stammt aus einer Zeit, in der Vulkanier noch Krieger waren. Das Wort wird in der Bindung zweier Männer unter den Partnern benutzt. "

"Ist das auf Vulkan häufig? Das Männer sich binden?" Kirk hatte seinen Toast aufgegessen und nippte an seinem Kaffee.

"Recht häufig," Spock nickte während er an seinem Apfel kaute und den Tricorder studierte. "Es ist verbreitet, das
vulkanische Männer einen T´hy´la haben. Die manchmal zusätzliche Bindung mit einer Frau, dient in diesen Fällen nur dem Fortbestand der Linie des Clans oder Interessen aus Erbfolgen und Politik."

Kirk nickte nachdenklich. Vulkanische Familienverhältnisse schienen weitaus komplizierter als er gedacht hatte. Je mehr er darüber erfuhr, desto mehr Fragen stellten sich ihm. Ihm wurde bewusst wie wenig er über seinen stillen Freund und die Welt aus der er stammte eigentlich wusste.

"Jim?" Spock blickte vom Tricorder auf und unterbrach Kirk in seinen Gedanken. "Wir haben ein Problem."

"Ich weiß, ...."

"Über der Stadt befindet sich heute ein Eindämmungsfeld. Es war gestern noch nicht da.", Spocks Augenbrauen zogen sich zusammen und er studierte weiter die Anzeigen seines Tricorders.

"Meinst du das hat etwas mit uns zu tun?"

"Unbekannt. Es ist jedoch unwahrscheinlich. Ein Eindämmungsfeld ist eine übliche Behördenmaßnahme auf
Benjii, wenn sie Schmugglern, Sklavenhändlern oder Straftätern auf der Spur sind. Dadurch wird die Nutzung von Transportern in oder aus der Stadt verhindert. Es könnte noch andere Gründe geben."

"Wir haben eine Art Fernseher hier, ich schaue mal ob in den Nachrichten etwas kommt, wenn es hier so etwas gibt." Kirk stand auf und ging zum Monitor in der Wand und schaltete ihn ein."Spock, wir brauchen den Transporter nachher," rief er über die Schulter.

"In der Tat," murmelte der Vulkanier nur und war dabei den Tricorder zu zerlegen und mit einem weiteren Gerät zu verbinden. Kirk seufzte und schaltete durch die Programme bis er einen Nachrichtenkanal fand. Spocks Verstand würde sicher bereits an einer Alternative arbeiten und er wusste das der Vulkanier es nicht mochte, gestört zu werden.

Nach 15 Minuten wusste er, das die Benjii Behörden tatsächlich Straftäter verfolgten, nein Sklavenhändlern. Es sollte sich angeblich um Klingonen handeln. Die Klingonen. Kirk pfiff durch die Zähne. "Spock?"

"Hm?"

"Die Klingonen. Sie suchen die Klingonen ... es sind Sklavenhändler. Das erklärt dann wohl auch das <Angebot> an
dich gestern." Kirk hatte gewusst ,dass es mit den Klingonen Probleme geben würde. Irgendetwas in ihm hatte ihn bereits gewarnt. "Was meinst du, ob das wirklich Paare waren?"

Er fühlte wie Spock hinter ihm aufblickte und drehte sich herum.

"Sehr wahrscheinlich Jim. In der klingonischen Gesellschaft dienen die meisten Frauen nur der Zeugung von Nachwuchs und dessen Erziehung. Sie haben eine niedere Stellung im Gesellschaftssystem. Feste Bindungen gehen Klingonen nur mit Kriegern ein, mehr männlichen. Es gibt nur wenige weibliche klingonische Krieger." Spock schraubte den Tricorder zu und legte die Werkzeuge weg.

Also vermutlich tatsächlich Paare.

"Was machst du da?" Kirk schaltete den Monitor aus und drehte sich ganz zu Spock.

"Ich arbeite an einer Lösung des Transporterproblems. Durch das Eindämmungsfeld über der Stadt, werden wir unsere
Energiereserven bis an die Grenze belasten müssen um die notwendige Reichweite zu bekommen. Das Labandoon lag bereits vorher an der Peripherie." Spock sah ein wenig besorgt aus.

"Wir können ihn benutzen?" Kirk stutzte als Spock irritiert, fast beleidigt eine Augenbraue hob. "Natürlich Sir,
ein Eindämmungsfeld hat eine Frequenz mit ..."

