2012

 

Lady Charena

 

 

Castle, Ryan, Esposito, Wozu sind Freunde da

 

„Kevin, Javier – das war erstklassige Arbeit, wie kann ich je wieder mehr gut machen“, sagte Castle feierlich und schüttelte den beiden Detectives enthusiastisch die Hände.

 

„Oh, ich bin sicher, Ihnen fällt etwas ein“, entgegnete Esposito grinsend.

 

„Genau, wozu sind Freund denn sonst da… und es kann schließlich jedem Mal passieren, dass er vergisst, wo er sein Auto abgestellt hat“, setzte Ryan hinzu.

 

 

Die 2, Brett/Danny oder Brett, Danny, Meiner ist aber größer

 

„Und wenn du noch hundertmal sagst, dass deiner größer ist, wie eine weise Frau mir einmal sagte, kommt es nicht auf die Größe an, Ihro Durchleucht“, meinte Danny und fläzte sich auf die Couch.

 

„Handelte es sich bei dieser weisen Frau zufällig um deine Frau Mama – denn dann muss ich dich leider enttäuschen, es ist hinreichend bekannt, dass Mütter lügen um die Gefühle ihrer Kinder nicht zu verletzen“, entgegnete Brett trocken und rückte – sein Spiegelbild bewundernd – die Krawatte zurecht.

 

„Oh, Lordschuft belieben zu scherzen“, grinste Danny und ließ seine neueste Errungenschaft, einen Derringer-Revolver (weithin als Damenwaffe bekannt) um den Zeigefinger kreiseln.

 

 

Doctor Who, Doctor .Who/Jack Harkness (oder Doctor Who, Jack Harkness), Wanderlust

 

Die Erde war zurück an ihrem Platz und der Doctor zögerte nicht, Jack Harkness wissen zu lassen, dass sein Zimmer an Bord der Tardis noch immer für ihn frei war.

 

Für einen Moment zögerte der Unsterbliche, spürte die Verlockung der Sterne - die Wanderlust, die ihn so weit von Boeshane weg geführt hatte - denn er war und blieb ein Mensch.

 

Dann lächelte Jack, verabschiedete sich mit Wärme von dem Timelord und kehrte zurück in den Hub, zu seinem Team - zu seinem Zuhause.

 

 

Hawaii Five-0, Steve/Danny oder Steve, Danny, Ich hasse diesen Felsen

 

„Ich kann dir eins sagen, ich hasse diesen Felsen“, murrte Danny, mit grimmiger Miene das Paddel schwingend.

 

„Falls es dir hilft, ich kann bezeugen, dass er sich dir hinterlistig in den Weg geworfen und das Boot absichtlich gerammt hat“, entgegnete Steve grinsend und steuerte das Schlauchboot mehr nach rechts – und damit in Richtung Ufer.

 

Vermutlich sollten sie im Unfallbericht verschweigen, womit sie beschäftigt gewesen waren, als Danny das Motorboot gegen den Felsen setzte – irgendwie glaubte er nicht, dass eine Versicherungspolice Unfälle bei „Oralsex am Steuer“ abdeckte…

 

 

Inspektor Jury, Jury/Plant, das sit doch nicht dein Ernst?

 

Melrose‘ Mund klappte ein paar Mal auf und zu, bevor er ein ungläubiges: „Das ist doch nicht dein Ernst?“ hervorbrachte.

 

„Es ist alles bereits unter Dach und Fach – meine Wohnung ist gekündigt, mein Früh-Pensionsantrag ist unterschrieben und eingereicht, sogar meinen Schreibtisch im Yard habe ich geräumt und der Antrag für die Lizenz um als Privatdetektiv arbeiten zu können, ist in der Post – ernster kann man es nicht meinen“, erwiderte Jury lächelnd.

 

Melrose umarmte seinen Partner und flüsterte in sein Ohr: „Da bleibt ja nur noch eines zu klären – wie lautet deine Antwort auf meinen Heiratsantrag?“

 

 

Inspektor Jury, Jury/Plant, Antiquitäten

 

Hmmmh, das Alter stimmte sicherlich und es gab die Gebrauchsspuren, die wahre Experten so zu schätzen wussten - abgewetzte Kanten und Risse und Kratzer, die achtlose Berührungen hinterlassen hatten, vom Leben blankgescheuerte Stellen, die erst die wahre Schönheit und Stärke zum Vorschein brachten.

 

Melrose fragte sich, ob Richard wohl gekränkt wäre, wüsste er, dass sein Liebhaber ihn mit einer Antiquität verglich - aber vielleicht auch nicht, denn wenn er eine wäre, wäre Richard Jury unbezahlbar.

 

Nun, Tante Agatha hingegen würde eindeutig auf dem Sperrmüll landen....

 

 

Inspektor Jury. Jury/Plant, Ärger mit Tante Agatha

 

"Weißt du, es ist auch in deinem Alter noch nicht zu spät, eine vernünftige Frau mit einem guten Namen zu finden", meinte Tante Agatha, während sie Erdbeerkonfitüre und Clotted Cream auf Marthas Scones häufte. "Natürlich müsstest du ein paar Abstriche machen - vielleicht eine Witwe, die Kinder mit in die Ehe bringt, oder kein eigenes Vermög..."

 

Sie brach ab, ihr Kinn klappte nach unten und Clotted Cream tropfte auf ihren üppigen Busen, als sie bemerkte, dass ihr angeheirateter Neffe ihr nicht nur nicht zuhörte - sondern damit beschäftigt war, seinen Freund, diesen Polizisten aus London, zu küssen.

