Der Vamp
Charrycat
charrycat@arcor.de
„Spock, schauen Sie mal dort
drüben“ rief Jim und zupfte den Vulkanier aufgeregt am Ärmel seiner Jacke. Mit einem
freudigen Lächeln zeigte Jim auf die riesige, fast haushohe Weihnachtspyramide.
Seufzend, etwas, was er sich
nur in Jims Gegenwart erlaubte und auch nur sehr selten, dreht er sich in die
Richtung, in die Jim zeigte.
Seit 1,98 Stunden liefen sie
nun schon über den Weihnachtsmarkt und Spock hatte kaum die Möglichkeit sich
irgendetwas auch nur irgendwie länger als ein paar Minuten anzusehen bevor er
von Jim zu einer weiteren, in Jims Augen sehenswerten Attraktion, gezogen
wurde.
Er hatte sich von Jim dazu
überreden lassen, mit ihm zusammen einen altertümlichen Weihnachtsmarkt in
Deutschland, genauer gesagt im Erzgebirge zu besuchen.
Er hatte in den vergangenen
Jahren schon mehrere Weihnachtsmärkte mit seinem Captain besucht. Jedoch bisher
keinen auf Jims Heimatplaneten. Dies war der erste Landurlaub, den sie zur
Weihnachtszeit auf der Erde verbrachten.
Und eigentlich hatte er keine
Veranlassung darin gesehen, noch einen Weihnachtsmarkt zu besuchen noch hatte
er das Verlangen danach verspürt.
Jim war jedoch der Überzeugung,
dass dieser Weihnachtsmarkt ganz anders wäre, als die bisherigen. Und da Spock
Jim keine Bitte abschlagen konnte, hatte er schließlich zugestimmt, Jim zu
begleiten. Allerdings hatte die Aussicht, zwei Tage mit Jim allein zu
verbringen, seine Entscheidung erheblich beeinflusst.
Und Spock musste zugeben, das
Jim damit Recht hatte. Nur war es ihm leider nicht vergönnt, etwas länger an
den Orten seines Interesses zu verweilen.
Resigniert ließ er sich von Jim
zu der Weihnachtspyramide ziehen. Sie war tatsächlich bemerkenswert. Er sah auf
den ersten Blick , dass es sich hier um Handarbeit handelte.
Leider glaubte er nicht daran,
dass er sich diese außergewöhnliche Konstruktion länger als zwei Minuten
betrachten könnte. Also versuchte er, soviel Details wie möglich in der von ihm
geschätzten Betrachtungszeit in sich aufzunehmen.
Diesmal jedoch schien das
Glück, soweit er überhaupt an Glück glaubte, hold zu sein und Jim entdeckte
gleich neben der Pyramide einen Glühweinstand.
„Kommen sie, Spock, ich könnte
jetzt einen Glühwein gebrauchen. Und eine kleine Pause wäre auch nicht
schlecht. Darf ich ihnen auch einen Glühwein bringen? Oder lieber einen
alkoholfreien Punsch? Allerdings kann ich Ihnen den Glühwein hier nur empfehlen
und ich würde mich freuen, wenn sie ihn probieren würden“ sagte Jim mit einem
bittenden Lächeln.
„Ein Glühwein wäre akzeptabel,
Jim“ antwortete Spock nur, und war insgeheim glücklich über die kleine
Pause.
„Fein, dann hole ich uns mal
schnell den Glühwein“ rief Jim bereits zum gehen gewandt über die Schulter.
Wenige Minuten später kam er
mit zwei Tassen dampfenden Glühwein zurück. Schweigend tranken sie die heiße
Flüssigkeit und betrachteten das Treiben um sie herum.
„JIMMI_BOY, na das ist ja eine
Überraschung“ ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihnen.
Beide drehten sich gleichzeitig
um und erblickten eine schlanke blonde Schönheit, die sich ihnen mit einem
strahlenden Lächeln schnell näherte.
Spock sah Jim fragend an und
konnte gerade noch sehen, wie ein Schatten über Jims Gesicht huschte.