"Spock? Es reicht mir wenn wir ihn benutzen können, die technischen Einzelheiten verstehe ich ohnehin nicht. Gute Arbeit Commander." Es hätte ihm klar sein müssen das Spock sich nicht von irgendwelchen Abschirmfeldern einschränken ließ.

"Es gibt ein weiteres Problem!"

"Das da wäre?"

" Der Transporter muss von Hand bedient werden. Die Fluktuationen des Feldes sind fließend und die Automatik würde nicht schnell genug reagieren. Der Richtstrahl wäre dann leicht zur ückzuverfolgen." Spock legte den Kopf schräg.

"Weiter Spock! Muss ich dir alles aus der Nase ziehen? Muss einer von uns ins Shuttle?" Ein ungutes Gefühl machte sich in Kirks Magen breit. Das war alles nicht so wie es verlaufen sollte.

"Negativ, aber wir werden den Übergabeplan dahingehend ändern müssen. Ich habe die Fernsteuerung für die
Shuttlefunktionen auf den Transporter kalibriert und mit dem Tricorder die Frequenzen ..."

"Spohoooock! ..... " unterbrach Kirk und rollte mit den Augen. "Bitte in verständlichen Worten für mich. Ich bin
nur ein kleiner Raumschiffcaptain."

"Sir, sie sind für menschliche Verhältnisse nicht klein und ..."begann Spock mit hochgezogener Augenbraue. Sie?

"SPOCK!!!"

Beide Augenbrauen waren unter dem Pony und der Vulkanier blickte ihn irritiert an.

"Erklär mir einfach was wir tun werden.", seufzte Kirk.

Spock holte tief Luft und zwang seine Augenbrauen wieder nach unten, dann reichte er Kirk ein schmales Gerät. Die
Shuttlefernsteuerung. "Dieser Knopf...", er deutete mit dem Finger auf einen grünen Knopf, " ... und in den nächsten 10
Sekunden werden sie - wirst du an Bord gebeamt, mitsamt allen Dingen die sich in einem Umkreis von 1 Meter befinden. Allerdings ... "

"Allerdings?" Kirk wurde ungeduldig. Warum sprach er ihn wieder so förmlich an? Berufliche Distanz? Einfach nur Gewohnheit?

"Die Energiereserven reichen nur für einen Transport, da die Shuttlesysteme im Standby sind. Danach muss sich die Zelle wieder aufladen. Es dauert 45,3 Minuten bis ein erneuter Transport möglich ist. Da du die Fernbedienung dann dabei hast, kann der Transporter danach nur noch von innerhalb des Shuttles bedient werden."

Spock sprach ruhig und sah ruhig aus, doch Kirk sah in seinen Augen, dass es ihm nicht behagte. Sie würden sich trennen müssen. Nein. Er wollte sich nicht trennen.

"Spock, ich lass dich nicht allein hier, wenn .....", fing er an, doch er wusste, dass es die einzige Alternative war. Wenn sich jemand allein durchschlagen konnte, so war es Spock. Dennoch, er mochte sich nicht ausmalen was alles schief gehen konnte. 45,3 Minuten war eine lange Zeit. Die eingeschränkte Reichweite des Transporters kam hinzu.

Kirk ließ sich in die Kissen des Sofas sinken und fuhr sich grübelnd mit einer Hand  durch die Haare.

"Jim ..."

"Nein, nein," Kirk hob abwehrend die Hand. "Lass mich nachdenken..."

Spock schwieg und wartete.

"Haben wir einen subdermalen Transponder hier?"

"Ja Sir," antwortete Spocks ruhige Stimme.

"Spock das Wechseln von Sir zu Jim und zu Sie und zu Du irritiert mich. Wir sind allein, ok? Oder müssen wir noch einmal
Brüderschaft trinken?"

Spocks Augenbrauen waren oben und er blickte Kirk amüsiert an, den Kopf charakteristisch schräg gelegt.

"Nein, sag jetzt nichts Spock," winkte Kirk ab. Diese Augenbrauen würden ihn eines Tages in den Wahnsinn treiben.

Spock räusperte sich schließlich, "Im Medikit ist ein Transponder. Es ist die einzige logische Alternative, allerdings
besteht die Gefahr, dass er auch von anderen Empfängern geortet wird. Ich werde die Frequenz abschirmen und ändern um das zu erschweren."

Spock holte das Paket mit der medizinischen Ausrüstung und machte sich an die Arbeit.