 

 

Mit Herz und Handschellen, Leo/Bernd oder Leo/Thorsten, Du schnarchst... tu ich nicht

 

„Das ist eine absolute, gemeine Lüge, das tue ich nicht“, lachte Leo und schlug mit dem Kissen nach Bernd.

 

Der wehrte geschickt ab und konterte mit seinem eigenen Kissen bis Leo die Hände hob und sich ergab. Bernd kniete über seinen Partner und sah auf ihn hinab, als er triumphierend sagte: „Und du schnarchst doch!“

 

 

SK Kölsch, Jupp/Klaus oder Jupp, Klaus, Hände weg von meinen Sachen

 

 „Du bist schlimmer als ein Kind, Jupp, man kann dich keine fünf Minuten irgendwo alleine lassen, schon hast du die Flossen irgendwo, wo sie nicht hingehören“, schimpfte Klaus während er sich vors Bett kniete und darunter herum fischte.

 

Jupp stopfte die Hände – besser spät als nie – in die Hosentaschen und wippte mit bemüht reumütigem Gesichtsausdruck auf den Hacken. Woher hätte er auch wissen sollen, dass der brave Klaus in einer Keksdose keine Kekse, sondern Sexspielzeug aufbewahrte…

 

 

SOKO Stuttgart,, Jo/Rico, Boys and their toys

 

“Ich ha-ha-ha-alte das i-i-i-immer noch nicht für ei-ei-ei-eine gute Idee“, schrie Rico in Jos Ohr – nun gut, soweit er vor Kälte (und ein bisschen Schiss auch, zugegebermaßen) wie Espenlaub bibbernd, hinter Jo auf dem Motorrad sitzend, und an seinen Freund geklammert, noch schreien konnte.

 

Jo grinste und beschleunigte noch ein wenig mehr, dann griff er nach Ricos Arm und zog ihn noch enger an sich – die Haltung erinnerte ihn doch sehr an letzte Nacht. „Das hast du auch behauptet, als ich dir gesagt habe, dass ich so scharf auf dich bin, dass ich mich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren kann – und jetzt sind wir genau ein Jahr zusammen.“

 

 

Southland, John/Ben, Du hast es versprochen

 

„Nun komm schon, du hast es versprochen – wenn dein Rücken besser ist, gehst du mit mir tanzen – oder willst du dich nicht mit mir in der Öffentlichkeit sehen lassen“, neckte Ben lächelnd seinen Liebhaber und schlang die Arme um Johns Nacken.

 

„Vielleicht sollte ich das besser fragen; schließlich bin ich der alte Knacker mit dem du dich sehen lassen musst“, entgegnete John, nur halb im Scherz und küsste den jüngeren Mann.

 

„Tanz mit mir zum Bett und wir sehen wie alt dein Knacker wirklich ist“, meinte Ben und grinste, als John über seinen Kalauer stöhnte.

 

 

Torchwood, Jack/Ianto, Weißt du, damals bei den Griechen

 

„Weißt du, damals bei den alten Griechen durften nur Männer an den Wettkämpfen teilnehmen und alle haben nackt gekämpft… sollten wir nicht die Tradition ehren und wenigstens nackt zusehen?“, flüsterte Jack suggestiv in Iantos Ohr, über seinen Rücken drapiert, als müsse er seinen jungen Liebhaber mit vollem Körpereinsatz an seine Existenz und Anwesenheit im Raum erinnern.

 

Ianto gab ein unverbindliches Brummen von sich, während er umschaltete – Toshs Programm war wirklich unbezahlbar, es zeichnete ganz von alleine alle Wettkämpfe aus verschiedenen Quellen im Internet auf und sie konnten sie sich ansehen, sobald sie Zeit dazu fanden. Abwesend tätschelte er Jacks Oberschenkel und meinte: „Klingt unbequem, so mit dem ganzen Sand und allem.“

 

 

Torchwood, Jack/Ianto, Mitternacht

 

Die Stoppuhr tickte in der Dunkelheit die Minuten bis Mitternacht weg, leise aber stetig, wie Jacks Herzschlag, den er an seinem Rücken spüren könnte.

 

Mitternacht war die magische Stunde, an der Ianto Jones das Bett verließ und sich wie Cinderella zurück verwandelte - in seinem Fall in den unscheinbaren Teaboy, der Anzüge (und Anzüglichkeiten) wie eine unsichtbare Rüstung trug und mit dem beinahe unerträglichen Geheimnis im Keller lebte.

 

Genau wie Cinderella tanzte er die Stunden bis Mitternacht in den Armen eines schönen Prinzen, der von ihm nur sah was sich direkt vor seinen Augen befand und nicht den echten Ianto dahinter - aber bereits mit der Gewissheit, das es für ihn niemals ein märchenhaftes Happy End geben konnte.

 

 

Torchwood, Jack/Ianto, Mitternacht

 

Jack warf seufzend einen Blick auf die Uhr - die Leuchtziffern sagten ihm, dass es bereits nach Mitternacht war, doch sie beeindruckten nicht eine Zweijährige, die gerade zu begreifen lernte, dass sie Macht über ihren Daddy hatte.

 

Rhearn war immun gegen Bestechung (ein Ausflug zu Enten im Park), Vorlesen, Vorsingen, warme Milch und Knuddeln, weder sein Charme noch seine geübte Zunge halfen dem Captain in diesem Fall weiter - also blieb ihm nur seine Geheimwaffe: der Griff zum Handy, um Ianto anzurufen.

 

Als Ianto eine halbe Stunde später zurück kam - es war sein üblicher Rugby-Abend mit den Jungs gewesen - fand er Vater und Tochter tief schlafend vor, das Handy noch zwischen ihnen auf dem Kissen.

