Es begab sich aber zu der Zeit…

 

Autor: Michaela

Rating: M

Pairing: Jack/Daniel

Type: Pre-Slash?

Datum: 18.11.2003

 

Disclaimer: Alle Rechte an Jack und Daniel gehören nicht mir sondern MGM/UA und World GEKKO Corp. und Double Secret Production. Ich hab mir die Jungs nur ausgeliehen um mit ihnen zu spielen. Natürlich verdiene ich keinen Cent mit ihnen.

 

 

Mitten im Trubel der Weihnachtsfeier bei General Hammond schweifte Colonel Jack O'Neills Blick suchend über das Gewühl, doch die Person, die er so sehnsüchtig erwartete, tauchte nicht auf. Daniel Jackson war früh nach Hause gegangen und hatte die Nachricht hinterlassen, dass sie sich bei der Feier treffen würden. Jack wurde unruhig, wie immer, wenn es Daniel betraf.

 

Er hatte sich lange gegen die Erkenntnis gewehrt, dass das, was er für Daniel empfand, nicht nur Freundschaft war. Den letzten Beweis dafür hatte Ke’ra geliefert. Obwohl es im Nachhinein richtig war, dass er sie mit Argusaugen beobachtete, musste er sich selbst eingestehen, dass es pure Eifersucht war, die ihn fast zerriss, wenn er seinen Archäologen mit Ke’ra scherzen sah.

 

Danach war nichts mehr so wie zuvor. Behutsam machte er Daniel klar, was er fühlte, und seine Erleichterung war riesengroß, als ihm bewusst wurde, dass Daniel seine Gefühle erwiderte.

 

Jack riss sich aus seinen Gedanken und griff zum Telefon - alles was er zu hören bekam, war Daniels Anrufbeantworter.

 

Er sagte Teal’c und Carter Bescheid, dann verließ er die Party. Nur gut, dass er einen Schlüssel für die Wohnung hatte. Würgende Geräusche aus dem Badezimmer empfingen ihn, als er die Tür zum Loft öffnete. Schnell durchquerte er den dunklen Raum, bewegte sich auf das Licht zu, das die halb geöffnete Badezimmertür markierte.

 

„Danny, was um Himmelswillen ist los? Warum hast du nicht angerufen und gesagt, dass dir nicht gut ist?“, fragte Jack besorgt, während er sich neben den über die Toilettenschüssel gebeugten Daniel kniete.

 

„Es ist nichts, Jack, mir geht’s gut.“

 

„Ja, klar, ich häng auch immer über der Schüssel, wenn’s mir gut geht.“ Das war so typisch Danny! Es ging ihm schlecht, aber anstatt um Hilfe zu bitten, machte er es mit sich allein aus. Nur niemandem zur Last fallen. Daran würden sie noch arbeiten müssen, bis sein sturer Linguist kapierte, dass er keine Last war.

 

Den Rest der Nacht half Jack Daniel so gut er konnte. Gegen Morgen ließ der Brechreiz endlich nach und er verfrachtete den völlig erschöpften Freund ins Bett. Er selbst ließ sich aufs Sofa fallen, doch er fand keinen Schlaf. Immer wieder hörte er Daniel kurz vor dem Einschlafen wispern: „Ich wollte doch den Baum sehen.“ Jack sprang wieder auf, schaute noch mal nach Daniel und verließ leise die Wohnung.

 

Eine Stunde später war er vollbepackt wieder zurück und stürzte sich in die Arbeit. Zufrieden mit seinem Werk machte er Kaffee, deckte den Tisch und richtete darauf das mitgebrachte Gebäck an.

 

Wie immer tat der Duft frisch gebrühten Kaffees seine Wirkung und Daniel stand - noch nicht ganz wach - in der Küchentür.

 

„Jack, was...?“

 

Jack fasste Daniels Hand und führte ihn ins Wohnzimmer. Als wäre er gegen eine Wand gelaufen blieb er stehen und Jack beobachtete fasziniert das ungläubige Staunen, das sich auf seinem Gesicht ausbreitete. 

 

„Oh, Jack, ein Weihnachtsbaum…“ In den strahlenden blauen Augen glitzerten Tränen, als er sich zu Jack umdrehte.

 

„Frohe Weihnachten, Danny,“ flüsterte Jack, bevor er einen Kuss auf Daniels Lippen hauchte.

 

FINIS