Kuppeln
will gelernt sein 2
T’Len
(2004)
Fandom:
TOS
Altersangabe:
PG-13
Teil:
Neu: 1/1
Feedback:
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Archiv:
Fanfictionparadies, GSSU, andere bitte Fragen
Summe:
Nun versucht sich Jim als Kuppler.
Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.
"Ich bin so glücklich", zufrieden kuschelte sich
Jim in Spocks Arme, erschöpft und befriedigt nach ihrem Liebesakt. "Ich
liebe dich", setzte er hinzu.
Spock antwortete nicht verbal, brauchte er auch nicht. Ihre
mentale Bindung war mittlerweile so stark gewachsen, dass Jim genau die
Zuneigung spürte, die von dem Vulkanier ausging, wenn er seine Schilde wie
jetzt gesenkt hatte.
"Ich glaube, ich könnte ewig hier so liegen, mit dir.
Einfach so." Seit zwei Tagen machten sie Urlaub auf Risa, während die
Enterprise im Orbit neue Vorräte an Bord nahm und einer gründlichen Reinigung
unterzogen wurde. Da das ganze so kurzfristig entschieden worden war, hatten
sie etwas Mühe gehabt, noch Unterkünfte auf dem Planeten zu finden, da Risa
immer sehr frequentiert war.
So waren sie in einem Ressort gelandet, dass ganzjährig
unter dem Moto Weihnachten stand. Alles war mit Tannengrün und Mistelzweigen
dekoriert. In allen Öffentlichen Räumen spielte ständig Weihnachtsmusik. Ein
Weihnachtsmann verteilte täglich Geschenke an die Kinder – und manchmal auch an
Erwachsene, wenn sie wie Jim davon nicht genug bekommen konnten.. In der
Eingangshalle drehte sich eine riesige Pyramide. Natürlich waren die meisten
Besucher Menschen, da es sich um typisch irdische Bräuche und Feiertage
handelte. Da aber die Temperaturen dem typischen hohen Risanischen Standard
entsprechen, was zur Folge hatte, dass die meisten leicht bekleideten Besucher
einen Kontrast zur weihnachtlichen Dekoration mit Kunstschnee boten, war der
Aufenthalt auch für Spock angenehm.
„Du würdest die Enterprise vermissen", erwiderte nun
der Vulkanier.
Jim seufzte. „Ja sicher, du hast recht." Auf die Dauer
wäre Müßiggang wohl nichts für ihn. Nicht mal mit Spock in seinen Armen.
Eine Weile lagen sie einfach still da, hingen ganz ihren
Gedanken nach. Dann ergriff Jim erneut das Wort.
"Weißt du, was mich schon die ganze Zeit beschäftigt,
Spock?"
Der Vulkanier hob fragend eine Augenbraue.
„Pille."
"Was ist mit dem Doktor?"
Jims seufzte. „Ich glaube, er fühlt sich ein bisschen
vernachlässigt. Ich meine, wir sind so lange Freunde und seit ich mit dir
zusammen bin, habe ich so wenig Zeit für ihn. Selbst jetzt im Urlaub."
"Jim, es war nie meine Absicht, die Freundschaft
zwischen dir und Dr. McCoy..."
"Ich weiß", unterbrach ihn Kirk. "Aber ich
bin nun mal am liebsten mit dir allein, in der bisschen Freizeit, die wir an
Bord haben. Er küsste Spock. "Pille bräuchte endlich auch wieder einen
Partner."
"Eine Partnerin wäre wohl angebrachter“, bemerkte
Spock. „Soviel ich weiß, war Doktor McCoy verheiratet und hat eine
Tochter."
Jim schüttelte den Kopf. "Partner. Pille ist bisexuell,
aber er tendiert wohl mehr zu Männer. Auch ein Grund, warum seine Ehe kaputt
ging.“
Spock nickte. „Verstehe.“
„Hm,
lass uns mal überlegen, wer passen könnte“, sagte Jim. „Wie wäre es mit
M’Benga? Er ist sehr nett und beide hätten die Medizin als gemeinsame Basis.“
„Dr. M’Benga hat bereits einen Partner auf Vulkan“, bemerkte
Spock ruhig.