 

 

Tuppertrek, Jim/Spock, Diese Farbe steht dir nicht

 

„Und dann… und dann hat er gesagt, ich würde aussehen wie ein Kanarienvogel in der Mauser“, schluchzte Jim, ein Häufchen… ein nicht so kleines Häufchen… Elend auf der Couch.

 

„Ich bin sicher, er hat es nicht so gemeint, Jim“, versuchte Spock sein Bondmate zu trösten. „Vielleicht hat er sich nur ungeschickt angestellt als er versuchte, dir zu sagen, dass dieses grelle Gelb dir nicht wirklich so gut steht…“

 

 

Warehouse 13, Steve, Claudia, Der Kerl ist nicht gut genug für dich

 

„Glaub mir, der Kerl ist nicht gut genug für dich – schon gar nicht, wenn er an deinen Haaren rummäkelt“, meinte Steve, als er sich neben Claudia aufs Bett setzte und Eiscreme, Kekse, Schokolade und Papiertaschentücher auspackte, die er nach Claudias Notfall-SMS besorgt hatte.

 

„Du bist so lieb, weißt du das“, schnüffelte Claudia und lächelte trotz der Tränen auf ihren Wangen, als sie sich aufsetzte und nach der Eiscreme griff. „Kannst du mir bitte auch ein Alibi geben, falls er hier auftaucht und behauptet, ich hätte was mit der Explosion in seinem Wagen zu tun?“

 

 

 

T’Len

 

 

Die 2, Brett Sinclair/Danny Wilde, Man muss mit der Zeit gehen

 

"Also weißt du, ich bin wahrlich nicht anspruchsvoll und habe keinen Kniefall und rote Rosen erwartet, aber ein bisschen mehr Mühe hättest du dir schon geben können, als mir nur eine SMS zu schicken", beschwerte sich Brett.

 

"Ich weiß gar nicht, was du hast", erwiderte Danny. "Heiratsanträge per Handy sollen der letzte Schrei sein und man muss doch mit der Zeit gehen."

 

 

Die 2, Brett/Danny oder Brett, Danny, Dannys neues Auto

 

„Das ist dein neues Auto?“, Brett starrte mit einer Mischung aus Überraschung und Entsetzen auf das „Fahrzeug“ vor ihm, hatte er doch nach Dannys stolzer Ankündigung, er hätte sich ein neues Auto gekauft,  einen Rolls oder zumindest einen Ferrari erwartet, aber nicht dieses überdachte Fahrrad.

 

„Elektroautos sind der neuste Schrei“, erklärte Danny stolz, „kaum jemand hat sie und man tut der Umwelt etwas gutes.“

 

„Das mag ja sein“, warf Brett ein, „aber wenn ich dich auf einen eklatanten Mangel aufmerksam machen dürfte: Ohne Rückbank werden gewisse Aktivitäten beim „Parken“ künftig unmöglich sein.“

 

 

Hawaii 5-0, Danny/Steve, Salz auf unserer Haut

 

"Wind in deinen Haaren, Salz auf deiner Haut", Danny sang das Lied, das gerade aus dem Autoradio klang, ebenso laut wie falsch, vor allem aber voller fröhlicher Inbrunst mit.

 

Steve warf ihm einen kurzen Blick zu, bevor er sich wieder auf den Straßenverkehr und auf die Scheibenwischer, die den hernieder prasselnden Regen kaum bewältigen konnten, konzentrierte und dabei lächelte.

 

Danny war wahrscheinlich der einzige Mensch auf diesem Planeten, der einem Urlaub im verregneten deutschen Sommer nur Positives abgewinnen konnte.

 

 

Die Inspektor Jury Romane, Jury/Plant, Antiquitäten

 

Die Vase fiel scheppernd zu Boden. Wahrscheinlich war sie eine Antiquität, schon seit Generationen in Familienbesitz. Melrose Plant konnte es nicht mehr egal sein, dafür hatte er viel zu lange darauf gewartet, dass Richard Jury ihn gegen die Anrichte presste und leidenschaftlich küsste.

 

 

Inspektor Jury, Melrose/Jury: Eine Weltreise als Geschenk für Tante Agatha

 

„Wie kommt es, dass du plötzlich so großzügig gegenüber Agatha bist und ihr eine Weltreise zum 70. Geburtstag schenkst?“, wunderte sich Richard Jury.

 

Melrose Plant grinste: „Alles Berechnung, mein Lieber. Es ist ein sehr langsames Schiff und wir werden ein Jahr lang sturmfreie Bude haben.“

 

 

Inspektor Jury, Melrose, Trueblood, Ein neues Bett

 

"Ein Doppelbett", Marshall Trueblood starrte ihn mit weit aufgerissenem Mund an, als hätte er von ihm verlangt, den Heiligen Gral zu besorgen oder das Hochzeitskleid der Queen, die Frage, die Frage wozu um Himmels Willen er, der eingefleischteste Junggeselle weit und breit, ein Doppelbett brauche, deutlich ins Gesicht des Antiquitätenhändlers geschrieben.

 

Melrose Plant, der sehr wohl wusste, dass sein ungeheuerliches Begehren für Tage Gesprächsstoff im Jack & Hammer sein würde, grinste in sich hinein, bevor er zum finalen Schlag ansetzte: "Und bitte ein extra großes, Richard Jury und ich mögen es bequem."

 

Sprach's und verließ fröhlich vor sich hin pfeifend den Laden, während Trueblood seine Kinnlade vom Boden aufsammelte.

 

 

Inspektor Jury, Melrose/Jury, Olympia sehen oder nicht?

