Titel: 16
- Katzen und andere Überraschungen
Autor: Lady
Charena
Serie: Unser
(T)Raumschiff
Paarung: Käpt'n
Kork, Mr. Schpuck, Schrotty, Die Pille
Rating: G, Humor
Summe: Logbuch des Traumschiffs /
Sternzeit 02-12-16
Lady Charena in kratzender Vertretung von
Käpt'n Kork und Mr. Schpuck:
"Hat hier irgend jemand gesagt,
trojanische Pferde wären nicht mehr in Mode???
Disclaimer: Die Rechte der in dieser
Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen
Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen
oder diese Inhaberrechte zu verletzen.


„Hey-ey,
ratet mal, was ich hier hab.“ Strahlend kam Schrotty auf die Brücke und hielt
irgend etwas hinter dem Rücken verborgen. „Hat einer von euch Schlingeln
Geburtstag und mir nichts davon gesagt?“
Mr.
Schpuck beäugte ihn misstrauisch. „Des weißt du doch genau, das keiner von uns
heut Geburtstag hat“, meinte er. „Was is’n das?“
Käpt’n
Kork schreckte durch ihren Disput endgültig aus seinem Mittagsschläfchen auf.
„Was is jetzt schon wieder los?“, murmelte er schlaftrunken und drehte sich zu
Schrotty um, der beim Lift Hof hielt. „Muss der Krach sein?“
Etwas
beleidigt zog Schrotty eine Schnute. „Was seid’s ihr für ein lahmer Haufen“,
beklagte er sich. „Ich hab ne Überraschung.“
„Dann
zeig sie uns endlich“, mischte sich nun auch Die Pille ein. „Mach’s nicht so
spannend.“
Immer
noch verstimmt, zog Schrotty einen Karton hinter dem Rücken hervor, der mit
einer großen, rosafarbenen Schleife geschmückt war.
„Ui“,
kam es von Kork. „Für wen ist das? Steht kein Name drauf?“
„Nein“,
entgegnete Schrotty. „Ich hab überall nachgesehen. Ich habs im Transporterraum
gefunden. Also eigentlich gehört’s dann mir, weil ich...“
„Bestimmt
nicht“, unterbrach ihn Mr. Schpuck. „Rosa ist meine Lieblingsfarbe, das
Päckchen ist sicher für mich.“
„Warum
eigentlich immer für dich?“, beschwerte sich Die Pille. „Könnte ja auch
zufällig für mich sein.“
„Ruhe!“
Kork war inzwischen wieder munter wie ein Fisch im Wasser. „Ich bin der Käpt’n,
also gehören alle Päckchen ohne Namen schon einmal prinzipiell mir. Ist das
klar? Und jetzt gib schon her.“
Widerwillig
händigte Schrotty das Päckchen aus. Wenn er gewusst hätte, das Kork es sich
unter den Nagel reißen würde, dann hätte er es gar nicht erst auf die Brücke
gebracht. Aber das war mal wieder typisch Käpt’n!
Kork
fummelte inzwischen schon an der Schleife rum, deren Knoten heftigen Widerstand
leistete. Mr. Schpuck und Die Pille, die nähergetreten waren, damit ihnen auch
nicht die kleinste Kleinigkeit entgehen konnte, grinsten einander vielsagend
an. Doch schließlich gab das Band nach und der Käpt’n konnte es entfernen. Er
öffnete den Deckel des Kartons und holte... eine Katze daraus hervor. Keine echte Katze natürlich, denn die hätte
den Transport schwerlich überlebt, sondern ein... na ja, es war kein
Kuscheltier, denn dazu war es zu hart, als er prüfend darauf drückte.
Andererseits war sie auch nicht aus Porzellan oder so was ähnlich Nippeshaftem.
Verwundert drehte Kork sie hin und her und betrachtete sie von allen Seiten.
Sah ziemlich echt aus, musste er zugeben, wenn sie sich bewegt hätte, wäre kaum
ein Unterschied zu bemerken gewesen. „Ist das ein Spielzeug?“
Mr.
Schpuck hatte sich den leeren Karton geschnappt und durchstöberte die Papierschnipsel,
die wohl zur Auspolsterung dienten, nach einer Karte oder sonstigen Hinweisen
auf den Absender. Das fand er nun nicht, aber dafür einen großen, schweren
schlüsselförmigen Gegenstand. „Was ist das denn?“
Die
Pille nahm es ihm weg. „Hmh, sieht aus wie ein Aufziehschlüssel. Als Kind hatte
ich eine Maus, die man aufziehen konnte und dann bewegte sie sich. Guck mal, ob
die Katze irgendwo einen Schlitz zum Reinstecken hat.“ Er fragte sich, was denn
an seinen Worten so lustig gewesen war, als die anderen Drei anfingen zu
kichern.
Kork
drehte die Katze ein paar Mal und schließlich entdeckte er auf dem Rücken eine
Stelle, an der sich das Fell zurückklappen ließ. Darunter erschien eine Art
Schlüsselloch, in die das schlüsselförmige Dingsbums perfekt passte. Haarscharf
kombinierend, schloss Kork daraus, dass Die Pille mit seiner Theorie recht
gehabt hatte, schnappte sich das Schlüssel-Dings und zog die Katze damit auf.
Sofort begannen sich die Beine zu bewegen. Er setzte das Spielzeug auf den
Boden und alle Augen folgten begeistert der über die Brücke wackelnden Katze.
Gehen konnte man das nämlich nicht nennen. Schien ein ziemlich billiges
Spielzeug zu sein, so wie es hin und her schwankte und knatterte und krachte.
Trotzdem war es wirklich entzückend.
„Ich
glaube, die behalten wir“, erklärte Kork grinsend – und kratzte sich am Kopf.
„Und
bestimmt finden sich irgendwo ein paar Blechmäuse, um sie zu füttern, was?“,
flachste Die Pille. Sein Bein juckte furchtbar und er kratzte geistesabwesend.
Plötzlich schien es, als wären alle mehr und mehr damit beschäftigt, sich zu
kratzen. Schrotty versuchte verzweifelt eine Stelle auf seinem Rücken zu
erreichen, für die seine Arme aber offensichtlich zu kurz waren. Und Mr.
Schpuck rieb sich die juckenden Oberarme. Die Pille schüttelte sich. „Was ist
denn jetzt los? Hat einer von euch Witzbolden Juckpulver verstreut?“ Natürlich
wiesen die anderen Drei diese Behauptung empört von sich. Schließlich waren sie
ja von dem geheimnisvollen Juckreiz auch nicht verschont geblieben.
Da
lenkte auf einmal die Katze, die die ganze Zeit über munter weitermarschiert
war, die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Sie ratterte und knatterte und
Qualmwolken stiegen aus ihrem Inneren auf. Und dann... gab es einen Knall und
Rauch stieg auf. Als er sich verzogen hatte und man wieder etwas sehen konnte,
war sie nicht explodiert! Aber in ihrem Rücken war nun ein weit größeres Loch -
da wo zuvor der Schlüssel gesteckt war – aus dem ein Schild hervorkam: „Rache ist süß. Rigellanische Katzenflöhe
gemein. gez. Die Klingonen“
Ende