Titel: Arami

Teile: 2

Autor: Liliane Romano

Feedback: Gerne!

Beta: T'Sihek

Paarung: Star Trek TOS K/S und ...

Rating: PG 13

Zusammemfassung: Spock rettet einen Teenager von einem rassistischen Planeten.

Disclaimer: Das Star Trek Universum gehört mir nicht und ich verdiene damit kein Geld. Ich spiele nur ein wenig mit den sexy Jungs und den netten Mädels die dort wohnen und will keine Rechte verletzen.

 

 

Arami

(Teil 1)

 

Arami schlich sich an die beiden Fremden heran. Sie trugen gute saubere Kleidung und deshalb war er sich sicher, sie hatten Geld bei sich. Sein Magen knurrte, das letzte Geld hatte ihm die gierige Ustra weggenommen. "Für die Miete, Kleiner", hatte sie gegrinst.

Arami konnte nicht verstehen, dass es unter den Leuten seines Volkes, den Miasari, solche schlechten Menschen wie sie gab. Sie wurden doch alle von den herrschenden Bolreni unterdrückt und wie Dreck behandelt. Warum konnten sie sich nicht gegenseitig helfen und sich so das Leben unter den arroganten Herrschern erleichtern?

 

Er griff blitzschnell nach der Tasche, die der eine Fremde mit den seltsamen Ohren gerade abgestellt hatte. Doch die Fremden hatten ihn gehört. Der andere Mann packte Arami an den Armen.

"Das gehört uns. Lass die Tasche los!"

 

Der schlaksige Junge mit den zerzausten schwarzen Haaren versuchte vergeblich, sich aus Kirks festem Griff zu befreien. Als er die Stadtwächter kommen hörte, weiteten sich seine Augen vor Angst und er trat gegen Kirks Schienbein, damit dieser ihn losließ. Doch der Captain der Enterprise tat ihm den Gefallen nicht.

 

Die Wächter kamen hinzu und drehten ihm die Arme auf den Rücken.

"Wen haben wir denn da? Arami, Arami...die Sternenfahrer zu bestehlen wird dir wiedermal die Peitsche einbringen. Ich würde sagen, diesmal kannst du vier Wochen lang nicht arbeiten, denn wer vergnügt sich schon mit dir, wenn du überall rote Striemen aufweist? Deine Wirtin wird dich aus dem Rattenloch werfen in dem du haust, wenn du kein Geld mitbringst. Der Winter steht vor der Tür und ohne ein Dach über dem Kopf wirst du ihn nicht überleben."

 

Die Stadtwächter verbeugten sich vor Kirk und Spock.

"Wir bitten Sie um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Arami wird bestraft werden. Würden Sie bitte mit zur Wache kommen, damit wir alles protokollieren können?"

 

In diesem Moment piepte Kirks Kommunikator. Scotty meldete sich und teilte ihm mit, dass er nach oben kommen müsse.

Kirk warf seinem Ersten Offizier einen besorgten Blick zu.

>Klingonen< formten seine Lippen und Spock nickte. Die Anwesenheit der Klingonen war keine Überraschung. Sie beanspruchten diesen Sektor für sich und die Enterprise wäre ihnen lieber aus dem Weg gegangen. Doch das Schiff war stark beschädigt und so hatten sie Bolren anlaufen müssen, um in einem Dock des Planeten wenigstens das Notwendigste reparieren zu können.

 

"Ich bin gleich oben, Mr. Scott. Sind die Schiffssysteme inzwischen repariert?"

 

"Noch drei Stunden, Captain. Schneller geht es nicht."

 

"Gut. Bereithalten zum Hochbeamen, Scotty, aber nur mich. Mr. Spock muss noch kurz auf dem Planeten bleiben."

 

Kirk drehte sich zu Spock.

"Du gehst mit den beiden Herren zur Wache und kümmerst dich um die Angelegenheit hier."

 

Dann erteilte Kirk den Befehl zum Beamen und mit großen Augen sah Arami, wie der Fremde entschwand.

 

*

Auf der Wache wurde der versuchte Diebstahl protokolliert und dann brachten die Wächter Arami zu einer Richterin. Sie war wie die anderen Bolreni fast zwei Meter groß, hatte feine grüngoldene Haare und in ihrem blassen Gesicht glitzerten spöttisch ein Paar schwarze Augen.

 

"Soso...du schon wieder. Vierzig Peitschenschläge wären diesmal angemessen. Findest du nicht auch?"

 

Arami hätte am liebsten geweint. Vierzig Schläge....Beim letzten Mal waren es zwanzig gewesen und er hatte danach viele Tage lang unter Schmerzen auf dem Bett gelegen.

 

"Findest du die Strafe unangemessen?" fragte die Richterin höhnisch.

 

Spock mischte sich besorgt ein.

"Bitte bestrafen Sie ihn nicht so hart. Er hat es nur aus Hunger getan..."

 

Mit gespieltem Entsetzen sah ihn die Richterin an.

"Aus Hunger? Das ist ja furchtbar! Ein hungriger Junge! Sorgen Sie sich bitte nicht, dass ich ihn zu hart bestrafen werde, Sternenfahrer. Ich werde nichts dergleichen tun. Das widerspräche allem, woran ich glaube!"

 

Die Wachen lachten über den Scherz und die Richterin sagte:.

"Seid ihr Föderierten solche Schwächlinge, dass ihr nicht einmal einen Dieb auf die richtige Art bestrafen könnt? Er ist nur ein Miasari, dumm und minderwertig. Er ist arm und ohne Familie, Ihr Mitleid nicht wert. Seine Eltern wurden vor drei Jahren als Aufrührer hingerichtet und seitdem ist er nicht nur ein Dieb sondern vor allem ein armseeliger Stricher."

 

Arami schwieg, starrte auf den Boden und versuchte, nicht zu weinen.

 

"Oder willst du lieber sechzig Schläge? Vielleicht werden es dann endlich die letzten sein, die wir dir verabreichen müssen", fragte die Richterin hämisch.

 

Der Junge sah erschrocken auf.

"Nein, bitte nicht..."

 

"Na gut, dann wieder zwanzig Schläge und dafür wieder ein gewisses Entgegenkommen deinerseits...", sagte die Richterin und lächelte.

 

Arami nickte stumm, hielt die Tränen nicht mehr zurück.

 

Die Wachen lachten und drängten Spock aus dem Gebäude. Dann kehrten sie zurück und begannen mit der Bestrafung des Jungen.

 

***

Spock lehnte sich an eine Mauer und brachte seine Gefühle unter Kontrolle. Das soeben Erlebte zerrte an seiner Selbstbeherrschung. Nein, so etwas durfte nicht sein und durfte auch nicht mit der Ersten Direktive und einem >Was ist, das ist< entschuldigt werden. Er musste irgendetwas tun, musste dem Jungen helfen. Nur widerwillig griff er nach seinem Kommunikator, um sich nach oben beamen zu lassen. In seine Welt, in der Teenager nicht als Stricher arbeiten mussten und sie ein rassistisches Regime nicht für einen kleinen Diebstahl auspeitschen ließ. Und wo man sie nicht...Spock weigerte sich zu glauben, was er wegen seiner guten Ohren vor wenigen Minuten hatte mit anhören müssen.

