Sturm
7/8
Stelenan
Paarung: K/S
Code: NC-17
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Disclaimer:
Leider, leider gehören die
Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern.
Meine Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte
keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen
nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.
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7 – In
höchster Not
Spock weckte ihn nicht in
der Nacht. Kirk schlief unruhig, blinzelte ab und an und sah immer die
Silhouette seines Freundes vor dem düsteren Eingang, schlief wieder ein, ohne
Gefühl für die Zeit.
Er wurde schließlich unsanft
von einem überraschten Schrei aus dem Schlaf gerissen. Jahrelanges Training
sorgte dafür, dass er sofort hellwach war. Er schoss aus den Decken hoch,
gerade noch rechtzeitig, um zu sehen wie ein Schatten rasch am Höhleneingang
vorbei glitt. Wo war Spock? Kirk riss den Phaser hoch.
„JIM ...“ Spocks Stimme
hektisch, vermischt mit dem lauten Brüllen eines Tieres ... dann ein gequälter
Schrei.
„Spock ...“ Kirk war im Nu
auf den Beinen und sprintete aus dem Höhleneingang. Es war Tag, doch düster.
Der Sturm tobte noch immer, nahm ihm den Atem als er vor die Höhle trat und
ließ ihn schwanken. Das Bild, das sich ihm bot, raubte ihm ein zweites Mal den
Atem.
Spock lag zehn Meter
entfernt bewegungslos am Boden, über ihm ein grollendes, großes Tier.
Mindestens die Größe eines irdischen Elefanten, bewaffnet mit klauen und langen
Zähnen. Es war im Begriff, diese Zähne in Spocks Körper zu schlagen. Kirk
schoss ohne eine Sekunde nachzudenken.
Das Wesen brüllte wütend,
riss den Kopf hoch und fixierte ihn wankend. Hastig stellte Kirk seinen Phaser
höher ein und schoss erneut. Winselnd brach das Tier zusammen, fiel dicht neben
Spock dumpf zu Boden.
„Spock ...“ Kirk rannte
gegen den noch immer starken Wind zu dem reglosen Vulkanier. Zwei Tiere, Spock
hatte gesagt zwei. Wo war das zweite? Panisch sah er sich um und fand es, dort,
wohin Spock letzte Nacht geschossen hatte. Noch immer betäubt? Egal ...
Kirk ließ sich neben Spock
auf die Knie fallen und drehte ihn auf den Rücken. Eine große blutende Wunde
reichte quer über seine Brust, die Jacke aufgerissen von scharfen Fangzähnen.
„Mein Gott ... nein.“ Kirk tastete unter der Jacke nach dem Herz. Es schlug,
doch zu schwach für einen Vulkanier. Heiltrance? Keine Heiltrance, er atmete zu
flach und zu hektisch.
Er musste ihn zurück in die
Höhle bringen, aus der Kälte, dem Schnee und dem Wind. Kirk griff unter Spocks
Arme und zog, doch konnte er den Vulkanier keinen Zentimeter bewegen. „Verdammt
... Spock ... wach auf ...“ Er zog erneut, doch ohne Ergebnis. Seine Finger
wurden klamm und er spürte Tränen in den Augen vor beißender Kälte und scharfem
Wind.
Irgendetwas hielt Spock
fest. Kirk sah es fast im selben Augenblick, als es sich um sein eigenes Bein
wickeln wollte. Eine fast transparente Ranke, mehr eine gallertartige Masse
bewegte sich auf ihn zu. Der Schnee machte sie sichtbar. Kirk schoss auf die
Masse und sie wich zurück, verdampfte mit einem zischenden Geräusch.
Ein Blick auf Spocks linkes
Bein erklärte ihm was passiert war. Es war umwickelt von dieser Masse und die
Schleifspuren zeigten eindeutig zum Höhleneingang. Er musste ihn davon
befreien. Kirk schnitt es kurzerhand mit dem Phaser ab und verdampfte die
Masse, die sich fast sofort kraftlos von Spocks Bein wickelte als unsichtbare
Nerven durchtrennt wurden.
