Sturm 4/8
Stelenan
Paarung: K/S
Code: NC-17
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Disclaimer:
Leider, leider gehören die
Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern.
Meine Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte
keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen
nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.
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4 – Neue
Erkenntnis
Kirk wachte Stunden später
auf und fühlte sich warm und angenehm. Der nächste Gedanke galt dem warmen
Körper in seinen Armen und der weichen Haut unter seiner linken Hand. Spock.
Kirk fuhr abrupt der Schrecken in die Glieder. Er war eingeschlafen, obwohl er
es nicht wollte. Er war nun hellwach und lauschte, doch nichts rührte sich.
Sie waren in der Höhle und
draußen tobte der Sturm unverändert. Die Enterprise würde sie erst in einem Tag
wieder an Bord nehmen können. Kein Grund also, aufzustehen und etwas an der
bequemen Position zu ändern. Kirk öffnete vorsichtig blinzelnd die Augen und
sah in zwei braune Gegenstücke, die ihn intensiv fixierten.
Erschrocken holte er Luft.
Spock war wach und sah ihn an? Wie lange schon? Seine eigene Hand befand sich
unter Spocks Uniformhemd und ihre Beine waren fast intim ineinander
verschlungen. Sie waren sich nah, zu nah. Kirk schluckte nervös und blinzelte,
sagte das erste was ihm einfiel. „Guten Morgen.“
Spock verriet mit keiner
Miene, was er über seine Lage denken mochte. „Es ist später Nachmittag auf
diesem Planeten in dieser Region und Vormittag auf der Enterprise.“ Noch immer
rührte sich kaum ein Muskel in Spocks Gesicht, doch eine Frage stand offen in
den dunklen Augen.
Kirk wurde sich sofort
wieder ihrer engen Umarmung bewusst. „Es war kalt und ... du warst ..
erschöpft, angeschlagen ... hast gefroren ... ich ... dachte, ... so ist es
wärmer und ...“
„Die Prellungen sind durch
den Laser nahezu beseitigt und die Thermodecke hat seit vier Komma drei Monaten
eine Heizfunktion“, antwortete Spock sachlich und hob herausfordernd eine
Augenbraue, mit der Antwort Kirks offenbar nicht völlig zufrieden.
Kirk fühlte den warmen Atem
auf seinem Gesicht und noch immer ruhten die dunklen Augen intensiv auf ihm.
„Oh ... das wusste ich nicht.“
„Offensichtlich ...“, stellte
Spock nüchtern fest. Er rührte sich nicht, änderte nichts an seiner Position
und sah Kirk weiterhin abwartend an.
Kirk wusste nicht was er
sagen sollte. Würde Spock seine Gedanken lesen? Konnte er es? Oder schirmte er
sich ab? Es würde besser sein, wenn sie aufstanden und er sich aus der prekären
Situation befreite, bevor Spock neugierig wurde, bevor ihre Freundschaft in
Gefahr geriet. Noch war Zeit.
Flucht, befahlen Kirks
Instinkte.
Er begann sehr vorsichtig
seine Beine unter Spocks wegzuziehen und zog seine Hand unter Spocks Hemd
hervor. „Spock, es ... entschuldige, ich wollte nicht ...“ Er begann, sich aus
der Decke zu befreien. Flucht, hämmerte es in seinem Kopf. Flucht, bevor Spock
herausfand, wie er wirklich empfand.
Eine kräftige Hand griff plötzlich
in Kirks Nacken und hielt ihn auf, brachte sein Gesicht fast sanft wieder
dichter an Spocks. Kirk fühlte sich augenblicklich durchbohrt von den nun fast
schwarzen Augen, die ihn forschend ansahen. „Was ... wolltest du nicht?“
Kirk schluckte nervös.
„Spock ... ich ... bitte ... ich kann dir nicht antworten ... es ist besser,
wenn du mich einfach .... aufstehen lässt.“
Spock ließ ihn nicht los, sah ihn abwartend und
intensiv an. Kirk schluckte wieder nervös, wurde sich der Nähe des warmen
Körpers bewusst. Es erregte ihn und er fluchte innerlich, dass ihn seine Natur
wahrscheinlich in wenigen Momenten verraten würde. Der Vulkanier würde es
natürlich bemerken.
