Title: Die wirklich erste K/S Story

Author: Myra und Lady Charena

Pairing: K/S

Rating: PG -13

Type: Humor, die Geschichte spielt zwischen Amok Time und The Doomsday Machine

Feedback: gern

Summary: Zwei weibliche Lieutenants vom Raumschiff Enterprise beschäftigen sich ein bisschen zuviel mit ihren Chefs.

Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an Star Trek gehören Paramount.

REV

 

 

Die wirklich erste K/S Story

 

"Captain!" Eifrig drehte sich Uhura auf ihrem Stuhl in Richtung Kirk. "Es trifft gerade eine offizielle Nachricht der Sternenflotte ein. Soll ich sie auf den Hauptbildschirm legen?"

 

"Ja, machen Sie das." Er gab ein entsprechendes Handzeichen und sah dann gespannt nach vorn: "Ich habe schon auf die neue Order gewartet." Das Emblem der Sternenflotte füllte den Bildschirm.

Aber kaum zeigte der Bildschirm wieder das charakteristische Sternenfeld, gab Kirk schon die ersten Anordnungen an seine Crew. Die Enterprise sollte die Zerstörung mehrerer Planetensysteme untersuchen. Das war an sich kein ungewöhnlicher Auftrag. Dennoch mussten schon einige Vorbereitungen getroffen werden, denn es gab die Befürchtung, dass eine übermächtige Waffe dahinter stecken könnte.

 

Stunden später betrat der Captain wieder seine private Kabine. Mit einem schiefen Grinsen registrierte er die vielen Erinnerungsnotizen, die sich neuerdings auf seinem Schreibtisch ausgebreitet hatten. Normalerweise erledigte ein vom ihm ausgewähltes Besatzungsmitglied die Routineaufgaben. Aber der letzte, extra dafür abkommandierte, weibliche Lieutenant hatte sich bei den Feierlichkeiten auf Altair VI in einen der hochrangigen Föderationsvertreter verliebt und bedauerlicherweise gleich den Dienst quittiert.

 

"Es scheint auf dem ganzen, verdammten Schiff keinen zu geben, der auch nur annähernd wirklich gut schreiben kann", fluchte Kirk leise vor sich hin. Er wusste, dass er dringend einen gleichwertigen Ersatz einarbeiten musste, war aber immer noch unschlüssig, wen er diesmal dafür bestimmen sollte. Es handelte sich schließlich um eine besondere Vertrauensstellung.

 

"Was soll ich machen, die Enterprise ist schließlich nicht als Kurs für perfekte Sekretärinnen gedacht", brummte Kirk missmutig. Mit einer ungeduldigen Bewegung aktivierte er sein Terminal, um die heutigen Nachrichten auf seinen persönlichen Speicher zu verschieben. Er würde sich später noch mal genauer damit befassen müssen. Die Zeit drängte, denn sein Erster Offizier wartete schon auf ihn.

 

Während Kirk sich die Uniform und danach sein dunkles Unterhemd über den Kopf zog, liefen in einem beständigen Strom bereits die ersten Dateien über den Bildschirm.

Mit einem leisen Ächzen bückte er sich und zog auch die engen, schwarzen Stiefel mitsamt Socken aus. Dann tappte er mit nackten Füssen in seinen Schlafbereich. Auf dem Weg dahin schaffte er es, seine schwarze Uniformhose mitsamt Slip loszuwerden und alles in den dafür vorgesehenen Behälter zu werfen. Dann schlüpfte er schnell in eine rote Sporthose.

Spock wollte ihm heute Abend neue vulkanische Selbstverteidigungstechniken zeigen. Das erschütternde Erlebnis auf Vulkan hatte Kirk deutlich gemacht, dass es für ihn auf diesem Gebiet noch sehr viel zu lernen gab. Auch wenn er es sich nicht anmerken ließ, hatte ihr Kampf auf Vulkan doch gewisse Spuren bei ihm hinterlassen.

Jim stellte sich wieder vor seinen Monitor und kontrollierte das unablässige Herunterladen der Daten. Die Liste war wie üblich sehr lang und unbewusst stöhnte er bei dem Gedanken auf, wieder sehr viel Freizeit dafür aufbringen zu müssen.

 

Plötzlich stockte die Aufzählung und es erschien die Anfrage, ob auch die Datei Captain Kirk und sein Erster Offizier auf seinen Speicher übertragen werden sollte. Kirk runzelte verwirrt die Stirn. Das Erstaunlichste daran - abgesehen vom Titel - war der Absender, ein eher unauffälliger weiblicher Lieutenant der Enterprise. Er konnte sich aber nur vage an den Namen Blige erinnern und fragte sich, was es mit dieser Datei auf sich haben könnte. Um jedoch nichts Wichtiges zu verpassen, bestätigte er und sah wie in Sekundenschnelle auch diese Datei in sein persönliches System abgelegt wurde.

 

Routiniert korrigierte er dann noch mal die Passform seiner Sporthose und griff nach seinem Lieblingshandtuch. Er würde sich früh genug mit diesen ganzen Meldungen beschäftigen müssen.

 

In dem Moment, als Kirk seine Kabine verließ, hatte er den Vorfall schon wieder vergessen. Voller Vorfreude eilte er auf den Turbolift zu und ließ sich auf das Freizeitdeck transportieren.

 

*

 

"Hallo, meine Liebe. Du bist heute aber spät dran!" Die blonde Susan Baker ließ mit einem breiten Lächeln ihre Kollegin Mary Blige in ihre Kabine ein. Beide waren Lieutenants auf der Enterprise und trugen die typisch rote bzw. blaue Dienstkleidung. Susan arbeite als Wissenschaftlerin auf dem Schiff und war Mitte 30. Die etwas jüngere, dunkelhaarige Mary hatte eine Hochbegabtenausbildung als Technikerin hinter sich.

 

"Ich habe schon gewartet. Wir wollten uns heute doch den Film noch mal ansehen. Hast du das etwa vergessen?", hakte Susan etwas vorwurfsvoll noch nach.

 

"Tut mir leid, aber Scott hat schon wieder kein Ende finden können und unbedingt noch das ganze Team zu einer Kontrolle antreten lassen. Er ist ja ein lieber Kerl, aber auch ein bisschen verrückt."

 

Die blonde Susan lachte leise, aber dieses Thema interessierte sie wirklich nicht. "Schon gut, ich weiß ja, dass du es nicht leicht hast. Setzt dich und entspann dich. Ich habe uns auch was zum Naschen besorgt."

 

"Du bist ein Schatz. Dann kann es ja losgehen."

 

Die Mannschaftskabinen waren zwar verhältnismäßig klein, aber es gab noch genug Platz, um es sich zu zweit auf den Schlafplätzen bequem zu machen. Gegenüber hatte Susan einen großen Bildschirm platziert. Und wenn es ihr Dienstplan zuließ, schaute sie sich mit Mary immer wieder dieselben uralten Filme an. Das war eines ihrer gemeinsamen Hobbys, das sie teilten. Es gab jedes Mal neue Aspekte in den Geschichten, über die man begeistert diskutieren konnte.

