Helen

T’Len

2000

 

 

 

Ein Storyanfang zum Weiterschreiben

Serie: TOS

Paarung: K/S

Code: G

Feedback: tlen11@freenet.de

Summe: Jim trauert um eine Freundin

 

Erstveröffentlichung in der Amok Times Nr. 15, der Clubzeitschrift des ClassiKS-Clubs (http://www.geocities.com/classiks1701/index.html)

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollt wo anders spielen gehen.

 

 

 

James Tiberius Kirk stand bewegungslos in dem hellen Krankenzimmer und starrte auf das kleine Bündel Mensch, welches friedlich in seinem Bettchen schlummerte. 'Wie ein Engel', dachte er. 'Sie ist so klein und unschuldig und sie hat keine Ahnung, dass wenige Zimmer weiter, ihre Mutter mit dem Tod ringt.'

 

"Helen", flüsterte er. Bei dem Gedanken an die junge Frau traten Jim heiße Tränen in die Augen. Verstohlen wischte er sie mit dem Handrücken fort, ballte dann wütend die Fäuste. 'Verdammt, es ist so unfair. Sie ist doch noch so jung und hoffnungsvoll, sie ist so eine lebenslustige Frau, so eine begnadete Wissenschaftlerin und sie sollte eine glückliche Zukunft vor sich haben, erst recht jetzt, wo sie diesem kleinen Wunder das Leben geschenkt hat.'

 

James T. Kirk fühlte sich so hilflos, wie noch nie in seinem Leben. Es hatte ihn nie etwas ausgemacht, gegen einen überlegenen Gegner zu kämpfen. Eine zehnfache Klingonenübermacht wäre ihm in diesem Moment herzlich willkommen gewesen. Und er war überzeugt, dass er siegreich aus der Schlacht hervorgegangen wäre. Doch gegen diesen kleinen, unsichtbaren Virus, der im Begriff stand Helen aus ihrem jungen, hoffnungsfrohen Leben zu reißen, war er machtlos.

 

Jim Kirk gehörte nicht zu den Männern, die sich auf höhere Mächte verließen, die überhaupt an sie glaubten. Er war ein Mann der Tat. Doch in diesem Moment betete er zu allen Göttern des Universums, wo immer sie auch sein mochten, dass sie es den Ärzten ermöglichten, Helens Leben zu retten.

 

Jim wusste nicht, wie lange er so bewegungslos dagestanden hatte, die brennenden Augen auf das kleine Mädchen in seinem Kinderbett gerichtet. Sein Zeitgefühl war ihm schon vor Stunden abhanden gekommen. Er kehrte erst ins hier und heute zurück, als sich die Tür leise öffnete und ein schlanker Schatten von hinten auf ihn fiel.

 

Warme Hände umfassten sanft und zärtlich seine Schultern. Jim drehte sich langsam um. "Wie geht es ...?", weiter kam er nicht. Ein Blick in Spocks unendlich traurige, dunkle Augen gab ihm die Antwort auf seine Frage.

 

Jim schluckte schwer. "Helen, ist sie ...?", vergewisserte er sich noch einmal.

 

Spock nickte. "Es tut mir so leid, Jim", flüsterte er.

 

Jim spürte, wie ihm die Tränen wieder in die Augen stiegen. Er konnte und wollte sie nicht mehr zurückhalten. Aufschluchzend barg er seinen Kopf an der Schulter des Vulkaniers. "Das ist nicht fair, sie war doch noch so jung", schluchzte er.

 

Spock nahm ihn behutsam in die Arme, streichelte sanft über seinen Rücken und durch sein Haar. Als Jim sich einigermaßen wieder beruhigt hatte, hob er vorsichtig den Kopf. "Was wird nun aus ihr?", fragte er, auf das kleine, neugeborene Mädchen deutend, welches noch immer friedlich schlief und nicht ahnte, dass es gerade seine Mutter verloren hatte.

 

"Darüber müssen wir reden", antwortete Spock. "Aber nicht hier."

 

"Aber wir können sie doch nicht allein hier lassen", flüsterte Jim flehend.

 

Spock schüttelte den Kopf. "Es war ein langer Tag für uns beide, Jim. Wir brauchen etwas Ruhe. Das Baby ist hier bestens aufgehoben. Die Ärzte und Schwestern werden sich um sie kümmern. Und wir kommen morgen wieder."

 

Er griff nach Jims Hand und zog ihn zur Tür. Widerstrebend folgte Kirk dem Vulkanier. 'Lass uns nach Haus gehen, T'hy'la', hörte er Spock in seinen Gedanken flüstern.

 

TBC

 

 

Fortsetzung in                          Rosenkind   von Lady Charena