Titel: 22
- Hausputz
Autor: Lady
Charena
Serie: Unser
(T)Raumschiff
Paarung: Käpt'n
Kork, Mr. Schpuck, Schrotty, Die Pille
Rating: G,
Humor
Archiv: ja
Beta: T'Len
Feedback: Gerne - hier oder
LadyCharena@aol.com
Summe: Logbuch des Traumschiffs /
Sternzeit: 02-12-22
Lady Charena in Vertretung von Käpt'n Kork
und Mr. Schpuck:
"Wie sagt schon eine alte Volksweisheit?
Darum putze, wer sich binde, ob sich nicht doch ein Reinlicherer finde...
Disclaimer: Die Rechte der in dieser
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"Also nein, des
is hier ein Saustall", schimpfte Käpt'n Kork, als er auf die Brücke trat.
"Und da soll übermorgen das Christkind kommen?"
Mr. Schpuck blickte
flüchtig auf. Er war vollauf damit beschäftigt, seine Fingernägel zu feilen.
"Ja mei, wenn du da drauf wartest..."
Tadelnd schüttelte
Kork den Kopf. "Staubgewischt hat hier auch wieder keiner seit Wochen -
ach, was sag ich, seit Monaten." Er wischte mit der Handfläche über die
wissenschaftliche Station, wirbelte eine Staubwolke auf und nieste.
"Gesundheit,
mein Käpt'n", meinte Mr. Schpuck sofort - und hickste.
"Was war jetzt
des?", fragte Kork erstaunt.
"Na, ein
Niesen."
"Des war doch
kein Niesen!", hielt der Käpt'n dagegen.
Empört blickte
Schpuck ihn an. "Freilich war des ein Niesen." Und hickste noch
einmal.
"Da! Schon
wieder! Des war eindeutig ein Schlucken! Hast an Schluckauf, was?"
Schpuck schüttelte
verständnislos den Kopf. "Ich musste niesen, bei dem ganzen Staub, den du
aufgewirbelt hast. Pfui Teufel." Er wedelte mit der Hand vor dem Gesicht.
"Ich niese immer so."
"Hab' ich das was von Niesen gehört? Wer ist krank?" Die Pille rieb sich unternehmungslustig die Hände. "Bin schon zur Stelle."
"Ach, niemand
ist krank", seufzte Kork genervt. "Aufg'räumt g'hört halt amal
wieder."
Enttäuscht klappte
Die Pille sein Köfferchen wieder zu. "Was guckst du mich so an? Ist das
vielleicht meine Brücke?", knurrte er griesgrämig. "Räum' doch selber
auf." Sprach’s und rauschte empört ab.
„Ich? Ich bin
schließlich der Käpt’n.“ Kork drückte die Sprechtaste an seinem Kommandostuhl.
„Schrotty, sofort auf die Brücke!“
„Aye, Käpt’n“,
flötete es zurück. Und wenige Augenblicke später stürmte Schrotty aus dem Lift.
„Was gibt’s, wo brennt’s, mein Käpt’n?“
Kork musterte ihn
streng. „Fällt dir vielleicht irgendwas hier auf?“
Schrotty sah sich um.
„Neue Vorhänge?“, riet er.
Kork seufzte.
„Ich hab’s! Schpuck
war beim Frisör!“
Kork schüttelte
stöhnend den Kopf.
Schrotty zuckte mit
den Achseln. „Wie wär’s mit einem kleinen Tipp?“
Mr. Schpuck
kicherte. „Tiefer“, meinte er.
Schrotty riss die Augen
auf. „Du hast dich doch nicht etwa... da....
piercen lassen?“
„Geht das nicht auch
etwas ernster, meine Herren!“, mischte sich Kork ein, bevor das zu einem
Privatgespräch verkam. „Und – nein, kein Piercing.“
„Kann ich dann
jemanden anrufen?“, fragte Schrotty grinsend.