 

Da hörte er Aramis Stimme. Der Junge rannte auf ihn zu und sah ihn flehend an.

 

"Nehmen Sie mich mit, bitte..." Er klammerte sich an Spock. Der Vulkanier war erschrocken über den unerwarteten Körperkontakt. Er beherrschte sich, um ihn nicht von sich zu stoßen, so unangenehm die Berührung auch war. Er atmete tief durch und versuchte Aramis Emotionen abzuwehren. Doch er war erleichtert darüber, dass der Junge ihm mit seinem Erscheinen die Entscheidung abnahm. Kurzentschlossen nickte er und ließ zwei Personen hochbeamen.

 

*

Kirk stand im Transporterraum und blickte überrascht auf Spock und den Jungen.

 

"Arami braucht unsere Hilfe, Captain. Am besten, der Doktor kümmert sich um ihn."

Ohne Kirk zu Wort kommen zu lassen, bedeutete er dem Jungen ihm zu folgen und begab sich mit ihm zur Krankenstation.

 

*

"Leg dich auf die Liege, Arami, hab keine Angst. Der Doktor wird dich untersuchen und deine Verletzungen heilen."

Dem Doktor musste Spock nichts erklären. Er sah den Zustand des Jungen und wusste auch von den Verhältnissen auf Bolren. Ohne Fragen zu stellen begann er mit der Untersuchung.

 

"Wie alt bist du?" Fragte McCoy und versuchte, den Jungen mit seinem Lächeln zu beruhigen.

 

"Ich denke...fünfzehn...vielleicht...sechzehn..."

 

***

 

Sie standen sich in Kirks Kabine gegenüber.

"Wir können ihn nicht einfach mitnehmen. McCoy wird ihn zusammenflicken und wir geben ihm etwas zu essen. Dann muss er zurück."

 

Spock schüttelte den Kopf.

"Jim, hast du dich mal mit diesem Planeten beschäftigt? Weißt du was ihn dort erwartet?"

 

Kirk schloss die Augen, atmete tief durch.

"Glaubst du, ich weiß das nicht? Aber wir können nicht einfach einen Minderjährigen von einem fremden Planeten mitnehmen. Bolren gehört nicht mal zur Föderation."

 

"Jim. Wir haben die moralische Pflicht uns um ihn zu kümmern", sagte Spock eindringlich.

 

Hilflos hob Kirk die Arme. Spock hatte recht und dennoch verstieß es gegen die Gesetze der Flotte, gegen die Oberste Direktive und sicher auch gegen die Gesetze auf Bolren. Es könnte ihm und der Föderation viel Ärger einbringen, wenn er Arami mitnahm.

 

Spock wartete auf eine Antwort und sah seinem Captain direkt in die Augen.

"Er braucht Hilfe. Falls es Schwierigkeiten geben sollte, werde ich die Schuld auf mich nehmen."

 

Jim schüttelte den Kopf.

"Das kannst du gar nicht. Die Entscheidung liegt bei mir. Ich bin der Captain."

 

"Wenn du ihn wegschickst, habe ich mich wohl in dir getäuscht", sagte Spock leise.

 

Kirk stöhnte auf.

"Du hast ja recht, Spock....Okay, er kann bleiben...Egal was das Oberkommando sagt."

Spock nickte dankbar.

 

Jim legte ihm den Arm um die Taille.

"Erzähl, was ist auf Bolren geschehen?"

 

"Es war schlimm, Jim. Du weißt, was die Berichte der Nachrichtendienste sagen. Die Bolreni sind zwar auf den ersten Blick höflich zu Besuchern aus der Föderation, aber in Wahrheit missachten sie uns als Schwächlinge. Sie lehnen unser Prinzip von Gleichberechtigung und Gemeinschaft zwischen den Völkern ab. Ihre Weltanschauung ist durch und durch rassistisch. Sie glauben an das Recht des Stärkeren und an ihre Überlegenheit anderen gegenüber. Die Miasari leiden schon seit langem unter ihnen.

Ich wurde aus dem Gebäude gedrängt, als man Arami zur Strafe auspeitschen wollte. Ich war wegen des Jungen besorgt. Mit Recht. Als ich weg war, wurde er erst ausgepeitscht und dann von den Wärtern und sogar von der Richterin...sexuell missbraucht. In diesem Moment empfand ich zum ersten Mal Wut wegen der Ersten Direktive, die es mir verbot, einzugreifen. Mehr als Wut. Da rannte Arami plötzlich auf mich zu..."

Mit einem traurigen Blick sah Spock seinen Freund an und Jim schloss ihn in seine Arme.

 

"Er vertraut dir, Spock. Das macht dich zu seiner Bezugsperson. Besser du kümmerst dich um ihn, als ein für ihn Unbekannter."

 

*

Nach der Behandlung durch Dr. McCoy wollte Spock den Jungen in ein Gästequartier bringen. Doch Arami wollte lieber bei Spock sein und so brachte ihn der Vulkanier in seine Kabine. Er rief die Quartiermeisterin und sie besorgte ein Bett und Kleidung für den Jungen. Weil er noch den Schmutz des Planeten an sich trug, geleitete Spock ihn zuerst ins Bad. Er zeigte ihm die Funktion der Wasserdusche und legte ihm Seife und Handtücher hin.

 

"Ich habe eine Besprechung mit den anderen Offizieren und bin bald zurück", sagte er zu ihm.

 

Arami nickte. Er zog sich aus, als Spock das Bad verlassen hatte und stellte sich unter die Dusche. Das heiße Wasser massierte seinen geschundenen Körper und die duftende Seife entspannte seinen Geist. Erst vor zwei Stunden hatte er noch in der Hölle gelebt. Jetzt war er hier. Es war warm und friedlich und ein sanfter fremder Sternenfahrer beschützte ihn.

 

*

Als Spock zurück in seine Kabine kam, saß der Junge vor dem Computer.

"Ich hoffe, du hast nichts dagegen...?"

 

"Nein, natürlich nicht", sagte er sanft.

 

Arami lächelte Spock an.

"Vor dem...Tod meiner Eltern habe ich ein paar mal an einem Computer gesessen. Eigentlich erlauben die Bolreni uns Miasari keine Technik und auch kaum Bildung. In den Schulen lernen wir nicht mehr als ein bisschen lesen und schreiben. Aber ein Bolreni, der auch im Widerstand arbeitete, hatte meinen Eltern einen Computer besorgt. Daran haben sie mich und andere Miasari unterrichtet. Eines Tages wurde der Bolreni erwischt und kurz darauf wurden auch meine Eltern enttarnt..."

 

Aramis Stimme wurde leise.

"Ich sah sie das letzte Mal, als die Soldaten sie verprügelten. Sie wurden ins Gefängnis gebracht und zwei Tage später erschossen... Meine Eltern gehörten zu den wichtigsten Rebellen. Ihr Tod hat die Widerstandsbewegung lange Zeit gelähmt."

 

Dann stand er plötzlich auf und umarmte Spock heftig.

"Ich bin so froh hier zu sein..."

 

Wieder hätte Spock ihn am liebsten weggestoßen, doch ihm war klar, dass Arami das nicht verstehen würde. Widerwillig legte Spock die Arme um den Jungen und dieser schmiegte sich noch dichter an ihn. Eine Weile standen sie so und Spock bemühte sich, Aramis Emotionen abzuwehren.