Offensichtlich schien Jim nicht erfreut über die Begegnung mit dieser Dame.
„Tamara“ grüßte Jim kühl „ dich
habe ich hier wirklich nicht erwartet. Was machst Du hier?“
„Urlaub, Jimmi, Urlaub. Und wie
es scheint, könnte dies ein sehr interessanter Urlaub werden“ antwortete Tamara
und musterte Jim von Kopf bis Fuß mit einem anzüglichen Lächeln, wie Spock
fand.
Spock nippte weiter an seinem
Glühwein und versuchte einen desinteressierten Eindruck zu machen, was ihm dank
seiner vulkanischen Disziplin auch ohne weiteres gelang. Allerdings gefiel es
ihm ganz und gar nicht, wie dieses Miss Tamara Jim anschaute. Selbst für einen
Vulkanier war nicht zu übersehn, was dieser Blick bedeutete. Jim schien sie von
früher zu kennen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war das
Wort „kennen“ eine Untertreibung. Spock war davon überzeugt, hier eine alte
Affaire vor sich zu haben. Er würde abwarten, ob Jim gedenkt diese
Bekanntschaft zu erneuern. Wenn ja, würde er sich still zurückziehen. Etwas
anderes würde ihm kaum übrig bleiben. Es lag ihm fern, zu versuchen Jim davon
abzuhalten. Die Gefahr, zu viel von seinem „Geheimnis“ preiszugeben, war viel
zu groß. Also würde er wie immer still zusehen, wie Jim….
„Tamara“ unterbrach Jims Stimme
Spocks Gedankengang „es ist schön, dich wieder zu sehen, allerdings glaube ich
nicht, dass ich Zeit haben werde. Wir haben nur bis morgen Urlaub und dann geht
es wieder los in den Raum“ versuchte Jim dezent Tamaras
Annäherungsversuch abzuwehren.
Erstaunt hob Spock eine
Augenbraue und mischte sich erstmals in das Gespräch ein. Er fragte sich, warum
Jim lügt. Wusste er eventuell nicht, das sie erst am Sonntag wieder starten
würden? Oder wusste Jim etwas, was Spock nicht wusste? Unwahrscheinlich. Sicher
hat Jim sich nur geirrt. Er hielt es für richtig, Jim darauf aufmerksam
zu machen.
„Captain, darf ich sie darauf
aufmerksam machen, dass die Enterprise noch weitere zwei Tage im Erdorbit
verweilen wird“ stellte Spock Jims Aussage richtig.
So ein Mist, dachte Jim musste Spock das unbedingt richtig stellen?
Jim hatte keine Lust mit Tamara seine Freizeit zu verbringen. Das eine mal,
hatte ihm gereicht. Tamara war eine unersättlicher, männermordender Vamp.
Außerdem hatte Jim ganz andere Pläne für diese Tage: Pläne mit Spock. Er wollte
in diesen zwei Tagen versuchen, ihm näher zu kommen oder zumindest
herausfinden, wie weit er gefahrlos gehen konnte. Und er war nicht bereit,
diese Pläne zu ändern. Was sollte er also tun? Fest stand nur, er musste Tamara
loswerden.
„Ach ja, wie unhöflich von mir“
antwortete Jim spontan um sich erst einmal Zeit zu verschaffen „ darf ich dir
meinen ersten Offizier Mr. Spock vorstellen“
„Hallo Mr. Spock“ erwiderte
Tamara mit einem Lächeln, welches Spock mit einem Kopfnicken und einem
schlichten „ angenehm“ beantwortete.
„Also wirklich Jimmi, du
schleppst einen Vulkanier über einen Weihnachtsmarkt. Der arme! Sicher würde er
seine Zeit gerne woanders verbringen. Wie kannst du nur“ plapperte
Tamara gespielt ernst.
„Ich darf ihnen versichern, Miss
Tamara, dass ich absolut aus freien Stücken hier bin und zur Zeit keine anderen
Pläne habe“ antwortete Spock für Jim.
