Titel: Mutters Rezept

Sequel zu Winterzauberwald

Autor: T’Sihek

Serie: TOS

Paarung: K/S

Rating: NC-17

Zusammenfassung: Kirk überprüft ein Gerücht auf dessen Wahrheitsgehalt.

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Disclaimer: Spock und Kirk gehören Paramount/Viacom. Der Rest gehört mir und

                   ich beabsichtige nicht, einen Gewinn daraus zu erzielen – außer Spaß zu

                   haben.

                   Wer unter 18 ist oder homoerotische Erzählungen nicht mag, sollte bitte

                   nicht weiterlesen.

 

 

 

Mutters Rezept

 

 

 „Hey, Spock. Sieh mal nach draußen! Es hat angefangen zu schneien.“

Kirk stürmte mit der Begeisterung eines kleinen Jungen zum Fenster und sah auf das weiße Gestöber hinaus. Dicke Flocken fielen so dicht herab, dass man nur wenige Meter weit sehen konnte.

 

„Komm Spock. Das können wir uns nicht entgehen lassen!“

 

Noch bevor der Vulkanier irgendetwas sagen konnte, hatte ihm Kirk bereits seine dicke Winterjacke, Mütze, Schal und Handschuhe zugeworfen und stand selbst, nur Sekunden später, fertig angezogen an der Tür des kleinen Blockhauses, in dem sie diesen Landurlaub zur Weihnachtszeit in den Rocky Mountains verbrachten.

 

Es würde ihm wohl keine andere Wahl bleiben. Spock seufzte leise und zog sich die wärmende Kleidung über.

 

Draußen war es weniger kalt, als er angenommen hatte – er schätzte die Temperatur auf etwa 2 Grad über dem Gefrierpunkt. Kein Wunder also, dass es in so dicken Flocken schneite.

Kirk war einige Schritte weit gelaufen und blieb jetzt, mit nach oben gewandtem Gesicht stehen. Die Flocken fielen auf seine Wangen und verfingen sich in den blonden Haaren.

 

„Du solltest eine Mütze aufsetzen, Jim.“

 

„Aber warum denn, Spock? So ist es doch viel schöner. Wir bleiben ohnehin nicht lange draußen. Es gibt nichts Schöneres, als durch den fallenden Schnee zu laufen und zu spüren, wie sich die Flocken auf die Haut setzen und schmelzen. Oder sie mit der Zunge einzufangen...“ Er streckte die Zunge soweit er konnte heraus und fing einige der Flocken auf. Dann lachte er übermütig.

 

Er benahm sich wie ein kleiner Junge, wie Spock fast etwas irritiert feststellte. Nun, es war nur eine weitere Facette dieses faszinierenden Mannes. Und Spock hatte in den vergangenen Tagen sehr viele neue Facetten an Jim kennen gelernt...

 

Spock lächelte kaum merklich, als die Erinnerungen an die letzten drei Tage – und vor allem an die letzten drei Nächte – durch sein Gedächtnis glitten...

Nachdem er es zunächst abgelehnt hatte diesen Urlaub hier mit Jim in dem Blockhaus zu verbringen, war er dann doch noch hergekommen.

Und dann hatte es nur einen Tag gedauert, bis sie sich beide bewusst geworden waren, dass sie mehr füreinander empfanden. Sie hatten sich ihre Liebe gestanden und verbrachten seitdem die Tage – und Nächte – in einem Zustand, den er nur als Schweben bezeichnen konnte. Nie zuvor war er so glücklich gewesen. Nie zuvor hatte er eine solche gleichzeitig zärtliche wie ungestüme Leidenschaft erlebt. Nie zuvor eine solche Geborgenheit kennen gelernt.

 

Er genoss jede Stunde, nein, jede Minute, die er mit Jim verbrachte. Es war ihm zunächst nicht leicht gefallen, doch inzwischen gelang es ihm, Jim offen seine Liebe zu zeigen. Und Jim erwiderte sie...

Wärme umspülte das feine mentale Band, dass sich inzwischen gebildet hatte, als Jim seine Empfindungen und Gedanken wahrnahm.