"45 Minuten ...," überlegte Kirk laut und spielte mit der Kontrolleinheit für das Shuttle, die Spock ihm gegeben hatte.

"45,3 Minuten - Jim."

"Komma drei, nun gut ... wie lange brauchst du, wenn du das Labandoon sofort verlässt und mit einem Transfertaxi zum
Raumbahnhof kommst?"

"Etwa 30 Minuten, wenn sofort ein Taxi zur Verfügung ist. Es besteht die Gefahr das ich verfolgt werde und durch nötige Umwege weitere Zeit verliere. Vielleicht ist es sogar unmöglich in dieser Zeit." antwortete Spock sofort ohne von den winzigen Geräten aufzusehen.

"Etwa?" fragte Kirk neckend.

Spock blickte auf, "Jim auf Benjii muss der Preis erst erhandelt werden und es ist nicht so einfach möglich die Varianten der möglichen Argumentation des Fahrers einzukalkulieren."

"Schon gut, schon gut ..." Kirk wanderte weiter auf und ab."Also der Transporter! Du musst dich irgendwo aufhalten wo dich niemand sieht und Verdacht schöpfen könnte. Am besten hier?"

"Eine Möglichkeit. Dieses Zimmer ist innerhalb der Reichweite und in einer angemessenen Zeit zu erreichen." Spock war fertig und hielt Kirk eine Injektionspistole hin, die mit einem Transponder geladen war.

Kirk griff sie, "Wenn ich dich nicht erwische, was dann?"

"Dann dauert es weitere 45,3 Minuten bis du es erneut versuchen kannst," antwortete Spock ruhig und zog seinen rechten Ärmel bis zum Oberarm hoch.

"Und wenn ich die Shuttlesysteme starte ..." Kirk setzte die Pistole an Spocks Oberarm an und drückte ab.

"....dann steht innerhalb von 10 Minuten der Sicherheitsdienst des Raumhafens vor dem Shuttle. Du benötigst eine Starterlaubnis um die Systeme hochzufahren. Diese zu bekommen dauert ca. 2 Stunden, da der Sicherheitsdienst vorher das Shuttle inspiziert und die Behörden hier nicht gerade sehr effektiv sind. Wir haben erst eine für den morgigen Tag." Spock rollte seinen Ärmel wieder herunter und blickte Kirk an.

"Also sollte es besser beim ersten Mal klappen. Wenn du dich in der Reichweite aufhältst sollte es kein Problem geben." Kirk gab Spock die Pistole zurück und seufzte.

"Mit dem Transponder dürfte es nicht leicht sein mich <nicht zu erwischen>, Jim." Wollte Spock ihn beruhigen? Es hatte den Anschein, nein es gab zu viele Variablen. Was konnte alles schief gehen?

"Spock das gefällt mir nicht ... "

"Mir auch nicht, Jim," antwortete der Vulkanier leise. "Aber wir haben nicht gerade viele Alternativen."

"Ich hoffe dieser <Gegenstand> ist es wert." Kirk setzte sich wieder auf einen Sessel. "Wir haben noch etwa 2,5 Stunden, bevor wir losmüssen. Wenn der Transporter, wie du sagst, nicht geortet werden kann, sollten wir unsere Ausrüstung, die wir nicht mehr brauchen bereits jetzt an Bord beamen und nur das notwendige hier behalten."

"Logisch," nickte Spock und sie begannen schweigend ihre Sachen zusammenzusuchen.

Eine Stunde später sah Kirk zu wie sich Spock im Transporterfeld auflöste und er legte sich seufzend auf das Bett.

Spock würde in 45 Minuten wiederkommen, dann würden sie sich auf den Weg ins Labandoon machen, die Umgebung auskundschaften und zu Abend essen. Er grinste still in sich hinein als er an den leidenschaftlichen Tin dachte und die überraschende und ersehnte Wendung, die seine Beziehung zu Spock genommen hatte.  Ta´lh, die eigentümliche Umgebung, mehr als ein Glücksfall, dachte er sich und begann zufrieden zu dösen.

***

Kirk wachte vom Summen des Transporters auf und hob den Kopf. Spock kam durch die Tür auf ihn zu und setzte sich an die Bettkante.

"Alles ok?" Kirk richtete sich etwas weiter auf.

"Ja und nein," antwortete Spock. "Der Raumbahnhof ist bevölkert vom Sicherheitsdienst. Sie suchen das Schiff der
Klingonen. Unser Shuttle ist in einwandfreiem Zustand, ich habe nochmals die Energiereserven geprüft und war in der Lage durch Abschaltung für den Transporter nicht benötigter Systeme die Ladezeit auf 35,2 Minuten zu senken, allerdings ist damit zugleich das Hotel hier die äußerste Peripherie für den zweiten Transport."