„Da hörst du es Tamara, ich
habe ihn nicht geknebelt, gefesselt und hierher geschleppt“ bestätigte Jim.
„Na da wäre ich mir nicht so
sicher“ lachte Tamara „ aber da du nun doch noch ein paar Tage hier bist,
vielleicht könnten wir…“
„Tut mir leid, Tamara“ fiel Jim
ihr ins Wort „ aber ich bin wirklich nur noch bis morgen hier. Dann ruft die
Pflicht, auch wenn wir erst in ein paar Tagen wieder starten.
Jim wollte sie unbedingt
loswerden. Er kannte Tamara jedoch und wusste, sie würde sich nicht so schnell
abschütteln lassen. Er überlegte fieberhaft, was er noch tun könnte.
Tamaras nächste Worte
bestätigten seine Ahnung.
„Bis morgen? Na dann habe wir
ja noch eine ganze Nacht und den ganzen abend und ich weis auch schon, was wir
bis morgen tun können“ versuchte Tamara Jim zu locken.
Und es war sonnenklar, worauf
sie hinauswollte. Deutlicher konnte man gar nicht werden, ohne das Pferd beim
Namen zu nennen.
Spock hörte schweigend zu und
wunderte sich über Jim Reaktion. Es schien fast so, als wolle Jim nicht auf
Tamaras eindeutiges Angebot eingehen, als wolle Jim die Dame loswerden. Das sah
ihm gar nicht ähnlich. Jim war doch sonst kein Kostverächter. Aber ihm sollte
das nur Recht sein. Ihn war klar, dass er Jim durch die Richtigstellung ihrer
Aufenthaltsdauer in eine offenbar schwierige Situation gebracht hatte und
beschloss diesen Fehler nicht noch einmal zu wiederholen. Er würde diesmal
nicht erwähnen, dass sie das Hotelzimmer bis Sonntag gebucht hatten und Jim
keineswegs morgen wieder auf das Schiff zurück musste. Am besten würde
sein, zu schweigen und abzuwarten.
„Es geht wirklich nicht Tamara“
versuchte es Jim erneut „ ich habe Spock versprochen, den Abend mit ihm zu
verbringen. Und mein Versprechen werde ich halten“
Tamara schaute daraufhin Spock
an, als würde sie eine Bestätigung von ihm erwarten.
Wieder eine Lüge, die
dritte innerhalb von 2,4 Minuten, dachte Spock, denn Jim hatte ihm gar nichts
versprochen, außer einen bemerkenswerten Weihnachtsmarkt. Das würde er ihr
natürlich auch nicht sagen. Stattdessen hob er nur seine linke Augenbraue und
schwieg, denn Lügen war nicht unbedingt seine Spezialität und wenn es nicht
unbedingt sein musste…
„Ich bin sicher, Mr. Spock hat
Verständnis dafür, wenn du deine Pläne zugunsten einer alten Bekannten, die du
lange nicht gesehen hast änderst“ erwiderte Tamara, nicht bereit
aufzugeben.
Hab ich nicht, dachte Spock, auch wenn Du es mir nicht versprochen
hast, sehe ich dich doch viel lieber in meiner Gesellschaft, als in ihrer,
was Spock natürlich nicht laut sagte
„Und ich bin sicher, Spock hat
etwas dagegen“ antwortete Jim unwillig als hätte er Spocks Gedanken
gelesen, was natürlich nicht der Fall war. und griff ohne zu überlegen nach
Spocks Hand und sagte nun mit einem zärtlichen Lächeln zu Spock gewandt „
Nicht wahr Spock, wir haben so wenig Zeit, die wir miteinander verbringen
können, obwohl wir uns jeden Tag sehn“
Oh, oh, was tue ich und sage
ich da bloß, dachte Jim, welcher Teufel
hat mich denn geritten, Spock so anzumachen. Hoffentlich sagt er nichts.