 

Es war Weihnachten – das Fest der Liebe. Und Spock wusste, dass er nie zuvor ein schöneres Geschenk erhalten hatte als Jims Liebe es für ihn war.

 

Etwas sauste an ihm vorbei und riss Spock unvermittelt aus seinen Gedanken.

Der Schneeball flog gegen die dick mit Schnee beladenen Äste eines Tannenbaumes hinter ihm und sorgte dafür, dass Spock im nächsten Moment in einem wahren Schneegestöber stand, als der Schnee herunterfiel.

 

Kirk kam heran und half Spock lachend dabei, den Schnee von der Kleidung zu klopfen.

„Entschuldige. Aber du warst derart in Gedanken versunken, dass ich nicht widerstehen konnte.“

Er grinste noch immer, als er sich vorbeugte um die kühlen Lippen zu küssen.

 

Dann griff er nach der in dicken Handschuhen steckenden Hand Spocks und zog ihn mit sich.

 

„Komm, gehen wir ein Stück durch den Wald.“

 

T T T

 

Sie wanderten schweigend durch den tief verschneiten Wald. Hier zwischen den Bäumen fiel weniger Schnee. Alles war ruhig und nur das Knirschen ihrer Schritte war zu hören.

Irgendwann blieben sie engumschlungen stehen und genossen einfach nur den Anblick des wie verzaubert wirkenden Waldes. ...und die Nähe des anderen...

 

Schließlich  machten sie sich wieder auf den Rückweg. Es war nicht weit, doch es begann bereits dunkel zu werden und es wurde rasch kälter.

 

Spock fror bereits merklich, als die Blockhütte in Sicht kam. Kirk warf ihm einen beunruhigten Blick zu.

 

„Am besten nimmst du erst mal eine heiße Dusche. Ich werde inzwischen etwas zubereiten, dass uns von innen wärmt.“

 

Spock nickte nur und folgte dem Rat, sobald sie wieder im Haus waren.

 

T T T

 

Kirk stellte die Dose mit dem Kakaopulver zurück in den Schrank, als ihm einige Tütchen mit weihnachtlichen Gewürzen auffielen. Er zögerte kurz, dann fügte er entschlossen einige Gewürze dem Getränk hinzu. Das war die Gelegenheit ein Gerücht zu überprüfen, dass ihm schon seit einer ganzen Weile im Kopf herumspukte, dachte er mit heimlicher Vorfreude.

 

Spock hatte inzwischen heiß geduscht und es sich dann auf dem Sofa vor dem Kamin bequem gemacht. Kirk schmunzelte, als er den unbekleideten, lediglich in eine Decke gewickelten Vulkanier betrachtete.

Vor einigen Tagen wäre eine Szene wie diese undenkbar gewesen. Spock war ein sehr zurückhaltender, stiller Mann. Sie waren schon seit Monaten Freunde, aber so sehr hatte sich Spock niemals entspannt – auch nicht in seiner Gegenwart.

Es war gut, dass es sich geändert hatte.

 

Kirk reichte Spock einen der Becher mit dem dampfenden Kakao und machte es sich hinter ihm gemütlich.

„Hier. Es gibt nichts Besseres um sich nach einem Spaziergang im Schnee aufzuwärmen.“

 

Spock lehnte sich gegen Kirk und schloss beide Hände um den heißen Becher. Behutsam blies er etwas vom aufsteigenden Dampf beiseite und nahm dann einen vorsichtigen Schluck.

 

Sofort breitete sich eine angenehme Wärme in ihm aus, noch verstärkt durch das heiße Gefäß in seinen Händen und dem warmen Körper Kirks hinter sich.

Er seufzte leise und ließ den Kopf gegen Kirks Schulter sinken.

 

Für einige Zeit war nichts zu hören als das Prasseln und Knacken des Feuers im Kamin und ihrer beider Atem.

 

Schließlich stellte Kirk seine Tasse zur Seite und schlang beide Arme um Spock. Seine Hände wanderten unter die Decke und begaben sich auf eine zärtliche Erkundungstour auf dem Oberkörper des Vulkaniers.