Kirk nickte. "Das ist gut. Die 35,2 Minuten meine ich. Du musst also auf jeden Fall hierher zurückkommen, ich hoffe das ist nicht zu knapp?" Kirk war besorgt, aber der Zeitgewinn war das Risiko wert.

"Das andere klingt nicht gut. Die Klingonen sind auf freiem Fuß und das gefällt mir nicht," er stand auf und
glättete sein Hemd und seine Haare.

"Nein! Jedoch weitaus größere Sorgen mache ich mir um die Andorianer." Spock holte etwas aus seinem weiten Umhang und reichte es Kirk. Eine kleine Injektionsspritze.

"Was ...?" Kirk nahm sie verwundert entgegen.

"Andorianer haben im Normalfall vergiftete Stichwaffen. Wenn es zu einer Auseinandersetzung kommen sollte, ist es besser das Gegenmittel zu besitzen," erklärte Spock ruhig mit hochgezogener Augenbraue.

Kirk nickte und steckte sie ein. Spock würde weitaus mehr mit den Andorianern zu tun bekommen als er, wenn er mit dem Päckchen verschwunden war, wurde ihm bewusst.

"Ist es auch für Vulkanier ..."

"... Tödlich? Ja! Es wurde ursprünglich für den vulkanischen Metabolismus hergestellt. Andorra und Vulkan haben eine
lange Geschichte der Missstimmungen." Spock wendete den Blick ab und ging in das kleine Wohnzimmer, nahm seinen Phaser und den Tricorder  an sich.

Kirk folgte ihm. Was meinte er nun wieder mit Missstimmungen? Tödlich? Er hatte ein flaues Gefühl im Magen.

Die nächsten Minuten verbrachten sie schweigend, prüften ihre Ausrüstung und verstauten sie in den Taschen ihrer Jacken. Dann machten sie sich auf den Weg ins Labandoon.

Als sie draußen vor dem Lokal standen, deutete Spock auf eine kleine Seitengasse, die rechts neben dem Haus verschwand. "Ich vermute, dass eine der Türen des Lokals dorthin führt und dort die Übergabe stattfinden wird. Wenn das der Fall ist, können wir Energie sparen und die Ladezeit um weitere 3 Minuten verkürzen. Ich habe für diesen Fall den Auslöser auf diese Koordinaten programmiert, so braucht der Shuttlesensor ihn nicht zu suchen. Du musst dann den blauen Knopf zusätzlich drücken." Spock hatte sich zu ihm gebeugt und ihm ins Ohr geflüstert. Kirk konnte den heißen Atem des Vulkaniers an seinem Gesicht fühlen.

"Spock, du denkst an alles, hm?" Kirk drehte sich zu ihm und war plötzlich sehr dicht an seinem Gesicht.

Spocks Augen funkelten amüsiert, "Jim, jede Minute, die ich weniger von dir getrennt bin ist die Mühe wert." Da war wieder der sanfte Ausdruck in den dunklen Augen.

Kirk fühlte wie seine Knie weich wurden, bei dem verführerischen Klang der tiefen Stimme. "Da hast du Recht. Gut
gemacht mein Freund. Lass uns hineingehen und noch zwei Stunden einen angenehmen Abend verbringen und vor allem unseren Hunger stillen."

Spock legte den Kopf schräg und beide Augenbrauen wanderten nach oben als sie auf das Lokal zugingen, "Welchen Hunger meinst du?"

"Spock!" schnappte Kirk gespielt erbost. "Wer hat hier von Kontrolle geredet vorhin und das wir sonst das Zimmer nicht mehr  verlassen?"

"Nun, da wir das Zimmer inzwischen verlassen haben und uns gleich in einer Lokalität befinden, in der  unsere beste Tarnung darin besteht das zu tun, was alle dort tun, ist nur eine geringe Kontrolle notwendig. Außerdem warst du es der vor 1,3 Stunden vorschlug ein weiteres Mal Brüderschaft zu trinken."


Kirk blieb stehen und starrte Spock an. Der blickte unschuldig zurück. "Spock manchmal überraschst du mich wirklich. Komm jetzt ..."

