TOS

Paarung: K/S

Code: PG

Summe: Nach „The Galileo seven / Notlandung auf Galileo 7“

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört Star Trek und alles, was ich mir hier borgte.

Die Story ist mein, "Fanfiction" - ich beabsichtige weder, damit Geld zu verdienen, noch irgendwelche Rechte zu verletzen. Wer unter 18 ist, bzw. ein Problem mit Homosexualität hat, bitte ich, diese Story  nicht zu lesen.

 

röffentlichung in der Amok Times Nr. 23, der Clubzeitschrift des ClassiKS-Clubs (http://www.geocities.com/classiks1701/index.html)

 

 

 

Erkenntnisse...

                                                                                              Lady Charena

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...und breite mich aus und falle in mich hinein -

                                       und werfe mich ab und bin ganz allein...

(R.M.Rilke)

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Im Grunde war alles in bester Ordnung. Und doch... alles schien anders. Das Schiff befand sich unter Sulus Kommando weiterhin auf Kurs nach Markus III. McCoy hatte die Landegruppe nach der Untersuchung aus der Krankenstation entlassen und ihnen geraten, sich auszuruhen. Nun, das war leichter gesagt, als getan...

Jim Kirk hatte sich ebenfalls in seine Kabine zurückgezogen, um zu schlafen. Während der zweitägigen Suche nach seiner Crew hatte er die Brücke nur dann verlassen, wenn es unumgänglich geworden war.

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Die Quartiere des Ersten Offiziers und des Captains verband ein gemeinsames Badezimmer. Vor der Tür, die in die Kabine seines Captains führte, verharrte er unsicher. Seine Hand streifte den Schalter, der sie öffnen würde. Doch er betätigte ihn nicht, statt dessen lehnte er die Stirn gegen das kühle Metall und lauschte. In der angrenzenden Kabine war alles still. Sicherlich schlief Jim... Die scherzhaften Worte früher auf der Brücke hatten die Erschöpfung des Menschen nicht vor ihm verbergen können. Ihn für einen Moment sehen - es konnte doch sicher nicht schaden... Wieder hob er die Hand – ignorierte ihr leichtes Zittern – und betätigte den Türöffner. Ohne ein Geräusch zu verursachen, glitt er in die matt erleuchtete Kabine.

Spock verharrte direkt hinter der Tür, sein Blick eilte voraus zur Schlafnische. Ja, Jim schlief... Er durchquerte zögernd den Raum, betrachtete die entspannte Gestalt seines Captains. Jim musste – von der Brücke kommend – direkt ins Bett gefallen sein. Ohne sich die Zeit zu nehmen, sich völlig auszukleiden. Ein Stiefel lugte unter dem Bett hervor, der andere außer Sicht. Das goldene Uniformhemd und das schwarze T-Shirt lagen zusammengeknüllt am Fußende des Bettes. Sorge und Erschöpfung vom Schlaf aus seinen Zügen gewischt. Wie lange stand er so da, Jim betrachtend? Spock machte sich nicht die Mühe, die vergehenden Minuten zu zählen. Es war ja doch niemals lange genug... Er sank auf die Bettkante - was er nun wirklich nicht geplant hatte – doch plötzlich gab sein verletztes Bein unter ihm nach. Es war nichts ernsthaftes, McCoy hatte ihm versichert, dass es in zwei bis drei Tagen wieder völlig in Ordnung sein würde.

Mit angehaltenem Atem, sein Herzschlag ein heftiges Trommeln in seiner Seite, starrte er in Jims Gesicht, nur Zentimeter von seinem entfernt. Langsam hob er die Hand, strich die unbezähmbare Haarsträhne aus seiner Stirn zurück. Seine Fingerspitzen streiften kühle, leicht feuchte Haut...