Jim richtete sich auf den Ellenbogen auf. „Wieso weißt du
das?“
„Weil der Doktor meinen Rat suchte, das heißt, er bat mich
um Hilfe, sollte er gezwungen sein, kurzfristig zum Vulkan zurückzukehren.“
„Du meinst Pon Farr?“ Er ließ
sich wieder in die Kissen zurücksinken.
„Ja, er rechnet innerhalb der nächsten zwölf Monate mit
seinem Eintreten.“
„Also M’Benga nicht. Chekov? Na, zu jung und dann gibt’s
auch Probleme mit dem Rang-Unterschied. Sulu? Ich glaube, er hat ein Auge auf
Uhura geworfen. Hm?“
Jim grübelte eine Weile, dann schnippte er plötzlich mit den
Fingern. „Ich hab’s! Scotty.“
„Mr. Scott?“, fragte Spock mit leicht zweifelndem Unterton
in der Stimme.
„Oh ja, er passt doch perfekt. Scotty ist nur ein paar
Monate älter als Pille. Er hat den selben Rang. Die beiden verstehen sich eh
gut. Irgendwie muss ich sie doch zusammen bringen können.“
„Jim, vorausgesetzt Mr. Scotts sexuelle Präferenzen würden
einer Beziehung mit Dr. McCoy Vorschub leisten, ich halte es für keine gute
Idee, sich in die privaten Beziehungen anderer Personen einzumischen“, warnte
Spock.
„Papperlapapp. Was soll schon schief gehen? Außerdem, so ein
Urlaub ist ideal dazu. Die beiden sind doch auch hier im Ressort. Ich werde so
einfach morgen zu einem romantischen Abendessen einladen und dann lassen wir
sie allein und dann, mal sehen...
„Ich halte das wirklich..:“
„Für keine gute Idee, ja ja, ich weiß. Aber Pille wollte uns
schließlich auch verkuppeln. “
„Eben“, erwiderte der Vulkanier trocken.
///
Am nächsten Abend:
„Ist es nicht romantisch hier?“, fragte Jim und sah sich um.
Er hatte einen Tisch für vier im besten Restaurant des Hotels gemietet.
Natürlich herrschte auch dort das
Weihnachtsmotto vor. Der ganze Raum war nur mit Kerzen erleuchtet, was für eine
heimelige Atmosphäre sorgte.
Jim blickte sich um. Wo nur Pille blieb? Spock, Scotty und
er warteten schon über eine halbe eine Stunde auf den Arzt. Dabei hatte der, so
Scotty, nur noch eine kurze Nachricht an seine Tochter schicken wollen. Er
würde sich doch nicht anderweitig amüsieren? Das würde seinen Plan aber
gewaltig stören. Und der Kellner sah sie auch langsam komisch an, weil sie
partout nichts bestellten.
„Vielleicht sollte ich besser gehen. Sie möchten sicher
allein sein“, schlug Scotty vor.
„Sie bleiben; Scotty“, wehrte Jim heftig ab. Das fehlte
noch, dass auch noch Scotty entschwand. „Ich werde mal nachsehen, wo Pille
steckt.“
Doch er kam gar nicht dazu, sich zu erheben, denn in diesem
Moment erschien McCoy an ihrem Tisch mit hochrotem Kopf. „Montgomery Scott, ich
will sofort wissen, was das soll.“ Eine kleine, rote Schachtel flog vor Scott
auf dem Tisch. Heraus kullerten lauter Schokoherzen und ein Zettel mit der
Aufschrift „Meinem Liebsten:“
Scotty blickte alles verständnislos an: „Ich verstehe
nicht“, sagte er schließlich: „Wolltest du mir das schenken?“
„Dir schenken?“, schnaufte Leonard verächtlich. „Das
Päckchen wurde so eben in unserem Zimmer für dich abgegeben. Und ich will sofort
wissen von wem?“
„Unser Zimmer?“, wunderte sich Jim. Er hatte gar nicht
bemerkt, dass Pille und Scotty ein Doppelzimmer gebucht hatten. Er musste sich
wirklich wieder mehr um seinen Freund kümmern. Allerdings beachtete niemand
seine Frage.