 

„Denk doch mal drüber nach: Erst stundenlang im Stau stehen und einen Parkplatz suchen, dann ewig an der Kasse anstehen, überteuerte Speisen und Getränke, überfüllte Stadionränge neben dir womöglich ein Typ, der sich seit Tagen nicht gewaschen hat und das alles nur, um einen Typen aus Jamaika für ein paar Sekunden an dir vorbeihuschen zu sehen – ne Danke, da bleib ich lieber zu Hause.“

 

Richard Jury seufzte angesichts der Olympiaablehnung seines Partners: „Aber Olympia ist nur einmal zu unseren Lebzeiten in London, da sollte man dabei sein:“

 

„Weißt du was“, schlug Melrose vor und schlang von hinten seien Arme um Jury, „ich kauf uns einen großen Flachbildschirm, wir sehen uns das Ganze gemütlich vom Sofa aus an und hinterher kreieren wir unsere ganz eigenen olympischen Disziplinen.“

 

 

Karl May, Winnetou/Old Shatterhand, Abschied

 

„Liebe kennt keine Hautfarbe“, hatte Winnetou zu dem jungen William Ohlert und seiner Milly gesagt.

Ich wünschte, er hätte hinzugefügt: „und keine Geschlechtergrenzen.“

So blieb mir beim Abschied nach überstandenem Abenteuer nur der brüderliche Gruß, wo ich ihn doch liebend gern in die Arme genommen und geküsst hätte.

(inspiriert vom diesjährigen Segeberger Stück)

 

 

Southland, freie Charakterwahl, Ist das da ein graues Haar?

 

„Seit wann bist du so eitel?“, Ben Sherman trat dicht hinter seinem Partner John Cooper, der – nach einer Dusche – nackt vor dem Spiegel im Bad stand und sich intensiv betrachtete, und spähte über seine Schulter.

 

„Seit ich einen so jungen Liebhaber habe“, erwiderte John und strich sich durch die Haare.

 

„Du suchst an der falschen Stelle, ich glaube, ich habe neulich da unten ein graues Haar entdeckt“, lachte Ben, tauchte ab und sorgte dafür, dass John seine Sorgen ums Älterwerden schnell vergessen hatte.

 

 

Southland, freie Charakterwahl, Cops sterben nicht jung, Cops sterben dumm

 

„Was sollte diese Alleingang-Nummer heute? Habe ich dir nicht beigebracht, Sicherheit zuerst? Cops sterben nicht jung, Cops sterben dumm!“

 

Ben Shermann fand sich von einem wütenden John Cooper gegen seinen Schrank gepresst und er konnte es ihm nicht verdenken, schließlich hatte er sich heute einen großen Anfängerfehler geleistet, als er einem Verdächtigen hinterher stürmte, ohne seinen Partner oder die Zentrale zu informieren und so ohne Back Up dazustehen. Er wusste nur einen Weg, wie er seinen Partner besänftigen konnte.

 

Ben beugte sich rasch nach vorn und küsste John.

 

 

Tatort Münster, Thiel, 'Dienstaufsichtsbeschwerde'

 

Das durfte einfach nicht wahr sein, dachte Thiel. Da musste er beim Polizeichef  höchstpersönlich wegen einer Dienstaufsichtsbeschwerde antreten und das alles nur, weil er Boernes Hintern als knackigen Apfel bezeichnet hatte. Jeder andere hätte das als Kompliment angesehen.

 

 

2014

 

T’Len

 

Die Zwei, Brett/Danny, "Dich hätte ich hier nicht erwartet"

 

Okay, zugegeben, er war nicht gerade ein Ausbund an Kommunikation gewesen, was diese Seite seines Privatlebens anbetraf. Man hatte ihn halt zur Diskretion erzogen. Aber dass Danny, der doch sonst nie seine Klappe halten konnte, ihm seinerseits ein so wichtiges Detail verschwiegen hatte, verletzte ihn irgendwie schon. Davon abgesehen, dass der doch jede Woche eine andere Frau am Arm hatte – mindestens.

 

„Dich hätte ich hier nicht erwartet“, sagte Brett, als er endlich über das nun wahrlich unerwartete Aufeinandertreffen in einer Schwulenbar seine Stimme wieder gefunden hatte.

 

„Dito, eure Lordschuftigkeit, dito“, erwiderte Danny. „Aber mir schwelt eine ganz andere Frage im Gebeiß. Warum stehen wir zwei Hübschen hier noch sinnlos in der Botanik herum, wo wir doch andernorts etwas ganz anderes zum Stehen bringen könnten. Zu dir oder zu mir?“

 

 

Hawaii 5-0, Danny/Steve, Touristen am Strand von Steves Haus

 

„Steve komm wieder ins Bett, das ist doch albern.“ Danny stand kopfschüttelnd in der Haustür, während sein Partner mit Maschinengewehr und Nachtsichtgerät bewaffnet ums Haus herum schlich. „Da ist niemand.“

 

„Ich bin sicher, ich habe sie gesehen“, erwiderte Steve und machte weiter.

 

„Sag mal, welche Drogen nehmt ihr eigentlich bei den Seals“, wollte Danny wissen „Oder ist diese Paranoia angeboren? Zwei Hühner, die auf dem Fensterbrett sitzen und uns beim Sex zuschauen, also ehrlich, du spinnst.“

 

(PS: Auch Hühner sind Touristen und die Identität muss aus Sicherheitsgründen geheim bleiben. Gack!)

 

 

Hawaii 5-O, Danny/Steve, "Ohne Ananas!"

 

„Ohne Ananas?“, Mary betrachtete das Büfett, das ihr Bruder für seine Geburtstagsfeier aufgebaut hatte, kritisch.