Dankbarkeit und unbändige Freunde strömten auf ihn ein. Der Junge war so glücklich hier zu sein.

Spock löste vorsichtig die Arme des Jungen von seinem Körper.

"Ich hatte gehofft, du schläfst schon. Du bist erschöpft und noch nicht vollständig gesund. Der Schlaf ist notwendig. Bitte leg dich hin. Ich werde noch ein wenig meditieren."

 

Doch Arami schüttelte den Kopf.

"Ich kann jetzt nicht schlafen, ich bin hungrig."

 

Spock zog eine Augenbraue hoch. Das hatte er doch tatsächlich vergessen! Er entschuldigte sich innerlich damit, dass seine ganze Aufmerksamkeit von der Abwehr von Aramis Emotionen beansprucht war. Er rief seinen Yeoman, damit dieser eine Mahlzeit für Arami brachte. Eine große Mahlzeit. Arami staunte über das gute und reichliche Essen und konnte sich an nichts vergleichbares erinnern.

 

*

Am Abend bat Arami den Vulkanier, in dessen Bett schlafen zu dürfen. Als Spock den von Sehnsucht nach Wärme und der Angst vor Einsamkeit geprägten Gesichtsausdruck des Jungen sah, stimmte er widerwillig zu.

 

Arami kuschelte sich im Bett an Spock. Erschrocken drückte der Vulkanier den Jungen zurück auf die andere Hälfte des Bettes.

 

"Bitte, Arami, das darfst du nicht tun. Du kannst es nicht wissen, aber man darf Vulkanier nicht berühren. Das gehört zu den Eigenheiten meiner Spezies."

 

Arami war enttäuscht, aber rutschte widerspruchslos ein Stück beiseite. Nach einer Weile tastete seine Hand sachte nach der von Spock. Der Vulkanier zog sie weg.

 

"Arami... bitte berühre mich nicht."

Der Junge antwortete nicht und rollte sich zusammen. In der Nacht hörte Spock ihn leise weinen. Spock wusste, dass ein Mensch ihn jetzt in den Arm genommen hätte. Aber er als Vulkanier konnte es nicht tun. Berührungen waren exklusiv und kein Vulkanier würde sie jemand anderem als seinem Partner schenken.

 

***

Zur Erleichterung aller gelang es der Enterprise, einer Begegnung mit den Klingonen aus dem Weg zu gehen.

Sie waren inzwischen auf dem Weg zu ihrem nächsten Forschungsauftrag, dem unbewohnten Klasse M Planeten Orange Air, den ein kleines Forschungsschiff vor einiger Zeit kartografiert und kurz besucht hatte. Der Flug dorthin würde – mit einigen anderen kleineren Aufträgen zwischendurch - sieben Wochen dauern und sie würden dort umfangreiche Untersuchungen vornehmen, denn dieser Planet schien wie kaum ein anderer für eine Kolonisierung geeignet.

 

Nach seinem täglichen Dienst kümmerte sich Spock um Arami. Er vermittelte ihm Bildung und Grundkenntnisse über die Föderation. Der Junge staunte über das gleichberechtigte Zusammenleben verschiedener Spezies und wünschte sich, so könnte es überall sein. Der Gedanke, dass die Menschen auf Bolren ebenso gleichberechtigt zusammenleben könnten, gefiel Arami sehr. Er verschwendete keinen Gedanken an Rache. Spock war darüber angenehm überrascht.

 

Arami erzählte Spock vom Leben seines Volkes unter der Diktatur der Bolreni. Die Unterdrücker enthielten ihm jegliche Rechte vor und zwangen viele von ihnen zur Zwangsarbeit.

Er erzählte von der tiefen Armut und der Rechtlosigkeit, zu der die Miasari durch die Bolreni verurteilt worden waren. Arami sagte auch, dass es unter den Miasari keine Ärzte gab und es bekamen nur jene Miasari einen Bolreni - Arzt zu sehen, die in den Haushalten reicher Bolreni arbeiteten, denn diese wollten sich bei ihren Knechten nicht mit einer Krankheit anstecken.

 

Wenn der Vulkanier keine Zeit hatte, kümmerten sich Uhura oder Christine Chapel um Arami. Der Junge nahm die ihm gebotene emotionale Wärme der beiden Frauen dankbar an.

Er aß regelmäßige gesunde Mahlzeiten und war zum ersten Mal in seinem Leben richtig satt. McCoy hatte seinen Vitamin- und Mineralstoffbedarf analysiert und Arami nahm zusätzlich einen Nährstoff – Cocktail ein. Einige Spurenelemente darin waren kaum bekannt und mussten extra im Labor hergestellt werden. Doch der Computer hatte ihm mitgeteilt, der Junge bräuchte sie unbedingt für seine Entwicklung.

Der Erfolg schien ihm recht zu geben, denn Arami veränderte sich. McCoy untersuchte seinen Zustand und staunte immer wieder aufs Neue, denn er begann ungewöhnlich schnell zu wachsen und von Spock erfuhr er, dass sich Aramis Aufnahmefähigkeit beim Lernen ständig steigerte. Es war, als hätte sein Körper nur die richtige und genügend Nahrung gebraucht.

 

Wie erwartet reagierte das Oberkommando ablehnend auf seine Anwesenheit auf der Enterprise und deshalb hatte Spock Kontakt zu seinem Vater aufgenommen. Dieser hatte sich daraufhin persönlich bei der Admiralität für Arami eingesetzt. In einigen Wochen würde er auf einer Föderationskolonie von Bord gehen und dort ein neues Leben beginnen.

 

***

 

Jede Nacht kroch Arami zu Spock, streichelte dessen Arm, ein wenig nur, wusste, der Beschützer würde ihn sonst zurückweisen. Spock errichtete Schilde um seinen Geist und nach einer Weile gelang es ihm, Aramis Anwesenheit und seine kurzen Berührungen zu akzeptieren. Es fiel ihm schwer, soviel Nähe zuzulassen.

Er hatte mit Jim darüber gesprochen und sein Freund hatte ihn nachdenklich angesehen.

 

"Du bist der erste Mensch seit langer Zeit, dem er vertrauen kann und der erste, der ihn beschützt. Doch da ist mehr. Er liebt dich. Du bist für ihn mehr als ein Beschützer."

 

Eines Nachts, als Spock und Arami wieder nebeneinander im Bett lagen, rückte der Junge ungewöhnlich dicht an ihn heran. Er drehte sich auf die Seite und schmiegte sich an ihn, legte sacht einen Arm auf Spocks Bauch.

 

"Spock..."

 

"Schlaf, Arami."

Er wollte den Arm des Jungen zurückschieben, doch dieser umklammerte den Vulkanier.

 

"Vor einem Jahr war ich noch nicht allein gewesen. Da war Idran. Wir haben zusammen in dem Zimmer gelebt. Aber im letzten Winter ist Idran gestorben. Er war krank und hätte Wärme gebraucht. Aber es war kein Geld da, um Holz zum Heizen kaufen. Ich habe ihn gewärmt, aber es hat nicht genügt. Er war immer für mich da gewesen, hat mich getröstet, wenn mir jemand weh getan hatte. Nachts haben wir uns aneinander geschmiegt. Ein Gefühl...so schön. Ich möchte das so gern wieder erleben.