 

"Wenn du mich fragst, ich kann immer noch nicht wirklich verstehen, warum der Ralph die Meggie einfach nicht geheiratet hat. Ich meine, das ist doch verrückt", wunderte sich Susan nach einer Weile nicht zum ersten Mal.

 

"Ja - ja schon, aber das ist eben sein Pflichtgefühl. Er leistet sein Gelübde, genauso wie wir auf die Sternenflotte einen Eid geschworen haben", antwortete Mary etwas gelangweilt.

 

"Stimmt schon, Mary. Obwohl das bei uns schon etwas anderes ist. Schließlich können wir mit fast jedem, mit dem wir wollen, eine Beziehung anfangen - trotz Eid."

 

"Na, das wäre ja noch schöner, wenn die uns das verbieten wollten." Mary grinste breit und verfolgte weiterhin das Geschehen im Film. Aber dann dachte sie noch einmal über den Einwand nach. Das war doch eigentlich ein guter Ansatz, Susan für ihr neuestes Projekt zu interessieren. "Aber stell dir mal vor, unser Captain fängt plötzlich ein Verhältnis mit Spock an. Dann hätten die beiden doch sicher auch ein Problem, oder nicht?"

 

Susan war von diesem Themenwechsel sofort begeistert. "Tja, ich weiß ja nicht, aber das wäre ein Ding! Aber du könntest recht haben, schließlich ist Kirk sein Vorgesetzter. Da dürfen die das offiziell sicher nicht so Weiteres."

 

"Susan, Susan, mach' dir keine Hoffnung auf Spock." Mary lachte leise. "Der will dich nie. Und wie du gerade so schön festgestellt hast, auch Spock ist dein direkter Vorgesetzter in der Wissenschaftsabteilung und deshalb ..." Ihr Grinsen wurde immer breiter.

 

"Das ist ja das Schlimme. Jeden Tag laufe ich ihm über den Weg. Aber er bemerkt mich gar nicht. Nur wenn ich mich mal verrechnet habe", erwiderte Susan bedrückt, was aber Mary nur noch mehr erheiterte. Sie kannte diese Klagen schon zur Genüge.

 

"Tja, so sind eben die Vulkanier. Aber tröste dich, beim Captain ist es nicht besser. Der taucht auch nur in der Maschinenabteilung auf, wenn ein Notfall ansteht."

 

"Na, da übertreibst du aber, Mary. Der läuft doch dauernd durch das ganze Schiff. Und ist zu allen immer total nett. Gerade habe ich ihn gesehen, als er zum Freizeitdeck unterwegs war. Und meine Güte, er hatte nur seine rote Sporthose an." Susan lachte, als sie Marys ungläubiges und auch etwas neidisches Gesicht sah. "Echt wahr", fügte sie noch augenzwinkernd hinzu.

 

"Ja, das liebt er, sich so zur Schau zu stellen! Und dann lächelt er einen zum dahin schmelzen an. Aber dahinter steht nichts! Gar nichts!" Mary stöhnte schwer auf.

 

Susan hatte sich ein bisschen über Marys Grinsen von vorhin geärgert, aber als sie die offene Verzweiflung heraushörte, war sie wieder versöhnt und umarmte die Freundin. "Ach Mary. Mach dir nichts draus. Mir geht's doch auch nicht besser. Die beachten uns gar nicht. Für die sind wir einfache nur Lieutenant´s. Nur zum Arbeiten gut. Und wenn wir uns auf den Kopf stellen."

 

Mary war froh, dass es Susan gab, der sie ihre geheimen Sehnsüchte mitteilen konnte und sie hatte ja recht. Es machte keinen Sinn, sich Hoffnungen auf das Unmögliche zu machen. Aber, sie hatte da ja eine ganz besondere Idee gehabt. Mit einer schnellen Bewegung löste sie sich aus Susans Armen. "Sag mal, hast du eigentlich schon in deiner privaten Post nachgesehen?", fragte sie scheinheilig. Ursprünglich wollte sie Susan damit zu ihrem morgigen Geburtstag überraschen, aber auf einmal hatte das keine Zeit mehr.

 

Susan schob sich noch schnell einen Schokoladenriegel in den Mund und schüttelte verwundert den Kopf. "Warum? Sollte ich?", fragte sie neugierig.

 

"Na ja, ich habe da was geschrieben. Und wollte mal deine Meinung hören. Ob es dir gefällt, oder so. Ich meine, es ist etwas heikel."

 

Susan war sofort hellwach und im Moment mindestens so neugierig, wie man es legendärerweise ihrem Vorgesetzten immer nachsagte. "Heikel? Das klingt aber spannend. Über was hast du denn geschrieben?"

 

"Äh, also eigentlich über unsere Beiden. Wie sie sich ineinander verlieben und so ..." Mary wurde es etwas unbehaglich und ihre erste, eigene Begeisterung schien sich gerade wieder in Luft aufzulösen.

 

"Echt? Das ist ja toll. Das muss ich sehen. Du hast es mir als elektronische Post geschickt? Dann kann ich doch gleich mal reinschauen, oder?"

 

Mary wusste, dass es jetzt kein Zurück mehr gab. Susan würde nicht locker lassen, bis sie es gesehen hatte. "Das kannst du doch auch noch später machen", versuchte sie halbherzig, noch Aufschub zu gewinnen.

 

"Damit du es wieder zurückholst? Ich kenne dich." Susan grinste. "Jetzt ist es zu spät, meine Liebe. Und überhaupt, du wolltest doch, dass ich es lese, richtig?"

 

"Na gut, einverstanden, aber bitte nicht lachen."

 

Susan ging gar nicht erst darauf ein und setzte sich sofort an ihr Terminal. Der weiter vor sich hin flackernde Film auf dem Bildschirm war inzwischen ganz vergessen.

 

Mary stellte sich hinter sie und versuchte das Zittern ihrer Hände zu unterdrücken. Etwas peinlich war ihr das Ganze schon.

 

"Hey, wo ist denn die Datei?", fragte Susan nach einer Weile, "Ich sehe hier nichts, was du mir geschickt haben könntest."

 

Verwirrt durchsuchte Mary die Post von Susan, aber auch sie konnte nichts Passendes finden. "Das verstehe ich nicht. Ich könnte schwören, dass ich es dir heute mittag geschickt habe. Das kann doch gar nicht sein. Was machen wir denn jetzt?"

 

Susan wollte unbedingt Marys Geschichte lesen. Das wenige, was sie aus Marys Andeutungen herausgehört hatte, klang höllisch spannend. Kirk und Spock als Liebespaar! Eine geniale Idee! Dann kam auch noch ihre besondere Computerbegeisterung dazu. Nicht ohne Grund hatte sie die besonders schwere Aufnahmeprüfung für Spocks Team bestanden. Jetzt konnte sie zeigen, was sie inzwischen noch von ihrem Meister gelernt hatte. "Lass mich mal machen. Das haben wir gleich. Wenn du die Datei weggeschickt hast, finden wir sie auch."

 

Etwas besorgt, dass die heiklen Zeilen irgendwie verschwunden waren, nickte Mary nur ergeben und hoffe, dass Susan möglichst bald Erfolg haben würde.