Kalter Wind schlug ihm
erneut ins Gesicht und lautes Donnergrollen ließ den Boden unter seinen Füßen
erzittern. Er griff unter Spocks Arme und zog den bewusstlosen Vulkanier mühsam
Schritt für Schritt zurück zur Höhle. Erst als er im Eingang war hielt er an
und ließ sich schnaufend auf die Knie sinken und krabbelte neben Spock, hob
seinen Kopf auf sein Bein. „Spock ...“
Der Vulkanier atmete flach
und hektisch, stöhnte leise, doch blieb bewusstlos. Die Wunde auf der Brust sah
böse aus und das Bein hatte sich Kirk noch nicht einmal ansehen können, doch
die Hose war dort durchlöchert wo sich diese Masse um ihn gewickelt hatte. Kirk
sah sich hektisch um. Hier konnten sie nicht bleiben, es war zu kühl. Er
brauchte das Medopack. Also zurück in die wärmere innere Höhle.
Kirk fasste vorsichtig unter
Spocks Beine und Rücken und versuchte den Vulkanier anzuheben, keuchte und
musste aufgeben. „Verdammt, ... du bist so dünn und so ...“
Spock bäumte sich plötzlich
auf, würgte und stöhnte. Kirk versuchte, ihn zu halten, doch er krümmte sich
zusammen und rollte würgend auf die Seite. In Krämpfen übergab er das wenige,
was er nach der Suppe überhaupt im Magen hatte.
Kirk hielt seinen Kopf und fand ein Tuch in seiner
Jackentasche. Ein Glück, dass er sie nachts anbehalten hatte und das Tuch
eingesteckt hatte. „Ruhig Spock ... raus damit. Ich bin hier ...“ Er wischte
Spock damit das Gesicht sauber als die Krämpfe und das Würgen aufhörten.
Stöhnend blieb Spock liegen, keuchte leise Luft in seine Lungen.
„Jim ...?“, krächzte er mit
geschlossenen Augen.
„Ja, ich bin hier.“
„Pflanze ... nur begrenzt
.... tiefer .... in die Höhle ... keine Gefahr ...“, brachte er mühsam hervor.
Eine Pflanze? Dieses Ding,
was ihn aus der Höhle gezogen hatte? Sie war tiefer in der Höhle keine Gefahr
mehr? Und die Tiere? Sie erschienen Kirk weitaus gefährlicher. „Spock, du bist
verletzt ...“
„Ja ... nicht ... schlimm
... aber ... die Pflanze .... Gift ...“ Spock krümmte sich wieder zusammen, zog
eine Grimasse und würgte erneut. Gift? Kirk hielt ihn, wurde fast verrückt vor
Angst. Er musste ihn in die tiefere Höhle bringen, ihn versorgen. Gift? Etwas
wogegen sogar Vulkanier anfällig waren. Was konnte er tun? Beherzt griff er
Spock wieder unter die Arme und zog ihn mit letzter Kraft in die Höhle neben
den Stein. Dann rannte er zurück und holte die Reste ihrer Ausrüstung, Decken
und seinen Phaser.
Er schoss kurzerhand auf den
Stein, bis er rötlich aufglühte und Wärme und Licht verbreitete. Spock brauchte
Wärme und egal welches Tier angelockt würde, er würde es töten, wenn es in ihre
Nähe kam. Rasch breitete er die Thermodecke aus, aktivierte die Heizfunktion
nach einigem Suchen und legte den wieder bewusstlosen Vulkanier darauf.
Er zog ihm die nasse Jacke
vorsichtig aus und ließ den medizinischen Scanner über ihn wandern. Keine
lebenswichtigen Organe verletzt, doch ein hoher Blutverlust und tiefe
Fleischwunden. Kirk suchte das Desinfektionsspray und den Sprühverband und
verarztete die Wunden notdürftig. Er konnte nur hoffen, dass Spock durchhielt
bis die Enterprise sie fand. McCoy. Gift, das Bein?
Kirk schob hastig die Hose
hoch und sah feine nadelgroße Einstiche in Muskeln und Schienbein. Spock
stöhnte wieder leise und begann zu zittern. Kirk schüttelte hilflos den Kopf,
kramte in seinem Gedächtnis nach Erster Hilfe bei Vergiftungen. Trinken.
Er holte Wasser aus ihren
Vorräten und versuchte es Spock einzuflößen, doch der Vulkanier drehte den Kopf
weg, keuchte leise. „Spock, du musst trinken ... bitte ...“
„Jim?“, keuchte Spock leise.