Wenn die Bolreni mich angefasst haben, war das ganz anders gewesen.

Als er tot war, wäre ich am liebsten auch gestorben. Ich war so allein. Jetzt bist du für mich da. Ich bin so froh. Bitte verlasse mich nicht."

 

Spock war berührt von dem Vertrauen, das der Junge ihm entgegenbrachte.

 

"Ich verlasse dich nicht. Ich werde dich beschützen. Und jetzt versuch zu schlafen, Arami."

 

"Ja....Spock...ich wollte dir aber noch sagen..."

 

Er unterbrach sich und schwieg.

 

"Was wolltest du sagen?" fragte Spock leise.

 

"Ich wollte sagen...Ich liebe dich."

 

Er stützte sich mit der einen Hand auf, beugte sich blitzschnell zu dem Kopf des Vulkaniers und küsste ihn auf den Mund.

Scheu. Kurz.

Dann legte er sich mit einem deutlichen Abstand neben ihn.

 

"Gute Nacht, Spock."

 

"Gute Nacht, Arami."

 

Spocks Gedanken rasten. Das konnte er nicht akzeptieren! Was sollte er nur tun? Sein Freund wüsste ganz sicher Rat. Spock wollte den Jungen nicht verletzen, aber er würde ihm unmissverständlich sagen müssen, dass er das nicht durfte.

Und wie würde der Junge reagieren, wenn er erfuhr, dass er und Jim eine Paar waren?

 

Der Vulkanier tat, als ob er eingeschlafen war und versuchte, eine Lösung für das Problem mit Aramis Annäherungsversuchen zu finden.

Er hoffte, der Junge würde für den Rest der Nacht Abstand halten. Aber er bereute es bald, denn er spürte die Erektion des Jungen an seinem Schenkel. Der Junge rieb sich vorsichtig an ihm, sein Atem beschleunigte sich. Spock war das furchtbar peinlich und so wagte er es erst nicht, etwas zu unternehmen. Doch zum Glück stand Arami auf und ging ins Bad.

Spock atmete durch. Dann hörte er, wie Arami im Badezimmer seiner Lust freien Lauf ließ, Spocks Namen und den von Idran rufend.

Nach einigen Minuten kam der Junge zurück und legte sich wieder neben ihn. Kurz darauf war er eingeschlafen.

 

*

Spock hatte seinem Freund am nächsten Morgen in dessen Kabine die Situation geschildert.

 

"Was soll ich tun? Wie soll ich ihn zurückweisen ohne ihn zu verletzen?"

 

"Erklär ihm noch mal, dass du ihn zwar magst, aber seine Berührungen nicht akzeptieren kannst."

 

"Soll ich ihm sagen, dass ich mit dir zusammen bin?"

 

Jim schüttelte den Kopf.

"Das macht ihn nur noch trauriger. Kann auch sein, dass er es längst weiß. Es wird ihm sicher Schmerzen bereiten, wenn du ihn zurückweist. Das ist normal bei Liebeskummer. Als ich früher noch glaubte, du würdest meine Gefühle nicht erwidern, hatte ich auch Liebeskummer."

 

Der Vulkanier nickte.

"Es ging mir ähnlich."

Er lächelte Jim fragend und etwas unsicher an.

"Hast du etwas Zeit für...für uns...?"

 

 

+++Jim schmunzelte. Spock tat meist so, als ob er seine Gefühle unter Kontrolle hatte – sogar wenn es um seinen Freund ging. Lange Zeit hatte er sich jedes Mal erst von Jim verführen lassen, bevor er seinen Wünschen freien Lauf ließ. Aber eines Tages beschloss Jim ihn zappeln zu lassen. Er verhielt sich zu Spock zwar wie sonst auch, verführte ihn aber nicht. Spock war nicht lange verwirrt. Schnell verstand er Jims Absicht. Er stieg darauf ein und lud seinen Freund zu einem Candle – Light – Dinner ein. Kirk hatte das auch schon getan und so kannte er das Muster. Jim ließ sich willig verführen und Spock fand Gefallen an dem aktiven Part.+++

 

Fortsetzung in Teil 2

 

 

 

Arami

(Teil 2)

 

Header siehe Teil 1

 

 

*

Nach Spocks eindringlichen Worten näherte sich Arami ihm nicht mehr, berührte ihn nur kurz vor dem Einschlafen. Er merkte, dass Spock sein "Nein" ernst meinte. Traurigkeit und Enttäuschung legten sich auf sein Gesicht.

 

Bald darauf war die Enterprise im Orbit um Orange Air angelangt.

 

Arami wäre Spock am liebsten vor Freude um den Hals gefallen, als er ihm erlaubte, mit auf den Planeten zu beamen und hüpfte vor Freude in den Transporterraum. Dann beamte er zusammen mit Kirk, Spock, Chekov und zwei Sicherheitsleuten hinunter.

 

Sie materialisierten auf einer Lichtung. Die für Orange Air typischen länglichen orangefarbenen Blütenpollen tanzten durch die Luft und hüllten die Raumfahrer ein. Die leuchtende Farbe gab ihnen das Gefühl eines irdischen Sommerabends und wenn sie ein wenig blinzelten, schien es, als ob die Luft orange sei, so viele Pollen schwebten umher. Ringsum standen Bäume und Sträucher. Abgesehen von einigen Nuancen in Farben und Formen glich der Planet der Erde. Die Blätter der größten Bäume schimmerten blau, die der kleinsten in hellem Gelb. Die meisten Pflanzen waren unterschiedlich grün wie auf der Erde. Irgendwo in der Ferne murmelte ein Bach und Vogelschwärme flogen über sie hinweg. Ein wunderschöner Planet. Kirk begann jetzt schon, die künftigen Siedler zu beneiden.

 

Ehrfurchtsvoll und vorsichtig schritt Arami über die Lichtung und konnte sich nicht satt sehen an der unverfälschten Natur und dem tanzenden Orange. Er breitete die Arme aus und drehte sich mit geschlossenen Augen im Kreis.

Jim sah die Freude des Jungen und lächelte Spock zu. Sie wussten, Arami hatte in seinem bisherigen Leben kaum mehr kennengelernt als Schmutz und Gewalt in einem elenden Stadtteil einer Metropole auf Bolren und jetzt erlebte er die Schönheit der freien Natur.

Kirk ließ sich von Aramis Freude anstecken. Er bedeutet Spock, ihm zum Waldrand zu folgen. Kaum dort, im Schutz der Bäume, angekommen, zog er ihn erst in seine Arme und dann in das für Orange Air typische wollweiche Gras. Doch Spock befreite sich schon nach wenigen Sekunden aus der Umarmung, denn er hatte gehört wie einer von den Sicherheitsleuten näher kam. Zwar hielten sie ihre Beziehung nicht geheim und auf den Raumschiffen der Sternenflotte wurde das Privatleben als etwas angesehen, das niemand anderen etwas anging, doch es so offen zu präsentieren, lehnte er als Vulkanier kategorisch ab.

