Titel: Sturm 1/8
Autor: Stelenan Accent@gmx.net
Paarung: K/S
Code: NC-17
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Disclaimer:
Leider, leider gehören die
Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern. Meine
Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte keine
Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen nicht mag
und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.
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1 - Landung
„Verdammt“, Kirk schaltete
die Triebwerke der Fähre ab und ließ sich in den Pilotenstuhl zurücksinken.
Spock brummte zustimmend neben ihm und arbeitete ohne aufzusehen an der Konsole
weiter. Standardprozeduren bei einem Notstopp. Notsignale, Umgebungsscan und
weiteres.
„Notsignal jetzt aktiv,
Captain. Wenn der Ionensturm anhält, wie berechnet, wird die Enterprise uns
erst in zwei Komma eins Tagen wieder kontaktieren und aufnehmen können. Mr.
Scott wird unweigerlich das Schiff in einen höheren Orbit gebracht haben.“
Kirk nickte stumm und stand
auf, ließ die Fensterverkleidungen vor sich aufschnappen. Felsige und steinige
Landschaft, nur unterbrochen von einigen Bäumen und Sträuchern breiteten sich
vor ihm aus. Am Horizont eine dunkle Wolkenwand. Der Sturm, er würde diese
Position bald erreichen. „Perfekt ...“, murrte er ironisch. „Nicht einmal
Schnee.“
„Schnee?“ Spock sah
irritiert auf und beschäftigte sich dann wieder mit den Messungen. „Wir sind
durch die Atmosphäre vor den schlimmsten Auswirkungen und Strahlungen des
Sturms geschützt, jedoch nicht vor dem Wetter, was damit verbunden ist. Ich
kann leider nur schätzen, jedoch deutet die Stärke des Sturms auf Windstärken
bis zu 200 und mehr Stundenkilometer hin.“
Kirk sah besorgt zu Spock.
„200 Stundenkilometer? Es ist recht flach hier. Wir sollten die Fähre
verankern. Solche Windstärken bewegen einige Tonnen und das Ding ist nicht
gerade windschlüpfrig.“
„Korrekt.“ Spock schaltete
den Computer ab und ging an eine Seitenwand, aus der er Tricorder und Phaser
entnahm. „Die Verankerungen sind mechanisch, sie werden nicht standhalten auf
dem Boden, der sich unter uns befindet. Erdreich und Sand bis in vier Meter
Tiefe. Magnetische Verankerungen kommen nicht in Frage. Wir müssen Schutz in
der hiesigen Biosphäre suchen.“
„In einem flachen Gelände?“
Kirk sah seinen Ersten Offizier skeptisch an und wieder aus dem Fenster.
„Sträucher und Steine, wo sollen wir da Schutz finden?“
Noch immer brodelte der Frust
in ihm, dass sie durch diesen plötzlich aufziehenden Sturm gezwungen worden
waren hier Not zu landen. Gerade noch so eben, bevor magnetische Strahlungen
die Triebwerke nutzlos machten und jegliche weitere Kommunikation unterbunden
hatten. Eine Rückkehr zum Schiff war nicht möglich gewesen. Er würde die
Weihnachtsfeier verpassen, wenn sie überhaupt stattfand.