 

Steve lächelte entschuldigend:  „Wir haben sie gestern aufgebraucht und ich hatte keine Zeit, neue zu besorgen.“

 

Er würde Mary nie erzählen, wofür die letzte Ananas in seinem Kühlschrank draufgegangen war: Es hatte vier Jahre gedauert, bis er Danny endlich dazu bringen konnte, Hawaiis Nationalfrucht zu mögen und das auch nur, weil er sich durch eine Reihe strategisch platzierter Ananasringe knabbern musste, um ein gewisses Körperteil von Steve zu erreichen.

 

 

Hawaii 5-O, Team, Vaterfreuden

 

"Sie werden viel zu schnell groß", Danny seufzte abgrundtief als er sein Handy zur Seite legte. Grace hatte sich zwar wie versprochen aus ihrem Cheerleader Camp gemeldet, aber leider so gar nicht - wie er insgeheim gehofft hatte - um ihn zu bitten, sie  vorzeitig abzuholen - im Gegenteil, sie hatte geradezu begeistert von dem Ganzen geklungen.

"Dann wird es Zeit für Nachschub zu sorgen", Steve trat hinter seinen Partner, legte einen Arm um seine Schulter und reichte ihn mit der anderen Hand einen Umschlag.

"Was ist das?", fragte Danny. "Die Informationen einer Agentur, die Leihmütter vermittelt", antwortete Steve. "Ich will ein Kind mit dir."

 

 

Hawaii 5-O, Steven und X, Das ist auch meine Gracie.

 

Kleiner Sprung in die Zukunft:

 

„Das ist auch meine Gracie, ich habe sie schließlich die letzten zehn Jahre mit dir großgezogen“, Steve verschränkte die Arme vor der Brust und warf Danny einen Blick zu, der deutlich machte, dass er keinen Widerspruch duldete.

 

Danny versuchte es trotzdem: „Aber ich bin der leibliche Vater, also habe ich ja wohl das Vorrecht!“

 

Grace Williams schüttelte lächelnd den Kopf. Die beiden würden sich wohl nie mehr ändern, zumindest nicht, wenn es um sie ging – und sie liebte ihre Väter dafür. „Warum macht ihr es nicht zusammen? Ich glaube nicht, dass es ein Gesetz gibt, das einer Tochter verbietet, sich von zwei Vätern zum Altar führen zu lassen.“

 

 

Mit Herz und Handschellen, Leo, vergesslich

 

„Was hat sie denn?“, Leo war ziemlich verwundert, als Nina, die ihn zur Arbeit abholte – der Porsche war mal wieder zur Reparatur – zwar Bernd freundlich begrüßte, aber ihn kaum eines Blickes würdigte, statt dessen wortlos zurück zu ihrem Auto ging und die Fahrertür recht heftig hinter sich schloss. „Sie war gestern schon den ganzen Tag so komisch.“

 

„Also ihr Geburtstag ist erst nächsten Monat“, meinte Bernd. „Den kannst du nicht vergessen haben. Vielleicht etwas anderes?“

 

„Verdammt!“ Leo schlug sich gegen die Stirn. „Gestern vor zehn Jahren haben wir begonnen zusammen zu arbeiten. Natürlich hätte sie da ein Geschenk von mir erwartet. Wie konnte ich das nur vergessen?“

 

„Es tut mir Leid“, sagte er, als er zu Nina ins Auto stieg. „Mit unserem aktuellen Fall und den Hochzeitsvorbereitungen und Bernds neuem Job und allem… ich mach’s wieder gut.“

 

Nina lächelte – sie konnte ihrem Leo schließlich nie lange böse sein - und zog einen Umschlag aus ihrer Handtasche. „Ein Wellness-Wochenende für euch zwei. Damit ihr endlich mal wieder zur Ruhe kommt.“

 

 

Mit Herz und Handschellen, Leo, Berufsehre

 

Gott wie peinlich. Das ausgerechnet ihm das passieren musste. Und das Schlimmste war, er würde nicht umhin kommen, es Bernd und Nina zu beichten. Schließlich war in der Tasche, die ihm der Trickdieb auf dem Oktoberfest gestohlen hatte, auch der Hausschlüssel gewesen und wenn er das Schloss austauschen ließ, musste er seinem Partner und seiner besten Freundin neue Schlüssel geben. Das war nun die Strafe dafür, dass er allein losgezogen war, um sich zu amüsieren, während Nina auf einem Lehrgang und Bernd irgendwo über den Wolken war. Leo seufzte noch einmal und machte sich auf zu den Kollegen, um Anzeige zu erstatten.

 

 

SK Kölsch, Jupp & Klaus, "Das ist nicht dein Ernst?"

 

"Das ist nicht dein Ernst?" Jupp starrte fassungslos auf die Karten in seinen Händen. „Tickets für die WM in Brasilien? Und sogar Flug und Hotel? Das kann ich nicht annehmen, Klaus.“

 

„Doch kannst du“, erwiderte Taube. „Du wirst schließlich nur einmal 50. Außerdem bin ich über einen Kollegen vom BKA, der nach Brasilien auswanderte, günstig ran gekommen.“ 

 

Dass er sich selbst von dem gemeinsamen Urlaub die Klärung einer Frage erhoffte, würde er Jupp lieber erst später erzählen. Sie waren viel zu lange Jahre umeinander rumgeschlichen. Es wurde Zeit.

 

 

SK Kölsch, Klaus, Entscheidungen

 

„Wird das heute nun noch mal was?“, rief Jupp Richtung Schlafzimmer und trat ungeduldig von einem Fuß auf den anderen. „Frauen“, murmelte er vor sich hin.

