Titel: Nitemare before Xmas

Autor: Lady Charena
Fandom: Married with children (Eine schrecklich nette Familie)

Pairung: Al, Peggy, Kelly, Bud & Buck

Rating: gen, Humor/Satire

Beta: T'Len
Archiv: ja

Summe: Die Nacht vor dem Weihnachtsmorgen und alle träumen von dem, was sie sich wünschen.

 

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Still’ war’s im Haus

Und alles schlief.

Es regte sich nicht mal mehr ne Maus.

Aus Al’s Schuhen stieg Mief.

Und im Kamin erstickte fast der Nikolaus.

 

 

Buck hatte sich auf dem Sofa langgemacht, nachdem das rothaarige Monster sich nach oben in seine Höhle verzogen hatte. Seine Pfoten zuckten aufgeregt im Schlaf, als er von endlosen Futterbergen und hübschen Hundedamen träumte, die ihm jeden Wunsch von den Augen ablasen.

 

* * *

 

Bud zuckte auch im Schlaf. Sein Traum wurde von einer aufregenden Blondine besucht, die nichts außer einem knappen, rotglitzernden Bikini, weiße Pelzstiefelchen und eine rote Weihnachtsmannmütze trug. Er streckte die Arme aus und machte Kusslaute, als sie an sein Bett trat und die Bettdecke wegzog – doch dann fing sie plötzlich schallend zu lachen an. Und löste sich in Luft auf. Enttäuscht sah Bud an sich herunter und schnappte nach Atem, als er zwei perfekte, wohlgeformte, große Brüste an seinem Oberkörper vorfand. Leider verriet ihm ein Griff weiter unten, dass der entscheidende Unterschied zwischen Bud und Budina nicht mehr da war...

 

Bud schreckte mit wildklopfenden Herzen aus dem Schlaf hoch und überzeugte sich erst mal, dass er tatsächlich noch ein Bundy-Mann war.

 

* * *

 

Kelly schlief mit einem bezaubernden Lächeln und engelsgleicher Unschuldsmiene. Sie sah sich im Traume auf einer watteweichen, weißen Wolke sitzen. Ihr zu Füßen kniete ein knackiger Weihnachtsmann, der ihr auf einem Samtkissen verschiedene diamantenbesetzte Armbänder darbot. Huldvoll streckte sie die Hand aus – und sah mit Horror Runzeln und Altersflecken auf ihrer vorher so makellosen Hand. Ihr Arm war dürr und ausgemergelt. Voll Panik griff sie nach einem Spiegel und sah hinein. Entgegen starrte ihr eine uralte, hässliche Frau voll Falten und Flecken. Schreiend ließ sie den Spiegel fallen und er zersplitterte.

 

Kelly wachte auf und knipste das Licht an, um sofort in den Spiegel zu sehen, der auf dem Nachttisch lag – ein Glück. Ihr Gesicht war noch so jung und hübsch, wie es gewesen war, als sie zu Bett ging.

 

* * *

 

Peggy seufzte und drehte sich von ihrem schnarchenden Gatten weg. In ihrem Traum shoppte sie gerade mit einer goldenen Kreditkarte bei Bloomingdales. Verkäuferinnen eilten auf jeden Wink von ihr herbei und sie hatte ein paar knackige Tütenträger, die ihre Einkäufe schleppten und dabei nichts anderes als knappe Shorts trugen. Als sie um eine Ecke bog, fand sie sich vor einer Pyramide aus kunstvoll aufgestapelten Flakons wieder. Die Fläschchen schimmerten in einem geheimnisvollen Grünton.

 

„Liebeselixier“, las Peggy staunend. „Verwandelt jeden Frosch in einen Prinzen. Zu Nebenwirkungen und Ris...“ Ach was, Risiken und Nebenwirkungen. Aus Al konnte ja kaum noch was Schlimmeres werden, oder? Sie packte es in ihren Einkaufskorb und trug es frohgemut nach Hause.

 

Al saß vor dem Fernseher. Er quittierte ihr Erscheinen mit einem mürrischen Grunzen. Peggy setzte sich neben ihn und zog den Flakon aus ihrer Handtasche. Sie wedelte damit vor seiner Nase und Al sah ungehalten auf. „Was ist das?“, fragte er. „Was zu trinken? Oh, Peggy. Du bist ja so gut zu mir.“ Er nahm das Fläschchen, schraubte es auf und leerte es in einem Zug.

 

Zuerst passierte überhaupt nichts. Plötzlich begann Al grünlich zu schimmern. Nicht das schimmelkäsegrün, das er oft annahm, wenn Peggy vorschlug, nach oben zu gehen, sondern ein sattes laubfroschgrün. Dann – Paff – gab es eine gewaltige Qualmwolke und als die sich verzogen hatte, saß neben Peggy auf der Couch... ein großer, grüner Frosch, der quakend seine Zunge nach einer Fliege herausschnellen ließ.

 

Mit einem Entsetzensschrei wachte Peggy auf und knipste die Nachttischlampe an. Neben ihr lag Al und leckte sich grinsend den Mund ab.

 

* * *

 

Und was Al träumte? Nun, er träumte, eine gute Fee mit roten Haaren hätte ihn in einen Frosch verwandelt und nun wohnte er mit seinen fünfundreißig zwanzigjährigen Froschfrauen in einem Teich und die fetten Fliegen warfen sich ihm freiwillig in den Mund.

 

Ende