*****

Titel: Chill out

Autor: Acidqueen  <a.q @ gmx.de>

Serie: TOS

Paarung: Kirk/Uhura, ein wenig McCoy/Barrows (wbl. Lt. aus "Shoreleave")

Rating: NC-17, Warnung: kein bisschen Slash ;)

Zusammenfassung: Das unerwartete Ende einer Weihnachtsfeier…

Archiv: Meine Webseite http://www.syredronning.de , T'Len (wo sie mag), das dt. Fanfiction-Archiv, alle anderen bitte fragen.

Kommentar: Meine erste deutsche hetero-Geschichte. Und ich fürchte, da kommt noch mehr nach mit diesen zwei Paarungen.

Hinweis: Startrek und alle Figuren sind im Besitz von Paramount/Viacom. Diese Geschichte erfüllt die Richtlinien des "Fair Usage", eine Copyright-Verletzung ist nicht beabsichtigt.

 

***

 

Es war eine äußerst gelungene Weihnachtsfeier gewesen, und nur noch kleine Überbleibsel auf dem Büffet und der Getränkebar zeugten von den Genüssen, die sich die Crew einverleibt hatte. Ein kleiner versprengter Rest an Überlebenden, wie Uhura sie innerlich titulierte, hatte sich in einer gemütlichen Ecke des Freizeitraumes angesammelt und tauschte angeheitert wilde Erlebnisse der Jugend aus - vermutete Uhura zumindest, dem Gelächter nach zu urteilen. Sie beschloss, ihren DJ-Job für heute Abend zu beenden. Nach ein paar letzten Handgriffen an der Musikkonsole ging sie hinüber zu der bunten Mischung, die es bis weit in die Friedhof-Schicht hinein ausgehalten hatte.

 

In der einen Ecke saßen Leonard McCoy und Tonia Barrows, deren Affäre schon so lange anhielt, dass es nicht einmal mehr für die Gerüchteküche reichte, wenn sie ihn wie gerade eben mit Lebkuchenherzen fütterte. Neben ihnen hing Chekov auf halb-acht an Scotty, eine Position, die der Schotte sichtlich ungerührt mit einem eher väterlichen Gesichtsausdruck hinnahm. Vermutlich war er nicht ganz unschuldig am Zustand des jungen Fähnrich - immerhin stand eine sehr leere Flasche Scotch und eine weitere ziemlich leere Flasche Wodka vor den beiden.

 

Dies schien ausnahmsweise den Captain gar nicht zu berühren, der auf dem Sofa hinter einem langen Tisch zwischen zwei weiteren Paaren eingekeilt war und beim Anblick seiner Kommunikationsoffizierin übertrieben sein Glas hob.

 

"Uhura, schöne Maid, errettet mich von der Einsamkeit."

 

Uhura lachte. "Im Prinzip habe ich ja nichts dagegen, aber es scheint etwas eng zu sein da hinten." 

 

"Da lässt sich schon etwas arrangieren", sagte Kirk, und nutzte schamlos seinen eindeutigen, wenn auch etwas vernebelten Befehlsblick aus, um neben sich einen Hauch von Raum zu schaffen. Uhura balancierte zwischen der Tischkante und den Beinen seiner Nachbarn entlang - ein Va-Banque-Spiel bei all den Gläsern, die genau auf Höhe ihres Rockabschlusses hingen. Am Ende schaffte sie es dennoch, und Kirk zog sie auf seinen Schoss.

 

"Auf Sie habe ich gewartet", sagte er und gab ihr einen Handkuss. "Haben wir noch Punsch für unsere D-Jane?"

 

"Immer doch", meinte der junge Leutnant neben ihnen und angelte nach Glas und Schöpfkelle. Eine Minute später hatte Uhura ein Glas in der Hand.

 

"Auf Ihr Wohl", sagte Kirk lächelnd. "Das war eine ausgezeichnete Musikauswahl."

 

"Ja, wunderbar", stimmte Scotty mit ein. Die anderen hoben ebenfalls ihr Glas und prosteten ihr zu. 

 

"Danke, danke", sagte sie und verneigte sich andeutungsweise. Kirks Arm um ihre Taille war nicht genug um zu verhindern, dass sie aus ihrer wackligen Lage rutschte, und so legte sie ihren rechten Arm um seine Schultern. Mit dem linken hob sie ihr Glas und nippte vorsichtig am Punsch.

