Sturm
6/8
Stelenan
Paarung: K/S
Code: NC-17
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Disclaimer:
Leider, leider gehören die
Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern.
Meine Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte
keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen
nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.
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6 –
Nachtwache
Kirk zog sich rasch an, warf
sich die dicke Jacke über und haderte mit dem großen Felsen neben ihrem Lager,
der sich inzwischen immer stärker abkühlte und nur noch diffuses Licht abgab.
Es wurde kühl und man konnte nur noch vage die Umgebung erkennen. Er würde ihn
neu erhitzen müssen, doch wagte es nicht, Geräusche zu machen, die Spock
eventuell ablenken konnten.
Kirk stellte sich neben den
kleinen Gang und horchte angestrengt in die Dunkelheit. Kühle Luft wehte ihm
ins Gesicht und das Toben des Sturmes war noch mit Donner und Heulen von Wind
zu hören. Doch nichts von Spock. Fünf Minuten waren vergangen. Kirk gab sich
noch eine weitere Minute und dann würde er dem Vulkanier folgen. Sorge machte
sich in ihm breit und er umfasste den Phaser fester, begann von 60 rückwärts zu
zählen.
Als er bei dreißig war hörte
er plötzlich ein Grollen. Donner? Oder ein Tier. Er spannte sich an. In der
nächsten Sekunde sirrte ein Phaser und blaues Licht wurde von den Felswänden
zurückgeworfen. Kirk erstarrte und horchte angestrengt.
„Jim?“
Das war Spocks gedämpfte
Stimme. Eine Taschenlampe flammte auf und ließ den Höhlengang in trüben Licht
erscheinen, wies ihm den Weg. Kirk hob den Phaser und folgte dem Gang, fand den
Vulkanier etwas innerhalb am Höhleneingang hocken, den Phaser noch im Anschlag
und dicht an die Wand gepresst. Er bedeutete Kirk leise zu sein und schaltete
die Lampe aus, als Kirk sich neben ihn hockte und in die Dunkelheit starrte. Er
konnte fast nichts sehen.
Die kleine Fläche vor der
Höhle war von Schnee bedeckt, der vom Wind eiskalt in ihre Gesichter und etwas
in die Höhle geweht wurde. Ein Blitz zuckte über den Himmel, begleitet von
unmittelbarem Donner. Es genügte, um die Konturen ihrer Umgebung auszumachen.
Scharfe spitze Berggipfel über ihnen, dichte Wolken und einige Bäume und
Sträucher, sonst nur inzwischen schneebedecktes Geröll.
„Spock?“, flüsterte er.
„Ich hätte es fast
getroffen. Es ist fast unmöglich bei den magnetischen Interferenzen etwas zu
orten. Der Tricorder registriert Lebensformen im Umkreis von zwei Kilometern.
Ich sah eine Bewegung .... schoss. Nun ist es seit einigen Minuten still“,
flüsterte Spock ohne den Blick von der Umgebung abzuwenden. „Ich müsste
nachsehen ...“
„Nein ...“, verbat Kirk
sofort. „Du gehst nicht dort hinaus.“
„Es ... was auch immer es
ist .... wird die Wärme spüren und ....“ Schnee stob ihnen prasselnd ins
Gesicht. Spock stoppte, drehte den Kopf weg. Wieder grollte entfernter Donner.
Spock schüttelte sich den Schnee aus den Haaren, als er leise weiter sprach.
„Wir können nicht sicher sein ... der Tricorder ist nur zuverlässig die
Lebensform anzuzeigen, doch in diesen Interferenzen funktioniert sein
Schutzschild nicht.“
„Dann werden wir eben Wache
halten ...“, konterte Kirk und spähte angestrengt in die Dunkelheit. Seine
Augen gewöhnten sich etwas, doch er konnte nur dunkle Schemen ausmachen. „Du
wirst nicht dort hinaus gehen. Das ist ein Befehl.“
Spock sah ihn einen Moment
von der Seite an und dann wieder in die Sträucher. „In diesem Fall, ... wäre
ein warmer Tee und eine Decke angemessen. Ich werde diesen Eingang während der
Dunkelheit nicht aus den Augen lassen.“
Kirk nickte und legte eine
Hand auf Spocks Knie und stand vorsichtig auf. „Ich hole, was wir brauchen ....