 

"Wir haben bald wieder Zeit für uns", flüsterte er Jim noch zu bevor er ihn auf Abstand brachte. Dann spazierten sie weiter durch den Wald und während Jim sich neugierig umsah und den prächtigen Planeten genoss, ließ Spock den Blick nicht von seinem Tricorder. Er war auf der Suche nach den Pflanzen, zu denen die orangefarbenen Pollen gehörten.

 

"Jim, theoretisch müssten die Pflanzen, von denen die Pollen stammen, in großer Anzahl zu finden sein. Doch auch ich habe, ebenso wie die Wissenschaftler der ersten Mission, die Pflanzen noch nicht gefunden. Sie haben es auch versäumt, die Pollen genauer zu untersuchen. Ein Versäumnis, das einem Wissenschaftler nicht passieren darf."

 

Jim lächelte.

"Sei nachsichtig, die Leute damals haben sich bestimmt von den orangefarbenen Tänzern zu sehr ablenken lassen."

 

Spock versuchte, einige von den Pollen einzufangen, doch er bekam sie nicht zu fassen. Als Spock merkte, dass er sich seiner vulkanischen Würde beraubte, wenn er weiterhin versuchte, die Pollen mit den Händen einzufangen, ließ er für den Moment davon ab.

 

"Was sagt denn dein Tricorder über die Pollen?"

 

Spock studierte aufmerksam die Anzeigen.

 

"Nicht genug um die dazugehörigen Pflanzen zu finden. Klar ist nur, dass die Pollen aller anderen Pflanzen weiß, gelb oder hellgrün und in deutlich geringerer Menge vorhanden sind. Ich frage mich, ob es überhaupt einfache Pollen sind. Immerhin besitzen sie keinerlei Allergene, wie bei Pollen sonst üblich."

 

"Pollen ohne Allergene? Das ist in der Tat ungewöhnlich. Aber wenn es keine Pollen sind, was könnten sie dann sein?"

 

"Möglicherweise eine unbekannte Pflanzenart. Ich muss sie im Labor untersuchen um genauere Informationen zu bekommen."

 

"Fliegende Pflanzen?"

 

"Vielleicht. Die Untersuchungen werden es zeigen."

 

Als sie bald darauf wieder auf der Lichtung auftauchten, wurden sie von Chekov eifrig heran gewunken.

 

"Captain, Arami hat uns etwas unglaubliches erzählt."

 

Arami schaute sie mit großen Augen an.

"Ich hatte mich ins Gras gelegt. Sie tanzten um mich herum und dann war ich in ihrem Geist."

 

"Wer sind >sie<?" fragte Kirk.

 

Arami deutete auf die Luft.

"Die Fliamorans. Die orangenen Pollen."

 

"In deinem Geist? Haben sie mit dir gesprochen?" fragte Spock.

 

"Nein, es war keine Telepathie. Nicht so, wie du es mir mal erklärt hast.

Ich war plötzlich in ihnen drin, es war, als ob ich dazu gehörte, und deshalb wusste ich auch, wie sie sind und was sie wollen. Ich dachte wie sie und fühlte wie sie. Sie sind sehr glücklich, dass wir hier sind und es ihnen endlich gelungen ist, mit uns Kontakt aufzunehmen. Sie ahnten, dass es auf anderen Planeten intelligentes Leben gibt. Aber sie können den Planeten nicht verlassen um mit ihm Kontakt aufzunehmen, können nicht wie die humanoiden Spezies Raumschiffe bauen.

Sie sind begeistert über unsere Ankunft. Wenn wir uns an ihre Regeln halten und nur dort siedeln wo sie es erlauben, sind wir willkommen."

Arami schwieg und blickte verwirrt zu Boden.

 

"Doctor McCoy hatte Arami nach dessen Ankunft auf der Enterprise gründlich untersucht und keine Anzeichen telepathischer Fähigkeiten festgestellt", sagte Spock und eine Idee formte sich in seinem Kopf.

 

"Es war wie ich gesagt habe", beharrte derJunge.

 

"Leg dich nochmal ins Gras und entspann dich. Vielleicht gleitest du wieder in ihren Geist", sagte Kirk sanft.

 

Arami legte sich hin und schloss die Augen. Über ihm verdichteten sich die Pollen und schienen sich zu verlangsamen. Einige sanken auf ihn nieder und konzentrierten sich auf seinem Bauch.

 

"Ich bin bei ihnen."

Er atmete ruhig und seine Hände lagen locker im Gras.

 

"Was kannst du uns über die Fliamorans sagen? Was siehst du?"

 

"Sie sind eine Art Pflanzen und alle miteinander verbunden. Sie schweben den ganzen Tag über den Planeten, erforschen und beobachten ihn. Sie lernen und träumen. Wie wir. Sie ernähren sich nur von den Bestandteilen der Luft, von winzigen Insekten und von Pflanzenteilen wie Pollen. Sie vermehren sich einfach in dem sie sich teilen. Das tun sie immerzu, um ihre Zahl gleich zu halten. Also anders als bei uns."

 

Arami lachte hell auf.

 

Kirk und Spock, Chekov und die Sicherheitsleute lauschten fasziniert Aramis Worten, die das Leben der Fliamorans, der orangenen pollenartigen Aliens erzählten. Sie wurden in den Kosmos dieser andersartigen Wesen versetzt, der ihnen von Arami geschildert wurde. Der Junge war unter ihnen und ließ die Menschen teilhaben an ihrem Leben.

 

"Ich sehe es vor mir. Sie fliegen über den großen flachen See auf der anderen Seite des Planeten. Da gibt es immer was zu entdecken. Die Fische versuchen sie zu schnappen und meist kriegen sie auch einige. Aber das stört sie nicht und sie fühlen auch keine Schmerzen. Sie teilen sich dann selbst und sind wieder genauso viele wie vorher...

 

Sie gleiten in endlosen Flügen über die Steppen in der Mitte der größten Landmassen. Dort leben wilde Vierbeiner und deren hellblaues Fell passt so gut zum orange...

 

...Sie erkunden die Höhlen am Rande des Nordmeeres, wo viele von ihnen von kleinen schnellen Tieren eingefangen werden und als weiche Ausstattung in deren Schlafplätzen benutzt wurden. Die Fliamorans lachen wenn sie das sehen. Die rotbraunen Tiere rollen sich auf einer dicken Schicht aus toten Fliamorans zusammen und schlafen friedlich. Die Fliamorans finden das reizvoll...

 

...Sie fliegen durch die dichten Wälder des Ostens, dort ragen die Bäume bis fast in den Himmel und...

 

...sie reisen mit den Vögeln über sanfte Hügel im Westen und dienen ihnen im Frühling auf ihren Reisen zurück aus den warmen Gebieten des Planeten als Nahrung..."

 

Arami erlebte die unendliche Freude der Fliamorans, als das erste Forschungsschiff der Föderation ankam. Sie wünschten sich so sehr Kontakt zu diesen Wesen. Er spürte ihre Enttäuschung, als es ihnen nicht gelang, weil niemand von denen sie verstand.

 

Dann kam die zweite Mission und mit ihr ein Wesen, das sie verstehen konnte....

 

*

 

Kirk schwieg beeindruckt. Es war fast Alltag, Kontakt zu humanoiden Spezies herzustellen, doch zu nichthumanoiden Spezies konnten kaum Kontakte hergestellt werden.