„Vielleicht nimmst
du zuerst den fifty-fifty Joker oder fragst das Publikum“, warf Mr. Schpuck
ein.
„Ruhe!!“, donnerte
Kork und warf und einen giftigen Blick zu. „Hab ich eine Frisur wie Günter
Gülle, oder was?“ Er ignorierte das aufkommende Gekicher. „Ich mein’ den
Saustall hier. Da muss mal wieder gründlich aufg’räumt werden. Und du...“, er
blickte Schrotty an, „...wirst dich drum kümmern.“
„Warum immer ich?“,
maulte Schrotty. „Ich bin Ingenieur, keine Putzfrau.“
„Ich bin der Käpt’n“,
entgegnete Kork sofort.
„Und ich... ich habe
eine Hausstauballergie“, verkündete Mr. Schpuck. „Schon seit frühester
Kindheit. Ich muss ein Staubtuch nur sehn und schon krieg’ ich Ausschlag.“
Angetan mit Schürze
und Kopftuch tobte Schrotty einige Zeit später staubwedelnd über die Brücke.
Rechter Erfolg wollte sich aber nicht einstellen. Er wirbelte jedoch genug
Staub auf, um sich selbst und die anderen beiden zu Hustenanfällen zu reizen.
Schließlich stoppte er
und lehnte sich nach Atem ringend gegen den Kommandostuhl. „Vielleicht...
sollte ich...“, keuchte er, „...einfach wieder mal einen Dichtungsring
abmontieren... und und... die Brücke unter Wasser setzen.“ Er holte tief Luft,
hustete und gestikulierte mit dem Staubwedel. „Ihr müsst... doch zugeben, dass
der Maschinenraum noch nie... so sauber gewesen ist, wie nach der
Überschwemmung.“
„Hast du an Knall?“,
fuhr ihn Kork an – und musste prompt wieder husten. „Wo ich mir heute morgen
erst die Füss’ gewaschen hab.“
„Und ich vertrag’
sowieso überhaupt keine Staunässe“, protestierte auch Mr. Schpuck lautstark.
„Aber so wird das
nix“, meinte Schrotty. „Auf die Weise schrubbe ich hier ja Neujahr noch.“
„Hmh“, nachdenklich
stützte Kork das Kinn in die Hand. „Irgendwas sollte uns doch einfallen, wenn
wir uns alle drei mal richtig anstrengen und nachdenken.“
Und das taten sie
dann auch. Bis die Köpfe qualmten.
*
* *
„Na, was meint ihr
dazu?“, erkundigte sich Schrotty stolz. Er schwenkte die Fernbedienung und die
Putzmaschine beschrieb einen eleganten Bogen um Käpt’n Kork, der ihm nach wie
vor beleidigt den Rücken zuwandte.
„Also ich find’ sie
toll“, bemerkte Mr. Schpuck und versteckte sein Grinsen hinter seinem
Taschenspiegel.
„Ich finds im
höchsten Grad lächerlich“, kam es eisig von Kork, der sich immer noch nicht
umdrehte.
„Aber du hast doch
selbst gesagt, du ziehst die Dinger nicht an und sie sind einfach perfekt“,
verteidigte sich Schrotty.
„Meiner Mama würd’s
Herz brechen, wenn sie sehn könnt, was ich mit ihrem letzten
Geburtstagsgeschenk mache“, schmollte Kork.
Schrotty steuerte
seine neueste Erfindung, den Staubwischroboter in die Mitte der Brücke. Leise
summend fuhren seine Greifarme aus und begannen den Boden mit zwei großen,
unförmigen Wollklumpen zu schrubben. Dazu tauchte er einen davon in den
Wassereimer auf seinem Rücken, mit dem anderen polierte er nach. „Also, du
kannst sagen, was du willst, die Bettsocken, die dir deine Mutter gestrickt
hat, sind die besten Putzlappen, die man sich vorstellen kann. So sind wir im
Handumdrehen mit dem Hausputz fertig...“
Ende