Titel: Bärchen
Autor: Lady Charena
Fandom: SK Kölsch

Paarung: Jupp, Klaus, Achim
Rating: gen, Humor

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Kollegen können ja so gemein sein.

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

„Habe ich irgendwas verpasst?“, fragte Jupp irritiert, als er ins Büro trat, wo Achim und Klaus gackernd die Köpfe zusammensteckten. „Oder ist das nur was für euch Mädels.“

 

„Wir haben uns nur über deine Mutter unterhalten“, erwiderte Klaus mit Unschuldsmiene.

 

„Über meine Mutter?“ Jupp schüttelte den Kopf, während er sich auf die Suche nach einem noch unbenutzten Kaffeebecher machte. „Könntet ihr euch statt dessen nicht mal drum kümmern, dass wir frische Tassen haben? Ich bin tierisch müde.“

 

Achim lachte. „Tierisch ist ein gutes Stichwort.“ Er verschränkte die Arme vor der Brust.

 

„Ja“, flocht Klaus ein. „Wir haben uns nämlich gefragt, wieso deine Mutter dich Bärchen nennt.“

 

Jupp hatte zwar keine frische Tasse, aber dafür einen leicht angeschmolzenen Schokoriegel gefunden und versuchte die Verpackung von der klebrigen Masse zu schälen. „Was zum Teufel spielt das für eine Rolle?“, brummte er. „Is’ halt so ein alberner Kosename, wie ihn Frauen ständig für alles mögliche benutzen.“

 

„Aber warum gerade Bärchen?“, bohrte Achim nach.

 

Jupp zuckte mit den Schultern. „Was weiß ich.“

 

„Na, nach einem Bären siehst du bei aller Liebe nicht aus, Jupp“, urteilte Klaus und grinste, als sein Partner das Gesicht verzog. „Es sei denn, sie dachte bei deiner Figur eher an Gummibärchen...“

 

„Macht nur so weiter und ich brauch keinen Kaffee, um meinen Blutdruck aus dem Keller zu kriegen“, knurrte Jupp, der die ganze Unterhaltung allmählich peinlich fand.

 

„Oder an diesen Bären aus der Werbung für Weichspüler“, ergänzte Achim grienend.

 

„Nicht zu vergessen den mit der Kaffeesahne. Ich finde, du hast irgendwie Ähnlichkeit mit ihm. So von der Frisur her.“ Klaus versuchte vergeblich eine ernstere Miene aufzusetzen, als er sah, wie sich Jupps Gesicht mehr und mehr verdüsterte. Er lachte und Achim stimmte mit ein.

 

„Ihr habt sie doch nicht mehr alle. Ich hol mir jetzt irgendwo einen sauberen Kaffeebecher und bis ich zurück bin, seid ihr hoffentlich wieder normal. Das ist hier doch kein Kindergarten!“ Jupp griff nach der Türklinke – wobei er den an seinen Fingern klebenden Schokoriegel ganz vergaß. „Oh, Scheiße.“ Angewidert starrte er auf seine Hand, dann auf die Türklinke. „Is’ das ne Sauerei.“

 

„Hier.“ Neben ihm tauchte Klaus auf mit ein paar Papiertüchern. „War doch nur Spaß“, setzte er in versöhnlicherem Tonfall hinzu. „Komm’ wieder runter.“

 

Jupp schnappte sich die Papiertücher und begann seine Finger daran abzuwischen. „Keine Witze mehr über diesen dämlichen Kosenamen.“

 

Klaus hob beide Hände in einer Ich-ergebe-mich-Geste. „Okay“, sagte er.

 

Jupp öffnete die Tür.

 

„Bärchen.“

 

Er warf einen grimmigen Blick über die Schulter zurück auf seinen grinsenden Partner, dann knallte er die Tür hinter sich ins Schloss. Klaus und Achims hämisches Gelächter überhörte er tunlichst, als er sich auf die Jagd nach dem sauberen Kaffeebecher machte. Es war wieder einmal Zeit, mit seiner Mutter zu reden und sie endgültig davon abzubringen, ihn Bärchen zu nennen. Und dann würde ihm hoffentlich etwas nettes einfallen, das er Klaus unter die Nase reiben konnte. Rache ist Blutwurst.

 

Ende