 

Nach wenigen Minuten konzentrierten Forschens lehnte Susan sich in den Stuhl zurück. "Wir haben ein Problem."

 

Mary wurde bleich vor Schreck. "Was ist los? Was ist passiert?"

 

"Die gute Nachricht ist: Ich habe die Datei gefunden."

 

"Echt? Wo denn?"

 

"Die Datei ist auf Kirks Postfach gelandet. Wie das aber passiert ist ..."

 

"Das kann einfach nicht wahr sein! Und was ... was ist die schlechte Nachricht?" Hauchte Mary atemlos.

 

"Er hat sie bereits auf seinen privaten Speicher geladen, aber scheinbar noch nicht geöffnet."

 

"Oh, nein, nein und was jetzt? Hilf mir, Susan! Er darf sie nicht lesen. Das wäre mein Ende." Mary krallte sich halt suchend an den Tisch fest.

 

"So schlimm? Herrje, ich würde wirklich gerne wissen, was du da geschrieben hast."

 

"Wie konnte mir das nur passieren? Vielleicht, weil im Titel auch Kirk stand und ich war so aufgeregt. Oh, wie schrecklich. Wenn das nun alle lesen. Ich bin geliefert." Marys Verzweiflung wuchs ins Unermessliche, als sie sich vorzustellen versuchte, was alles passieren könnte.

 

"Nun beruhig dich erst mal und lass mich nachdenken. Mit ein paar schmutzigen Tricks könnte ich die Datei vielleicht wieder von seinem Speicher holen, aber soweit ich weiß, hat er als Captain ganz besondere Sicherungen drin. Es gäbe also sofort eine Meldung, wenn wir da von außen eindringen ..."

 

"Oh, Susan, lass dir was einfallen. Ich sterbe, wenn er das liest, oh, oh ..."

Mary schien immer kleiner zu werden, und stellte sich schon vor, wie sie sich öffentlich entschuldigte und dann den Heldentod im Maschinenraum suchte.

 

"Jetzt hör mal endlich auf dich selbst zu bemitleiden! Wir werden schon eine Lösung finden", ordnete Susan energisch an.

 

"Okay, Susan. Ich reiß mich zusammen." Mary holte tief Luft.

 

"Also, wenn nicht von außen, dann eben von innen! Ich weiß zufällig, wie man durch die Tür kommt. Top Secret, natürlich, aber besondere Notlagen erfordern eben besondere Maßnahmen. Was dann aber noch fehlt, ist sein Passwort. Die Stimmaktivierung können wir ja schlecht benutzen. Hast du eine Vorstellung, was das sein könnte? Schließlich hast du dich ja schon ausführlich mit seinem Privatleben beschäftigt." Ein schnelles Grinsen huschte über Susans Gesicht.

Eine unglaubliche Situation, in die Mary sie gebracht hatte. Den Knoten, der sich in ihrem Magen gebildet hatte, ignorierte sie bewusst. Irgendwie musste das hier einfach gut ausgehen. Sie konnte doch ihre beste Freundin jetzt nicht hängen lassen.

 

"Oh, bitte mach dich nicht lustig über mich. Nicht heute", flehte Mary.

 

"Schon gut. Aber das Passwort ist wichtig und du hast nur noch wenig Zeit darüber nachzudenken. Jetzt müssen wir aber erst mal feststellen, wo Kirk sich gerade aufhält, damit er uns nicht in die Quere kommen kann."

 

"Oh, nein. Das können wir doch nicht machen. Wir können doch nicht in sein Quartier einbrechen und seine Dateien manipulieren! Wenn die uns nun erwischen?"

 

"Willst du nun deinen Text auf seinem Computer löschen, oder nicht? Und zweitens, was soll schon passieren? Wir müssen eben aufpassen. Ich habe hier noch einen Trikorder. Wenn sich jemand dem Quartier nähert, sehe ich das sofort. Also, was ist? Soll ich dir helfen oder nicht?"

 

"Mir ist absolut nicht wohl dabei. Aber wenn er die Datei öffnet, habe ich ein noch viel größeres Problem. Okay, versuchen wir es. Und, Susan?"

 

"Ja, Mary?"

 

"Ich danke dir."

 

Susan lächelte beruhigend. "Wird schon schief gehen."

 

 

*

 

"Okay, du hast gewonnen."

 

Kirk lag schwer keuchend auf der Sportmatte und konnte sich unter dem Klammergriff nicht mehr rühren. Nach dem Aufwärmtraining hatte Spock ihm noch ein paar sehr raffinierte Tricks gezeigt. Sie hatten beide mit vollem Körpereinsatz gekämpft und Kirk hatte es sehr genossen. Die vielen, blauen Flecken würde er wie ein Mann wegstecken.

 

Nachdem er das Leben seines Ersten Offiziers durch den ungenehmigten Rückflug zum Planeten Vulkan gerettet hatte, begannen sich erste Veränderungen in Spocks Haltung zu ihm, zu zeigen. Nichts wirklich Dramatisches. Aber Kirk spürte doch so etwas, wie mehr Herzlichkeit und Wärme in dem Verhalten des bis dahin immer so verschlossenen Vulkaniers. So hatten sie zum Beispiel auch angefangen, sich zu duzen.

 

Das hatte ihn insgeheim gefreut. Denn vor ihnen lag noch eine lange Zeit, in der sie einander bedingungslos vertrauen mussten. Die freiwillige Loyalität des Ersten Offiziers war aus seiner Sicht die optimale Voraussetzung für eine effektive Zusammenarbeit. Andererseits aber auch nichts, worüber man als Captain all zuviel nachdachte.

 

"Ich wollte nicht gewinnen, sondern dir etwas beibringen." Spock ließ beinahe widerwillig Kirks Arme wieder los und erhob sich, um ihm hoch zu helfen.

 

Sie waren nicht allein in dem Sportraum, aber auch die anderen Anwesenden waren in ihre Übungen vertieft.

 

"Das ist dir auch gelungen." Kirk rieb sich unbewusst seine lädierte Seite. "Wie wäre es zum Abschluss noch mit etwas weniger Anstrengenden. Zum Beispiel mit einer Partie Schach in meinem Quartier? Ich habe zwar nur eine schwache Hoffnung, mich revanchieren zu können ... Ja, ja, ich weiß, du wolltest mir nur etwas beibringen", wehrte Kirk den noch nicht ausgesprochenen Einwand lachend gleich wieder ab. Das alles machte ihm sehr viel Spaß.

 

"Einverstanden, Captain", antwortete Spock und beide gingen einträchtig zu den Duschen.

 

 

*

 

In der Zwischenzeit in Kirks Quartier:

 

"Das hat ja wunderbar geklappt. Ich bin fast fertig. Jetzt fehlt nur noch das Passwort. Mary? Komm sofort her und hör auf, in seinen Sachen rum zu schnüffeln." Susan verdrehte ihre Augen. Vorhin noch war ihre Freundin vor Angst beinahe gestorben und jetzt schien es so, als wollte sie hier jedes Stück mindestens einmal in die Hand nehmen. "Die Zeit läuft uns davon."

