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     T    Winterzauberwald       T

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Teil 4

Disclaimer siehe Teil1

 

 

Am nächsten Morgen war es Kirk, der von den Geräuschen aus der Küche geweckt wurde. Er stand schnell auf, duschte und zog sich an.

Spock, der wusste wie gerne Kirk Kaffee mochte, hatte bereits alles fertig, als dieser das Bad verließ.

 

„Guten Morgen, Jim.“

 

„Guten Morgen. Hmm. Das riecht wundervoll.“

Er goß sich eine Tasse des heißen Kaffees ein und trank genüßlich.

 

„Woher stammt eigentlich das Wasser? Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, hier mit fließendem Wasser versorgt zu sein“, fragte Spock interessiert, während sie am Tisch Platz nahmen.

 

Kirk grinste ihn an, während Spock sich Tee eingoß.

„Jason, mein Freund, dem das Haus gehört, hat während des Baus weiter oben am Hang eine Quelle gefasst. Das Wasser wird mittels Pumpen und unterirdischen Rohrleitungen ins Haus transportiert und durch Solarenergie erwärmt. Ein überraschender Luxus, nicht wahr?“

 

Kirk genoß es, mit Spock über alles mögliche reden zu können, ohne dass eine peinliche Stille eintrat. Und dabei war es gleichgültig, ob es sich um Wichtiges oder Unwichtiges handelte.

Er nutzte die Gelegenheit den Vulkanier ausgiebig betrachten zu können, während sie sich unterhielten. Fasziniert beobachtete er das Spiel des Lichtes auf dem seidig glänzenden blauschwarzen Haar und er ertappte sich dabei sich vorzustellen, wie es sich anfühlen würde.

Spock musste seine Frage widerholen, bis er reagierte...

 

Spock waren die intensiven Blicke Kirks nicht entgangen und sie weckten prickelnde Sehnsucht in ihm. So schnell er konnte, beendete er seine Mahlzeit und Kirk tat es ihm nach. Zwischen ihnen war eine Spannung entstanden, die beide fühlen konnten. Dennoch wagte es keiner auf den anderen zuzugehen. Zu groß waren die Hemmungen, das bisher erreichte zu zerstören.

 

Sie kümmerten sich wieder gemeinsam um das Geschirr. Kirk reichte Spock einen nassen Teller zum Abtrocknen und dieser nahm ihn, ohne genauer hinzusehen. Ihre Hände berührten sich und beide zuckten fast erschrocken zurück, als sie so etwas wie einen elektrischen Schlag spürten.

 

Kirk hob den Kopf und suchte den Blick des Vulkaniers, doch Spock wich ihm nach einem kurzen Moment aus. Noch immer war seine Furcht davor alles wieder zu verlieren zu groß.

 

Kirk zögerte zunächst. Dann aber warf er alle Bedenken über Bord. Für den Bruchteil einer Sekunde war da etwas in Spocks Augen gewesen...

Spürte er die gleiche Sehnsucht, die ihn nachts so oft nicht schlafen ließ? Kirk wusste schon lange, dass Spock mehr für ihn war als ´nur´ ein Freund. Nun, er würde es herausfinden. Jetzt, bevor die vulkanische Selbstkontrolle wieder einrastete... Jetzt oder nie.

 

„Spock?“

Langsam trat er dicht an den reglosen Vulkanier heran. Atmete er überhaupt?

Erst als er ihm das Geschirrtuch aus der Hand nahm, sah Spock auf.

 

Spock verlor sich in dem Anblick der haselnußbraunen Augen, fühlte, wie seine Sehnsucht ihn zu verzehren begann.

Alles in ihm drängte danach zu fliehen, der fast unerträglich erotischen Nähe zu entgehen. Aber Kirks Blick fesselte ihn, lähmte ihn.

 

Atemlos sah er, wie Kirk die Hand hob und sanft mit den Fingerkuppen seine Lippen berührte. Ohne bewusstes Wollen tat er es ihm nach, erkundete sanft die weichen, vollen Lippen des Menschen.

 

Auch Kirk hielt den Atem an, versank in den dunklen Augen. Spock strahlte plötzlich eine Sinnlichkeit aus, die ihn schwindlig machte. Und er wusste einfach, dass sie beide das gleiche wollten.

 

Spock hob die Hand und streckte Zeige- und Mittelfinger aus. Die anderen Finger waren zu einer lockeren Faust geballt. Ohne um Erlaubnis zu bitten, strich er sanft über Finger und Handrücken Kirks. Er keuchte leise und genoß die Empfindungen, die diese Berührung in ihm aufpeitschte.

