Sturm 6/8 Stelenan Paarung: K/S Code: NC-17 ****************** Disclaimer: Leider, leider gehören die Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern. Meine Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur. ****************** 6 - Nachtwache Kirk zog sich rasch an, warf sich die dicke Jacke über und haderte mit dem großen Felsen neben ihrem Lager, der sich inzwischen immer stärker abkühlte und nur noch diffuses Licht abgab. Es wurde kühl und man konnte nur noch vage die Umgebung erkennen. Er würde ihn neu erhitzen müssen, doch wagte es nicht, Geräusche zu machen, die Spock eventuell ablenken konnten. Kirk stellte sich neben den kleinen Gang und horchte angestrengt in die Dunkelheit. Kühle Luft wehte ihm ins Gesicht und das Toben des Sturmes war noch mit Donner und Heulen von Wind zu hören. Doch nichts von Spock. Fünf Minuten waren vergangen. Kirk gab sich noch eine weitere Minute und dann würde er dem Vulkanier folgen. Sorge machte sich in ihm breit und er umfasste den Phaser fester, begann von 60 rückwärts zu zählen. Als er bei dreißig war hörte er plötzlich ein Grollen. Donner? Oder ein Tier. Er spannte sich an. In der nächsten Sekunde sirrte ein Phaser und blaues Licht wurde von den Felswänden zurückgeworfen. Kirk erstarrte und horchte angestrengt. "Jim?" Das war Spocks gedämpfte Stimme. Eine Taschenlampe flammte auf und ließ den Höhlengang in trüben Licht erscheinen, wies ihm den Weg. Kirk hob den Phaser und folgte dem Gang, fand den Vulkanier etwas innerhalb am Höhleneingang hocken, den Phaser noch im Anschlag und dicht an die Wand gepresst. Er bedeutete Kirk leise zu sein und schaltete die Lampe aus, als Kirk sich neben ihn hockte und in die Dunkelheit starrte. Er konnte fast nichts sehen. Die kleine Fläche vor der Höhle war von Schnee bedeckt, der vom Wind eiskalt in ihre Gesichter und etwas in die Höhle geweht wurde. Ein Blitz zuckte über den Himmel, begleitet von unmittelbarem Donner. Es genügte, um die Konturen ihrer Umgebung auszumachen. Scharfe spitze Berggipfel über ihnen, dichte Wolken und einige Bäume und Sträucher, sonst nur inzwischen schneebedecktes Geröll. "Spock?", flüsterte er. "Ich hätte es fast getroffen. Es ist fast unmöglich bei den magnetischen Interferenzen etwas zu orten. Der Tricorder registriert Lebensformen im Umkreis von zwei Kilometern. Ich sah eine Bewegung .... schoss. Nun ist es seit einigen Minuten still", flüsterte Spock ohne den Blick von der Umgebung abzuwenden. "Ich müsste nachsehen ..." "Nein ...", verbat Kirk sofort. "Du gehst nicht dort hinaus." "Es ... was auch immer es ist .... wird die Wärme spüren und ...." Schnee stob ihnen prasselnd ins Gesicht. Spock stoppte, drehte den Kopf weg. Wieder grollte entfernter Donner. Spock schüttelte sich den Schnee aus den Haaren, als er leise weiter sprach. "Wir können nicht sicher sein ... der Tricorder ist nur zuverlässig die Lebensform anzuzeigen, doch in diesen Interferenzen funktioniert sein Schutzschild nicht." "Dann werden wir eben Wache halten ...", konterte Kirk und spähte angestrengt in die Dunkelheit. Seine Augen gewöhnten sich etwas, doch er konnte nur dunkle Schemen ausmachen. "Du wirst nicht dort hinaus gehen. Das ist ein Befehl." Spock sah ihn einen Moment von der Seite an und dann wieder in die