kann ich den Stein erhitzen? Er kühlt stark ab.“
„Nein, davon würde ich
abraten. Die Wärme ist zu intensiv und vermutlich der Grund, das dieses
Lebewesen überhaupt hierher gelockt wurde. Unsere Körperwärme wird vermutlich
durch den Sturm gedämpft und ebenso der Geruch. Doch die hiesige Fauna ist mir
zu wenig bekannt. Wir hatten nur einen Shuttle Überflug geplant, nicht eine
wissenschaftliche Expedition.“ Spock war der Missmut nun deutlich anzuhören.
Noch weniger als Kälte mochte der Vulkanier es, wenn ihm erforderliche Daten
fehlten. Wieder flog Schnee in den Eingang und er schüttelte sich. „Es ist noch
warmes Wasser in einem der Behälter.“
Kirk zögerte, wollte ihn
nicht allein lassen. „Was ist mit deinen Verletzungen?“
„Geh Jim, je eher du mit
einem Tee zurückkehrst umso besser. Es ist kalt, doch meine Verletzungen sind
durch den Dermolaser und deine Behandlung ausreichend versorgt. Du konntest
dich selber davon überzeugen ... Ich bin funktionsfähig.“
„Funktionsfähig ...
allerdings ...“, brummte Kirk kopfschüttelnd und stapfte zurück in die Höhle.
Er spürte die hochgezogene Augenbraue in seinem Rücken ohne sie zu sehen. Es
würde eine lange Nacht werden und vermutlich ein langer Tag und eine weitere
lange Nacht, bevor die Enterprise sie am nächsten Morgen aufsammeln konnte. Sie
mussten sich etwas einfallen lassen. Vielleicht ließ der Sturm schneller nach.
Mit seinem Schicksal hadernd
und aufmerksam lauschend füllte Kirk das von Spock bereits erhitzte Wasser in
eine Thermoskanne und suchte in der düsteren Höhle nach Teezusätzen. Seufzend
blickte er auf ihr Bettenlager und nahm schließlich beide Decken mit sich.
Schweigend hockte er sich
neben den Vulkanier und reichte ihm Handschuhe, die er im Rucksack gefunden
hatte. Spock nickte dankbar und zog sie an, während Kirk mit dem Phaser in die
Umgebung zielte. Spock war bereits wieder halb durchnässt und zitterte. War er
überhaupt richtig trocken geworden, während er geschlafen hatte? Kirk gab ihm
den Tee und strich über feuchte Haare. „Du solltest reingehen ...“
„Nein ...“ Spock schüttelte
den Kopf, sah kurz zu ihm und wieder raus. „Geh du zuerst schlafen ... ich bin
momentan ausgeruht und werde dich wecken. Du wirst mich später bei Tageslicht
ablösen müssen. Die Kälte kostet mich mehr Kraft und ich werde Schlaf
benötigen.“
Kirk nickte, doch es gefiel
ihm nicht. Spock hatte Recht. Er hatte zumindest einige Stunden geschlafen und
die Jacke und Decken würden ihn leidlich warm halten. Außerdem sah er im
Dunklen weitaus besser. Es sah auf den Tricorder, der neben Spock lag. „Ist das
... Tier noch im Umkreis?“
„Ja, ... der Tricorder zeigt
zwei Lebensformen im Umkreis von einem Kilometer an.... uns ausgeschlossen ...
und ... da ist noch etwas anderes“, fügte Spock zögernd hinzu.
„Etwas anderes?“, fragte
Kirk alarmiert über diesen vagen Ausdruck.
Spock nickte. „Ich kann es
... spüren, doch der Tricorder zeigt nichts weiteres an. Dennoch ist dort etwas
... und es kommt näher.“
Kirk spähte wieder hinaus.