 

"Ja, ich weiß. Ich suche nur noch etwas zur Inspiration." Mary setzte sich an den Arbeitstisch und starrte auf das Eingabefeld. "Es muss etwas Persönliches, etwas sehr Emotionales sein."

 

"Es könnten auch Zahlen sein, oder nicht?"

 

"Oh nein", strahlte Mary, ganz in ihrem Element. "Das würde zu Spock passen, aber hier liegt der Fall ganz anders ..."

 

"Du musst es ja wissen." Susan verdrehte noch einmal ihre Augen. Marys Schuldenkonto bei ihr wuchs beständig an. Währenddessen beobachtete sie immer wieder ihren Trikorder, um sofort zu sehen, wenn sich jemand dem Quartier nähern sollte.

 

Mary tippte verschiede Namen ein. Sam und George war es nicht. Peter auch nicht, auch nicht Aurelan. Aber bei Winona gab das System grünes Licht.

 

"Was ist das für ein Name?"

 

"Es ist seine Mutter, Susan. Ich habe das mal zufällig mitbekommen", antwortete Mary etwas verlegen, aber über ihren schnellen Erfolg erleichtert.

 

"Seine Mutter heißt so? Wirklich? Wie süß." Susan konnte es kaum fassen. Eine derartige Sentimentalität würde sich Spock glücklicherweise nie im Leben einfallen lassen. "Also weiter im Programm. Jetzt müssen wir die Datei löschen, ohne dass irgendetwas zurückbleibt. Behalt mal so lange den Trikorder im Auge, damit es keine üble Überraschung gibt."

 

"Klar, Susan." Mary sah nichts Ungewöhnliches auf dem Gerät und ließ kurz den Blick schweifen. Von hier aus konnte man noch die Ecke seines Bettes sehen und vorhin hatte sie sich einmal kurz darauf gesetzt. Es war ein unglaubliches Gefühl gewesen. Zum Wegfliegen schön und ... Erschrocken fuhr Mary hoch, als sie wieder auf das Gerät blickte. "Hey, da kommen zwei Leute den Gang entlang, was sollen wir tun?"

 

"Zwei Personen? Na, das wird die neue Schicht sein. Hoffentlich. Das ist hier etwas vertrackt! Irgendwie ist da noch ne extra Sicherung drin und braucht noch etwas mehr Zeit", antwortete Susan gehetzt.

 

In diesem Moment öffnete sich die Tür mit einem übernatürlich lauten Zischen. Mary und Susan wurden beide vor Schreck kreidebleich und konnten sich nur noch mit Mühe auf den Beinen halten. Der undenkbare Albtraum war Wirklichkeit geworden. Captain Kirk und sein erster Offizier Spock standen im Raum.

 

"Was machen Sie hier in meinem privaten Quartier? Ich erwarte eine sofortige Erklärung und vollständigen Namen und Rang! Antworten Sie mir auf der Stelle, sonst muss ich die Sicherheit rufen!" Kirk konnte es nicht fassen, dass diese zwei weiblichen Lieutenant´s in seinem Allerheiligsten standen und offensichtlich an seinem Computer rumgeschnüffelt hatten. "Reden Sie, oder ..." Nur, dass Spock hinter ihm stand, hielt ihn davon ab, noch lauter zu brüllen. Kirk verabscheute mehr als alles andere, das Eindingen in seine Privatsphäre.

 

"Lt. Susan Baker, Wissenschaftsabteilung, Sir."

 

"Lt. Mary Blige, Technik, Sir."

 

Während er die beiden, wie ein Häufchen Elend in sich zusammengesunkenen Frauen mit harten Blicken taxierte und auf weitere Antworten wartete, ging Spock um sie herum zum Bildschirm, und versuchte nachzuvollziehen, ob daran manipuliert wurde. Er hatte Susan natürlich sofort erkannt und wusste um ihre Fähigkeiten. Nur ihre Anwesenheit hier konnte er sich absolut nicht erklären. Sie war immer eine untadelige und auch angenehm zurückhaltende Mitarbeiterin gewesen.

 

"Also, was ist? Erklären Sie, was Sie vorhatten!" Kirk spürte, wie seine mühsam bewahrte Fassade, zu bröckeln begann.

 

"Ja, also, ich - wir - also ich, Lt. Baker ist nur mitgekommen, also, es sollte eine Überraschung für Sie sein und ich wollte nur mal sehen, ob das passt, was wir uns für sie ausgedacht ... haben." Mary war auf diese Situation vollkommen unvorbereitet und zog schon ihren Kopf ein. Unbewusst hatte sie aber noch Susans Geburtstag im Kopf gehabt. "Wir hätten Sie natürlich vorher fragen müssen, aber es sollte eben geheim ...", versuchte Mary halbherzig noch schnell, ihre Lügengeschichte zu untermauern.

 

Susan beschloss, sich so lange wie möglich heraus zu halten. Spocks forschender Blick schien Löcher in ihre Haut zu brennen und sie biss sich heftig in die Lippe, um weiterhin eine stoische Gelassenheit auszustrahlen. Ein Nervenzusammenbruch vor den Augen ihres direkten Vorgesetzten war das Letzte, was sie wollte.

 

"Netter Versuch, aber ich habe erst in drei Monaten Geburtstag. Also, was soll dieser Unsinn?" Kirk beruhigte sich schon wieder etwas. Diese beiden schienen keine ernsthafte Gefahr zu sein und wirkten äußerst schuldbewusst. Allerdings glaubte er von der Erklärung kein Wort.

 

"Captain, es gibt hier eine Datei, die etwas ungewöhnlich ist. Die beiden Lieutenant´s haben offensichtlich in den letzten Minuten mehrfach versucht, sie zu löschen", meldete sich Spock plötzlich zu Wort.

 

Jetzt fiel Kirk es endgültig wie Schuppen von den Augen. Der Name Mary Blige und die Anfrage seines Computers von einigen Stunden fielen ihm schlagartig wieder ein. "Was ist mit dieser Datei? Viren, oder so was?", fragte er Spock misstrauisch.

 

"Definitiv nicht, Captain. Eine reine Textdatei. Ich checke den Inhalt, wenn Sie nichts dagegen haben."

 

"Oh, nein!", rief Mary zutiefst verstört.

 

"Bitte nicht!", hauchte eine kalkweiße Susan.

 

"Warten Sie!", ordnete Kirk fest entschlossen an.

 

Spock blickte sich erstaunt um. Ihm war für den Moment ganz unverständlich, warum alle anwesenden Menschen darauf bestanden, dass er den offensichtlichen Streitpunkt nicht sofort in Augenschein nahm.

 

"Also, warum ist diese Datei bei mir gelandet, Mary? Sie sind doch sonst eine ganz vernünftige Frau. Mal raus mit der Sprache", wollte Kirk wissen.

 

"Ein Versehen. Es war ein Versehen. Bitte löschen Sie es. Bitte." Mary schaffte es nur mit Mühe, die Worte klar zu artikulieren.

 

"Das kann ich leider nicht. Schließlich sind wir hier auf einer gefährlichen, interplanetarischen Mission und auf keinem Ausflugsdampfer. Sollte aber wirklich nichts Sicherheitsrelevantes in der Datei sein, wird sie Ihnen wieder zugestellt. Einverstanden?"