 

"Oh-oh", keuchte sie und bog sich. "Der ist aber … heiß!" Tränen stiegen ihr in die Augen, als das Getränk sich den Weg in ihren Magen hinunter brannte.

 

"Unsere Hausmischung, wie jedes Jahr", grinste McCoy zu ihr herüber. "Scotty und ich wollen uns ja nicht lumpen lassen." Barrows hatte ein wohlgeformtes Bein über sein linkes Knie gelegt und wippte leicht; ihre rechte Hand lag in seinem Nacken und kraulte ihn offensichtlich.

 

Uhura grinste, als sie dachte, was für ein Bild wohl Kirk und sie abgeben würden, so wie sie gerade da saß; aber zwischen ihnen war nie mehr als der angenehm-lockere Umgang zwischen zwei Leuten gewesen, die sich als Kollegen und private Freunde gut verstanden.  

 

Sie wand ihren Kopf zu ihm hin und begegnete seinem Blick. Er sah sie mit einem leicht fragenden Lächeln an.

 

"Ich überlegte nur gerade, ob ich mir nicht doch besser einen eigenen Stuhl besorge", sagte sie leise.

 

"Ich fände das ziemlich schade, wenn Sie das tun würden", sagte er, und zog sie näher heran.

 

Uhura neigte ihren Kopf. "Aber Captain", sagte sie in gespieltem Vorwurf. "Sie wissen doch - flirten mit direkten Untergebenen ist verboten."

 

"Dann sollte ich Sie dringend befördern", sagte er scherzhaft. Er schloss seinen zweiten Arm um ihren Bauch und nahm sie spielerisch gefangen. Sie schüttelte den Kopf und sah in der Runde, doch ihr kleines Geplänkel interessierte niemanden der anderen. Die Gespräche wurden immer nebulöser; vermutlich eine direkte Abbildung des geistigen Vernebelungszustands. Uhura allerdings war plötzlich wieder sehr nüchtern, als das kleine Glas Punsch von Kirks viel zu naher Gegenwart aus ihrem Blutkreislauf vertrieben wurde.

 

Seine Hände waren warm auf ihrem Körper, und ihr Griff war stabil, ohne unangenehm zu werden. Ein Hauch von Duschgel ging von ihm aus, vermischt mit den weihnachtlichen Gerüchen und dem Alkohol des Punsches. Sie ertappte sich, als sie tief inhalierte. Sie wollte ihn nicht ansehen, aber dann konnte sie sich einen Seitenblick auf ihn doch nicht verkneifen. Ihre Augen begegneten seinem intensiven Blick - und kamen nicht wieder los. 

 

Die Konzentration aller war zu McCoy und Barrows gewandert, deren Verführungsszene neue Abgründe erreichte - aller, mit Ausnahme von ihnen beiden. Uhura hielt den Atem an. Es lag etwas in der Luft; da war etwas zwischen Kirk und ihr, eine Spannung, die sie nie zuvor gefühlt hatte. Sie starrte auf seine Lippen und dann wieder in seine Augen, und sie wusste, dass dies nicht einseitig war.

 

Sie beugte sich vor, kaum bewusst. Er beugte sich vor, neigte den Kopf. Wie in Zeitlupe kamen sie sich näher, immer näher -

 

Gelächter brandete um sie herum, als ihre Lippen sich gerade berührten, und so zuckten sie zurück. Doch es war nur eine von Chekovs Mütterchen-Russland-Anekdoten, die der ziemlich besäuselte Junge von sich gegeben hatte. Ihre Blicke trafen sich wieder. Es lag ein Ernst darin, der nicht hierher passte. Etwas änderte sich gerade zwischen ihnen; etwas Schönes, aber auch potentiell Gefährliches entstand, und es war - noch - an ihnen, sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

 

Verstand hin oder her  - in Uhuras Magen flatterten Schmetterlinge, ihr Herzschlag trommelte in ihren Ohren. Unter ihrem rechten Bein presste etwas gegen ihre nur mit einer Strumpfhose bekleidete Haut, und eine familiäre Wärme stieg in ihr hoch. Die Umgebung verschwand, die Geräusche verklangen, als ihre Welt nur noch aus Kirk und ihr zu bestehen schien.