Sträucher. "In diesem Fall, ... wäre ein warmer Tee und eine Decke angemessen. Ich werde diesen Eingang während der Dunkelheit nicht aus den Augen lassen." Kirk nickte und legte eine Hand auf Spocks Knie und stand vorsichtig auf. "Ich hole, was wir brauchen .... kann ich den Stein erhitzen? Er kühlt stark ab." "Nein, davon würde ich abraten. Die Wärme ist zu intensiv und vermutlich der Grund, das dieses Lebewesen überhaupt hierher gelockt wurde. Unsere Körperwärme wird vermutlich durch den Sturm gedämpft und ebenso der Geruch. Doch die hiesige Fauna ist mir zu wenig bekannt. Wir hatten nur einen Shuttle Überflug geplant, nicht eine wissenschaftliche Expedition." Spock war der Missmut nun deutlich anzuhören. Noch weniger als Kälte mochte der Vulkanier es, wenn ihm erforderliche Daten fehlten. Wieder flog Schnee in den Eingang und er schüttelte sich. "Es ist noch warmes Wasser in einem der Behälter." Kirk zögerte, wollte ihn nicht allein lassen. "Was ist mit deinen Verletzungen?" "Geh Jim, je eher du mit einem Tee zurückkehrst umso besser. Es ist kalt, doch meine Verletzungen sind durch den Dermolaser und deine Behandlung ausreichend versorgt. Du konntest dich selber davon überzeugen ... Ich bin funktionsfähig." "Funktionsfähig ... allerdings ...", brummte Kirk kopfschüttelnd und stapfte zurück in die Höhle. Er spürte die hochgezogene Augenbraue in seinem Rücken ohne sie zu sehen. Es würde eine lange Nacht werden und vermutlich ein langer Tag und eine weitere lange Nacht, bevor die Enterprise sie am nächsten Morgen aufsammeln konnte. Sie mussten sich etwas einfallen lassen. Vielleicht ließ der Sturm schneller nach. Mit seinem Schicksal hadernd und aufmerksam lauschend füllte Kirk das von Spock bereits erhitzte Wasser in eine Thermoskanne und suchte in der düsteren Höhle nach Teezusätzen. Seufzend blickte er auf ihr Bettenlager und nahm schließlich beide Decken mit sich. Schweigend hockte er sich neben den Vulkanier und reichte ihm Handschuhe, die er im Rucksack gefunden hatte. Spock nickte dankbar und zog sie an, während Kirk mit dem Phaser in die Umgebung zielte. Spock war bereits wieder halb durchnässt und zitterte. War er überhaupt richtig trocken geworden, während er geschlafen hatte? Kirk gab ihm den Tee und strich über feuchte Haare. "Du solltest reingehen ..." "Nein ..." Spock schüttelte den Kopf, sah kurz zu ihm und wieder raus. "Geh du zuerst schlafen ... ich bin momentan ausgeruht und werde dich wecken. Du wirst mich später bei Tageslicht ablösen müssen. Die Kälte kostet mich mehr Kraft und ich werde Schlaf benötigen." Kirk nickte, doch es gefiel ihm nicht. Spock hatte Recht. Er hatte zumindest einige Stunden geschlafen und die Jacke und Decken würden ihn leidlich warm halten. Außerdem sah er im Dunklen weitaus besser. Es sah auf den Tricorder, der neben Spock lag. "Ist das ... Tier noch im Umkreis?" "Ja, ... der Tricorder zeigt zwei Lebensformen im Umkreis von einem Kilometer an.... uns ausgeschlossen ... und ... da ist noch etwas anderes", fügte Spock zögernd hinzu. "Etwas anderes?", fragte Kirk alarmiert über diesen vagen Ausdruck. Spock nickte. "Ich kann es ... spüren, doch der Tricorder zeigt nichts weiteres an. Dennoch ist dort etwas ... und es kommt näher." Kirk spähte wieder hinaus. Ein Blitz