„Ja ... bitte trink“, flehte
Kirk, erleichtert, dass Spock ihn erkannte. Er wirkte fiebrig und schien Schmerzen
zu haben, die Atmung klang nicht gut. Er probierte es erneut und dieses Mal
trank Spock, hustete und würgte, doch trank. „Was kann ich tun? ... Halte durch
... es ist nicht mehr lange.“
Spock zitterte wieder und
Kirk zog ihn an sich, wickelte die Decke um sie und hielt ihn. Er strich über
die verworrenen nassen Haare und wünschte, er könnte ihm Kraft geben. Das
Zittern Spocks wurde stärker und Schweißperlen erschienen auf der blassen
Stirn. Er fieberte. Kirk scannte mit einer freien Hand. Die Temperatur war zu
hoch, selbst für einen Vulkanier.
Vorsichtig tupfte Kirk den
Schweiß von Spocks Stirn und hielt ihn mit Decke und seinem eigenen Körper
warm. Mehr konnte er nicht tun. Er starrte auf den Notsender und wieder zu
Spock, verlor das Gefühl für die Zeit.
Plötzlich änderte das
optische Signal des Notsenders seine Frequenz. Sie wurden kontaktiert. Kirk
robbte näher, ließ Spock nicht los und drückte rasch auf den Bestätigungsknopf.
„Scotty, sagen Sie, dass sie es sind ...“
„Captain? Scott hier ...”
“Scotty!”, keuchte Kirk
erleichtert. „.... holen sie mir McCoy an die Strippe, schnell. Wann können sie
uns hoch holen?“
„Ja Sir ... Der Doktor steht
neben mir. Wir sind seit einer Stunde frei vom Sturm, doch müssen warten bis er
ganz aus ihrem Gebiet abgezogen ist. Kommunikation ist bereits möglich. Etwa
eine Stunde.“
„Eine Stunde ...“, ächzte
Kirk, teils erleichtert und zugleich besorgt, dass Spock nicht durchhielt. Er
lag nur noch schwach zitternd auf seinem Schoß, atmete kaum noch und fieberte
noch immer. Stärker als zuvor.
„McCoy hier. Jim, was ist
los ...“
„Bones, ... Spock wurde
verletzt, ein Tier und ... wohl auch eine Pflanze ... und hat irgendein Gift
abbekommen ... er fiebert und ist bewusstl-...“
„Stopp!“, schnappte McCoy
die Informationsflut. „Habt ihr das Notfallpack dabei? Da müsste ein Breitband
Antitoxin drin sein. Stell es auf vulkanische Werte ein und gib es ihm,
sofort.“
Kirk sah sich um, das
Medopack war noch neben ihm. Nach einigem Suchen fand er die entsprechende
Phiole und steckte sie auf einen Injektor. „Wohin Bones?“
„Am besten in den Hals ...
wo ist er verletzt? Du musst die Wunden auf jeden Fall desinfizieren und ...
ist er in der Heiltrance?“
„Nein ... er fiebert. Keine
Trance. Hauptsächlich Fleischwunden auf der Brust und Stichwunden am Bein ...“
Kirk zog den Injektor auf und presste ihn an den Hals seines Freundes, während
McCoy weiter sprach.
„Gib es ihm direkt in die
Halsschlagader und dann scanne und lies mir die Werte vor. Schnell.“
Mit einem Zischen entlud
sich der Inhalt der Injektion in Spocks Blutkreislauf. Kirk konnte nur beten,
dass es half. Er tat, was McCoy ihm diktierte, und las die Scanergebnisse vor,
auch die, die er nicht verstand. Einen Moment war Schweigen, dann wieder McCoys
Stimme, ernst und bedrückt.
„Okay, hör zu Jim. Das sieht
übel aus. Scotty sagt, wir sind in 55 Minuten bei euch und werden dann direkt
beamen. Besser ich komme vorher runter und sehe, ob wir ihn überhaupt beamen
können. Halt ihn solange warm, wenn du kannst und versuch, ihm etwas zu trinken
einzuflößen.“
„Das habe ich schon versucht
... er behält es nicht drin.“
„Egal, versuch es weiter
wenn er einigermaßen beieinander ist ...., zwing ihn zur Not ... es ist
lebensnotwendig, vor allem wenn er fiebert.“
„Ich tue was ich kann ...
beeilt euch.“ Kirk nickte und zog Spock wieder auf seinen Schoß. Er war ruhiger
plötzlich, zitterte nicht mehr so stark und glasige dunkle Augen sahen ihn
stumm an. War er wach? Hatte er mitbekommen, dass die Enterprise kommen würde?