„Warum ... kannst du mir
nicht antworten?“ Die dunklen Augen verengten sich etwas.
„Weil ... ich nicht weiß, ob
du es ... verstehen würdest. Bitte Spock ...“
„Ich bin intelligent.
Versuche es.“
Kirk musste fast lachen über
diese simple Feststellung. Natürlich war Spock intelligent, er war brillant,
ein Genie. Aber auf dem Gebiet der Gefühle und menschlichen Neigungen, ganz zu
schweigen der Sexualität und Liebe? Er ignorierte doch fast alles und würde es
sogar mit seinem Körper tun, wenn der ihn in seltenen Momenten einmal betrog.
Der Versuch es ihm als Logiker zu erklären würde zum Scheitern verurteilt sein.
„Spock, ich ... es würde ... unsere Freundschaft verändern, vielleicht ...
vernichten. Ich möchte sie nicht verlieren ...“
„Ich möchte auch deine
Freundschaft nicht verlieren ... und sie verändert sich bereits in diesem
Moment und mit jeder weiteren Sekunde.“ Spocks Griff um Kirks Nacken lockerte
sich, gab ihn frei, doch die warme Hand verharrte dort, berührte ihn nun fast
zart und beschützend. „Was willst du mir nicht sagen, Jim? Es belastet dich und
es belastet das Vertrauen, das zwischen uns ist. Ich spüre es ... und nicht
erst seit diesem Moment.“
Kirk schloss die Augen. Es
gab keinen Ausweg. Auch wenn Spock sich vielleicht abschirmen mochte, nach
außen den ungerührten Vulkanier vorgab, er kannte ihn zu gut. Er merkte, dass
etwas war und er würde nicht ruhen, bis er es wusste. Er öffnete die Augen
wieder und sah Spock an. „Wie kann ich ... dir ... einem Vulkanier erklären,
welche Gefühle ich habe? Wie kann ich es dir verständlich machen?“
Spock blinzelte überrascht
und sah eine Sekunde fort, dann wieder in Kirks Augen. „Vielleicht ... ist es
angebracht, sie mir zu zeigen. Ich habe festgestellt, dass diese Methode oft am
effektivsten ist, wenn ... Worte nicht ausreichen. Es entspräche auch deiner
Natur.“
Plötzlich knisterte eine Spannung
zwischen ihnen. Die warme, sanfte Hand in seinem Nacken, die fast liebevollen
Worte. Wusste Spock, was er da sagte? Konnte es sein, dass er es sogar sehr
genau wusste? Ihm die Gefühle zu zeigen, die er bereits so lange versuchte zu
verbergen? Hatte er Recht? Vielleicht war jetzt der richtige Moment, vielleicht
kam er nie. Er würde es wagen ... müssen. Kirk würde ihm seine Gefühle zeigen.
Wie von einem Magneten
gezogen beugte sich Kirk zu ihm. Der Vulkanier wich nicht aus und ihre Lippen
berührten sich, nur kurz und federleicht. Unwillkürlich zuckte Spock zurück bei
dem ersten zarten Kontakt und atmete erschrocken ein.
Kirk wich instinktiv zurück
und wollte dem Vulkanier seinen Freiraum zurückgeben, doch die Hand in seinem
Nacken hielt ihn erneut fest und ihre Augen trafen sich für Millisekunden. Kirk
wusste nicht, wer den Kuss dieses Mal initiiert hatte, doch ein warmes Prickeln
schoss durch seinen Körper, als sich ihre Lippen erneut berührten. Länger
dieses Mal und intensiver.
Spocks Lippen waren weich
und kräftig, als Kirks Zunge sie umfuhr und sie öffnete. Er berührte zaghaft
Spocks Zunge. Ein Beben lief durch den Vulkanier und er stöhnte leise. Spock
imitierte Kirks Aktion und für einige Zeit duellierten sich ihre Zungen und
spielten miteinander. Nie hatte Kirk so geküsst, einen Mann. Spock. War nie so
geküsst worden, stark und fordernd und doch scheu und zart.
