Titel: Und die Kuh sagt Muh
Autor: Lady Charena (Januar 2015)
Fandom: The A-Team
Episode: ---
Wörter: 702
Charaktere: HM Murdock, John „Hannibal“ Smith, Templeton „Face“ Peck, BA Baracus
Rating: gen, pg, Humor
Beta: T’Len

Summe: Murdock versucht seine Freunde davon zu überzeugen, dass sie sich eine Kuh zulegen sollten.

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„Wir müssen unbedingt eine Kuh kaufen“, kam es träumerisch von Murdock.

Hannibal spitzte die Ohren und auch Face sah von seiner Lektüre auf. Das versprach interessant zu werden.

„Keine Tiere in meinem Van!“, blaffte BA automatisch vom Fahrersitz aus.

„Ich bin sicher, wir – und vor allem BA - wüssten die Verfügbarkeit frischer Milch zu schätzen, Captain“, kam es amüsiert von Hannibal. „Aber wir müssten uns dann einen größeren Van zulegen.“

BA warf dem Colonel einen grimmigen Blick zu. Immer musste Hannibal den Spinner in seinen Spinnereien auch noch bestärken.

„Vielleicht können wir sie ja auch aufs Dach schnallen?“ Face' blaue Augen studierten nachdenklich die Decke, als stelle er in Gedanken bereits eine Liste an Dingen zusammen, die er für diesen Zweck besorgen musste.

„Kühe haben vier Mägen, stell‘ dir vor, ihr wird während der Fahrt übel.“ Murdock blickte übertrieben schockiert, die Augen weit aufgerissen, in die Runde.

„Durch das ganze Schaukeln und Rütteln würde vermutlich die Milch auch sauer werden“, setzte Face hinzu, seine Miene völlig ernst. „Oder gleich zu Butter.“

Hannibal zündete sich grinsend eine Zigarre an. Sie befanden sich auf dem Weg nach Hause, Decker vermutete sie noch in Vermont, wo er jedes Blatt und jeden Stein einzeln auf der Suche nach ihnen umdrehte und sie konnten sich ein wenig Entspannung leisten.

„Und womit willst du sie füttern, Idiot?“ BA schnitt eine Grimasse, als wäre er von sich selbst enttäuscht, sich doch noch auf das Spiel des verrückten Piloten eingelassen zu haben. „Mit dem Stroh in deinem Kopf?“ BA kicherte - ein für einen Mann seiner Statur überraschend kindisch klingendes Geräusch. Er stoppte sofort und setzte seine übliche grimmige Miene auf. Nicht, dass noch jemand dachte, Faceman hätte recht und beschuldigte ihn erneut, Humor zu entwickeln!

„BA. BA. BA.“ Murdock beugte sich vor. „Ich bin auf einer Farm aufgewachsen. Und Kühe fressen Stroh nur, wenn sie nichts anderes haben. Sie stehen drauf und machen du-weißt-schon-was rein.“

„Stroh ist also sozusagen die Katzenstreu der Kuh“, warf Face ein.

Murdock ignorierte ihn, völlig konzentriert darauf, BA von seiner Idee zu überzeugen. „Stell dir vor, ihr hättet eine Kuh im Jugendzentrum“, sagte er. „Es ist immer Milch da, sogar wenn du um drei Uhr morgens welche haben willst und die Kinder lernen, dass Milch nicht in Flaschen wächst.“

„Er hat da nicht ganz unrecht“, meinte Hannibal. Seine Augen glitzerten vergnügt. „Die meisten Kinder in LA wissen bestimmt nicht, dass Milch nicht in Supermärkten hergestellt wird.“

Et tu, Brute, besagte der Blick, den ihm BA zuwarf. „Es ist eine schwachsinnige Idee, die nur von einem totalen Idioten kommen kann“, grummelte er. „Eine Kuh macht Arbeit. Und an wem bleibt die ganze Arbeit dann hängen? An mir.“

„Aber natürlich helfe ich dir, Großer.“ Der Pilot zappelte auf seinem Sitz. „Ich kann das. Wir hatten mal ein Tierpflege-Programm in der Klinik.“

„An deiner Stelle würde ich zugreifen, BA“, feixte Face. „So ein gutes Angebot bekommst du nicht so schnell wieder.“

„Willst du mit dem Spinner den Rest der Fahrt auf dem Dach verbringen?“, drohte BA.

Face hob grinsend die Hände. „Kühe haben doch Glocken um, richtig?“, sagte er leise zu Murdock. „Bestimmt hat er nur Angst, dass sie mehr Gold um den Hals hängen hat, als er.“

Hannibal, der ihn gehört hatte, zündete sich grinsend seine Zigarre frisch an. Was BA dazu veranlasste, das Fenster herunter zu kurbeln. Er warf einen Blick nach hinten, wo Murdock offenbar dazu übergegangen war, eine Liste auf der Rückseite von Face‘ Unterlagen zu erstellen, während Face spekulierte, wie viel Milch so eine Kuh gab.

Natürlich würden sie sich keine Kuh anschaffen, bis sie in Los Angeles ankamen, hatte sich längst eine neue Idee in Murdocks Kopf eingenistet. Aber bis dahin war alles in Ordnung mit ihrer kleinen Familie.


Ende