Titel: 10
- Schmeiß´' die Mama über Bord
Autor: Lady Charena
Serie: Unser
(T)Raumschiff
Paarung: Käpt'n
Kork, Mr. Schpuck, Schrotty, Die Pille
Rating: G, Humor
Summe: Logbuch des Traumschiffs /
Sternzeit 02-12-10
Lady Charena in Vertretung von Käpt'n Kork
und Mr. Schpuck:
"Ein Mutterherz hat niemals Ruh'...
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Entspannt lehnte
sich Käpt’n Kork zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Ah, was für ein herrlicher Tag, dachte
er. Nicht einmal die Tatsache, dass Schrotty und Mr. Schpuck schon wieder
miteinander tuschelten, brachte ihn heute aus der Ruhe. Er angelte einen
Mini-Dickmanns aus der Packung auf seinem Schoss, holte noch einen zweiten und
stopfte sich beide gleichzeitig in den Mund. Mhmmm, Zartbitter und weiße Schokolade zusammen...
Hinter ihm ging die
Lifttür auf. Und Schpuck und Schrotty schrieen aus vollem Hals: „ÜBER-RASCHUNG,
KÄPT’N!!!“
Kork fuhr zusammen,
vor Schreck blieben ihm fast die Dickmanns im Hals stecken. „Was...? Mami??
Was--- was---machst du---?“, stotterte Kork, als er sah, wer da im Lift stand.
„Mami...“
„Mein Liebling!“ Die
Arme ausgebreitet segelte Mrs. Kork auf ihren Sohn zu, der aufsprang. Die
Schokoküsse flogen durch die Gegend. „Ich freue mich so, dass ich hier bin.“
Sie umarmte ihn.
„Aber Mami!“
Verlegen befreite sich Kork mit hochrotem Kopf aus der Umarmung. „Was machst du denn hier?“
Schrotty und Mr.
Schpuck kicherten und tuschelten – und kicherten noch mehr…
„Na,
ich komm’ dich besuchen, Schätzchen.“ Strahlend zupfte Mrs. Kork ein paar
Staubfuselchen vom Ärmel ihres Sprösslings. „Weil ich doch leider an deinem
Geburtstag nicht kommen konnte – du weißt ja, ausgerechnet da war das
Wohltätigkeitsturnier meines Bridgeclubs. Und es ist doch wirklich nett von
deinen Freunden, dass sie dir diese Überraschung bereitet haben. Sie müssen
dich sehr gern haben.“
Kork schoss einen wütenden
Blick in Richtung besagter Freunde ab, die vor Lachen fast aus dem Stuhl
kippten. „Ja, wirklich nett von ihnen“, entgegnete er lahm.
„Ich hab dir
natürlich auch was Schönes mitgebracht“, fuhr Mrs. Kork fort und begann in
ihrer voluminösen Handtasche zu kramen. „Hier, mein Spatz.“ Sie drückte ihrem
Sohn eine Tupperdose in die Hand. „Ein paar Stückchen deines Lieblingskuchens,
den bekommst du hier sicher nicht so oft. Tante Trudi hat ihn gebacken, du
weißt ja, ich komme selbst zu nichts mehr.“
„Kuchen?“ Gierig
riss Kork die Tupperdose auf. „Mami, was ist das?“, fragte er pikiert.
Mrs. Kork strahlte.
„Rüblitorte, die hast du doch als Kind immer so gerne gegessen.“
„Niemals“, wies Kork
empört diese Behauptung zurück. „Bäh, igitt. Von Möhren habe ich früher schon
Pickel bekommen.“
„Ach ja?“ Mrs. Kork
runzelte für einen Moment zerstreut die Stirn. „Dann muss ich dich wohl mit
einem deiner Vettern verwechseln.“ Sie lächelte. „Aber das macht ja nichts. Es
wird dir bestimmt nicht schaden.“ Und schon wieder kramte sie in der
Handtasche. „Hier ist noch ein Geschenk, Herzchen.“ Ein in buntes
Geschenkpapier verpacktes und hübsch verziertes Päckchen landete in Korks
Händen, auf der offenen Tupperdose. „Pack’ schon aus“, forderte sie ihren Sohn
auf.
Der
Käpt’n ließ sich nicht zweimal bitten und riss das bunte Papier auf, nachdem er
die Tup-perdose auf den Kommandostuhl gelegt hatte. Zwei unförmige Wollklumpen
erschienen zwischen Schleifen und Bändern. „Mami - was ist das nun wieder?“
„Bettsocken,
Liebling.“ Mrs. Kork tätschelte ihrem Sohn die Wange. „Damit du dich nicht
ver-kühlst.“
„Wie...
nett von dir, Mami“, entgegnete Kork matt. „Die kann ich wirklich gut
brauchen.“ Er ver-packte die Socken wieder und warf sie in Richtung seines
kichernden Ersten Offiziers, der sich gerade noch rechtzeitig duckte. „Wirklich
gut. Danke.“
„Dann
bin ich froh, mein Herzchen. Jetzt erzähl deiner alten Mutter doch mal, wie es
dir so geht.“ Sie musterte ihn und tätschelte ihm dann den Bauch. „Ich glaube,
du hast ein bisschen zugenommen. Naschst du wieder heimlich?“
„Mami!“,
protestierte Kork empört und wurde wieder rot. „Du kannst doch so was nicht vor
meinen Freunden sagen.“
„Ach
ja? Warum nicht?“ Mrs. Kork warf einen Blick auf die beiden Unschuldsengel Mr. Schpuck und Schrotty.
„Es ist doch nichts dabei.“
„Trotzdem.“
Kork ergriff seine Mutter und zog sie Richtung Turbolift. „Warum gehen wir
nicht in die Kantine? Ich besorg dir eine schöne Tasse Kaffee und du ruhst dich
erst einmal von der Reise aus.“
„Aber
das ist doch gar nicht nötig, Liebling“, protestierte Mrs. Kork.
Doch
ungeachtet dessen zog Kork sie in den Lift. Schrotty und Mr. Schpuck brachen in
helles Gelächter aus – und machten sich über die Schachtel mit den
Mini-Dickmanns her.
* * *
Kurz
darauf kam Kork auf die Brücke zurück. „Puh“, seufzte er. „Sie ist erst mal gut
in der Kantine aufgehoben. Ich hab ihr eine Kanne Kaffee besorgt.“ Er baute
sich vor Mr. Schpuck und Schrotty auf. „Und jetzt zu euch beiden. Was zum
Teufel habt ihr euch dabei gedacht, meine Mami aufs Schiff zu holen?“
Mr.
Schpuck zog eine Schnute. „Wir wollten dir doch nur eine Freude machen“, sagte
er. Und als Kork sich abwandte: „Herzchen.“ Schrotty kicherte los.
Kork
blickte ihn wütend an. „Witzbold“, knurrte er und ließ sich in den
Kommandosessel plumpsen. Ein sehr... anstößiges Geräusch ertönte und er sprang
erschrocken auf. „Was...?“
Schrotty
und Mr. Schpuck kicherten los. Kork hatte sich auf die Tupperdose und damit in
die Rüblitorte gesetzt...
Ende