Titel: Sturm 2/8 Autor: Stelenan Paarung: K/S Code: NC-17 ****************** Disclaimer: Leider, leider gehören die Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern. Meine Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur. ****************** 2 - Zu den Bergen Schnellen Schrittes eilten sie über das lose Geröll und durch Sträucher auf die Berge zu. In ihrem Rücken wurde der Donner lauter und nach fünf Minuten kamen die ersten stärkeren Böen mit intensivem Regen. Sie stolperten über die losen Steine und die Luft brauste um ihre Köpfe, schlug ihnen den Regen in das Gesicht und den Nacken. "Der Sturm hat enorm an Geschwindigkeit und Stärke gewonnen, Sir.", rief Spock plötzlich aus voller Lunge hinter ihm, um sich verständlich zu machen. Ein dumpfes Grollen ließ Kirk stehen bleiben und sich umdrehen. Einen Moment stockte ihm der Atem bei dem Anblick. Spocks Haare wurden vom Wind zerzaust und klebten ihm zum Teil durchnässt im Gesicht. Attraktiv, empfand Kirk doch hielt den Atem an als er an seinem Ersten Offizier vorbei blickte. Direkt hinter dem Vulkaniers erstreckte sich die tiefschwarze Wolkenwand aus der in schnellem Staccato Blitze zuckten. Zu nah. Kirk sah wieder zu Spock. Er sah mehr als nur attraktiv und exotisch in diesen Verhältnissen aus, vor allem wenn seine sonst so penibel ordentliche Frisur in Unordnung geriet. Kirk grinste. "... das sieht böse aus, Mr. Spock. Ich hoffe wir haben einen Kamm dabei." Spock hob irritiert eine Augenbraue und wollte etwas erwidern als erneut ein Grollen die Luft erfüllte, dieses Mal näher und kein Donner. Anders. Kirk blickte wieder an Spock vorbei, der sich nun ebenfalls gewarnt umdrehte. "Ein Tornado ...", ächzte Kirk als er den trichterartigen Schlauch in einiger Entfernung sah. Dort wo er dicht neben der Fähre, die man noch erkennen konnte den Boden berührte, wurden Geröll und Sträucher aufgewirbelt und in die Luft katapultiert. Ein zweiter Schlauch wurde plötzlich sichtbar, näher an ihrer Position als der erste. Viel zu nah. Gefährlich, sagten Kirks Instinkte aus seiner Kindheit auf den von Tornados heimgesuchten Ebenen Amerikas. "Tornados ... Mehrzahl ..." Spock griff nach seinem Arm und zog ihn mit sich. "Rasch Jim, ... Er kommt in diese Richtung." Kirk brauchte die Aufforderung nicht. Er rannte, hörte den Vulkanier hinter sich doch ließ den Gebirgsausläufer mit einem dünn bewachsenen Baumbestand vor sich nicht aus den Augen. Nach kurzer Zeit konnte er Spock nicht mehr hinter sich hören, das Grollen und Dröhnen des Sturmes übertönte alles und der Wind nahm zu und peitschte ihm Regen ins Gesicht. "Lauf ...", schrie der Vulkanier hinter ihm um den Lärm zu übertönen. "Zu den Bäumen ..." Kirk rannte, froh, das Spock ihm akustisch den Hinweis gab, dass er noch hinter ihm war. Er fühlte fast wie sich der tödliche Tornado näherte, musste es nicht hören trotz des sich steigernden Dröhnens und dem Druck auf seinen Ohren. Steine flogen plötzlich durch die Luft und klatschten neben ihm auf die Erde, als er die ersten Bäume erreichte. Eine Mulde, die von einer Baumwurzel überspannt wurde ließ ihn stolpern oder war es der plötzlich Schlag in seinen Rücken? Kirk keuchte überrascht auf und blieb wie angenagelt liegen, als sich ein schweres Gewicht auf ihn presste. Spock? Der Vulkanier saß auf ihm oder lag auf ihm und riss sich hektisch den Rucksack vom Rücken, schob ihn unter ihre Körper und in die Mulde die von einer Baumwurzel überspannt wurde. Kirk konnte sich kaum bewegen und kaum atmen, wurde brutal an den Boden gepresst, eine weitere Baumwurzel bohrte sich mit ihrer Biegung in seinen Brustkorb. Mühsam keuchte er Luft in die Lungen. Es war unmöglich sich zu verständigen, noch immer prasselten kleinere Steine um sie herum auf die Erde und der Boden vibrierte und Dröhnen wie von Güterzügen erfüllte die Luft. Er