Gedanken 3

T’Len

2009

 

 

 

Fandom: AOS

Charaktere: Kirk/Spock

Kategorie: PG-13

Hinweis: POV McCoy

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Summe: McCoy beobachtet Kirk und Spock

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.

 

 

Er lehnte an der Wand, gleich neben dem Turbolift, die Arme vor der Brust verschränkt. Niemand schien bemerkt zu haben, dass er die Brücke betreten hatte. Sulu, Chekov und Uhura waren an ihren Konsolen beschäftigt, bemüht ja keinen Fehler zu machen und ihre Displays auch nicht für einen Sekundenbruchteil aus den Augen zu lassen. Er konnte ihren Stolz, aber auch ihre Nervosität verstehen, nun da sie ganz offiziell zur Brückencrew der Enterprise gehörten. Eine Karriere, von der sie sicher alle träumten, als sie sich der Akademie der Sternenflotte anschlossen, aber von deren raschem Höhenflug sie sicher alle nun ebenso überrascht waren.

 

Er konnte sie bestens verstehen, ging es ihm doch nicht anders. Quasi gestern noch ein einfacher Landarzt und heute schon Chefarzt auf dem Flagschiff der Föderation. Wozu eine Scheidung einem doch brachte. Irgendwie hatte er das Gefühl, dass er hier genau am richtigen Ort angekommen war. Dabei hatte er doch eigentlich nie vorgehabt, ins Weltall zu ziehen. Und nun fühlte er sich schon als Teil einer großen Familie, seiner Familie, für deren Wohlergehen, er alles tun würde.

 

Sein Blick glitt weiter über die Brücke. Die zwei Männer im Zentrum schienen nur Augen für einander zu haben. McCoy blickte von Kirk zu Spock und zurück. Als würde für sie die Zeit still stehen, sahen die beiden einander an. Er wurde das Gefühl nicht los, dass sie es gerade genauso empfanden. Fast war er versucht, zu ihnen zu treten und mit den Fingern vor ihren Augen zu schnipsen, um zu sehen, ob sie überhaupt noch anwesend waren.

 

Zwei Männer, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein konnten. Kirk, ein Rebell aus tiefster Seele, jemand, der sich nie ins Unvermeidliche, in die Niederlage fügen würde, nicht einmal in die endgültigste aller, den Tod. Ein geborener Führer und Kämpfer. Und Spock, von Geburt und Erziehung her der absoluten Logik verpflichtet und doch mit mehr Emotionen ausgestattet als die meisten von ihnen, wenn man ihm nur half sie zu entdecken und anzunehmen. McCoy war sich sicher, dass unter dieser beherrschten Fassade ein wahrer Vulkan brodelte, der notfalls zum gewaltigen Ausbruch kommen konnte. Kirk hingegen würde bei aller Spontanität und allem Temperament stets bereit und fähig sein auf die Stimme der Vernunft zu hören.

 

Diese beiden Männer, die einander zunächst so ablehnten, sie würden künftig gemeinsam ihren Weg gehen. Sie wirkten wie zwei Hälften eines Ganzen, dass nur dann vollkommen war, wenn man sie zusammenfügte. Nur gemeinsam waren sie stark, in vielerlei Hinsicht.

 

McCoy war sich sicher, dass er soeben den Beginn von etwas ganz Besonderem erlebte.

 

Ende