In diesem Augenblick bewegte sich Jim. Mit einem Seufzen drehte er sich auf die Seite, das Gesicht weiterhin unbewusst in Richtung des Vulkaniers gewandt. Der hatte sich aufgerichtet und saß – ohne zu atmen - wie erstarrt auf der Bettkante. Doch der Mensch erwachte nicht. Er würde sofort gehen... sobald ihn sein Bein wieder trug... Was wohl besser rasch der Fall sein sollte. Er konnte sich keinen logischen Grund denken, der seinen Aufenthalt hier - um diese Zeit - rechtfertigen könnte. Aber Gefühle waren nun einmal nicht logisch... Eine Erkenntnis der McCoy nur zu begeistert zustimmen würde. Und doch waren es gerade Gefühle gewesen, die ihn hergeführt hatten. Ein namenloses Sehnen nach etwas – vielleicht nach jemandem - das seine Kehle eng werden ließ und seinen Mund trocken. Und dem er sich nicht zu stellen wagte... Auch jetzt nicht. Statt dessen stahl sich seine Hand wieder zu der widerspenstigen Haarsträhne. Und so vertieft war der Vulkanier in sein Nachsinnen, dass ihm völlig entging, dass er nicht mehr der einzige war, der nicht schlafen konnte...

„Spock?“

Kühle Finger umschlossen seine Hand, hielten sie fest, als er sie erschrocken zurückziehen wollte.

Die Gestalt des Vulkaniers versteifte sich, als Jim die Augen öffnete. Stumm bewegte sich sein Mund, doch kein Laut drang hervor. Nein...

„Ist irgend etwas nicht in Ordnung?“ Aber natürlich nicht... Es war doch schließlich alltäglich, den Ersten Offizier am Bett seines Captains sitzend vorzufinden. Mitten in der Nacht.

Ohne seine Hand loszulassen, setzte Jim sich auf. Er winkte die Beleuchtung etwas höher. „Ist alles in Ordnung?“, wiederholte er sanft, fast so, als spreche er zu einem eingeschüchterten Kind.

„Captain, ich muss... um Verzeihung bitten. Die Störung... mein Eindringen hier...“ Spock verstummte. Zum ersten Mal in seinem Leben wusste er einfach nicht, was er noch sagen sollte. Er senkte verlegen den Blick auf den Boden. Kirk bot das die Gelegenheit, ihn ungestört zu mustern. Keine Maske verbarg heute Nacht die Verwirrung in Spocks Zügen. Die heißen Finger in seinen zitterten leicht. „Warum bist du hergekommen?“, fragte er leise, als der Vulkanier keine Anstalten machte, etwas zu erklären. Es blieb lange still. „Ich... ich fühle mich so allein. Jim, ich...“ Die Worte taumelten unaufhaltsam über schmale Lippen. Schwarze Augen suchten seinen Blick, stumm um Verständnis bittend. Vielleicht um Hilfe. Ein falsches Wort jetzt, zur falschen Zeit, würde den Vulkanier tief verletzen...

Jim rückte mehr auf die Seite, klopfte mit der freien Hand leicht auf die Matratze. „Komm, setz’ dich hierher“, meinte er ruhig, als richte er solche Worte jeden Tag an seinen Ersten Offizier. Spock kam nach einigem Zögern seiner Bitte nach und saß steif auf der Bettkante. Nachdem Kirk seine Hand frei-gegeben hatte, verflocht er die Finger ineinander, wie um sie davon abzuhalten noch einmal so etwas zu tun, starrte darauf.

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Eine bizarre Situation. Jim unterdrückte den Drang, zu lachen. Es wäre wohl das falscheste, was er tun konnte. Und doch... Irgend etwas in ihm wollte eigentlich nicht lachen. Wollte statt dessen die schmale Gestalt in die Arme nehmen. Verrückter Gedanke, oder? „Spock?“, fragte er leise.