 

Mary fing beinahe an zu Weinen. Aber ein Blick in das Gesicht ihres geliebten Captains ließ sie schweigen. Mit hochrotem Kopf nickte sie nur und nahm Haltung an.

 

"Also verschwinden Sie jetzt beide aus meinem Quartier und halten sie sich für spätere Nachforschungen bereit!", scheuchte er sie ungeduldig hinaus. Den Abend mit Spock hatte er sich eigentlich anders vorgestellt.

*

 

"Was hat das bloß alles zu bedeuten? Na ja, ich werde es ja noch früh genug herausfinden." Kirk setzte sich zu Spock an den Tisch und blickte auf den Bildschirm des Terminals. Da steckte die Antwort drin. "Kannst du mir die Datei gefahrlos öffnen, Spock? Um entscheiden zu können, was mit diesen Frauen passieren soll, muss ich sie ja doch früher oder später mal durchlesen."

 

"Das stellt kein Problem dar. Ich möchte allerdings vorschlagen, die Datei selbst ansehen zu dürfen", bat Spock. "Schließlich ist auch mein Name im Titel erwähnt."

 

"Wenn du meinst", entgegnete Kirk gleichmütig. Wenn Spock darauf bestand, konnten sie das auch genauso gut gleich erledigen. "Gut, dann mal los, damit ich mir einen Eindruck von dem Vergehen dieser beiden Lieutenant´s machen kann. Weglaufen können sie ja nicht", merkte er scherzhaft noch an.

 

Aber je mehr Text aber vor den Augen der beiden Leser abrollte, umso ungläubiger schaute Kirk auf die Buchstaben ...

 

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Captain Kirk und sein Erster Offizier.

 

Die Bar auf der Starbase war nur schwach beleuchtet - man bevorzugte hier mattes Licht und es erfüllte auch seinen Zweck ... Alles wirkte ein wenig distanziert, fern, unwirklich. Rauchschwaden, die einen exotischen Duft verbreiteten, trieben träge durch die Luft, umhüllten die wenigen Lampen mit zusätzlichen Schleiern. Fremdartige Musik kam von irgendwo, nirgendwo her - genauso substanzlos wie der Rauch. Der scharfe Geruch von Alkoholika, Freizeitdrogen und fremden Nahrungsmitteln stieg dazwischen auf. Und über allem lag das leise, unablässige Gemurmel der Stimmen der Gäste.

 

Die weichen Polster unter ihm riefen ein fast erotisches Gefühl in ihm wach, wann immer er sich bewegte. Und er schien nicht still sitzen zu können. Unablässig torpedierten ihn die vielfältigen Sinneseindrücke - Laute, Gerüche, Worte - das Flackern des Lichtes. Alles drang roh und ungefiltert auf ihn ein. Er fühlte sich müde, überreizt ... aber gleichzeitig weckte das ganze Ambiente der Bar eine tiefe, unterdrückte Sehnsucht nach noch intensiveren, sinnlichen Erfahrungen. Darin ganz einzutauchen und sich vorzustellen, dass ... Unwillkürlich schloss er die Augen.

 

"Ist alles in Ordnung, Spock?"

 

Der Vulkanier öffnete die Lider. "Natürlich, Captain."

 

Kirk sah ihn über das Glas in seiner Hand hinweg forschend an. "Sie wirken nicht gerade so, als würde es Ihnen hier gefallen", meinte er. "Wir können auch gehen, wir müssen nicht bleiben. Ich dachte nur, Sie würden gerne mal etwas anderes auf einer Starbase sehen, als immer nur die Verwaltungsgebäude und Labors."

 

"Nein!" Spock war selbst überrascht, wie laut und heftig diese Antwort über seine Lippen gekommen war. "Ich meinte ... nein." Er wollte gehen ... er wollte bleiben. Sich von dieser exotischen Atmosphäre einhüllen, aufsaugen und davontragen lassen - zum ersten Mal in seinem Leben nicht denken, nur fühlen. "Ich möchte Sie nicht von Ihrem Vergnügen abhalten", fuhr er schließlich matt fort.

 

"Oh", antwortete Kirk überrascht. "Ich kann mich auch anderswo amüsieren." Er überlegte einen Moment und ließ dabei seinen Ersten Offizier nicht aus den Augen. "Außerdem ist es ja wirklich schon spät, der Tag war lang - es spricht nichts dagegen, auf das Schiff zurückzukehren." Er stand auf. "Und es gibt noch einiges vor dem Abflug morgen mittag vorzubereiten."

 

Spock blieb sitzen. "Sie gehen jetzt nur um meinetwillen", beharrte er.

 

Kirk musterte ihn. "Hören Sie ..." Hätte er nicht gesehen, dass der Vulkanier den ganzen Abend über nur Wasser getrunken hatte, hätte er annehmen müssen, dieser wäre betrunken, so halsstarrig gab sich Spock plötzlich.

 

Jetzt erhob sich auch der Vulkanier. "Ich werde gehen."

 

"Dann gehen wir eben gemeinsam", erwiderte Kirk von der ungewohnten Heftigkeit verblüfft.

 

"Sie müssen mich nicht begleiten", beharrte Spock. Und das, obwohl er alles andere lieber tun wollte, als allein auf das Schiff zurückkehren. "Nicht meinetwegen."

 

"Verdammt, Spock!" Kirk platzte langsam der Kragen. "Was ist denn los? Seit wann benehmen Sie sich wie ein Märtyrer? Ich kehre aufs Schiff zurück, weil ich müde bin und in mein Bett will - und nicht, um Ihnen Händchen zu halten."

 

"Sir?" Die Augenbrauen des Vulkaniers flogen zum Haaransatz.

 

"Nichts." Kirk winkte müde ab. "Das ist nur so eine Redewendung. Gehen wir jetzt oder verbringen wir den Rest der Nacht damit, zu diskutieren?"

 

"Natürlich können wir auf das Schiff zurückkehren", entgegnete der Vulkanier steif.

 

"Gut", meinte der Captain, nun wieder besänftigt. "Wir können ja noch eine Partie Schach zusammen spielen. Was halten Sie davon, Spock?", sagte er, als sie die Bar verließen.

 

"Schach?", wiederholte der Vulkanier, als könne er mit diesem Begriff nichts anfangen.

 

Verwundert drehte Kirk sich zu ihm herum. "Ja, Spock. Unsere gemeinsamen Partien können Sie doch nicht vergessen haben?"

 

"Natürlich erinnere ich mich", entgegnete Spock tonlos. "Ich dachte nur ... Sie haben schon seit geraumer Zeit nicht mehr mit mir Schach gespielt."

 

Es klang wie ein Vorwurf. "Spock", seufzte Kirk. "Ich hatte viel zu tun. Sie hatten viel zu tun. Wir alle hatten viel zu tun. Es war einfach keine Zeit dafür. Das ist der einzige Grund." Er zog seinen Kommunikator und rief den Transporterraum. "Fertig?", fragte er mit einem Seitenblick auf den Vulkanier.

 

"Bereit, Captain", murmelte Spock, der den Blick auf den Boden gesenkt hielt.