 

Sie atmete tief durch und brach den Bann. "Ich muss kurz nach der Musik schauen", sagte sie rau und stand etwas überhastet auf. Er hielt sie nicht zurück, aber sie fühlte seinen Blick in ihrem Rücken, als sie sich am Tisch entlang drückte, begleitet vom drohenden Klirren der Gläser.

 

Sie hatte genau eine Minute Ruhe, bis er da war.

 

"Uhura…" Kirk lehnte sich leicht auf den erhöhten Tresen zur Musikecke. Seine Oberarmmuskeln spielten unter seinem Uniformshirt, und sie ahnte, dass er mal wieder nichts darunter trug. Der Gedanke an seinen Körper trieb ihr das Blut ins Gesicht, von dem man glücklicherweise nie etwas sah.

 

Er kam um den Tresen herum und trat neben sie. Für einen Moment sahen sie sich wortlos an.

 

"Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist", sagte sie mit gespielter Leichtigkeit. Noch konnten sie beide es stoppen … oder wenigstens er. Für sich selbst konnte sie gerade keine Garantie geben. Alles in ihr glühte. Sie wollte Kirk. Heute Nacht wollte sie ihn ganz definitiv.

 

"Ich weiß es auch nicht", antwortete Kirk leise. Seine Hand strich über ihre Wange. "Aber ich habe das Gefühl, dass wir es beide … brauchen könnten."

 

Irgendwie kamen sie sich wieder näher - wer sich zuerst bewegt hatte, fand sie nie heraus. Ihre Lippen trafen sich in einem weiteren Kuss, und diesmal hielten sie die Position für einen Moment. Als sie sich lösten, schloss Uhura kurz die Augen. Kirks und ihre Hände hatten sich irgendwann ineinander verschränkt und wirkten wie ein Anker, verhinderten, dass sie einfach gehen konnte. Aber wollte sie denn?

 

Er küsste sie wieder. Warme Lippen pressten auf ihren Mund und öffneten sich. Seine Zunge tastete langsam zwischen ihre Lippen, und sie ließ ihn hungrig herein. Ihr Unterkörper rieb an seinem, und sie fühlte seine Erektion.

 

"Ja", hauchte sie, als sie kurz Luft holten. Ihre Blicke trafen sich, und er nickte nur leicht. Seine Augen waren halb geschlossen, sein Gesicht eine unbeschreibliche Mischung aus Anspannung und Loslassen, und über allem lag diese ungeheure sexuelle Energie, die ihr fast die Luft nahm. Sie griff an seinen Hosenschlitz, zog den Reißverschluss herunter und holte seinen steifen Penis heraus. Er pulsierte zwischen ihren Finger, als sie ihn massierte.  

 

Kirk beugte seinen Kopf vor und begann, ihren Hals zu küssen, erst sanfte, dann festere Berührungen an der Grenze zum Biss. Seine Hände wanderten unter ihren Rock, schoben das leichte Material hoch. Fingerspitzen massierten ihre Hüften; dann wanderten sie nach oben und zogen leicht an ihren Brustwarzen. 

 

Uhuras rechte Hand schloss sich fester um sein steifes Glied, während sie mit der linken eher unkoordiniert versuchte, ihre Strumpfhose und die Unterwäsche zu entfernen. Seine Hände vertrieben die ihre und übernahmen diese Arbeit, wenn auch keineswegs mit mehr Erfolg. Am Ende hörte sie das leise Geräusch reißender Seide. Doch das war egal.

 

Finger rieben an ihr, in ihr. Sie kam aus dem Takt, ihre Atem so heftig und ungleichmäßig wie seiner. In ihren Ohren rauschte es, als er sie anhob und auf den Rand der Musikkonsole setzte. Er presste zwischen ihre Oberschenkel, forderte Platz, den sie ihm willig gab. Ihre Hand dirigierte seine Eichel an die richtige Stelle, und er glitt problemlos in die warme, weite Öffnung hinein.

 

Ihr Kopf sank nach hinten. War das ihr Stöhnen? Sie versuchte, es zu unterdrücken - ein kleiner Teil von ihr wusste, dass jederzeit einer der anderen in die Musikecke kommen konnte, und was würde das für Kirks und ihren Ruf bedeuten - aber das hier war zu gut, zu notwendig. Ihre Arme klammerten sich um seine Taille, zogen ihn noch näher.