Es hatte nur ein Überflug
werden sollen, um ein Schiffswrack zu begutachten, was vor mehr als 50 Jahren
auf diesem trostlosen Planeten abgestürzt war. Sie hatten es jedoch nicht
finden können. Kirk seufzte frustriert und ließ sich wieder auf einen Stuhl
sinken. „Okay Mr. Spock, welche Möglichkeiten haben wir?“
Spock legte den Kopf schräg und sah Kirk nachdenklich
an. „In Anbetracht der Umstände nur zwei. Wir bleiben in dieser Fähre, die den
kommenden Windstärken nicht standhalten kann und werden mit ihr über die
Oberfläche der hiesigen Biosphäre geweht oder Möglichkeit zwei: Wir suchen
Schutz für Leib und Leben in dem Gebirgszug, der sich etwa zwei Kilometer in
nordöstlicher Richtung erstreckt und laut den letzten Scans, die ich vornehmen
konnte zumindest einige Hohlräume besitzt.“
„Höhlen ...“
Spock nickte und stand mit
auf den Rücken gelegten Händen abwartend an der Tür. „Die atmosphärischen Bedingungen
sind akzeptabel. Die Temperatur liegt bei 10 Grad über Null und wir haben noch
zwanzig Minuten zur Verfügung, bevor das Randgebiet des Sturmes mit Schnee,
starkem Wind und elektrischen Entladungen dieses Gebiet erreicht.“
Kirk musterte den Vulkanier
und dachte nach. Eine oder zwei Nächte in einer Höhle mit seinem Ersten
Offizier. Nein, verbesserte sich Kirk, mit seinem Freund, mit dem Mann über den
er intime Träume hatte, den er sogar körperlich begehrte, der als Vulkanier
derartige Gefühle nicht kannte oder sie sogar abwies. Spock wusste nichts von
Kirks geheimen Gedanken. Wie sollte er in zwei Tagen unmittelbarer Nähe seine
geheimsten Wünsche über diesen Mann verbergen? Spock war Telepath, jede
Berührung, jede Nähe konnte fatal sein.
Doch er war sein Erster
Offizier und sein Wissenschaftsoffizier. Die Situation war da, nicht mehr zu
vermeiden und er hatte Recht. Es gab keine Wahl. Wenn Spock der Meinung war,
dass die Fähre dem kommenden Sturm nicht standhalten würde, dann war es so. Sie
waren hier nicht sicher. Kirk seufzte und nickte. „Mr. Spock ... wir suchen
also eine Höhle. Jetzt.“
„Aye Captain ...“ Spock nickte knapp
und begann aus diversen Fächern und Schubladen Ausrüstungsgegenstände
zusammenzusuchen. Kirk stoppte ihn. „Der Notsender. Sie müssen ihn ausbauen.
Ich mache hier inzwischen den Rucksack mit der Ausrüstung fertig.“
Spock nickte stumm und ging
zurück zur Pilotenkonsole. Er legte sich darunter und begann den Sender
auszubauen. Einen Moment arbeiteten sie eilig und schwiegen. Von draußen konnte
man erste Regentropfen hören und dumpfes fernes Grollen von Donner.
„Jim?“, kam Spocks gedämpfte
Stimme. „In der hinteren Ablage sollten wattierte Parkas sein. Die Temperaturen
werden fallen. Bitte ...“
„Ich weiß, ich weiß ...
vielleicht schneit es ja doch noch, das ist zumindest etwas Entschädigung ....
Ich hab sie schon rausgesucht, Mr. Spock. Noch etwas, was ich nicht bedacht
haben könnte? Nahrung, Trinkwasser, Feueranzünder, Decken, Rucksack, Phaser,
Tricorder, Warme Jacken, Peilgeräte, Überlebensset, Tricorder, Kommunikatoren,
Medizinisches Notfall Pack, ...“, zählte Kirk auf als er alles durchging.
„Die Tricorder waren doppelt
genannt, der Rest ist vollständig.“
„Für jeden einen Tricorder
...“, grinste Kirk über den pedantischen Kommentar. Spock hob lediglich eine
Augenbraue und stellte den Notsender vorsichtig neben der Tür ab. Stumm zog er
die dicke Jacke über, die seine dünne Statur fast um das doppelte verbreiterte.
Nachdem sie innerhalb von
weiteren fünf Minuten alles in Rucksäcken verstaut hatten, blickte der
Vulkanier fragend zu Kirk. „Ich verstehe nicht die Verbindung unserer Situation
zu dem Element Schnee, welches Sie bereits zweimal ...“
„Spock ...“, wiegelte Kirk ab.