 

Klaus steckte seinen Kopf aus der Tür. „Ich kann mich einfach nicht entscheiden, welches Hemd ich für den Empfang anziehen soll. Ein weißes oder vielleicht doch lieber das hellblaue?“

 

Jupp grinste. „Weißte, mir ist egal, was du anziehst, solange ich es dir hinterher wieder ausziehen kann.“

 

 

2015

 

T’Len

 

 

Tatort Münster - Boerne/Thiel - Keine Winterreifen

 

„Verdammt Boerne, wir haben Januar, der Wetterbericht hat 50 Zentimeter Neuschnee vorausgesagt, aber wir fahren mit Sommerreifen durchs Gebirge, weil Sie zu geizig für Winterreifen sind.“

 

„Konnte ich ahnen, dass Sie von jetzt auf gleich für Ermittlungen bis nach Bayern fahren wollen“, antwortete der Professor, „in Münster brauche ich keine und wenn dann habe ja wohl ich Grund zur Beschwerde, es ist schließlich mein Wagen, der da im Straßengraben liegt.“

 

Trotz der wenig komfortablen Situation – sie waren auf einer verschneiten, einsamen Landstraße gestrandet – pfiff Boerne fröhlich vor sich hin, denn der Abschleppdienst, den er gerade angerufen hatte, hatte ihm ein ebenso einsam gelegenes wie romantisches Hotel für die Nacht empfohlen – genau das richtige Ambiente, um endlich ein paar private Dinge mit Thiel zu klären.

 

 

Tatort Münster, Thiel/Boerne (oder &), im Treppenhaus

 

„Wir müssen bei jemanden von den Nachbarn klingeln und ihn bitten, den Schlüsseldienst zu rufen“, sagte Thiel.

 

„Kommt nicht in Frage, ich werde mich nicht der Peinlichkeit aussetzen und einen Schlüsseldienst rufen. Ruf deinen Vater, der hat genug kriminelle Energie, der kann sicher auch ein Türschluss knacken“, erwiderte Boerne.

 

„Ach, es ist dir peinlich, den Schlüsseldienst zu rufen, aber nicht, meinem Vater zu erklären, wie wir es geschafft haben, uns beim Sex nackt im Treppenhaus auszusperren?“

 

 

Dein Fandom, Dein Pairing, erste Begegnung - Southland John Cooper/Ben Sherman

 

John starrte den jungen Mann an, beobachtete, wie er ihre Ausrüstung nahm und zum Wagen trug, mit einer Selbstverständlichkeit in den Bewegungen, als hätte er es  schon tausende Male gemacht, und mit einer Geschmeidigkeit, die sein Herz schneller schlagen ließ.

 

Er hatte schon viele Frischlinge trainiert, manche hatten es gepackt, andere nicht, nach einem Jahr waren sie so oder so wieder aus seinem Leben verschwunden. Doch da war etwas

 

Besonderes an diesem Neuen und er wusste instinktiv, dass Ben Sherman nicht nach wenigen Monaten wieder aus seinem Leben verschwinden würde.

 

 

Hawaii 5-0, Danny/Steve, Französische Köstlichkeiten

 

Très chic, Monsieur“, Danny deutete eine Verbeugung an, als Steve aus dem Schlafzimmer zu ihm trat, „Très attirante.“

 

McGarrett, der mit Hemd und Anzug einen ebenso ungewohnten wie attraktiven Anblick bot, verdrehte ob Dannys falscher Betonung gequält die Augen. „Lass mich nachher im Restaurant lieber das Essen bestellen, nicht dass wir mit den falschen Köstlichkeiten enden. Dein Französisch ist wirklich grauenhaft.“

 

Danny trat zu seinem Partner und flüsterte ihm ins Ohr: „Dann warte mal ab bis zum Dessert, Monsieur, wie gut mein Französisch da ist.“

 

 

 

2016

 

T’Len

 

 

Dein Fandom, Dein Pairing, 5 Sekunden - SK Kölsch, Jupp/Klaus

 

„Fünf Sekunden, verdammte fünf Sekunden und das Leben sähe ganz anders aus“.  Jupp seufzte abgrundtief in sein Bierglas.

 

„Jupp, es war nur ein Fußballspiel. Es gibt Schlimmeres“, erwiderte Klaus. Jupps Blick sagte ihm, dass er besser den Mund hielt, wenn er die Nacht nicht auf dem Sofa verbringen wollte.

 

„Hätte diese Pfeife von Schiedsrichter fünf Sekunden eher abgepfiffen, hätten die Düsseldoofen geschlagen.“

 

 

Dein/Kein Pairing, stricken lernen- Inspektor Jury, Richard/Melrose

 

„Sag mal, verschweigst du mir etwas?“ Richard Jury runzelte verwirrt die Stirn, als er sich im Salon von Ardry End umschaute. Überall lagen bunte Wollknäuel herum und im großen Ohrensessel beim Kamin saß Melrose Plant – ein paar Stricknadeln in der Hand, die jetzt wenig hochherrschaftlich auf den Boden geworfen wurden. 

 

„Ich mein ja nur, dass ich immer dachte, stricken von Babysöckchen ist ein Zeichen von Schwangerschaft“, grinste Jury.

 

„Haha, sehr witzig“, erwiderte Melrose alles andere als belustigt klingend. „Ich habe mich nach ein paar Gläsern Old Peculier – zugeben ein paar vielen Gläsern – auf eine Wette mit Marshall eingelassen, wer den schöneren Schal stricken kann.“ Er seufzte. „Nur habe ich leider so gar keine Ahnung, wie das geht.“

 

 

Hawaii 5-0, Danny/Steve, Traditionen

 

„Findest du das nicht etwas übertrieben? Ich meine, Grace ist kein kleines Kind mehr. Sie weiß, dass du es bist“, fragte Steve während er beobachtete, wie sich Danny zu seinem roten Weihnachtsmannkostüm, womit er auf Hawaii schon reichlich overdressed war, auch noch einen weißen Bart aufzog.“

 

„Darum geht es doch gar nicht“, erwiderte Danny und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Es geht um Familientradition, aber das verstehst du Grinch natürlich nicht.“

 

„Och“, grinste Steve. „Ich werde dann hinterher einfach eine neue Tradition begründen.“ Er trat zu Danny, zog den Bart herunter und küsste ihn. „Dich wieder aus dem Kostüm heraus zu schälen.“

 

 

Hawaii 5-0, Danny/Steve, Auf hoher See

 

„Wo ist nun das Schiff, das wir untersuchen sollen?“, fragte Danny und sah sich um. Seit mindestens einer Stunde schipperten sie schon auf dem Meer und um sich herum sah er nichts als unendliches Blau.