Spock schaute erst auf seine
Hand, die nun in Jims Hand lag und dann zu Tamara, die sie beide abwartend
neugierig anschaute. Er überlegte, was er nun antworten sollte.
Was bezweckte Jim mit dieser
Aktion? Was hatte er vor? Eines war jedoch klar: Jim erwartete, dass Spock
zustimmte.
Wenn er die Frage mit Ja
beantwortete, war es keine Lüge, aber er war sich nicht sicher, ob sich hinter
Jims Frage nicht noch mehr verbarg. Konnte er also mit ja antworten?
Warum hat Jim nach seiner Hand gegriffen? Sie verbrachten doch sehr viel Zeit
miteinander auf dem Schiff. Hat Jim gerade ein intimes Verhältnis zwischen
ihnen angedeutet? Der Griff nach seiner Hand, das Lächeln und Jims Worte
deuteten darauf hin. Würde ein Ja nicht auch ein Ja zu diesen in Wirklichkeit
nicht vorhandenen Verhältnis bedeuten? Oder hat er das völlig
missinterpretiert? Spock musste zugeben, dass er verwirrt war. Also
schaute Jim nur an und nickte.
Jim lies Spocks Hand nicht los,
sondern fing nun noch an, mit seinem Daumen kleine Kreise auf Spocks Handrücken
zu zeichnen. Spock schloss kurz die Augen und widerstand dem Impuls, seine Hand
zurückzuziehen, obwohl kleine heisse Wellen durch seinen Körper liefen.
Tamara schaute auf Jims und
Spocks Hand, lächelte und beschloss, noch einen Versuch zu starten.
„Ach komm Jim, du hast deinen
Vulkanier doch den ganzen Tag um dich. Na gut, aber du hast ihm nur den Abend
versprochen. Was hältst du davon, wenn du mir dafür die Nacht versprichst“
Spock hielt unwillkürlich den
Atem an. Wie konnte man nur so penetrant hartnäckig sein.
Er war gespannt, wie Jim
bezüglich dieses nun sehr eindeutigen Angebots reagieren würde.
Er musste auch nicht lange
warten.
Jim rückte nun ganz nah an
Spock heran, lehnte sich mit dem Rücken an ihn und verschränkte seine Hand, die
immer noch Spocks hielt vor seiner Brust, so dass es wie eine Umarmung
mit nur einem Arm aussah und eigentlich auch war. Jim hoffte nur, Spock
würde mitspielen. Später wären dann wohl einige Erklärungen und eine
Entschuldigung für sein Verhalten notwendig.
Spock hielt ganz still und
wagte nicht, sich zu rühren. Deutlich spürte er den Druck von Jims Körper gegen
seinen und die Hitze die von Jim ausging, auch wenn Jim Körpertemperatur
niedriger war, als die seine. Seine Ahnung wurde hiermit bestätigt. Er glaubte
nun sicher zu wissen, was Jim damit bezweckte, war sich nur unsicher, wie er
darauf reagieren sollte. Still halten und gar nichts tun wäre eine Option,
mitspielen die andere. Was erwartete Jim von ihm? Und konnte er gefahrlos
mitspielen, ohne sich selbst dabei zu verraten?
Eins war Spock jedoch klar. Er
würde es Tamara nicht erlauben, Jim mitzunehmen. Er wollte Jim die zwei Tage für
sich und wenn sie zwei Tage lang pausenlos über den Weihnachtsmarkt spazierten.
„Ich glaube, wenn ich die Nacht
in der Gesellschaft einer so reizenden, hübschen und attraktiven Dame
verbringen würde, würde ich großen Ärger bekommen. Das kann und will ich nicht
riskieren. Ich denke, dafür hast Du doch Verständnis – oder Tamara“
erkläre Jim lächelnd und streichelte Spocks Hand.