wollte sich die Ohren zuhalten und den Kopf schützen, doch seine Arme waren unter Spocks Körper gefangen. Kirk krächzte hektisch und fühlte Panik in sich aufsteigen. Der Tornado würde über sie hinwegdonnern. Erinnerungen aus seiner Kindheit quollen in ihm hoch und er wollte weglaufen, rennen. Hektisch versuchte er sich von dem schweren Gewicht des Vulkaniers zu befreien doch ein recht unsanfter Ruck presste ihn zurück auf den Boden und die Luft aus seinen Lungen. Zwei Hände griffen nach der Wurzel und Spock presste sich mit vollem Gewicht auf ihn. "Lieg ruhig, Jim ...", rief Spock dicht an seinem Ohr und drückte seinen Kopf mit seinem in den nassen Sand. Kirk fühlte sich hilflos, bewegungsunfähig. Es gab angenehmere Arten einen Weihnachtsabend zu verbringen, schoss es ihm frustriert durch den Kopf und er ergab sich seinem Schicksal. Kein Entkommen. Ohrenbetäubender Lärm umgab sie plötzlich und es war fast unmöglich zu atmen. Kirk spürte kleine Erschütterungen und wie der Vulkanier über ihm sich versteifte als Wind an ihm und ihren Sachen zerrte. Kirk schloss die Augen, als Staub und Wind sie zum Tränen und Brennen brachten und kämpfte wieder gegen den nagenden Instinkt aufzustehen und fort zu rennen. Atmen, ruhig liegen, Atmen. Dann wurde es dunkel. "Jim? ... Jim ..." Eine Stimme dicht an seinem Ohr holte Kirk wieder in die Gegenwart. War er verletzt? Er spürte keine Schmerzen. Unverletzt. Spock? "Spock?" "Wir müssen weiter ... schnell ..." Spocks Stimme klang gepresst und das Gewicht was ihn eben noch wie Blei an den Boden gedrückt hatte war plötzlich fort. Kirk kam mühsam auf die Knie und bekam sofort peitschenden eiskalten Regen ins Gesicht. Er blickte hektisch um sich und fand Spock der bereits wieder den Rucksack aufsetzte und dabei das Gesicht verzog. "Bist du ..." "Weiter ...", schnappte der Vulkanier und würgte ihn ab. Er zog Kirk unsanft am Oberarm auf die Beine und stieß ihn drängend in die Richtung der Berge. Kirk rannte und ließ sich von Spock dirigieren, wenn er ihn mit einer knappen Berührung am Arm oder einem Zerren die Richtung wies. Nicht denken, nicht denken nur reagieren. Laufen. Sie würden später reden und er hatte ohnehin keinen besseren Vorschlag für eine Richtung. Spock würde wissen, was er tat. Es kam Kirk endlos vor, gegen den Wind und Regen anrennen, dann bergauf, wieder Laufen, Geröll was sie stolpern ließ, Regen und scharfer Wind, der ihnen den Atem nahm. Kirk konnte nicht mehr, sah aus den Augenwinkeln einen weiteren Tornado der etwa einen Kilometer von ihnen entfernt in der Ebene niederging und wieder erstarb. Donner und fauchender Wind erfüllte die Luft und der Regen ging in Schnee und Hagel über. Die dichte Wolkendecke erstickte das Tageslicht und ihre Umgebung wurde nur noch durch zuckende Blitze erhellt. Plötzlich standen sie vor einer Felswand und es ging nicht mehr weiter. "Spock? ... wo-...", schrie er um den Wind und Donner zu übertönen. Ein fester Griff an seinem Oberarm zog ihn mit sich. Kirk folgte dem Vulkanier der ihn unbarmherzig mit sich zog und plötzlich standen sie in einem Höhleneingang, der sich nur vage von der düsteren Felswand im letzten Zwielicht abhob. Ohne zu Zögern ging Spock hinein und zog Kirk weiter am Arm mit sich. Er sah besser in der Dunkelheit und Kirk stolperte hinterher, sah nichts, so weit er seine Augen auch öffnete. Es wurde stiller, das Heulen des Windes und der Donner ließen nach, wurden gedämpft. Er hörte ihre Schritte über Stein und Sand und das rasche Atmen, sein eigenes und Spocks. Spock, sein vulkanischer Erster Offizier außer Atem? Die Geräusche des Sturms wurden schließlich zu einem Murmeln im Hintergrund. Wie tief waren sie bereits im Berg? Plötzlich schoss ein Phaserstrahl durch die Luft und ein Stein glühte rötlich auf und badete ihre Umgebung in einem rötlichen Flackern.