 

Verdammt, dachte Kirk, als sie das Funkeln des Transporterstrahls einhüllte. Was ist heute nur mit ihm los? "Nun, Spock", meinte er leutselig, als sie auf der Enterprise von der Plattform stiegen "Was sollen wir denn Ihrer Meinung nach jetzt noch mit dem angebrochenen Abend anfangen?" Eine heiße Dusche und ein Brandy wären auch eine Alternative gewesen - aber natürlich nur für ihn, nicht für den Vulkanier.

 

"Sir?"

 

Wieder blickte der Vulkanier Kirk mit diesem merkwürdigen Ausdruck in den Augen an.

 

"Spielen wir dann noch eine Partie Schach oder wollen Sie lieber in Ihre Kabine und sich ausruhen?", fragte Kirk geduldig - er war sich der neugierig gespitzten Ohren des gleichgültig erscheinenden Transportertechnikers durchaus bewusst. "Kommen Sie, Spock, gehen wir in den Gemeinschaftsraum. Dort können Sie es sich in Ruhe überlegen." Es musste sich ja nicht noch ein Gerücht über einen Streit zwischen den beiden kommandierenden Offizieren der Enterprise zu den zahllosen anderen Spekulationen gesellen. Fast hätte er den Vulkanier, der immer noch wie benommen dastand, am Arm genommen und aus der Tür gedrängt.

 

Spock setzte sich endlich in Bewegung. Kirk folgte ihm - erleichtert und inzwischen schon etwas besorgt.

 

*

 

Gemeinschaftsraum 1 schien fast verlassen - was nicht verwunderlich war. Wer nicht im Dienst war oder auf der Starbase den kurzen Landurlaub genoss, lag in seinem Bett und schlief. Nur in einer entfernten Ecke saß ein weibliches Crewmitglied über einen kleinen Schreibcomputer gebeugt.

 

Spock steuerte den Tisch mit dem 3-D-Schachspiel an und ließ sich auf seinem üblichen Platz nieder. Kirk setzte sich ihm gegenüber. "Nun?", fragte er.

 

Statt einer Antwort machte Spock seinen ersten Zug.

 

Ein überraschend schlechter Zug. Kirk starrte verwirrt auf das Schachbrett. Erst als er Spocks Blick auf sich spürte, zog er eine Figur.

 

"Äh, sind Sie sich sicher, dass wir wirklich noch Schach spielen sollten?", fragte Kirk einige Zeit später die Stirn runzelnd, als Spock ein Schnitzer unterlief, wie man ihn nur von einem blutigen Anfänger hätte erwarten sollen.

 

Der Vulkanier sah auf. Er wirkte unkonzentriert. Dann legte er seinen König um. "Vielleicht haben Sie Recht, Captain."

 

"Womit?"

 

"Ich sollte mich jetzt besser in meine Kabine zurückziehen." Spock stand auf. "Es war ein langer Tag."

 

"Na, also", brummte Kirk undeutlich und erhob sich ebenfalls. "Dann ..."

 

"Es tut mir leid, Sie enttäuscht zu haben, Sir", unterbrach ihn Spock. Der Vulkanier starrte auf das Schachspiel, sah seinen Captain nicht an.

 

"Enttäuscht?", fragte Kirk. "Wieso enttäuscht?"

 

"Sie haben mir die große Ehre geschenkt, mich als Ihren Freund zu bezeichnen, doch habe ich mich nicht wie ein Freund verhalten." Die Worte kamen nur zögerlich und stockend über Spocks Lippen. "Sie müssen sehr von mir enttäuscht sein."

 

"Moment." Kirk hob die Hand. "Ich komme da nicht ganz mit. Was meinen Sie? Wir sind doch ein bestens eingespieltes Team ..."

 

"Das wollte ich auch nicht bezweifeln, Sir. Aber als Ihr Freund sollte ich wohl auch Anteil an Ihrem Leben außerhalb des Dienstes nehmen. Und hier habe ich heute kläglich versagt."

 

"Spock ..." Kirks Stimme klang belegt. Und eigentlich wusste er gar nicht, was er sagen sollte. Er ließ seinen Blick durch den Raum schweifen - er hatte ganz vergessen, dass sie nicht alleine waren. Zwar wohl außer Hörweite der Frau, doch man konnte nie wissen. Als Erstes musste er den Vulkanier hier herausbringen. "Hören Sie, ich glaube, ich bringe Sie jetzt in Ihre Kabine. Wir können ein anderes Mal darüber sprechen ..." Kirk nahm Spocks Arm und führte ihn Richtung Tür. Nach kurzem Zögern folgte ihm der Vulkanier widerstandslos.

 

*

 

"Hören Sie, Spock ..." Wie oft hatte er diese Floskel heute schon gebraucht? Aber irgendetwas wollte er sagen, während der Vulkanier hinter der Abtrennung in der Schlafnische seine Uniform ablegte. "...wir sind alle etwas überarbeitet. Am besten schlafen Sie sich jetzt erst einmal richtig aus. Warum nehmen Sie sich morgen nicht frei? Den Abflug schaffen wir schon ohne Sie." Er drehte sich um, als er Schritte hinter sich hörte. Der Vulkanier trug nun eine schwere, dunkle Robe. "Darin wollen Sie schlafen?", entfuhr es Kirk.

 

Spock blickte ihn fragend an, dann an sich hinunter. Er schien mit der Frage nichts anfangen zu können.

 

"Schon gut", winkte Kirk ab. "Am besten gehen Sie jetzt zu Bett."

 

"Sir?" Spock hob eine Augenbraue.

 

"Was ist?", fragte Kirk ungeduldig.

 

"Wollen Sie etwa hier bleiben?"

 

Kirk lächelte. "Nur so lange, bis ich sicher, bin, dass Sie tun, was ich sage."

 

Wieder blickte ihn der Vulkanier lange an, dann drehte er sich wortlos um, trat hinter die Abtrennung in die Schlafnische und legte sich ins Bett.

 

Kirk war ihm langsam gefolgt, blieb nachdenklich an der Trennwand stehen.

 

"Zufrieden?", fragte Spock.

 

"Ja. Was dagegen, wenn ich hier noch einen Moment warte?"

 

Beide Augenbrauen des Vulkaniers wurden hochgezogen, doch er sagte nichts. Er schloss die Augen.

 

Kirk blieb eine Weile stumm stehen und sah zu, wie sich allmählich die Anspannung in Spocks Zügen auflöste. Als er endlich überzeugt war, dass der Vulkanier schlief, trat er leise zu ihm und strich ihm das ungewohnt wirre Haar aus der Stirn. Wie seltsam. Da glaubte dieser Mann, ihm ein schlechter Freund zu sein ... Dabei war er doch in Wirklichkeit so viel mehr für ihn. Jim zögerte einen Moment, fragte sich, ob er es wagen konnte ... dann beugte er sich über den Vulkanier und küsste ihn zart auf die Stirn.

 

Und fand sich im nächsten Moment in Spocks leidenschaftlicher Umarmung wieder ... Die Augen des Vulkaniers flogen auf. "Captain", murmelte er. "Ich glaubte ... Ich glaubte ..."