erhellte die tiefschwarze Nacht, doch nichts als Büsche, Sträucher und Bäume war zu erkennen. "Ich sehe nichts ... und spüre auch nichts ... Spock und du bist sicher, dass Vulkanier keine ... Halluzinationen bei Magnetstürmen haben können?" Ein scharfer Blick von der Seite belehrte Kirk eines besseren. Er zuckte kurz entschuldigend mit den Schultern und wickelte sich in eine Decke. "Ich meinte nur ... ich weiß, dass du Magnetfelder spüren kannst, daher ... aber wenn du sagst, da ist etwas ... ich werde besser hier schlafen." "Jim, es ist zu kühl hier", wendete Spock ein doch sprach nicht weiter. Ein Grollen ließ ihn sich steif aufrichten und den Phaser heben. Einen Moment bewegte sich Spock nicht, dann leckte unvermittelt ein blauer Strahl durch die Nachtluft, erhellte die Umgebung und erstarb wieder, mitsamt einem weiteren wütenden Grollen. Definitiv kein Donner. "Hast du ..." "Schh ..." Spock spähte hinaus und kroch dichter an den Eingang. Er nickte. "Ja ... Etwa zwanzig Meter von uns. Ein großer Körper." Kirk starrte, doch konnte nichts sehen. "Also hast du ihn getroffen oder nicht?" "Ja ... doch es ist noch mindestens ein weiterer in der Nähe und ... ich habe das Tier natürlich nur betäubt." "Nur bet- .... Spock! Er wird wieder erwachen", schimpfte Kirk. "Wenn es ein ER ist. Das ist der Sinn einer Betäubung", erwiderte Spock kühl. Es war seiner Stimme anzuhören, dass er fror und nicht zu Diskussionen aufgelegt war. "Jim, ich werde kein lebendes Wesen töten, wegen seines natürlichen Bedürfnisses nach Wärme und Nahrung." "Nein ... natürlich nicht. Lieber hockst du die ganze Nacht in einem ionisierten Schneesturm und frierst bis auf die Knochen durch. Aber dieses ... Wesen würde vermutlich uns töten, denn wir SIND seine Nahrung", grollte Kirk. Kirk spürte, wie ihn dunkle Augen einen Moment durchbohrten, bevor sie sich wieder nach draußen wandten. Er seufzte frustriert und robbte dichter an den Vulkanier heran, lehnte sich an ihn und wickelte die Decke um sie. "Es tut mir leid ... ich bin besorgt. Mir ist auch kalt." Spock antwortete nicht sofort doch nickte schließlich langsam. ".. und ... es gibt bessere Alternativen einen Weihnachtsabend zu verbringen ..." Kirk horchte auf. "Spock?" "Ich konnte es in deinen Gedanken spüren ... ich war nicht abgeschirmt, als ich einschlief." Klang Spock traurig? Er hatte Recht, Kirk hatte daran gedacht. Mehrmals. Und er war tatsächlich ärgerlich gewesen die Weihnachtsfeier zu verpassen, hatte sich ablenken wollen mit diesen Gedanken ... doch nicht so. "Spock ..." Kirk richtete sich auf und strich über nasse Haare, fand die Lippen und dann ein spitzes Ohr. "Das was wir vorhin geteilt haben ... Es ist der beste Weihnachtsabend gewesen, den ich je hatte ... denke nie etwas anderes. Ich liebe dich." Spock ließ einen Moment vom Höhleneingang ab und senkte den Kopf, als Kirk über seine Ohren strich. "Jim, nicht ... ich kann mich nicht konzentrieren und ... ich bin auch besorgt." Kirk ließ ihn zögernd los und nickte. "Gut, ich werde einige Meter weiter in dem Gang schlafen, so dass ich dich noch sehe, wenn es nicht zu dunkel ist. Weck mich, sobald etwas merkwürdiges, ... eigenartiges oder ... Tageslicht ... oder überhaupt irgend etwas ist." "Ja Sir." Fortsetzung Extra: Comic von Mina