 

Er legte eine Hand um ihren Kopf und küsste sie. Da war wieder seine Zunge, und sie stieß tief hinein, nahm sie in Besitz, so wie sein Glied sie in Besitz nahm. Sie begegnete all seinen Stößen mit derselben Intensität. Ihr Unterkörper rutschte auf der Konsole und er ergriff ihre Hüfte, ließ ihren Oberkörper nach hinten sinken. Sie spürte, wie er seine Arme unter ihren Beinen positionierte und diese anhob, bis ihre Fußgelenke an seinen Schultern zu liegen kamen. Die Knöpfe der Konsole pressten in ihren Rücken, aber der Schmerz verblasste angesichts ihrer Lust.

 

Er lehnte auf sie und drang noch tiefer ein mit jedem Stoß. Aus halbgeschlossenen Augen sah sie ihn an. Ihre Hände strichen über sein Gesicht, seine Lippen. Er öffnete sie leicht und saugte an ihren Fingerspitzen. Seine Hände glitten um ihre Oberschenkel herum und versuchten, ihren Busen zu erreichen. Es war knapp, und so blieben die Berührungen nur eine Andeutung von Möglichkeiten, als sie über ihre Brustwarzen strichen. Mit jeder seiner Bewegungen drückte er sie an den Kontrollen entlang, die unter der Belastung ächzten.

 

"Fass mich an, bitte", stöhnte Uhura, und Kirk begriff sofort. Er zog eine Hand zurück, schob sie stattdessen zwischen ihre Beine und fing an, ihre geschwollene Klitoris zu massieren. Sie wand sich unter der Berührung - sie war so nah am Orgasmus, dass es fast schon schmerzte. Die Fingerspitzen zogen sich zurück, und an ihre Stelle trat eine flächige Berührung. Nasse Fingerglieder massierten ihr pulsierendes Zentrum im Takt mit seinen Stößen, und sie zuckte - holte scharf Luft - spannte sich wie eine Bogensehne und kam und kam und kam. Hände schlossen fest sich ihre Beine, und ihr immer noch elektrisierter Körper wurde heftig gegen die Konsole gepresst, als Kirk sich zum eigenen Orgasmus trieb. Er stöhnte laut, und sie fühlte, wie sich der warme Samen in sie ergoss. Sein Griff lockerte sich, als er über ihr zusammen sank.        

 

Für einen Moment lagen sie nur da. Ihr Atem beruhigte sich, ihr beider Herzschlag wurde langsamer. Schließlich zog Kirk sich hoch, und in seinem Gesicht lag ein eigenartiger Ausdruck.

 

"Ist alles ok?", fragte er leise.

 

"Natürlich", sagte Uhura, immer noch leicht atemlos.

 

"Das ist normalerweise nicht mein Stil", sagte er mit einem schiefen Lächeln und half ihr von der Konsole herunter. Sie zog ihr Kleid zurecht. Zwischen ihren Beinen verteilte sich eine Feuchte, die langsam innen an ihren Oberschenkeln herunter lief.

 

"Ich habe es sehr genossen ", sagte sie ernsthaft.

 

Er sah sie mit dem Blick eines ertappten Schuljungen an. "Ich auch." Mit leicht zitternden Fingern verpackte er sein bestes Stück und zog den Reißverschluss zu. Ihre Blicke begegneten sich wieder, und für einen Moment verharrten sie in unsicherem Schweigen.

 

"Also ich brauche jetzt auf jeden Fall eine Dusche", lächelte sie ihn an. "Captain."

 

Er lächelte zurück. "Jim, bitte. Und ich hätte da einen Vorschlag - es gibt eine Doppeldusche auf diesem Schiff."

 

"Lass mich raten - bei dir?"

 

Er nickte. "Ja. Aber ganz ohne … Verpflichtungen, ok?"

 

"Ja", sagte Uhura. "Lassen wir das einfach auf uns zukommen. Wir sind ja beide erwachsen genug." Und vor allem professionell genug, um damit umzugehen, falls sie morgen mit einem emotionalen Kater aufwachen würden, ergänzte sie in Gedanken. Sie wollte es wagen. Aber er auch?

 

Kirk sah sie für einen Moment an, wog ihre Worte ab. Dann nickte er. "Lass uns gehen."

 

Arm in Arm verließen sie den Freizeitraum. 

 

*****