 

Jim räusperte sich verlegen und wich etwas zurück, um seinem Ersten Offizier ins Gesicht zu sehen. Spock machte keine Anstalten, seine Arme zu lösen. "Was?", fragte er rau.

 

Erst jetzt zog der Vulkanier die Arme zurück. "Sie sind tatsächlich hier", meinte er leise. "Bitte entschuldigen Sie."

 

Verwirrt richtete Jim sich aus seiner gebeugten Haltung auf. "Ich wusste nicht ...", er unterbrach sich. Du redest dich um Kopf und Kragen, ermahnte er sich selbst. Nachdenklich betrachtete er den Vulkanier, der ihn offenbar vor Verlegenheit nicht ansehen konnte - oder wollte. "Tja, ich ..." Wieder wusste er nicht, was er eigentlich sagen sollte und war bereits entschlossen, sein Heil in der Flucht zu suchen, als ihn ein Blick von Spock traf. Unterdrückte Heiterkeit lag in den dunklen Augen. Ein vollkommen absurder Gedanke! Aber war er wirklich so abwegig? Jim schüttelte den Kopf. Ihm wurde die Ironie ihrer Situation bewusst. Offensichtlich - oder genauer gesagt - nicht offensichtlich war er nicht der Einzige in diesem Raum, der nicht ganz ehrlich zu sich selbst und zum Objekt seiner Begierde gewesen war ... "Ich nehme nicht an, das war eine Verwechslung, oder? Spock?", erkundigte er sich.

 

"Captain?" Der Vulkanier hob eine Augenbraue und setzte sich halb auf.

 

Für einen Moment glaubte Jim, er habe sich geirrt. Dann sah er wieder das Aufblitzen in dunklen, vulkanischen Augen. "Nein", beantwortete er seine Frage selber und lächelte. "Das war es wohl nicht." Wie hatte er sich so täuschen lassen können? Von Verlegenheit fand er keine Spur in den vulkanischen Zügen. Nein, das war, was er nun unter Spocks hungrigem Blick empfinden wollte. Er konnte sich kaum erinnern, schon einmal so angesehen worden zu sein ... "Ich glaube ..." - er legte eine Hand auf Spocks Brust, durch den schweren Stoff der Robe spürte er die Körperwärme des Vulkaniers - "ich hatte recht."

 

"Sir?"

 

"Heute ist wirklich keine Nacht zum Schachspielen." Jim drückte Spock zurück, bis der wieder flach auf dem Rücken lag. "Außerdem glaube ich, dass wir beide uns heute Abend sehr dumm benommen haben."

 

Nun zog der Vulkanier beide Augenbrauen hoch. "Captain, ich wünschte, Sie würden mich nicht immer nach menschlichen Maßstäben beurteilen."

 

Jim lachte, erwiderte aber nichts, sondern setzte sich auf die Bettkante. Er schob seine Hand unter die Robe und hörte Spock scharf Atem holen, als er die bloße Haut darunter berührte. Ein leichtes Zucken lief durch die Muskeln, als er die Hand nach unten gleiten ließ, den schweren Stoff dabei teilend.

 

"Jim?" Spock legte seine Hand über Jims, hielt ihn zurück. Er sah ihn forschend an. "Was hat das zu bedeuten?"

 

"Vielleicht sollte ich ein Geständnis ablegen", begann Jim. "Seit einiger Zeit ..."

 

"Seit langer Zeit ...", sagte Spock.

 

"Oh." Einen Moment wusste Jim nicht ganz, was der Vulkanier damit sagen wollte, doch dann wurde ihm klar, dass wohl auch Spock soeben dabei war, ein Geständnis abzulegen. "Seit einiger Zeit fühlte ich mich ...", fuhr er fort, stockte und sah Spock erwartungsvoll an.

 

"Seit langer Zeit fühlte ich mich ...", wiederholte der Vulkanier ernst.

 

"...von dir angezogen?", beendete Kirk seinen Satz.

 

"...von dir angezogen." Aus Spocks Mund war es eine Feststellung.

 

"Warum hast du nie etwas gesagt?", fragte Jim.

 

"Jim - ist dies eine Frage, die du mir wirklich stellen musst?", entgegnete Spock. "Du ... bist mein vorgesetzter Offizier. Und mein Freund. Wie hättest du reagiert, wenn ich zu dir gekommen wäre und von ..." Er brach ab.

 

"...Gefühlen für mich gesprochen hättest?" Jim lächelte erneut. "Du hättest eine Überraschung erleben können. Hast du nie etwas gemerkt? Du warst nie alleine mit deinem Wunsch ..."

 

Ein scharfer Blick des Vulkaniers traf ihn, doch dann tauchte die Andeutung eines Lächelns in Spocks Gesicht auf. Er zog Jims Hand unter seiner Robe hervor und betrachtete einen Moment lang die helleren, stumpferen Finger in seinen. "Eine Überraschung wäre das sicher gewesen", wiederholte er leise. "Ich bin bereit, meine Ansicht zu ändern", sagte er dann lauter. "Vielleicht waren wir doch dumm."

 

Jim lachte. "Was war heute mit dir los?", fragte er dann unvermittelt ernst. "Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht."

 

Spock blickte auf. "Ich kann es nicht genau beschreiben", begann er zögerlich.

 

"In dieser Bar ..." Jim runzelte leicht die Stirn, als er sich alles ins Gedächtnis zurückrief. "Du wirktest sehr unbehaglich."

 

"Es lag nicht an diesem Ort", entgegnete Spock leise. "Es war deine Nähe. Bislang war stets eine gewisse Distanz zwischen uns - nicht räumlich, aber spürbar. Und in unserer Position notwendig. Wir dürfen uns in unseren Entscheidungen nicht von Gefühlen leiten lassen. Also wagte ich nicht, mich dir in dieser Weise zu nähern."

 

Jim beugte sich leicht vor. "Was war es dann? Was hat dich deine Meinung ändern lassen?"

 

Spock zögerte. "Du."

 

"Ich?", fragte Jim verblüfft. "Aber was habe ich gesagt? Oder getan?"

 

"Es waren weniger deine Worte, als deine Akzeptanz. Ich fühlte mich beschämt. Großzügig akzeptiertest du mich, wie ich bin - und alles, was ich dir dafür zu bieten hatte, war ..."

 

"...alles was ich brauchte", unterbrach ihn Jim plötzlich. "Ich dachte, wir hätten die Angelegenheit mit deinen Selbstvorwürfen geklärt."

 

Spock neigte den Kopf. "Ich wusste plötzlich, dass du nichts weniger als Ehrlichkeit verdienst. Doch ich ... war unfähig, dir die Wahrheit zu sagen. Wie sollte ich zu dir gehen und dir sagen, dass ich ..."

 

"...in dich verliebt bin?", schlug Jim vor. Und ein leises, kaum bemerkbares Zittern lag in seiner Stimme.

 

"Ja."

 

"Ich wünschte, du hättest es getan", sagte Jim.

 

Der Vulkanier sah fragend auf.

 

Jim lächelte. "Dann hätte ich dir erklären können, dass auch ich ..."

 

"...in dich verliebt bin?", schlug Spock vor. Ein Lachen funkelte in seinen Augen.

 

"Ja."