Kirk fühlte, wie ihn
Erregung und Liebe zu diesem Mann stärker durchströmten als je zuvor. Es war
richtig. Alles war plötzlich richtig. Die Zeit schien still zu stehen und er
hatte keine Ambitionen, sie wieder in Gang zu setzen. Spock erwiderte seinen
Kuss. Er flüchtete nicht. Gib ihm Zeit, sagte jedoch sein Verstand. Es ist neu
für ihn. Widerwillig und etwas außer Atem löste sich Kirk und suchte besorgt
Spocks Augen. Wie würde sein Freund reagieren?
Spock ließ sich schwer mit
geschlossenen Augen auf die Decke zurücksinken als Kirk seinen Mund komplett
freigab. Mühsam regulierte er seinen raschen Atem und blinzelte schließlich
unter halb geöffneten Augen zu Kirk, sprach nicht und schaute nur.
„Verzeih ...“, flüsterte
Kirk bedrückt. Würde ihre Freundschaft dieses überstehen?
Spock schüttelte kaum
merklich den Kopf und öffnete die Augen ganz. Er wirkte plötzlich unsicher,
verletzlich und völlig offen, sah Kirk noch immer einfach nur an, wanderte
suchend über das Gesicht und fokussierte sich wieder auf Kirks Augen.
Kirk startete einen zweiten
Versuch, dem geschockt wirkenden Vulkanier zu erklären, was eben geschehen war.
„Ich ... verstehe, dass es unerwartet ist und ...“
„Nein,“ Spock sprach
endlich. „Es ist nicht ... unerwartet, doch ... meine Reaktion ist unerwartet
... neu.“
Kirk stutzte. „Nicht
unerwartet? Du meinst ... du wusstest dass ich ...., du ...“ Kirk stoppte und
sah erstaunt zu, als Spock mit einer Hand zitternd seine Lippen berührte, dort
wo sie Kirks berührt hatten und die Augen schloss. Er seufzte leise und ein
Schaudern lief durch den schlanken Körper.
„Spock?“, fragte Kirk
vorsichtig. Was bedeutete das? Hatte Spock es angenehm gefunden?
„Ich bin ...“ Dunkle Augen
schnappten auf und schossen zu Kirk. Ein Ausdruck darin, den Kirk bisher noch
nie gesehen hatte. „ .... sexuell erregt.“
Kirk hielt unwillkürlich die
Luft an.
„Du hast mir deine Gefühle
... gezeigt. Du hast mich ... geküsst, wie es Menschen tun ...“ Spock sprach es
aus, als wäre es etwas unverfrorenes.
„Es tut mir leid Spock, aber
...“
Spock richtete sich
plötzlich etwas auf und stützte sich auf die Ellenbogen, schüttelte wieder den
Kopf. „All diese Zeit, in der ich nicht wusste, was diese irritierenden ...
Reaktionen meines Körpers bedeuten ... war die Antwort ...“ Er setzte sich ganz
auf und berührte Kirks Gesicht zart mit den Fingerkuppen einer Hand. Er
zitterte? „...so nah. Du. .... Verlangen. Sexuelles Verlangen und ...“
Kirk war verwirrt. Was
redete Spock da? Hastig schüttelte er den Kopf. „Spock, ich ... weiß nicht ob
du verstehst, aber ... ich liebe dich, .... das wollte ich dir damit sagen,
nicht dich sexuell erregen und ... nicht nur ... jedenfalls ... das ist nicht
alles und ... und .... vielleicht ... vielleicht willst du erst ... nachdenken
oder meditieren oder ...“
„Liebe?“ Spocks Blick wurde
stechend. Typisch für ihn genau den einen Begriff aus Kirks Gestammel
herauszufiltern, der alles auf den Punkt brachte und für ihn als Vulkanier doch
so unverständlich sein musste.
„Das ist ... ein
menschlicher Ausdruck für Zuneigung, sexuell und auch emotional, Verbundenheit
und Vertrauen, Freundschaft und doch mehr als das, das ... das Verlangen zu
beschützen, zu besitzen, ..... Leidenschaft und Partnerschaft, vereint ...
Erregung ... der Wunsch nach Nähe ... geliebt zu werden.“ Spocks Finger
wanderten über Kirks Gesicht und seine Augen wanderten hinterher, während er
sprach. Als lese er die Worte aus Kirks Gesicht ab.
