Serie: TOS

Paarung: K/S

Code: PG

Summe: Die Ankunft der Enterprise verursacht einigen Wirbel.

 

Disclaimer: Paramount/Viacom gehört Star Trek und alles, was ich mir hier borgte.

Die Story ist mein, "Fanfiction" - ich beabsichtige weder, damit Geld zu verdienen, noch irgendwelche Rechte zu verletzen. Wer unter 18 ist, bzw. ein Problem mit Homosexualität hat, bitte ich, diese Story  nicht zu lesen.

 

 

Erstveröffentlichung in der Amok Times Nr. 22, der Clubzeitschrift des ClassiKS-Clubs (http://www.geocities.com/classiks1701/index.html)

 

 

 

Auf einer ganz gewöhnlichen Wiese, hing an einem ganz gewöhnlichen Grashalm ein Tautropfen...

 

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Nun, keine Angst, auch wenn dies jetzt wie der Anfang eines Märchens klingt, das ist es keineswegs.

Ich möchte nur versuchen, einmal einen anderen Blickwinkel zu finden. (Und nein - auch, wenn es dann und wann so aussehen mag, mein C*mpu~er hatte keinen Schl*ck*uf...) J

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Also, auf ein neues: Auf einer ganz gewöhnlichen Wiese, hing an einem ganz gewöhnlichen Grashalm ein Tautropfen. Der Morgen hing noch den Träumen der vergangenen Nacht nach und hatte sich Stille ausgebeten.

 

Sie blieb ungetrübt, bis ein Geräusch erklang, das der Welt unbekannt war. Die Luft über der Wiese - gerade dabei sich zu erwärmen - wurde von einem Schimmern zur Seite gedrängt. Über dem Gras, das erst begonnen hatte, sich der Sonne entgegen zu recken, tanzte ein Funkeln.

Das Glitzern wurde stärker, teilte sich in mehrere ovale Flächen, die langsam Form annahmen. Gleichzeitig wurde dieses Surren, das davon ausging, noch stärker. Und dann war es plötzlich wieder still. Zumindest für einen Moment.

Schritte erklangen jetzt, jagten die letzten Langschläfer unter den Insekten auf. Fremde waren auf diese Welt gekommen, brachten – ohne es zu wissen, ohne etwas davon zu bemerken – uralte Rhythmen aus dem Gleichgewicht.

Die Vögel auf den Lat*me-Bäumen blieben stumm, obwohl es längst über der Zeit war, zu der sie für gewöhnlich sangen.

Die Wiese, in deren duftenden Ro**än und Ki~ -Blumen sich längst ungezähltes Getier tummeln sollte, lag noch verlassen im morgendlichen Sonnenschein.

Kein Ko*~ja huschte aus seinem Versteck zwischen zwei Steinen, um sich sein Frühstück zu suchen.

 

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Vier der Fremden strömten über die Wiese, immer zwei von ihnen in eine andere Richtung gehend.

Die restlichen zwei blieben stehen. Der eine ganz blau und schwarz, wie ein weiser Grt*ak in der Mauser, der andere ganz golden und schwarz schimmernd, wie ein junges, kampflustiges Wir*bo, gerade aus dem Ei geschlüpft. Der eine hielt so ein Ding in der Hand, das grässlich mechanische Geräusche erzeugte, er trat damit an einen der Lat*me-Bäume, die hier ein kleines Wäldchen zu formen begannen und hielt es dicht an die Rinde. Dann schnitt er ein Stück davon heraus und verpackte es sorgfältig in einen Behälter. Das Rascheln der purpurfarbenen, dickfleischigen Blätter hätte sehr wohl ein Protest gegen diese Behandlung sein können.

Der andere hingegen war auf die Felsen gestiegen, unter denen ganze Generationen von Ko*~jas hausten, um sich umzusehen. „Spock?“, rief er nach einer Weile. „Irgend etwas ungewöhnliches?“

Es war, als halte die ganze Welt den Atem an, um die Antwort des Blauen zu hören. „Negativ, Captain. Ein ganz gewöhnlicher Klasse M-Planet.“

Gewöhnlich. Eine plötzliche Brise fuhr durch das Gras... was gut als ein missbilligendes Zischen verstanden werden konnte.