Der Vulkanier schreckte auf und machte Anstalten, die Flucht zu ergreifen. Doch Jim war schneller, kam auf die Knie, umfasste dünne Schultern und drückte ihn auf das Bett zurück. Er sah auf Spock hinab. „Sprich’ mit mir“, forderte er sanft, ohne seinen ‚Ersten’ freizugeben. „Lass’ mich helfen.“ Im nächsten Augenblick fühlte er sich von Armen, deren übermenschliche Kraft so leicht vergessen werden konnte, beinahe erdrückt. Ohne sich darüber zu wundern (oder über seine Bereitschaft, es zu tun), erwiderte er einfach die Umarmung, bedeckte die zitternde Gestalt mit seiner. Eine Hand glitt in das seidene, rabenschwarze Haar und drückte Spocks Gesicht an die Schulter des Menschen. „Scchhhh...“, flüsterte er. „Es ist alles in Ordnung. Ich bin da...“

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Alles fühlte sich unvertraut an. Und etwas Kaltes schmiegte sich eng an ihn... Spock öffnete die Lider und starrte verständnislos in das Gesicht seines Captains, nur wenige Zentimeter von seinem entfernt, der blonde Kopf auf dem gleichen Kissen. Sein Blick glitt über ihn hinweg und suchend durch die Kabine. Er befand sich ohne Zweifel in Kirks Quartier. Seine Augen kehrten zu den vertrauten Gesichtszügen zurück, die so nahe waren. Es war also kein Traum gewesen...

Sanft – ohne den Menschen zu wecken - löste er sich von Jim, setzte sich auf. Die Verwirrung der letzten Nacht war verschwunden und er fühlte sich wieder mehr wie er selbst. Aber die Tatsache blieb, dass er eben im Bett seines Captains aufgewacht war. Praktisch in dessen Armen...

„Lass’ mich helfen...“ Mit den Worten kam auch die Erinnerung zurück. Verlegen stand er auf und floh in seine Kabine.

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Als Jim erwachte, war sein erster Gedanke der Vulkanier. Doch Spock war nicht mehr da. Schade... Er warf einen Blick auf die Uhr und streckte sich ausgiebig. Noch fast eine Stunde bis zum Weckalarm. Aber weiterschlafen? Ein Ding der Unmöglichkeit...

Seine Gedanken wanderten zurück. Es hatte lange gedauert, bis Spocks Zittern abgeebbt war. Doch letztlich war er eingeschlafen, noch immer wie schutzsuchend an den Menschen geschmiegt. Ohne ihn loszulassen, hatte Jim die Decke über den Vulkanier hochgezogen und war seinem Beispiel gefolgt. „Ich fühle mich so allein“, hatte Spock gesagt. Ein Gefühl, mit dem auch er ausreichend vertraut war. Nur hätte er nie geglaubt, dass einmal der Tag kommen würde, an dem der Vulkanier zugab, dass er fühlte... Nein, das stimmte so nicht ganz. Er erinnerte sich an andere Gelegenheiten – ein Blick über das Schachbrett hinweg, der nur als amüsiertes Lächeln gedeutet werden konnte. Eine fragend hochgezogene Augenbraue, Neugier signalisierend. Eine trockene Bemerkung, die den Humor, der hinter der vulkanischen Fassade steckte, mehr als nur erahnen ließ...

Unruhig kam er auf die Beine, wanderte durch die Kabine. Doch allein über die letzte Nacht nachzudenken, erwies sich als recht fruchtlos. Die Entscheidung rasch getroffen, zog er eine frische Uniform an und betrat durch ihr gemeinsames Badezimmer das Quartier seines Ersten. Offiziers.

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Die Beleuchtung war matter als sonst, es war heißer als gewöhnlich – Dinge, die Jim schon lange als Anzeichen dafür zu deuten gelernt hatte, dass irgend etwas mit Spock nicht stimmte. Er blieb einen Moment stehen, damit sich seine Augen an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnen konnten und entdeckte dann den Vulkanier.

Spock hatte sich in seine Meditationsnische zurückgezogen, zögerte einen Augenblick, bevor er aufsah und dem Blick des Menschen begegnete. Weder Wut noch Abscheu – er hatte mit beidem gerechnet – war in den braunen Augen zu entdecken und ein Teil der Anspannung wich von ihm. Kirk schien ihm letzte Nacht nicht nachzutragen.