Arami, dem Jungen, der 15 Jahre lang in der rassistischen Hölle auf Bolren gelebt hatte, war es gelungen. Sie wussten nicht, woher er diese Fähigkeit hatte, die sich viele Forscher wünschten. Selbst Telepathen wie die Vulkanier waren nicht in der Lage, problemlos in den Geist anderer Spezies zu gleiten. Sicher, mit einem Mindmeld konnten sie vieles verstehen, doch der konnte gefährlich werden und hätte ihnen in diesem Fall auch nicht geholfen.

 

"Faszinierend. Die Fliamorans sehen Leben und Tod völlig anders als wir. Sie haben keine Individualität, kennen keine Trauer über den Verlust ihrer Gefährten.Trotzdem sind sie wissbegierig und wünschen sich wie die humanoiden Spezies Kontakt zu Außerirdischen. Weil sie nichts bauen, verändern sie ihren Planeten nicht, sind sogar ein Bestandteil der Nahrungskette. Aber nicht ganz oben wie die Humanoiden sondern ganz unten", sagte Spock und konnte die Faszination nicht ganz aus seiner Stimme verbannen.

 

Kirk nickte und riss sich aus seinen Gedanken. Er bat Arami, den Fliamorans für den Kontakt und für ihre Erlaubnis auf Orange Air zu siedeln, zu danken.

 

Dann drehte er sich zu Spock.

"Wieso hat Arami plötzlich diese Fähigkeiten? Ist er eine Ausnahme oder haben die anderen Miasari diese versteckte Fähigkeit auch?" fragte er seinen Ersten Offizier.

 

"Aramis veränderte Lebensumstände könnten die Ursache sein. Ich habe da eine Idee... Ich brauche Daten über Flora und Fauna von Bolren. Besser gesagt, der Doktor braucht sie. Das ist eher sein Fachgebiet. "

 

Kirk freute sich über den Bericht, den er an das Hauptquartier senden würde. Ein solcher Erstkontakt war ungewöhnlich und würde die Flottenwissenschaftler begeistern. Sie beamten nach oben und machten sich an die Arbeit.

 

***

Der Vulkanier überspielte McCoy die Daten über Bolrens Flora und Fauna ins Labor und begab sich danach in sein Quartier. Arami wartete dort auf ihn. Er saß mit gekreuzten Beinen auf dem Bett und starrte blind auf die Wand.

Spock setzte sich neben ihn und Arami senkte den Kopf.

 

"Wieso kann ich das? Und bin ich der einzige, der das kann?"

 

"Der Doktor forscht zur Zeit nach der Ursache für deine Fähigkeit. Im Moment kann ich dir nicht mehr sagen."

 

"Ich würde dich so gern küssen", flüsterte Arami unerwartet.

 

"Ich möchte das nicht", sagte der Vulkanier bestimmt.

Er wollte den Jungen nicht verletzen, doch das musste er akzeptieren.

 

Arami drehte sich zu ihm und berührte seine Wange.

"Spock, ich liebe dich. Du hast mir gegeben was ich brauche. Ich fühle mich so geborgen und sicher bei dir. Ich werde dir auch alles geben was du brauchst. Ich werde dich berühren, dich so glücklich machen, wie du mich glücklich gemacht hast.

Ja, ich weiß, du bist mit dem Captain zusammen, aber das stört mich nicht. Ich werde nicht eifersüchtig sein, wenn du mit ihm schläfst und wenn ich mal für eine Weile nichts von dir habe, macht das auch nichts. Ich liebe dich, ich brauche dich. Ich..."

 

Spock zog ihn auf die Beine und schüttelte ihn.

 

"Arami! Das geht nicht! Wir werden keine Beziehung zu Dritt führen und du wirst mich nicht küssen und berühren. Du klammerst dich an mich, weil ich dich von Bolren weggebracht habe. Aber du bist kaum 16 Jahre alt, hast in deinem jungen Leben schon so viele Schmerzen erlebt, du kannst nicht zwischen Dankbarkeit und Liebe unterscheiden und nicht zwischen Lust und Freude! Du wirst später jemanden finden, mit dem dich mehr verbindet als mit mir. Was du für mich fühlst ist vor allem Dankbarkeit."

 

"Es ist mehr als Dankbarkeit. Ich liebe dich", flüsterte Arami.

 

Spock setzte zu einer Erwiderung an, da meldete sich McCoy.

 

"Spock, ich glaube, ich habe gefunden wonach wir gesucht haben. Würden Sie ins Labor kommen?"

 

"Sofort, Doktor. Wir sind gleich da."

 

*

Sie setzten sich an einen Tisch und McCoy hielt Arami ein Reagenzglas unter die Nase.

 

"Dieses Spurenelement, dessen Namen ich nicht kenne, ist in vielen Pflanzen auf Bolren zu finden. Aber sie alle wachsen auf dem tropischen Kontinent Miasaren. Der Computer sagte mir damals, als ich dich untersucht hatte, du würdest es für deine Entwicklung brauchen. Ich habe es einfach hergestellt und deinem täglichen Gesundheitscocktail beigemischt."

 

Arami nickte.

"Vor 3000 Jahren kamen die Bolreni übers Meer nach Miasaren, haben uns mit ihren überlegenen Waffen überfallen und in die Sklaverei auf ihren Kontinent Lugoren verschleppt. Wen sie nicht fangen konnten, haben sie getötet. Hundert Jahre nach nach ihrem Überfall gab es keine Miasari mehr auf Miasaren.

Die Welt hat sich mit der Zeit geändert, doch wir Miasari gelten für die Bolreni noch immer als minderwertig. Sie tun so, als seien sie was besseres. Mit der Zeit haben es viele Miasari geglaubt und sich immer weniger gegen die Unterdrücker gewehrt. Sie arbeiten meist in den Bergwerken und auf den Plantagen.

An den Küsten unserer Heimat siedelten sich damals die reichen Bolreni an. Heute kann sich fast jeder Bolreni dort Urlaub leisten. Sie lieben das Paradies, das sie uns gestohlen haben. Sie haben Gärten angelegt, denn in dem Klima dort gedeiht fast alles. Aber wir Miasari durften nie mehr dorthin zurück."

 

"Kein Miasari seit 3000 Jahren kann dieses Spurenelement aus Pflanzen zu sich nehmen, die nur in ihrer ursprünglichen Heimat wachsen. Im übrigen gibt es in den bolrenischen Datenbanken fast keinen Hinweis auf das Spurenelement und die Pflanzen, in denen man es findet. Die Föderationsdaten über die Vegetation auf Bolren stammen von geheimen Forschungen. Als der Computer Aramis Nährstoffbedarf errechnet hat, griff er auf diese Daten zurück und deshalb habe ich entsprechend seinen Angaben dieses Spurenelement dem Nährstoffcocktail  hinzugefügt. Ich konnte nicht wissen, dass die Miasari auf Bolren überhaupt keinen Zugang dazu haben und erst recht nicht, wie es wirkt. Der Computer jedoch hat einfach alle Daten abgeglichen und mir sein Ergebnis präsentiert.