 

„Es gibt keinen Fall“, gestand Steve.

 

„Also hast du mich in diese Nussschale gelockt, um mich diskret umzubringen und ein für allemal verschwinden zu lassen?“, fragte Danny grinsend, bemüht die Anspannung, die so viel Wasser um ihn herum immer in  ihn auslöste, zu mildern.

 

„Nein, aber ich muss dir endlich etwas sagen und hier kannst du mir nicht davon laufen“, erwiderte Steve ernst und räusperte sich. „Ich liebe dich:“

 

 

Die 2, Sinclair/Wilde, Der erste Schnee in England

 

„Scheußliches Wetter! Könnt ihr euer Empire nicht überdachen?“, Danny schüttelte sich wie ein Hund und verteilte damit die Feuchtigkeit, die der Schnee auf seiner Jacke und in seinen Haaren hinterlassen hatte, im Wohnzimmer.

 

Brett, der mit einem Buch und einer Tasse Tee am Kamin saß, warf ihm einen missbilligenden Blick zu. „Ich habe dir gesagt, wir haben eine nette Erfindung namens Telefon. Was hattest du denn so dringendes zu erledigen, dass es unbedingt persönlich sein musste?“

 

„Ich brauchte ein bisschen Golfzubehör.“ Danny setzte sich auf die Armlehne des Sessels und schwenkte eine große Tüte mit dem Aufdruck einer Drogerie vor Brett, der seine Augenbrauen ob dieser Aussage verwundert gerunzelt hatte. „Ich beabsichtige den Winter nämlich damit zu verbringen, sehr oft einzulochen.“

 

 

Die Zwei, Danny &/ Brett, Ausritt

 

„Danny, wo bleibst du denn? Du brauchst ja länger als eine Frau“, ungeduldig wippte Brett auf seinen Reitsteiflern auf und ab, die Gerte in der Hand schwingend.

 

„Ich bin so weit, du kannst reinkommen“, ertönte es da aus dem Nebenraum.

 

Seufzend betrat Brett das Schlafzimmer. Was für Mätzchen hatte Danny nun wieder im Sinn. „Warum kommt du nicht einfach…“ Der Satz blieb ihm im Halse stecken, als er Danny nackt auf dem Bett drapiert sah, so etwas wie eine Trense um Hals und Kopf, das sich bei näherem Hinsehen als Bretts gute Seidenkrawatten erwies. „Ich weiß, dass es Nacktbaden gibt, aber Nacktreden war mir neu“, sagte Brett.

 

 „Oh Durchlocht wollten auf einem echten Hottehü ausreiten“, erwiderte Danny nachdem er Bretts Reitanzug kritisch gemustert hatte. „In dieser schrecklichen Tapete. Und ich dachte, du wolltest deine Danny-Boy satteln.“

 

 

Die Zwei, Danny &/ Brett, Wettschulden

 

„Muss das wirklich sein, Danny?“ Brett war sich durchaus bewusst, dass er ziemlich verzweifelt und wenig standesgemäß klang.

 

„Wettschulden sind Ehrenschulden und du willst doch ein Gentleman sein“, erwiderte Danny fröhlich.“ Also hopphopp, es tut auch gar nicht weh und hinterher wird Danny bohren.“

 

Brett seufzte innerlich und abgrundtief, als er aufs Podest der Speakers Corner trat, um dem Publikum -  Warum waren gerade heute so viele da? Hatte Danny die etwas bestellt? – zu erklären, dass er Daniel Wilde liebte, wenn ihm auch gerade zu entfallen drohte warum.

 

 

 

2017

 

T’Len

 

 

Hawaii 5-0, Steve/Danny, Hör auf, dich zu beschweren!

 

„Hör auf dich zu beschweren!“ Danny hielt sich die Hände an die Ohren, was das Auto gefährlich ins Schlingern brachte und Steve dazu veranlasste, vom Beifahrersitz aus, ans Lenkrad zu greifen. „Was kann ich dafür, dass du es verpennt hast, deinen Führerschein rechtzeitig verlängern zu lassen.“

 

Oh ja, er genoss es definitiv, dass er nun einmal das Sagen im Auto hatte und nicht dieser rasende Maniac neben ihm. Nur, dass Steve die ganze Zeit an seinem Fahrstil rummeckerte, nervte ihn.

 

Steve lehnte sich grinsend im Beifahrersitz zurück. „Dann weißt du jetzt wenigstens, wie es mir immer geht.“

 

 

Dein Fandom, Deine Charaktere, Zwischen Tür und Angel – SK Kölsch, Jupp Schatz/Klaus Taube

 

„Ich liebe dich!“ Gedankenverloren rieb sich Klaus über die Wange, die Jupp soeben geküsst hatte. Zwischen Tür und Angel quasi, als er an ihm vorbei aus dem Büro stürmte.

 

Er wusste, dass Jupps Temperamentsausbruch nichts mit Gefühlen für ihn zu tun hatte, sondern einzig und allein der Tatsache geschuldet war, dass Klaus sich bereit erklärt hatte, den Bericht zu ihrem neusten Fall zu schreiben, so dass Jupp rechtzeitig zum FC-Spiel ins Stadion kam.