Beide arbeiteten eine Zeitlang schweigend weiter, der Blaue mit seinem summenden Gerät, Proben nehmend, ohne sich der stummen Proteste der Welt um sich herum bewusst zu sein.

Ein noch sehr junger, sehr neugieriger Ri*ll wagte sich aus seinem Bau und schnüffelte an den Beinen des Goldenen, bevor er sich davon machte, so schnell ihn seine sechs kleinen Füße tragen konnten. Das Gelächter des Fremden folgte ihm.

Der andere sah von seiner Arbeit auf, blickte zu dem Goldenen hinüber. „Ist alles in Ordnung?“

„Natürlich, ich habe nur gerade erste Bekanntschaften mit dem einheimischen Leben geschlossen.“

 

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Langsam wanderten die beiden später tiefer in das junge Wäldchen aus Lat*me-Bäumen, wo sich eine kleine Lichtung versteckte. Der Boden war hier dicht mit blauem, kühlen Moos bewachsen und verschluckte jedes Geräusch. Ein Ra*eil lugte neugierig über den Rand seines Nestes, hoch im Wipfel des Lat*me, als die Fremden sich unter ihm niederließen.

Der Goldene nahm ein anderes Gerät zur Hand, das ein schrilles Piepen ausstieß – fast so wie ein Ro*ro-Junges, das gefüttert werden wollte – und das den armen Ra*eil über ihnen so erschreckte, dass er beinahe aus dem Nest fiel.

Dann wandte er sich dem anderen Fremden zu. „Was hältst du davon, wenn wir uns jetzt eine Pause genehmigen?“

„Du bist der Captain“, erwiderte der andere und beugte sich zu ihm hinüber.

Ihre Lippen fanden sich... und zwei kleine Mo~ya, die sich hinter einem niederen Busch versteckten, versuchten sofort das Kunststück nachzuahmen - ohne sich dabei allzu sehr mit ihren plumpen Schnauzen im Weg zu sein – und mit vor Aufregung wild flatternden Ohren.

Doch schon bald wurde es ihnen zu langweilig und sie machten sich auf die Suche nach etwas Neuem.

 

Die beiden Fremden bemerkten sie nicht, zu sehr waren sie ineinander vertieft. Als der Ra*eil es wieder wagte, verschüchtert über den Rand seines Nestes zu blicken, sah er mit Erstaunen, wie das blaue Gefieder des einen verschwand.

Diese mysteriöse Krankheit griff kurze Zeit später auch auf den Goldenen über, der seine Federn einfach abschüttelte und dann seinen Begleiter wieder umarmte.

Sie rollten über das blaue Moos, dass sich davon nicht sonderlich beeindruckt fühlte, sondern es mit der Gleichgültigkeit seiner Art einfach hinnahm. Wie zwei übermütige Ro*ro-Junge balgend, der gestrengen Aufsicht der Mutter entkommen.

Der eine lachte und zog den anderen auf sich. Erneut fanden sich ihre Lippen und sie begann, sich aneinander zu bewegen, wie sich zwei Lat*me-Sprößlinge in den Frühlingsstürmen aneinander reiben mochten.

Und wie jeder Sturm sich irgendwann legt, kehrte letztlich bei den beiden Fremden wieder Ruhe ein. Eng aneinander geschmiegt, wie eine Rotte schläfrige Ko*~jas, lagen sie unter dem sanften Sonnenschein.

Erst geraume Zeit später rührte sich der eine, begann sein blau/schwarzes Gefieder aufzuheben und – oh Wunder über Wunder – es fand Halt an seinem Körper. Er streckte dem anderen die Hand entgegen. „Nun, Captain – ich hoffe, du fandest deine Pause... erfrischend?“

Lachend ließ sich der andere auf die Beine ziehen und streifte sein golden/schwarzes Gewand über. „Sehr erfrischend, Mr. Spock.“

Seite an Seite verließen sie die Lichtung zwischen den Lat*me-Bäumen und kehrten auf die Wiese zurück, wo sich bald die anderen zu ihnen gesellten. Das Funkeln und Summen kehrte zurück und nahm sie mit sich.

 

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Der letzte Tautropfen zitterte und fiel zu Boden. Es herrschte wieder Stille in der Welt. Und das erste Ko*~ja streckte bereits die Nase hervor...                                                                              Ende