Er war Berührungstelepath. Eine Berührung der Hände war für ihn weitaus intimer und erregender als ein Kuß...

 

Und Kirk schien genau dies in diesem Moment zu begreifen.

Spock fühlte den festen Druck von Kirks Händen, als dieser seine Hände festhielt. Ohne den intensiven Blickkontakt zu unterbrechen, begann er damit, die schlanken kräftigen Hände zu streicheln, die Textur der Haut zu erkunden. Er spielte mit den Fingern, strich über Handfläche und Handrücken...

Und während all der Zeit ließ er Spock nicht aus den Augen. In Spocks jetzt völlig unkontrollierter Mimik konnte er sehen, ´wie sehr´ dieser durch die Berührung erregt wurde.

 

Spock bebte. Sein Körper brannte vor Verlangen und er sehnte sich danach, Kirks Haut zu fühlen, berühren und berührt zu werden. Er konnte kaum mehr denken, so sehr reizten und verwirrten ihn die Liebkosungen.

 

Fast willenlos folgte er Kirk, als dieser ihn zu seinem Schlafzimmer zog. Im Raum war es warm und Spock registrierte nur halb bewusst das in dem kleinen Kamin prasselnde Feuer. Er fühlte Kirks kühle Hände, als er über seinen Oberkörper strich, sanft die harten Brustwarzen unter dem Stoff rieb.

 

Spock ertrug es nicht länger nur berührt zu werden. Seine Hände fuhren über den noch unvertrauten Körper, erkundeten die festen Muskeln unter der Kleidung.

 

„Ich will dich spüren.“

Spock konnte nur nicken, als er Kirks rauhes Flüstern hörte. Im nächsten Moment wurde sein Thermopullover hochgeschoben und er stöhnte unterdrückt, als kühle Hände seinen Oberkörper erforschten. Mit zitternden Händen zog Spock den Pullover aus, befreite dann auch Kirk von dessen Flanellhemd. Er schloß die Augen, als Kirk die Gelegenheit nutzte und zart über eine Brustwarze blies.

 

Als er die Augen wieder öffnete, sah er direkt in Kirks sanftes Gesicht. Staunend tastete er mit den Fingerkuppen über die vertrauten Züge, fühlte deutlich die tiefe Freundschaft und die Liebe, die dieser Mensch für ihn empfand. Und er spürte in seinem Inneren die gleichen tiefen Gefühle.

 

„T’hyla.“

 

„Ich liebe dich, Spock.“ Kirk klang atemlos und erstaunt, war überwältigt von der Tiefe und Kraft der Emotionen, die er von Spock wahrnahm.

Langsam beugte er sich vor und berührte die bebenden Lippen des Vulkaniers mit den seinen. Es war der erste Kuß, den sie tauschten, das erste Mal, dass er sich diesen lang gehegten Wunsch erfüllte.

 

Er schmeckte das warme, leicht süße, kupfrige Aroma Spocks, teilte den heißen, sanften Atem. Er erkundete Spocks Zunge: schmäler, etwas länger als die eines Menschen, aber von samtweicher Glätte und stählerner Festigkeit. Tastete über die glatten ebenmäßigen Zähne...

 

Spock ließ ihn gewähren, erkundete dann ebenso sanft den Mund des Menschen.

Als sie sich nach einer halben Ewigkeit wieder voneinander lösten, waren sie beide leicht außer Atem. Spock wollte Kirk wieder an sich ziehen. Aber dieser schüttelte sanft den Kopf, stemmte sich hoch und streifte sich in fliegender Hast Hose und Schuhe vom Körper. Bevor Spock reagieren konnte, war auch er nackt, ausgezogen von kühlen, energischen Händen.

 

Kirk  sah an Spock hinab, genoß den Anblick des schlanken sehnigen Körpers, bewunderte die katzenhafte Anmut, mit der sich Spock bewegte.

 

Aber dann fesselte etwas anderes seine Aufmerksamkeit. Er hob den Blick und begegnete Spocks vor Verlangen und Erregung noch dunkleren Augen.

„Du bist unersättlich, wie mir scheint.“

 

„Erstaunt dich das, bei der Art, wie du mich ansiehst?“

 

Kirk lachte leise und beugte sich vor. Er knabberte sanft an der Unterlippe Spocks. Ließ dann seine Zunge über die samtweiche Haut gleiten, bis er die harten Brustwarzen erreichte. Spock stöhnte unterdrückt und bog den Rücken durch, als Kirk erneut ein erregendes Spiel mit Lippen und Zunge begann.