 

Und doch konnte er nicht verhindern, dass er sich wünschte, die Wörter hätten mehr Bedeutung.

 

 

Großstadtrevier, Lothar &/ Dietmar, Valentinstag

 

Dietmar blickte verwundert auf das rote Pralinenherz, das auf seinem Schreibtisch lag, als er aus Rolf Bogners Büro zurückkam. Wo kam das so plötzlich her? Henning, Harry, Dirk und Anna waren alle zum Einsatz unterwegs und ein Besucher wäre nicht an Lothar vorbeigekommen. 

 

Lothar?! Dietmar drehte sich langsam zu seinem Kollegen um, als er zu  verstehen begann. Lothar blickte ihn mit einer Mischung aus Hoffnung und Sorge an.

 

Dietmar nickte und holte die Pralinenschachtel aus seinem Schreibtisch, die er für alle Fälle gekauft, hatte, sich aber nicht getraut hatte, dem Kollegen zu überreichen. Zeit, sich ein paar Wahrheiten einzugestehen und auszusprechen.

 

 

Winnetou, Winnetou/Old Shatterhand, Wiedersehen

 

Mein Herz schlug schneller, als ich nach fast zwei Jahren Abwesenheit ins Pueblo der Apachen ritt. Was mochte mich dort erwarten? Die Kunde, dass Winnetou wohl auf war, hatte mich bereits während meiner Reise erreicht, sprach man doch an allen Lagerfeuern ehrfurchtsvoll vom Häuptling der Mescalero Apachen.

 

Was ich nicht wusste war, ob er sich in der Zwischenzeit eine Squaw genommen hatte. Ich hoffte nicht, denn mir war in den Monaten, die ich in meiner Heimat und im Orient verbrachte, klar geworden, dass ich für ihn so viel mehr als Freundschaft empfand und natürlich hoffte ich auf eine Erwiderung meiner Gefühle.

 

Als Winnetou mich umarmte und küsste, kaum dass ich vom Pferd in seine Arme gesprungen war, kannte ich die Antworten auf meine Fragen.

 

 

Star Trek (TOS oder Reboot), Kirk/Spock, Eine einmalige Gelegenheit - Tuppertrek

 

Spock war nicht leicht zu überraschen, nicht nach zehn Jahren Ehe mit Jim Kirk und zwei gemeinsamen Kindern. Doch jetzt starrte der Vulkanier auf die Einfahrt zu seinem Haus und fragte sich, ob er vielleicht halluzinierte oder sich in der Adresse geirrt hatte.

 

Doch da stürmte sein Bondmate auch schon aus dem Haus. „Sehen sie nicht fantastisch aus? Das war eine einmalige Gelegenheit, da musste ich einfach zuschlagen.“

 

Spock schluckte und rang nach einer möglichst diplomatischen Antwort.  „Meinst du nicht, zwei rosa Flamingos wären genug gewesen? Mussten es gleich 20 sein?“

 

 

Dein Fandom, Deine Charaktere, Im Zug – Inspektor Jury, Richard Jury/Melrose Plant

 

Richard Jury lehnte sich in die weichen Polster des Sitzes zurück. Dass er sich ein Ticket Erster Klasse geleistet hatte schien ihm nur angemessen. Schließlich war dies eine besondere Fahrt. Er wusste nicht, wie oft er in den letzten Jahrzehnten den Zug von London nach Long Piddleton genommen hatte. Heute würde es das letzte Mal sein.

 

Er lächelte. Ab heute war er ganz offiziell im Ruhestand und ab morgen Melrose Plants Ehemann.

 

 

Dein Fandom, Deine Charaktere, ValentinstagskarteSouthland, John Cooper/?

 

Überrascht zog John Cooper den Umschlag hervor, der im Türspalt seines Spindes klemmte. Er hatte seit der High-School keine Valentinstagskarte mehr bekommen und schon damals hatten ihn die Mädchen, die sie schrieben, herzlich wenig interessiert.

 

Seine Neugier war geweckt, als er realisierte, dass das vorgeschlagene Date in einer Schwulenbar in West Hollywood stattfinden sollte.  Hatte er unter den Kollegen etwa einen heimlichen Verehrer? Oder fiel er  gerade auf einen von Deweys Scherzen herein?

 

Nie im Leben hätte er damit gerechnet, wer ihn eine Stunde später in der Bar erwartete: Ben Sherman.

 

 

Dein Fandom, Dein Pairing, Valentinstag – Die Zwei, Brett Sinclair/Danny Wilde

 

„Na wie findest du es, holde Lordschuftigkeit?“ Danny Wilde strahlte, als er Brett einen dicken Schmatz auf die Wange drückte. „Schönen Dings äh Valentinstag, Schatzilein.“

 

Brett seufzte. „Musst du immer so übertreiben, Danny? Eine normale Valentinstagskarte hätte es doch auch getan.“

Wilde zog einen Schmollmund darüber, dass seine Bemühungen so wenig gewürdigt wurden. „Mit so einer Popeligkeit gebe ich mich doch nicht ab. Ich kann es mir schließlich leisten. Meine Quellen sprudeln munter.“

 

„Ja schon, aber ich hätte es vorgezogen, dass nicht ganz London von unserer Beziehung erfährt“, erwiderte Brett und überlegte fieberhaft, wie  man die riesige Leuchtreklame rund um den Trafalgar Square, mit der Danny seine Liebe zu ihm weithin sichtbar verkündete, augenblicklich abschalten konnte. Ein totaler Stromausfall wäre jetzt sehr hilfreich, fand er.