Kirk öffnete die Tür und Spock folgte ihm. Mit Sicherheit weiß er genau welche Wirkung seine Augenbrauen auf mich haben,  grummelte Kirk in Gedanken.

***

Tin begrüßte sie eifrig und hatte ihnen den Tisch vom gestrigen Abend reserviert. Sie aßen entspannt zu Abend und er und Lan setzten sich für einige Zeit zu ihnen. Sie hatten zwar nur Augen für Spock, doch es war eine recht angenehme Unterhaltung über Benjii und seine Gepflogenheiten.

Irgendwann hatte Spock unter dem Tisch nach Kirks Hand gegriffen und hielt sie nun auf seinem Schoss umfasst. Tin hatte es gesehen und geschmunzelt, doch erstaunlicherweise hatte es Spock nicht gestört.

Ab und an ließ Spock ein warmes Kribbeln seinen Arm hinaufwandern und Kirk fühlte seine Präsenz. Er wünschte, dass sie hier länger so sitzen könnten und nicht auf einer Mission wären.

Auf Spocks Frage, bestätigte Tin, das die weitere Tür auf die Gasse hinter dem Haus führte und Kirk machte sich eine geistige Notiz, dass er beide Knöpfe wählen würde, wenn die Übergabe dort stattfand. Als das Lokal später voller wurde kehrten Tin und Lung zu ihrer Arbeit zurück.

Auch die Andorianer waren wieder eingetroffen, saßen entfernt am Tisch und musterten sie ab und an, doch taten sonst nichts. Die Klingonen ließen sich nicht blicken. Das war nicht weiter verwunderlich, wenn die Behörden nach ihnen suchten. Sie würden sich versteckt halten und sicher andere Sorgen haben.

"Spock? Wie viel Zeit?" fragte Kirk leise. Er wurde langsam nervös.

"Klath sollte in den nächsten Minuten eintreffen Jim," raunte Spock ihm zu.

Kirk suchte über die inzwischen volle Tanzfläche hinweg nach den Andorianern und nach einer kleinen Gestalt mit Kapuze. Die Andorianer saßen nach wie vor am Tisch, redeten nicht. Im nächsten Moment huschte eine verhüllte Gestalt durch die Bar und setzte sich neben Spock.

"Klath?" fragte Kirk.

"In 2 Minuten werden wir durch diese Tür dort gehen Kirk, sind sie vorbereitet?" zischte die Frau ohne Umschweife. Kirk erkannte die Stimme. Er nickte.

"Allerdings hat uns die erhöhte Sicherheitsaktivität gezwungen, den Plan etwas zu ändern," erwiderte Spock ruhig.

Klath seufzte, "Ich hatte es bereits befürchtet, verdammte Klingonen. Der Transporter?"

"Ist einsatzbereit," sagte Spock und Klath richtete sich auf. Kirk konnte ihr Erstaunen bemerken, auch wenn er ihr Gesicht kaum sah. "Ich hätte es ahnen sollen wenn sie dabei sind, Mr.Spock," sagte sie lächelnd.

Spock neigte den Kopf bestätigend.

"Allerdings muss ich mit an Bord gehen. Spock bleibt hier, wir haben erst nach ..."

"... 32,2 Minuten ..." ergänzte Spock.

"...wieder Energie für einen erneuten Transport. Vorausgesetzt die Übergabe ist in der Gasse." Kirk hoffte inständig, dass es so war.

"Das ist sie! Mr. Spock, ihre Aufgabe sind die Andorianer. Sehen sie sich vor! Ich fürchte, dass sie etwas wittern. Verschaffen sie uns zumindest einige Minuten. Das sollte reichen, dann kümmern sie sich darum, dass sie hier heil herauskommen." Klath sah zur Uhr.

Spock nickte bestätigend und der Druck um Kirks Hand wurde einen Moment fester. Dann ließ er los.

Im nächsten Moment brach das Chaos aus. In einer Ecke der Bar begannen gleißende Funken zu sprühen und ein Aufschrei ging durch die Menge, alle Gesichter drehten sich zu der Ecke, weg von ihnen.

Kirk fühlte wie ihn eine Hand von der Bank zog und zur Tür schob. Jetzt! Es war soweit. Pass auf dich auf Spock, flehte er in Gedanken und huschte hinter Klath durch die Tür einen dunklen Gang entlang auf die inzwischen dunkle Gasse, den Lärm und Tumult hinter sich lassend.



(..wird in Teil 4 fortgesetzt.)
(Feedback gerne :))) .... danke)

 

 

Teil 4