 

Es erregte Kirk gleichermaßen, eine solche erotische Macht über den sonst so beherrschten Vulkanier zu haben. Und er genoß das leicht salzig-metallische Aroma von Spocks Schweiß, der die Haut mit einem kaum wahrnehmbaren Film überzoh.

 

Seine Lippen wanderten tiefer, liebkosten die harten, vor Anspannung zitternden Bauchmuskeln. Er verharrte kurz am Bauchnabel, erforschte die sanfte Kuhle mit der Zungenspitze.

 

Spock verlor immer mehr die Kontrolle, als er sich den Liebkosungen hingab. Er wusste, er war Kirk körperlich weit überlegen. Um so erregender war es nun, sich ihm hinzugeben... Im Augenblick bezweifelte Spock allerdings, ob er überhaupt fähig war zu stehen – Körperkraft hin oder her.

 

Kirks Liebkosungen schickten Schauer aus glühender Lava durch seinen Körper. Seine Haut war so sensiblisiert, dass er kaum sagen konnte, wo genau Kirk ihn gerade berührte.

Dann schrie er plötzlich auf, als er die kühlen Lippen auf seinem Glied spürte. Kirk verharrte kurz, genoß offenbar das Aroma des fremdartigen Spermas.

 

Kirk hob den Kopf, sah zu dem völlig in der Ekstase gefangenen Vulkanier hinauf.

Spock hatte die Augen geschlossen. Sein ganzer Körper war angespannt und er hatte die Hände in das Laken gekrallt. Ein leichter Schweißfilm überzog seinen Körper, umhüllte sie beide mit einem kaum wahrnehmbaren, aber um so berauschenderen Moschusduft.

 

Dann wandte er sich wieder dem vor Erregung pulsierenden Glied zu. Es war deutlich grün und die Adern traten smaragdgrün hervor. Kirk konnte keine Vorhaut erkennen, als er behutsam mit den Fingerkuppen über die seidigweiche Haut glitt. So zart wie die Blütenblätter einer Rose...

 

Sanft begann er die zarte Haut mit Lippen, Zunge und Zähnen zu liebkosen, während er sich selbst in einem schnellen und harten Rhythmus rieb. Er saugte an der pulsierenden heißen Spitze und das süß-herbe Aroma von Spocks Sperma erfüllte seinen Mund, als er die ersten Tropfen schmeckte.

 

Mit seiner freien Hand umfasste er den Schaft und fuhr mit schnellen, festen Strichen daran auf und ab, während seine Lippen und die Zunge unablässig mit der Eichel spielten.

 

Spocks Kopf pendelte kraftlos von Seite zu Seite und er wimmerte und stöhnte völlig unkontrolliert, als immer neue Wellen der Ekstase durch seinen Körper jagten und er schließlich gemeinsam mit Kirk über die Klippe taumelte.

 

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Als Spock wieder einigermaßen denken konnte, hielt er Kirk noch immer eng an sich gepresst. Ihrer beider Sperma bildete eine warme, klebrige Verbindung zwischen ihnen.

 

Kirk löste sich behutsam aus dem festen Griff und streckte sich dicht neben Spock aus. Lächelnd betrachtete er den gleichermaßen erschöpften wie sinnlichen Gesichtsausdruck des Vulkaniers.

„Das war das schönste Weihnachtsgeschenk, dass ich jemals erhalten habe, Spock. Frohe Weihnachten...“

 

Spock schloß langsam die Augen, als Kirk die Hand hob und sanft eine der zerzausten Haarsträhnen glattstrich. Er hätte nie geglaubt, dass dieser Traum jemals wahr werden würde. Noch immer konnte er Kirks Berührungen fühlen, spürte den Nachhall der berauschenden Ekstase, die sie geteilt hatten.

 

Und er spürte Kirks Liebe für ihn. Er brauchte ihn nicht zu berühren, um sie wahrzunehmen. Denn so wie sich ihre Körper gefunden hatten, hatten sich auch ihre Seelen vereinigt: Zwischen ihnen war ein zwar noch feines, aber dennoch starkes Band entstanden.

 

Staunend drehte er den Kopf und traf auf die goldbraunen Augen Jims, die ihn zärtlich ansahen. Es würde keine Fragen mehr zwischen ihnen geben, keine Distanz und keine Einsamkeit mehr.

 

„Frohe Weihnachten, Jim. Mein T’hyla.“

 

T T T T T T T T T T T T