Ein Blitz erhellte die tiefschwarze Nacht, doch nichts als Büsche, Sträucher
und Bäume war zu erkennen. „Ich sehe nichts ... und spüre auch nichts ... Spock
und du bist sicher, dass Vulkanier keine ... Halluzinationen bei Magnetstürmen
haben können?“
Ein scharfer Blick von der
Seite belehrte Kirk eines besseren. Er zuckte kurz entschuldigend mit den
Schultern und wickelte sich in eine Decke. „Ich meinte nur ... ich weiß, dass
du Magnetfelder spüren kannst, daher ... aber wenn du sagst, da ist etwas ...
ich werde besser hier schlafen.“
„Jim, es ist zu kühl hier“,
wendete Spock ein doch sprach nicht weiter. Ein Grollen ließ ihn sich steif
aufrichten und den Phaser heben. Einen Moment bewegte sich Spock nicht, dann
leckte unvermittelt ein blauer Strahl durch die Nachtluft, erhellte die
Umgebung und erstarb wieder, mitsamt einem weiteren wütenden Grollen. Definitiv
kein Donner.
„Hast du ...“
„Schh ...“ Spock spähte
hinaus und kroch dichter an den Eingang. Er nickte. „Ja ... Etwa zwanzig Meter
von uns. Ein großer Körper.“
Kirk starrte, doch konnte
nichts sehen. „Also hast du ihn getroffen oder nicht?“
„Ja ... doch es ist noch
mindestens ein weiterer in der Nähe und ... ich habe das Tier natürlich nur
betäubt.“
„Nur bet- .... Spock! Er
wird wieder erwachen“, schimpfte Kirk.
„Wenn es ein ER ist. Das ist
der Sinn einer Betäubung“, erwiderte Spock kühl. Es war seiner Stimme
anzuhören, dass er fror und nicht zu Diskussionen aufgelegt war. „Jim, ich
werde kein lebendes Wesen töten, wegen seines natürlichen Bedürfnisses nach
Wärme und Nahrung.“
„Nein ... natürlich nicht.
Lieber hockst du die ganze Nacht in einem ionisierten Schneesturm und frierst
bis auf die Knochen durch. Aber dieses ... Wesen würde vermutlich uns töten,
denn wir SIND seine Nahrung“, grollte Kirk.
Kirk spürte, wie ihn dunkle
Augen einen Moment durchbohrten, bevor sie sich wieder nach draußen wandten. Er
seufzte frustriert und robbte dichter an den Vulkanier heran, lehnte sich an
ihn und wickelte die Decke um sie. „Es tut mir leid ... ich bin besorgt. Mir
ist auch kalt.“
Spock antwortete nicht
sofort doch nickte schließlich langsam. „.. und ... es gibt bessere
Alternativen einen Weihnachtsabend zu verbringen ...“
Kirk horchte auf. „Spock?“
„Ich konnte es in deinen
Gedanken spüren ... ich war nicht abgeschirmt, als ich einschlief.“ Klang Spock
traurig? Er hatte Recht, Kirk hatte daran gedacht. Mehrmals. Und er war
tatsächlich ärgerlich gewesen die Weihnachtsfeier zu verpassen, hatte sich
ablenken wollen mit diesen Gedanken ... doch nicht so.
„Spock ...“ Kirk richtete
sich auf und strich über nasse Haare, fand die Lippen und dann ein spitzes Ohr.
„Das was wir vorhin geteilt haben ... Es ist der beste Weihnachtsabend gewesen,
den ich je hatte ... denke nie etwas anderes. Ich liebe dich.“
Spock ließ einen Moment vom
Höhleneingang ab und senkte den Kopf, als Kirk über seine Ohren strich. „Jim,
nicht ... ich kann mich nicht konzentrieren und ... ich bin auch besorgt.“
Kirk ließ ihn zögernd los
und nickte. „Gut, ich werde einige Meter weiter in dem Gang schlafen, so dass
ich dich noch sehe, wenn es nicht zu dunkel ist. Weck mich, sobald etwas
merkwürdiges, ... eigenartiges oder ... Tageslicht ... oder überhaupt irgend
etwas ist.“
„Ja Sir.“