 

Ach ja, einige Hinweise auf die Pflanzen gibt es auf Bolren durchaus, aber nur in sehr alten Aufzeichnungen. Vor 600 Jahren verschwanden die Pflanzen jedoch aus den Büchern. Mit einem Mal. Das war zu der Zeit, als die Bolreni mit der systematischen naturwissenschaftlichen Erforschung des Planeten begannen. Auch Miasaren wurde damals erforscht."

 

"Die Bolreni haben die Pflanzen untersucht und die Wirkung des Spurenelements auf die Miasari entdeckt. Sie wussten, würden die Miasari Zugang zu ihrer natürlichen Nahrung bekommen, wären die Tage der bolrenischen Herrschaft gezählt. Deshalb haben sie alle Daten vernichtet, die auf das Spurenelement hinweisen. Ich hatte so etwas vermutet", sagte Spock.

 

"Ja. Aufzeichnungen über die Forschungen gibt es keine."

 

"Doktor, ich nehme an, auf die Bolreni wirkt dieses Spurenelement nicht?"

 

"Ich habe unsere Daten über die Bolreni mit denen der Miasari verglichen und einige Experimente durchgeführt. Nein, es wirkt nicht. Bei den Bolreni können sich Fähigkeiten wie bei Arami nicht entwickeln.

Die Miasari selbst wissen nichts von den Fähigkeiten ihrer Vorfahren. Schließlich hatten diese keinen Kontakt zu außerirdischen Spezies, konnten von jener Fähigkeit nichts wissen."

 

"Wirkung?"

Arami bekam große Augen.

"Meinen Sie, das Spurenelement aus den Pflanzen bewirkt, dass die Miasari solche Fähigkeiten entwickeln wie ich?"

 

"Ja. Es ist notwendig, damit dein Volk alle seine Fähigkeiten nutzen und entwickeln kann", bejahte Spock

 

"Deshalb durften wir nicht nach Miasaren. Jetzt verstehe ich das."

Arami sprang auf und ballte die Fäuste. Zum ersten Mal glitzerte Wut in seinem sonst so ruhigen Gesicht.

 

"Sie haben unser Volk verkrüppelt! Sie haben unsere Entwicklung verhindert!"

 

Er sank wieder zurück auf den Stuhl und stützte den Kopf in die Hände.

McCoy schaute Spock betroffen an.

 

"Es geht leider noch weiter. In den Pflanzen auf Miasaren gibt es noch andere Stoffe, die für die Miasari wichtig sind. Wir haben alle gesehen, wie Arami in den letzten Wochen gewachsen ist und immer schneller gelernt hat. Für die Entwicklung seines Volkes ist es notwendig, dass sie Pflanzen ihrer Heimat zu sich nehmen. Tun sie es wie in den letzten 3000 Jahren nicht, können sie nicht ihr volles geistiges und körperliches Potential entwickeln, konnten auch kaum gegen die Bolreni kämpfen. Man kann die Stoffe natürlich auch im Labor herstellen..."

 

"...und dann bringen wir sie heimlich in die Atmosphäre von Bolren! Einige Zeit später werden sie wirken und mein Volk wird stark genug sein, gegen die Bolreni zu kämpfen!"

 

Wieder sprang er auf.

"Zuerst werden wir..."

 

Aufgeregt ratterte er seine Ideen für ein neues Bolren herunter. Zuerst würde er alle politischen Gefangenen freilassen, den Miasari alle Rechte geben, sie mit Lebensmitteln von ihrer Heimatwelt versorgen, die Preise für die notwendigsten Dinge kontrollieren....

 

Spock und McCoy hörten ihm zu und schauten sich schweigend an, dann nickte der Vulkanier dem Arzt zu und der begann zu sprechen.

 

"Arami...so geht das nicht."

 

"Glauben Sie, wir werden erwischt?"

 

"Nicht deshalb. Es verstößt gegen jedes Recht in der Galaxis, auch gegen die Erste Direktive der Föderation, heimlich einen Stoff in der Atmosphäre oder im Wasser eines fremden Planeten auszusetzen. Das ist eine Grenze die niemals überschritten werden darf. Bisher haben sich auch die größten Feinde daran gehalten."

 

Arami starrte ihn verwirrt an.

"Aber unser Volk wird unterdrückt! Kann man da keine Ausnahme machen? Es schadet doch niemandem, es nützt sogar! Unser Planet wird sich verändern. Miasari und Bolreni werden friedlich zusammenleben. Das ist doch wert, oder?"

 

"Nein, Arami. Eine direkte Einmischung ist undenkbar. Die Völker deines Planeten müssen die Veränderungen selbst herbei führen.

Es wird einen anderen Weg geben, deinem Volk zu helfen. Die Miasari dürfen es tun, also auch du, mit deinen eigenen Fähigkeiten. WIR dürfen es nicht. Du wirst zwar sicher von der Föderation Hilfe bekommen, aber das meiste ist die Aufgabe der Miasari.

Sag mir, Arami, gibt es auch Bolreni die mit der Unterdrückung nicht einverstanden sind?" fragte McCoy.

 

"Ja. Manche helfen uns, indem sie uns auf den Plantagen und in den Bergwerken gut behandeln oder verhindern, dass andere Bolreni uns quälen. Es gibt auch Anwälte, die uns verteidigen, ein paar Ärzte, die uns helfen und einige wenige kritische Journalisten. Sie werden drangsaliert, aber wir sind sehr froh über diese Bolreni. Weil durch sie unser Leben leichter wird und weil wir sehen, dass nicht alle Bolreni Unterdrücker sind."

 

"Und ihr habt eine geheime Befreiungsfront, die mit den guten Bolreni zusammenarbeitet. Das sagen die Daten aus, die die Föderation über Bolren hat", sagte Spock.

 

"Ja, eine sehr geheime Befreiungsfront, die mit wenigen guten Bolreni zusammenarbeitet."

 

"Aber ihr seid stark genug. Sonst würden euch die Mächtigen nicht so viel Beachtung schenken und es wäre für sie auch nicht wichtig, Aufrührer hinzurichten. In einigen Jahren, wenn du viel gelernt, deine Fähigkeiten erforscht hast, wenn du erwachsen bist, kannst du den Miasari helfen. Dann kannst du sie auch in das Geheimnis um die Pflanzen einweihen und in geheimen Labors könnt ihr die Mineralien produzieren.

Du kannst in den geschichtlichen Aufzeichnungen der Föderation forschen und wirst viele Beispiele finden, wie anderswo rassistische Systeme besiegt wurden. Die meisten Planeten haben mit diesem Problem Erfahrung."

 

Arami dachte nach, den Kopf in die Hände gestützt. Spock und McCoy warteten. Schließlich hob der Junge den Kopf.

"Spock, sagst du mir wo ich die Aufzeichnungen finde?"

 

***

Mit schmerzenden Augen vom langen Lernen lehnte sich Arami zurück. Die Datenbanken der Föderation enthielten so viel Material über unterdrückte Völker und über die Wege zu deren Befreiung, dass er nun schon seit einer Woche über ihnen saß und trotzdem erst am Anfang stand.

Er verspürte Hunger und begab sich zur Messe. Dort saß Spock und der Junge setzte sich zu ihm.

 

"Wie sieht meine Zukunft aus?"