Jim lehnte sich mit dem Rücken gegen den Raumteiler, die Arme vor der Brust verschränkt, musterte er den knienden Vulkanier. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er leise. Der dunkle Kopf senkte sich, nickte einmal. „Ich fühle mich... geehrt, dass du zu mir gekommen bist. Das du mich hast teilhaben lassen. Danke.“

Spock sah ungläubig auf. „Danke?“, wiederholte er verständnislos. „Wofür?“

Jim lächelte, als er zu ihm trat, vor ihm in die Hocke ging. „Für dein Vertrauen, Spock.“ Zögernd streckte er die Hand aus, legte sie auf die Schulter des Vulkaniers. „Ich weiß – ich verstehe – das die letzte Nacht nicht einfach für dich gewesen ist.“ Etwas huschte über die strengen Züge, verschwand jedoch wieder, bevor der Mensch es identifizieren konnte. Dann erhob sich der Vulkanier abrupt. „Wir müssen auf die Brücke“, meinte er tonlos.

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Es war ein ruhiger Tag – was möglicherweise auch gut so war... Denn Jims Aufmerksamkeit driftete immer wieder ab. Er starrte hinüber an die wissenschaftliche Station und auf den steifen Rücken des Vulkaniers. Ihn heute Nacht in den Armen zu spüren, das war etwas ganz besonderes gewesen... Spock war ihm noch nie zuvor verletzbar erschienen... Und es hatte ihn stolz gemacht, dass der Freund genug Vertrauen in ihn hatte und sich an ihn wandte... Aber irgendwie war da mehr. Er kam nur noch nicht so recht dahinter, was...

Als ihre Schicht zu Ende war, wollte er den Vulkanier dazu überreden, gemeinsam mit ihm zu essen... Sein ‚Erster‘ kam ihm zuvor. „Jim, ich würde gerne mit dir sprechen.“ Kirk musterte ihn. Doch Spock wich seinem Blick aus, sah zu Boden. „Natürlich. Treffen wir uns in zehn Minuten in der Messe?“ Der Vulkanier sah auf. „Ich würde eine privatere Umgebung bevorzugen. In meiner Kabine?“, schlug er zögernd vor.

„Einverstanden – wenn du vorher mit mir Essen gehst. Ich verhungere.“ Nun, das war zwar leicht übertrieben – wie noch Hunger haben, wenn ein Schwarm Schmetterlinge ihr Unwesen in seiner Magengegend trieb... Doch Spock stimmte zu.

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In der Messe liefen sie McCoy über den Weg. Doch der Arzt war ungewöhnlich schweigsam. Keine stichelnden Bemerkungen über Spocks praktisch nicht vorhandenen Appetit, keine Äußerung mehr zu Taurus II. Es war fast unheimlich...

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Unsicher ließ Spock seinem Captain den Vortritt. Er war sich nicht mehr ganz so sicher, warum er um ein Gespräch mit Jim gebeten hatte. Der Gedanke an letzte Nacht... Es war schwer, die Verlegenheit zu unterdrücken. Doch weswegen war er so verlegen? Jim trug ihm sein Verhalten von gestern nicht nach. Vielleicht war es, weil er sich wünschte, wieder kühle, menschliche Arme um sich zu spüren... Erschrocken verharrte er mitten im Schritt.

„Ist alles in Ordnung?“ Natürlich hatte Jim sein Zögern bemerkt.

„Ja, natürlich.“ Die Tür schloss sich hinter ihm, ließ ihn allein mit Jim. Und zum ersten Mal empfand er bei diesem Gedanken fast so etwas wie... Angst. Wie sollte er dem Blick des Menschen standhalten können, mit diesem neuen, erschreckenden Wissen? Kirk nahm ihm die Entscheidung ab, als er sich einfach in den nächsten Stuhl setzte. „Nun, hier bin ich“, meinte er leise, ermunternd lächelnd. „Was wolltest du mit mir besprechen?“

Spock ging die wenigen Schritte zu ihm, ohne zu wissen, was er sagen sollte, wenn er ihn erreichte. Steif ließ er sich auf der Stuhlkante nieder, sah auf seine ordentlich gefalteten Hände.

„So schlimm?“, kam die leise Frage.

Und irgendwie fand er die Kraft zu einer Antwort. „Es tut mir leid, Captain. Ich dachte, ich könnte...“ Er brach verlegen ab. Was musste Jim jetzt von ihm denken...