„Woher soll
ich das wissen?“, erwiderte Scotty. „Es steht ja kein Name dabei. Vielleicht
ist es gar nicht für mich, sondern für dich.“
„Jim, hast du damit etwas zu tun?“, fragte Spock seinen
Partner, denn ihm überkam da so ein Verdacht.
Kirk kam jedoch gar nicht zur Antwort. „Soll das heißen, du
unterstellst mir, dass ich dich betrüge?“, fauchte McCoy den Chefingenieur an.
„So vertraust du mir also! Dann kannst du das hier auch gleich vergessen.“
Ein kleines goldenes Kästchen flog über den Tisch und landete
auf dem Fußboden. Spock hob es auf.
„Len, bitte! Ich habe damit nichts zu tun, glaube mir. Und
natürlich vertraue ich dir. Bestimmt ein Missverständnis. Es steht doch gar
nicht dran, für wen das sein soll.“
„Der Bote hat aber ausdrücklich gesagt, es sei für dich“,
antwortete McCoy.
„Dann
fragen wir nach, von wem der Auftrag kam. Das ist bestimmt aus einem der
Hotelläden“, schlug Scotty vor und erhob sich.
„Jim!“ Spock blickte seinen Partner auffordernd an.
„Möchtest du etwas erklären?“
Kirk seufzte. „Ich war’s“,
sagte er schließlich.
“Du, Jim?“ „Sie, Captain?“, fragten Pille und Scotty wie aus einem Mund.
Kirk nickte. „Ich wollte... ich dachte“, auf einmal war er
glatt um Worte verlegen. Spock hatte wohl doch recht gehabt, dass es keine so gute
Idee gewesen war, den Kuppler zu spielen. Er räusperte sich „Schaut, ihr passt
so gut zusammen. Und ich hatte so ein schlechtes Gewissen, weil ich dich
zuletzt so vernachlässigt habe, Pille. Da dachte ich... naja... die müssen im
Laden was missverstanden haben. Scotty sollte eigentlich denken, die Pralinen
kommen von dir und dann...“
Spock reichte McCoy das Kästchen. „Wenn ich die Bemerkungen
des Doktors und Mr. Scotts sowie die Ringe in dieses Kästchen richtig deute,
waren deine Bemühungen unnötig.“
„Ringe?“ Scotty blickte fragend auf McCoy.
Der nickte. „Deshalb kam ich zu spät. Ich sah diese Ringe im Schaufenster des
Schmuckgeschäftes und sie gefielen mir so gut. Naja, und wir wollten es doch
sowieso offiziell machen. Als ich sie
in unserem Zimmer verstecken wollte, kam der Bote und dann... naja..“ Er
zuckte mit den Schultern. „Entschuldige, dass ich dich verdächtigt habe, fremd
zu gehen.“
„Ihr ... seid... ein.. Paar?“, fragte Jim ungläubig.
„Ja“, nickte Pille und setzte sich mit Scotty hin.
Kirk starrte von einem zum anderen. „Seit wann... und wieso
weiß ich davon nichts?“
„Seit Weihnachten, weil wir uns auch erst ganz sicher sein
wollten und außerdem ihr zwei so miteinander beschäftig wart“, antwortete
McCoy. „Und, Jim, tu mir den Gefallen, und bleibe Captain, als Kuppler taugst
du nicht viel:“
Spock wölbte beide Augenbrauen und ein amüsiertes Glitzern
trat in seine Augen. „Sag’s nicht“, flüsterte Jim ihm zu, „Denk’s nicht mal.“
Doch da hallte es bereits in seinen Gedanken: „Ich habe es dir
doch gesagt.“
Ende