 

Spock schloss die Augen und ließ ihn gewähren. Noch vor einigen Tagen wäre es für ihn undenkbar gewesen, solche Zärtlichkeiten zuzulassen. Jetzt war er froh, Kirks Einladung doch noch angenommen zu haben.

 

Kirk spielte sanft mit den Haaren auf seiner Brust, ließ seine Finger Kreise um die empfindsamen Brustwarzen beschreiben. Es waren zarte, fast träge Liebkosungen.

In Spock entstand unvermittelt eine bisher für ihn unbekannte Unruhe und er schmiegte sich unwillkürlicher enger in Kirks Umarmung.

 

Er begann schneller zu atmen als plötzliches Verlangen seinen Körper erfasste. Irritiert versuchte er die Reaktionen seines Körpers unter Kontrolle zu bringen. Es gelang ihm nur unzureichend. Was war nur los mit ihm? So stark hatte er doch bisher nicht auf Kirks Zärtlichkeiten reagiert.

 

Plötzlich hob Spock den Kopf, schnupperte und betrachtete etwas misstrauisch den Rest Kakao in seiner Tasse.

„Jim. Welche Zutaten hast du für dieses Getränk verwendet?“

 

„Ist das wichtig?“

Kirk vergrub das Gesicht an Spocks Halsbeuge und atmete den inzwischen vertrauten Duft ein. Seine Lippen fanden die besonders zarte Haut hinter den Ohren und er küsste sie sanft.

 

Spock seufzte leise. Dann drehte er, fast unwillig, den Kopf etwas zur Seite.

 

„Es ist wichtig Jim. Was hast du verwendet?“

 

„Wenn es dir so wichtig ist...“, murmelte Kirk abgelenkt. Er hatte den Puls gefunden und ließ jetzt seine Zungenspitze darüber gleiten.

Ein Schauer lief durch den schlanken Körper Spocks. Der Vulkanier lehnte sich in die Liebkosung. Sein Körper bebte und sehnte sich unmissverständlich nach mehr als nur diese zärtlichen Berührungen.

 

Entschlossen wand er sich aus der Umarmung Kirks und streifte die Decke von seinem Körper. Dann drehte er sich um und zog Kirk fordernd an sich. Sein Mund fand den des Menschen und er küsste ihn leidenschaftlich.

 

Vergessen war der Kakao und vergessen waren die unbekannten Zutaten.

 

Nur Augenblicke später fand sich Kirk ausgestreckt auf dem Sofa wieder, einen sehr leidenschaftlichen und sehr ungeduldigen Vulkanier über sich...

 

„Hey, langsam mein Freund...“, murmelte er. Doch insgeheim genoss er die ungestümen Berührungen Spocks. So hatte er ihn bis jetzt nicht erlebt. Spock war zwar leidenschaftlich und sinnlich, aber stets war er, Kirk, der Aktivere von ihnen beiden gewesen.

Dies war eine völlig neue Seite an Spock.

 

Kirks Hemdknöpfe widersetzten sich störrisch den bebenden vulkanischen Fingern, so dass Spock es schließlich kurzerhand aufriss. Hose und Unterwäsche folgten nur Sekundenbruchteile später.

 

Spock schmiegte sich an den jetzt nackten Kirk und küsste ihn abermals hungrig. Seine Hände glitten zielstrebig über die weiche, kühle Haut, erregten Kirk mit ungeahnter Schnelligkeit.

 

Kirk stöhnte unterdrückt und presste sich gegen Spock. Er rieb sich an dem heißen Körper, bis er es fast nicht mehr ertragen konnte. Doch zu viel mehr war der Platz einfach zu knapp.

„Komm mit, Spock. Im Bett haben wir mehr Platz.“

 

Er schien zu dem völlig in Ekstase gefangenen Vulkanier durchgedrungen zu sein. Denn der stand unvermittelt auf, hob Kirk mit einer einzigen fließenden Bewegung hoch und trug ihn mit einigen langen Schritten zu seinem Schlafzimmer. 