 

"Wir werden dich nach Scienza 2 bringen. Dort wirst du unter Gleichaltrigen leben, wirst Freunde finden und wieder eine Familie haben. Wenn du dir dort in den nächsten Jahren viel Wissen aneignest und deine Fähigkeiten erweiterst, kannst du tun was du willst. Dann kannst du über deine Zukunft selbst entscheiden. Und du kannst die Zukunft deines Planeten beeinflussen."

 

"Ja...so ist es wohl. Aber du wirst in meiner Zukunft nicht vorkommen", sagte er traurig.

 

"Nicht so, wie du es dir wünschst."

 

"Ich wünschte, du würdest mich lieben. Ich wünschte, du wärst immer an meiner Seite."

 

Arami straffte seine Schultern.

 

"Miss Uhura hat mich ein Gästequartier gebracht. Ab heute schlafe ich dort."

 

Spock atmete erleichtert auf.

"Das ist...deine Entscheidung?"

 

"Ja. Der Captain gehört in dein Bett, nicht ich. Du liebst ihn. Nicht mich", sagte er kaum hörbar.

 

Spock war erleichtert.

 

Arami stand traurig auf, nahm seine Mahlzeit und floh damit aus Spocks Nähe zurück in sein Quartier.

 

***

Die Zeit verging und sie erreichten Scienza 2. Die Zeit des Abschieds war gekommen.

 

Aramis Tasche mit einigen Kleidungsstücken, Erinnerungen an die Enterprise und noch mehr Datenträgern stand neben ihm auf dem Boden des Gästequartiers. Spock und Jim standen vor ihm und wollten ihm noch einige ermutigende Worte zum Abschied sagen. Aber Arami schien zu traurig, als dass einige liebe Worte seinen Abschiedsschmerz hätten lindern können.

Kirk umfasste Aramis Schultern und lächelte ihn an. Er öffnete den Mund um ihm viel Glück zu wünschen, doch Arami schüttelte ihn ab. Es war Jim nie gelungen, ein freundschaftliches Verhältnis zu dem Jungen aufzubauen.

 

'Verständlich', dachte er, 'ich bin Konkurrenz für ihn...'

 

"Ich wünsche dir viel Glück, Arami", sagte er nur.

 

Ohne Kirk anzusehen bedankte er sich murmelnd. Dann sah er Spock traurig an.

 

Kirk verstand die stumme Aufforderung und deshalb blieb er absichtlich neben Spock stehen. Er wollte seinen Partner nicht allein den Emotionen des Jungen aussetzen.

 

"Auf meinem Heimatplaneten sagt man >Lebe lange und erfolgreich<

Du wirst Erfolg haben und du wirst in Freiheit leben und glücklich werden. Wir sehen uns sicher irgendwann wieder. Viel Glück, Arami."

 

Der Junge imitierte Spocks vulkanischen Gruß und bekam die Haltung der Finger auf Anhieb hin.

 

"Dir auch viel Glück. Und danke für deine Hilfe."

 

Entschlossen schnappte er sich seine Tasche und verließ das Quartier.

 

***

 

Epilog:

Einige Jahre später.

Sie freuten sich darauf, Arami wiederzusehen. Er studierte dort, an einer angesehenen Universität auf der Föderationskolonie Scienza 2, Mathematik und Physik. Zuerst erkannten sie ihn nicht, konnten sich nicht vorstellen, dass der junge Mann vor ihnen tatsächlich ihr halbverhungerter, verängstigter Teenager von damals war... Er trug das schwarze Haar immer noch halblang, doch jetzt war es lockig, hatte einen seidigen Schimmer bekommen und er überragte mit seiner Körperhöhe nicht nur Jim sondern auch Spock.

 

Arami reichte Kirk die Hand und grüßte Spock auf vulkanische Art.

"Ich bin so froh, euch wiederzusehen. Kommt, setzen wir uns da drüben hin."

 

Sie setzten sich auf den Rasen neben dem Sportplatz. Viele Studenten hielten sich dort auf, trieben Sport, aßen das erste Eis des Frühlings oder flirteten miteinander.

Kirk und Spock erzählten Arami von den Ereignissen der letzten Jahre und der junge Mann lauschte interessiert ihren Worten.

Als sie fertig waren, erzählte auch er.

 

"Ich weiß nicht, ob ihr wie ich die Entwicklung auf Bolren verfolgt habt. Die Verhältnisse beginnen sich zu ändern. Immer mehr Bolreni sind gegen die Unterdrückung der Miasari und unterstützen unseren Widerstand. Ich würde sagen, die Luft für die Unterdrücker wird immer dünner und dabei wissen die Miasari immer noch nichts von den Spurenelementen."

 

Er zauberte ein hinreißendes Lächeln auf sein Gesicht.

 

"Ich werde auf Vulkan Medizin studieren. Aber erst in zwei Jahren, denn vorher studiere ich auf der Erde Biologie. Dann weiß ich genug, um zurückzukehren und mein Volk mit den Stoffen zu versorgen, die es so sehr braucht. Ich gebe den Bolreni noch 20 Jahre, dann ist ihre Vorherrschaft zu Ende."

 

"Deine Fähigkeiten sind außerordentlich. Höchstens Vulkanier sind in der Lage, so schnell zu lernen", sagte Kirk und lächelte.

 

Arami erwiderte sein Lächeln.

"Alle, ich eingeschlossen, waren überrascht über die verborgenen Eigenschaften und Fähigkeiten meines Volkes. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie ich mich fühlte, als immer mehr davon zum Vorschein kam. Die Wissenschaftler haben auch herausgefunden, dass wir Miasari 300 Jahre alt werden können, wenn wir auf die richtige Weise leben. Ich werde die Zeit nutzen, um meinem Volk zu helfen. Die Bolreni werden die Macht verlieren."

 

Arami strahlte.

"Ich habe auch herausgefunden, dass ich mich nicht nur in den Kosmos der intelligenten Spezies eines Planeten hinein versetzen kann, sondern auch in den Geist eines Tieres, sogar in eine ganze Gruppe von Tieren."

 

Kirk starrte ihn verblüfft an.

 

"Ja, es stimmt, ist aber sehr anstrengend. Ich muss noch üben."

 

Arami blickte verstohlen zu Boden.

"Ich möchte euch jemanden vorstellen..."

 

Er winkte eine junge Frau zu sich. Eine Vulkanierin.

"Das ist T'Angil. Sie studiert auch hier. Ich hoffe...das mit uns...ist etwas festes..."

 

"Natürlich ist es das. Wir werden im Sommer heiraten. Hast du da schon vergessen?"

Sie zog eine Augenbraue hoch.

 

Arami grinste verlegen.

"Nein, bestimmt nicht. Ich kann es nur nicht glauben. Es ist zu schön, um wahr zu sein. Zuerst entkomme ich dank dieses wundervollen Vulkaniers Spock meinem trostlosen Leben auf Bolren, entdecke die unglaublichen Eigenschaften meines Volkes, lerne und studiere auf einem Planeten der Föderation, finde Freunde und als ob das Glück unerschöpflich wäre, begegnest du mir. Als Krönung. Du musst zugeben, dass dies unglaublich ist...unglaublich wunderbar."

 

*****Ende