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Bewegung

Acidqueen <a.q @ gmx.de>

 

 

Codes: Spock/McCoy

Series: TOS

Rating: R

Summary: Ein paar geteilte Momente.

 

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Ich liege hinter dir und tief in dir drin. Dein Körper ist gebogen, dein Kopf fast neben meinem, und ich kann deinen Herzschlag fühlen. Deine Augen sind geschlossen, ich weiß es, und du bist entspannt wie selten. Meine linke Hand liegt auf deiner Hüfte, meine Fingerspitzen erfassen gerade noch die zarte Haut innen an deinem Oberschenkel. Etwas in mir drängt mich vorwärts, möchte dich hart anpacken, rote Marken des Besitzes auf deiner Haut hinterlassen.

 

Aber ich bewege mich nicht.

 

Ich möchte dein Ohr lecken, meine Zunge darüber gleiten lassen, dich damit necken wie du es bei mir tust. Mein Unterleib pocht, als alles Blut nach unten fließt und meine scheinbare Ruhe untergräbt, die Kontrollen, die ich versuche zu halten. Der Arm, auf dem dein Kopf liegt, fängt an einzuschlafen, und ich genieße das Gefühl; die Hand auf deiner Brust liegt einfach dort, fühlt die Wärme an deinem Solar Plexus. Ich möchte in deine Schulter beißen, dich zum Zittern bringen. 

 

Doch wir bewegen uns nicht.

 

Ein Betrachter würde denken, dass wir schlafen, aber wir genießen nur dieses Gefühl, so nah zu sein, so sehr beisammen. Unsere Gedanken berühren sich nicht, aber du hast mir schon vor langer Zeit beigebracht, dass dies hier nur die andere Seite der Medaille ist. Ich schließe meine Augen und bade in deiner Aura und den vielen, kleinen, physischen Kontaktstellen, die so viel mehr sind als bloße Berührungen. Ich kann spüren, wie meine Atmung schneller wird, als die Gefühlseindrücke meine Schilde durchdringen und mein Innerstes bloßstellen. Es gibt einen Punkt ohne Wiederkehr, und ich habe ihn gerade überschritten.

 

Und ich bewege mich.

 

Ich kann fühlen, wie du lächelst, und ich auch, und dann spüre ich deine Bewegung, die mir begegnet, stark und entschlossen und intensiv. Mein bewusstes Denken verschwimmt, als ich mich mit dir in den Strom wage, ein unwiderstehlicher Tanz von Energie und Bewegung. Ich ziehe dich zu mir, spüre, wie sich dein Herzschlag unter meiner Handfläche beschleunigt. Du beugst deinen Arm nach hinten und vergräbst deine Finger in meinen Haaren, vorsichtig und doch fordernd. Mein Körper und Geist gehen auf Automatik, und ich presse mein Gesicht in deinen Nacken, fühle die Hitze aus deinen Fingerspitzen über mein Rückgrat bis in meine Zehen strömen, eine magische Segnung von Leben.

 

Erstarrung.

 

Ich brenne, ich schmelze in dich; es gibt keine Zeit an dem Ort, zu dem du mich trägst. Und ich möchte hier bleiben, für immer.

 

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