 

Dort angekommen ließ sich Spock mit seiner Last völlig unzeremoniell auf das Bett fallen und begann sofort wieder damit, Kirk zu küssen und mit seinen Händen zu erregen. Aber es genügte ihm immer noch nicht. Er wollte mehr von Kirk.

 

Ohne dass es ihm wirklich bewusst war, tastete er schließlich nach Kirks Gesicht und den Nervenpunkten, die ihm Zugang zu dessen Bewusstsein geben würden. Sofort baute sich eine starke mentale Verbindung auf, die sie beide noch tiefer in die sexuelle Lust hineinriss.

Er spürte einen Wunsch tief in Kirk und ohne genau zu wissen, was er eigentlich tat, stieß er Kirk von sich, drehte ihn auf den Rücken und warf sich dann über ihn. Er hielt ihn mit seinem Gewicht fest.

 

Kirk stöhnte überrascht und voller Lust, dann umklammerte er Spocks Hüften mit den Beinen und stieß seinen Unterkörper hart gegen ihn. Spock glitt fast ohne Widerstand in ihn und die unerwarteten Empfindungen ließen ihn aufschreien.

 

Kirk bewegte sich unter ihm, drängte immer wieder seinen Körper gegen ihn, bis Spock den Rhythmus schließlich mit schnellen harten Stößen aufnahm. Kirks Muskel zuckte und verkrampfte sich um das heiße Glied des Vulkaniers, als er von der Ekstase überrollt wurde und Spock mit sich riss.

 

 

T T T

 

„Was war in dem Kakao, Jim?“

 

„Hmm?“ Kirk brauchte einen Moment, um wieder in die Realität zurück zu finden. Nie zuvor war er derartig leidenschaftlich verführt worden.

 

Er schmunzelte und schmiegte sich noch enger in Spocks Umarmung.

„Du willst es offenbar wirklich wissen, oder?“

 

„Sonst würde ich nicht fragen.“

 

Schwang da etwa Ungeduld in der tiefen Stimme mit? Kirk hob den Kopf und musterte Spock. Der Vulkanier erwiderte den Blick und hob eine auffordernde Augenbraue.

 

„Wenn es dir so wichtig ist...“

Kirk stützte sich auf einen Ellenbogen und zählte an den Fingern ab.

 

„Laß mich überlegen... Da wären Kakao, Milch, Zucker... da war doch noch was....“

 

„Jim!“ Spock hatte sich ebenfalls aufgerichtet.

 

Kirk setzte sein bestes Pokergesicht auf.

„Ahh, jetzt fällt es mir wieder ein. Ich hab‘ noch etwas Zimt, Kardamon und Vanille zugefügt. Damit es etwas weihnachtlicher schmeckt.“

 

„Damit es weihnachtlicher... ?!“

Beide Augenbrauen versuchten unter den, zugegeben etwas unordentlichen Pony zu klettern.

 

Kirk nickte heftig. „Ja. Ein Rezept meiner Mutter.“

 

Spock seufzte und ließ sich in die Kissen zurückfallen.  Er sah kurz zur Seite, dann wieder zu Kirk. Jetzt wurde ihm einiges klar...

 

„Dir ist vermutlich nicht bewusst, dass Zucker in Verbindung mit den genannten Gewürzen auf Vulkanier eine... besondere Wirkung hat?“

 

Kirk gab sich erstaunt. „Jedes einzelne davon?“

 

Dunkle Augen fixierten ihn misstrauisch. „Jedes einzelne davon!“

 

„Und welche Wirkung wäre das?“

 

„Sie wirken stark aphrodisierend.“

 

Kirk versuchte sich noch einen Moment zu beherrschen, doch Spocks pikierter Gesichtsausdruck machte seine Bemühungen zunichte.

 

Er begann breit zu grinsen und beugte sich vor um den Vulkanier zu küssen.

„Doch, Spock. Diese spezielle... Wirkung... war mir durchaus bekannt.“

 

T T T