Typisch für Spock erst minutenlang zu brüten und dann aus heiterem Himmel mit
einer derartigen Frage zu kommen. Es gab im Moment dringlicheres. „Später ....
Wie viel Zeit haben wir?“
„Sehr Wohl, Captain. Wir
haben noch neun Minuten und zehn ...“
„Für zwei Kilometer?“,
schnaufte Kirk. Sie würden schnell gehen müssen. Sehr schnell. Und dann hatten
sie noch keine Höhle gefunden.
„Das ist die Entfernung bis
wir die Gebirgskette erreicht haben, genau genommen zwei Komma eins Kilometer.
Danach müssen wir eine Höhle finden. Es wäre in der Tat vorteilhaft, wenn wir
die Strecke schneller zurücklegen könnten.“ Spock setzte sich den schwereren
Rucksack mit dem Sender auf den Rücken und öffnete die Tür mit der flachen
Hand. Kalter Wind wehte in die kleine Kabine und Spock schloss den Kragen
seiner Jacke bis zum Kinn.
„Also sollten wir uns
beeilen.“ Kirk trat aus der Fähre und nahm kurz die Umgebung in sich auf, die
er bereits aus den vorwärtigen Fenstern gesehen hatte. Die Berge hatten sich
hinter der Fähre verborgen und waren nun zu sehen. Sein Blick heftete sich auf
das hohe Gebirgsmassiv, was sich fast zum Greifen nah auftürmte. In
unmittelbarer Nähe zu den ersten Anhöhen war sogar dünner Baumbewuchs. Direkt
dahinter türmten sich Felswände und Hänge bis zu Gipfeln auf, die fast 3000
Meter erreichten. „Das sind sehr hohe Berge.“
„Ein Gebirgsmassiv! Ich
hatte gehofft, die Fähre dichter heranzubringen, doch der Magnetsturm
verhinderte eine genauere Navigation. Sie werden uns Schutz vor den schlimmsten
Ausläufern der Wetterfront bieten. Dennoch ... Eile ist dringend angeraten,
Sir.“ Spock blickte in die entgegengesetzte Richtung und Kirk folgte seinem
Blick.
Eine schwarze, drohende
Wolkenwand war unweit am Horizont sichtbar. Wolkentürme erhoben sich weit in
den Himmel und wurden bereits von den ersten unteren Wolkenschichten verdeckt.
Es waren bereits Blitze zu erkennen und dumpf grollte Donner über die Ebene.
Die Luft war kühl und ein recht kräftiger Wind blies über die flache Ebene, die
Kirk zuvor durch die Fenster gesehen hatte.

Spock bewegte leicht die
Schultern und schlug den Kragen seiner Jacke noch
höher. Er würde als Vulkanier die Kälte intensiver empfinden,
wusste Kirk. Selbst
die angenehmen Temperaturen auf der Enterprise waren für ihn eher
kühl.
„Der Sturm bewegt sich
schneller fort als die Daten von vor einer Stunde es
errechnet haben. Er gewinnt an Stärke im flachen Land“, berichtete
Spock
ruhig und verstaute den Tricorder in einer Seitentasche seiner
Jacke. Er sah
zu Kirk. „Wenn wir nicht im offenen Gelände von den ersten
Starkwinden und
Schneefällen überrascht werden wollen, sollten wir jetzt gehen.“
Kirk nickte, sah wieder zu
den Bergen und seufzte. „Welche Richtung?“
Spock deutete mit dem Kopf
zu einer dem Gebirgszug vor gelagerten Anhöhe. „Dorthin, danach werde ich das
Gebiet genauer scannen müssen, um einen adäquaten Hohlraum zu finden, so es der
Magnetsturm dann noch zulässt. Sonst müssen wir auf Sicht suchen.“
„... die dann auch nicht
besser sein wird, vermute ich. Also ... gehen wir besser“, drängte Kirk als
erster Donner aus der Nähe zu hören war. Der Sturm zog tatsächlich recht rasch
auf.