„Es ist in Ordnung.“ Er spürte eine kühle Hand auf seiner Schulter und sah auf. Kirk stand vor ihm. „Wenn du darüber sprechen kannst, dann werde ich da sein.“ Langsam zog der Mensch seine Hand zurück und lächelte. „Wenn ich schon einmal hier bin... schuldest du mir nicht noch eine Revanche von unserem letzten Schachspiel?“ Ohne eine Antwort abzuwarten, trat er an das Regal, wo das Schachbrett stand und begann damit, die Schachfiguren auf dem Tisch aufzustellen.

„Danke“, sagte Spock leise, als er sich ihm gegenüber niederließ.

„Nichts zu danken, mein Freund“, erwiderte Jim ernst. Mein Freund...? Nur mein Freund?

Sie spielten eine Zeitlang schweigend, doch keiner von beiden war völlig auf das Spiel konzentriert. Wieder und wieder kreuzten sich dafür ihre Blicke über den Figuren. Jim schob seinen Stuhl zurück. „Ich denke, ich sollte langsam gehen. Es ist spät.“ Er sah den Widerwillen in Spocks Zügen, zwar rasch wieder verborgen, doch unmissverständlich. Also stützte er die Ellbogen auf den Tisch und legte das Kinn auf seine ineinander verschränkten Finger – eine Gestik, die er sich unbewusst von seinem Ersten Offizier abgeschaut hatte. „Spock, wenn ich noch bleiben soll“, sagte er sehr leise, sehr sanft. „Du musst es nur sagen.“

Der Vulkanier senkte den Kopf. „Das kann ich nicht. Ich kann nicht soviel von dir verlangen...“ Die Unsicherheit in seiner Stimme schmerzte...

Soviel? Es ist nicht viel, Spock. Wenn du jetzt nicht allein sein möchtest, kann ich das verstehen. Ich... habe von McCoy erfahren, was auf Taurus II passiert ist. Was nicht in deinem Bericht stand.“ Er stand auf, trat neben den Vulkanier. „Du hast nichts falsch gemacht.“

Zögernd streckte er die Hand aus, doch was eigentlich als freundschaftliches Schulterklopfen gedacht war, wurde rasch zu einer Liebkosung...

Jims Blick blieb auf seine Hand gerichtet, als er mit den Fingerspitzen langsam über die dünne Schulter, den Arm entlang strich, bis er eine schmale – ungewöhnlich kühle – Hand in seiner hielt. Ein Schauer lief durch den Vulkanier. „Jim, ich...“ Ein Daumen zeichnete Kreise auf seinen Handrücken.

„Soll ich... aufhören?“, fragte Kirk leise. Erst jetzt hob er den Kopf und sah, dass Spocks Augen geschlossen waren. „Sag‘ es mir. Soll ich aufhören?“, wiederholte er. Ein mattes Kopfschütteln antwortete ihm. Er zog einen widerstandslosen Spock auf die Beine, legte beide Hände auf seine Schultern.

Und sagte das erste, dass ihm in den Sinn kam. „Es war schön, dich letzte Nacht bei mir zu spüren. Ich musste den ganzen Tag über daran denken.“

„Ich... hatte Angst, es hätte dich abgestoßen...“ Es kam nur als Flüstern über seine Lippen.

„Nein, niemals... Ich denke, ich möchte immer so für dich da sein dürfen.“ Sein Mund streifte die geschlossenen Lider, die gerade Nase. „Ich denke, ich will, dass du nie mehr sagen musst: Ich fühle mich allein...“ Schmale Lippen zitterten unter seinen, Spock machte keine Anstalten, ihm auszuweichen – und das war Antwort genug...

Er hatte gedacht, es wäre mehr Unbeholfenheit bei diesem ersten Kuss... Aber wie so oft vorher, war es hier nicht anders. Es fühlte sich gut an, keineswegs fremd oder steif, einfach nur gut. Kaum merklich zögernd öffneten sich die schmalen Lippen unter seinen, als seine Arme um Spocks Taille glitten.

³    ³    ³   Ende...  ³    ³    ³