 

Es war einen Moment still, dann fragte Spock: "Wenn du nichts von meinen Gefühlen für dich wusstest, warum hast du mich dann heute Abend geküsst?"

 

"Ich ... Konnte einfach nicht widerstehen", erklärte Jim nach kurzem Zögern. "Ich war sicher, du würdest schlafen und es nicht bemerken."

 

"Würdest du es wieder tun?"

 

"Was?", fragte Jim verblüfft - dann verstand er. "Spock, ich ..." Er beugte sich vor, berührte jedoch dieses Mal nicht Spocks Stirn, sondern seine Lippen. "So oft du es willst." Dann wich er zurück, um den Vulkanier ansehen zu können. "Immer."

 

"Wie lange wird dieses immer dauern, Jim?" Spocks Stimme war ruhig, doch es war ein bedrückter Unterton in ihr.

 

"Ich weiß es nicht", erwiderte Jim ehrlich. "Vielleicht ein Leben lang. Wir wissen nicht, was sein wird. Ich kann dir nichts versprechen."

 

"Dann werde ich nicht mehr fragen." Spock zog Jims Finger an die Lippen.

 

Jim holte scharf Atem, als sich die Zunge des Vulkaniers um seinen Zeigefinger wand und ihn in die warme Mundhöhle sog. Er ließ Spock einen Moment gewähren, zog dann die Hand zurück. So rasch es seine weichen Knie zuließen, stand er auf.

 

"Du willst gehen?" Enttäuschung schwang in Spocks Stimme mit.

 

"Nur wenn du mich wegschickst." Jim lächelte, als er das vehemente Kopfschütteln des Vulkaniers sah. "Dann mache ich es mir etwas bequemer." Er zog sich das Oberteil über den Kopf. "Möchtest du nicht auch ...?", fragte er und ließ das Kleidungsstück einfach auf den Boden fallen. Er strich sich über das wild in alle Richtungen abstehende Haar.

 

Spock starrte ihn fasziniert an, es schien, als hätte er Jims Worte nicht gehört oder verstanden. Dann lief ein leiser Schauer durch ihn, wie bei jemandem, der aus einem Traum erwacht und er nickte.

 

Jim leckte sich unwillkürlich über die Lippen, als Spock sich aufrichtete, die Robe öffnete und über die Schultern nach hinten gleiten ließ. Er trat näher ans Bett, berührte Spock an der Schulter. Als der Vulkanier zu ihm aufsah, umschloss er sein Gesicht mit beiden Händen und küsste ihn. Ohne sich von Spocks Mund zu lösen, kniete er sich über dessen Beine, die noch von der Robe bedeckt waren. Die Leidenschaft, mit der Spock seinen Kuss erwiderte, verblüffte und beglückte ihn zugleich. Vielleicht war "für immer" doch nicht zu lange - wenn das Schicksal es gut mit ihnen meinte ...

 

 

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"Das ist ja nicht zu fassen! Lächerlich! Krank! Was sagst du dazu Spock? Das ist mir ja beinahe peinlich, dass du das auch noch lesen musstest. Also, die beiden werden was erleben!" Kirk wusste gar nicht, wohin er zuerst schauen sollte. Ihm und Spock ein derartig persönliches Verhältnis zu unterstellen, überstieg sein Fassungsvermögen. Er wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen, dass ausgerechnet Frauen sich solche Geschichten über ihn ausdenken konnten. Und das sogar auf seinem eigenen Schiff! In diesem Moment bereute er zutiefst, dass er Spock die Erlaubnis zum Mitlesen gegeben hatte.

 

"Am besten alles löschen und ihnen eine saftige Disziplinarstrafe verpassen", überlegte er laut und bestimmt.

 

"Wenn du meinst", kam die scheinbar gleichmütige Antwort.

 

Spocks Haltung verriet keine Regung, wie Kirk in diesem Moment wieder einmal zu seinem Bedauern feststellen musste. "Ja, was denn sonst? Das ist doch eine Unverschämtheit, uns so etwas zu unterstellen? Oder was meinst du?", antwortete Kirk immer noch ehrlich entrüstet.

 

"Das Objekt einer erotischen Fantasie zu sein, sollte schmeichelhaft sein", kommentierte Spock trocken.

 

Kirk war sich nicht sicher, ob er gerade auf den Arm genommen wurde. Aber Spock konnte das auch total ernst meinen. "Wir sollen uns geschmeichelt fühlen? Also, ich weiß nicht. Fühlst du dich denn geschmeichelt?"

 

"Das Interesse an meiner Personen ist jedenfalls - faszinierend. Es ist natürlich eine Fantasie und hat mit der Realität nichts zu tun", fuhr der Vulkanier fort.

 

"Sicher, sicher. Aber was machen wir jetzt? Eines ist jedenfalls klar. Das hier sollte nicht öffentlich werden. Dieser ganze, verdrehte Text muss sofort gelöscht werden. Aber was passiert mit diesen beiden Frauen? Bisher haben sie sich nichts zuschulden kommen lassen und ich möchte auch nichts davon in den Logbüchern drin haben. Wie können wir da am besten den Deckel draufhalten?" Jim klang inzwischen verzweifelt.

 

Spock rieb sich nachdenklich sein Kinn. Das alles ließ ihn ganz unerwartet auf eine seltsame Art dem Captain näher kommen. Sie teilten jetzt ein weiteres Geheimnis. Und er fühlte sich dabei, als wäre er in ein warmes Bad getaucht.

"Für Lt. Susan Baker als meine Untergebene verbürge ich mich persönlich. Ich darf davon ausgehen, dass sie vollständig loyal ist. Mir ist jedoch noch etwas anderes aufgefallen. Lt. Mary Blige scheint neben ihrer - zugegeben blühenden – Fantasie, auch sehr gut und stylsicher formulieren zu können. Du suchst doch eine Assistentin, die für dich die Berichte formuliert. So hättest du eine gute Sekretärin, die unter Eid absolutes Stillschweigen über deine privaten Angelegenheiten zu wahren hat. Ganz offiziell", schlug er nach einigem Zögern vor.

 

"Aber ich kann doch keine Frau einstellen, die derartige Fantasien über mich hat. Andererseits ... "Kirk zog seine Stirn nachdenklich kraus. Das Ganze ging fast ein bisschen schnell.

"Andererseits habe ich sie dann wirklich unter Kontrolle. Und sie hat offensichtlich auch wirklich keine Ambitionen, mich selbst verführen zu wollen. Da brauche ich mir auch von daher keine Sorgen zu machen", dachte er laut nach. "Also gut, teilen wir ihnen die Entscheidung mit und vergessen das Ganze. Was meinst du?"

 

"Einverstanden", nickte Spock bestätigend.

 

Kirk sah forschend in die Augen von seinem Ersten Offizier. Ein amüsiertes Glitzern konnte er darin zu erkennen und keine Spur von Verlegenheit. Mit dem Vergessen würde das wohl doch nicht so einfach werden, dachte Kirk aufseufzend. Aber eher würde er sich selber die Zunge abbeißen, als Spock jetzt zu fragen, was er nun wirklich über den Inhalt dieser Story dachte.

 

Ende.