Kirk nickte stumm, wagte
nicht, etwas zu sagen, als Spock ihn wieder konzentriert ansah. Er legte etwas
den Kopf schräg und wieder wanderten die Augen über Kirks Gesicht und zurück,
fingen den nervösen Blick ein und hielten ihn fest. „Ich fühlte all dies ... in
dir und ... auch in mir ... mein Körper reagierte ... immer öfter ...
irritierend, störend und zum Teil unkontrollierbar ...“, murmelte Spock leise
und fast in Gedanken versunken. „... und ich wusste nie ...“
„Ich habe dich ... schon länger
... erregt? Du wusstest, wie ich
empfinde?“, keuchte Kirk und konnte kaum glauben und verstehen was er hörte.
„Natürlich wusste ich, wie
du empfindest. Ich bin Vulkanier, aber ich bin nicht ... blind ...“ Spock
lachte schräg und knapp, stieß dabei fast spöttisch Luft aus. Kirk sah ihn
erstaunt an, kannte diese heftigen Reaktionen nicht von diesem sonst so
beherrschten Mann.
„Ich habe mich nie vor dir
abschirmen können. Seit du an Bord bist, sind meine Schilde ... machtlos gegen
deine Nähe, gegen das was du mir gibst ...
Seit ich ... im Pon Farr war, von da an .... reagierte mein Körper
anders. Was ich vorher nur für einen Schrei meiner Seele hielt, durch
Disziplinen steuern und kontrollieren konnte .... weitete sich auf meinen
Körper aus. Ich kannte diese Reaktionen nicht. Wusste nicht, was es bedeutet
... ich war blind und ignorant, zu stolz und ... verängstigt. Sie wusste es,
T´Pring wusste es, all die Zeit ... sie hatte Recht.“ Spock sah zur Seite und
ließ die Hand sinken, begann zu zittern und holte tief Luft.
Kirk sortierte rasend die
neuen Informationen. Was hatte Spock gesagt? Er hatte es gewusst, doch nicht
erkannt, nicht verstanden? Er hatte ähnliche Gefühle? Die selben gar?
„Spock?“ Kirk griff nach
Spocks Kinn, drehte sein Gesicht wieder zu sich. Spock sah ihn plötzlich fast
ängstlich und gequält an. „Willst du damit sagen ... dass du mich auch ...
begehrst, mich ...“
„...liebst?“, beendete der
Vulkanier leise den Satz. Er nickte aufgebend und sah ausweichend nach unten,
als er leise sprach. „Vermutlich bin ich der erste Vulkanier, der diesen
Begriff zumindest annähernd ... versteht. Ich bin erregt, ... von deinem Kuss.
Das ist nie zuvor passiert ... durch deine Nähe, deine mentalen Schwingungen,
ja .... ich kenne es bereits und habe es bereits seit langem schlicht ....
akzeptiert und auch kontrolliert .... aber ... mein Körper ist jetzt in
Aufruhr, mein Geist ... in Verlangen ... von deinem Kuss, von deiner Berührung,
deiner Nähe und ... deinem Geist, der mich berührt hat ... ich begehre deinen
Geist und deinen Körper. Ich ... liebe dich, Jim. Eine weit längere Zeit, als
ich diesen Begriff verstehe ... mein Körper und mein Geist wussten es vor
meinem rationalen Verstand und ich habe dennoch nicht verstanden ...“
Spock sah gequält hoch. „Jim
... Ich weiß nicht, was ich tun soll.“
Kirk musste lächeln über
seinen fast stammelnden Freund, jubelte innerlich, dass seine Gefühle erwidert
wurden. Bereits lange? All seine Sorgen waren umsonst gewesen? Doch Spock war
unerfahren, wie leicht konnte das so zarte Vertrauen zerstört werden? „Ich ...
werde dich berühren ...“
Ein sanftes Nicken des
Vulkaniers. Er wirkte so verletzlich, so unsicher. Sanft strich Kirk über das
hagere Gesicht und über eine Augenbraue. Spock blinzelte und atmete rascher,
noch immer wachsame Furcht in den Augen.