„Spock? Hast du gehört ...
sie sind in einer knappen Stunde da. Halte durch“, sprach Kirk ihn leise an,
strich einige verschwitzte, nasse Strähnen aus der heißen Stirn.
Spock sah ihn nur an und
atmete flach und schnell. Kirk griff nach dem Wasser und hob Spocks Kopf höher.
„Du musst
trinken. Du wirst es gehört haben.“
Spock drehte den Kopf weg,
stöhnte leise.
„Spock ...“ Kirk setzte mit
der Flasche neu an, mit dem selben Ergebnis. „Verdammt ... sei logisch. Das ist
Gift in deinem Körper ...“
„Zu ... spät ...“, keuchte Spock und sah ihn wieder
mühsam an. Die Augen noch immer glasig.
„Nichts ist zu spät ... sie
werden in einer Dreiviertelstunde hier sein. McCoy wird dir helfen ... ich habe
dir ein Antitoxin gegeben ... aber du musst trinken.“ Spock bewegte den Kopf,
verneinte und kämpfte hektisch Luft in seine Lungen.
Hilflos musste Kirk mit
ansehen, wie sich der Körper des Vulkaniers erneut verkrampfte und krümmte. Er
war noch kräftig, trotz seines Zustandes und Kirk konnte ihn nicht mehr
festhalten. Die dunklen Augen rollten schließlich nach hinten und Spock wurde
für Minuten von Krämpfen geschüttelt.
Dann blieb er erschöpft und
leise ächzend liegen. Kirk zog ihn wieder an sich, um ihn besser festzuhalten
und zu wärmen, bettete den heißen Kopf an seine Brust und strich ihm über die
Haare. „Halte durch ... bitte ... ich bin hier ... halte durch ... nur noch
eine halbe Stunde ...“ Er versuchte erneut, dem Vulkanier Wasser einzuflößen,
doch es rann nur die Mundwinkel hinab. Kirk gab den Versuch auf.
Lange Zeit war nichts mehr
zu hören, außer dem abflauenden Toben des Sturms und Spocks raschen, schweren
Atem. Kirk starrte abwechselnd auf den Notsender und auf den Höhlengang, bereit
auf alles zu schießen, was sich ihnen näherte. Warum meldete sich die
Enterprise nicht? Wie viel Zeit war vergangen? Wie viel Zeit hatte Spock noch,
bevor der Blutverlust und das Gift ihn
besiegen würden?
Er wusste es nicht, strich
beruhigend über die dichten Haare seines Freundes, der in seinen Armen immer
schwächer wurde, nicht mehr ansprechbar war und seit einiger Zeit nicht mal
mehr leise stöhnte. Zum ungezählten Mal zog er die Decken fester um sie und
sprach ihn leise an. Versicherte ihm, dass er da war und dass die Enterprise
gleich kommen würde.
Spock blinzelte etwas, bekam
die Augen nicht ganz auf. „Jim ...“, flüsterte er kaum hörbar.
„Ja ... ja Spock ... ich bin
hier.“
Spock blinzelte nur müde.
Dunkle Augen glitzerten durch schmale Schlitze, nicht zu erkennen ob sie ihn
ansahen oder nicht. Kirk beugte sich etwas vor, hauchte einen Kuss auf eine
noch immer heiße Stirn. „Ich liebe dich ... sie werden gleich hier sein. Halte
durch ... nur noch ein bißchen.“
„Fünf ... Komma ... zwei ...
Min- ... unten ...“, flüsterte Spock leise.
Kirk nickte stumm, kämpfte
gegen den Kloß in seinem Hals, dass Spock selbst jetzt noch die aktuelle Zeit
zitierte und betete, das Scotty einen Weg finden würde, eher zu kommen. Spock
hatte nicht mehr viel Kraft.
Er verzog plötzlich das
Gesicht, keuchte einige Male und bäumte sich auf. Wieder Krämpfe. Dieses Mal
konnte Kirk den schwächer werdenden Vulkanier
festhalten. Er drückte ihn eng an sich, jeder leise Schrei und jedes
gequälte Zucken stach ihn mitten ins Herz und er presste seine eigenen Augen
zu, kämpfte gegen Tränen an. „Ich bin hier ... ruhig ... ich bin hier.“
Nach einer Zeit, die Kirk
wie eine Ewigkeit vorkam, sackte Spock kraftlos in seinen Armen zusammen. Er
atmete noch, doch kaum spürbar. Wie lange? Wie lange noch? Ein Geräusch?