Enttäuscht schaute Tamara auf
Jim und Spock, welcher nun auch den anderen Arm um Jim gelegt und diesen
dicht an sich gezogen hatte. Spock hatte sich mittlerweile dazu
durchgerungen, Jims Spiel mitzuspielen. Nicht nur, um Tamara loszuwerden,
sondern auch, weil er Gefallen daran gefunden hat. Sicher, die Gefahr war groß,
dass er sich verraten würde, aber er sah es auch als Chance. Die Chance, Jim so
nah zu sein, wie er es sonst nicht konnte, seinen Körper auf eine Art und Weise
zu fühlen, die ihm sonst versagt war. Und wenn er es nur in einem Spiel konnte
und durfte, dann sollte es halt so sein.
„Und von wem?“ wollte Tamara
schließlich noch wissen bevor sie endgültig aufgab und sich verabschiedete.
Diesmal brauchte Jim nicht zu
antworten denn Spock kam ihm zuvor.
„Von mir Miss Tamara“
antwortete Spock schnell, bevor Jim ihm zuvor kam. .
Erstaunt dreht Jim seinen Kopf
soweit nach hinten, das er Spock in Gesicht sehen konnte. Er hatte nicht
erwartet, das Spock wirklich mitspielen würde.
Spocks Gesichtausdruck verriet
nichts, nur ein kleines Funkeln in den schwarzen Augen verriet Jim, das Spock
Jims Spiel durchschaut hatte. Er zwinkerte Jim zu und beide heilten
Augenkontakt und ihre Blicke schienen ineinander zu versinken und Spocks rechte
Hand lösten sich aus Jims Griff und strich zärtlich über Jims Halsbeuge,
seinen Arm hinunter und verweilte schließlich wieder auf Jims Hände und er zog
ihn noch ein klein es Stück fester an sich. Die Magie des Augenblicks verflog,
als Tamaras Stimme sie in die Wirklichkeit zurückholte.
„Ich glaube es nicht“ rief
Tamara schrill „ihr beide kamt mir schon die ganze Zeit so komisch vor, aber
das? Nein, ich kann es nicht glauben. Bevor ich nicht sehe, dass du ihn küsst,
glaub ich es nicht.“
Entsetzt riss Jim die Augen
auf. Spock küssen? Nein, das kann sie nicht verlangen. Das geht zu weit. Er
hatte es mit diesem Spiel schon weit genug getrieben und konnte froh sein, wenn
Spock ihn nachher nicht den Kopf abreißen würde. Er hatte nicht überlegt, bevor
er damit angefangen hat, hatte ganz instinktiv gehandelt. Er konnte ja auch
nicht ahnen, das er so weit würde gehen müssen. Nein, das konnte er Spock nicht
antun. Er konnte froh sein, das Spock ihn nicht gleich zu Anfang hatte
auffliegen lassen. Er würde jetzt Tamara in ihre Schranken verweisen und sie
bitten zu gehen. Und dann würde er sich bei Spock entschuldigen müssen.
„Tama….“ Setzte Jim an, kam
jedoch nicht weiter, weil ein paar vulkanische Lippen ihn zum schweigen
brachten. Er spürte, wie er von Spock zu ihn herumgedreht wurde, so dass er
nicht mehr mit dem Rücken an ihn lehnte sonder mit der Vorderseite seines
Körpers, ehe ihn zwei starke Arme zurück in eine feste Umarmung zogen. Der
Druck auf seine Lippen verstärkte sich und eine heiße Zunge forderte Einlass.
Jim stöhnte unwillkürlich auf und klammerte sich an Spock. Ihre Zungen trafen
sich zu einem wilden Spiel und wie aus weiter Ferne hörte er ein „ Ich
wünsche euch viel Glück, lebe wohl“. Jim wurde heiß und kalt zugleich. Er hatte
oft geträumt, von Spock geküsst zu werden, aber das übertraf bei weitem alle
seine Träume.
Spock presste Jim fest an sich
und eine Hand wanderte zu Jims Gesäß um ihn fest gegen seine eignen Hüfte zu
pressen.
Die Notwendigkeit des Atmens
zwang sie schließlich sich soweit voneinander zu trennen, dass eine
Sauerstoffaufnahme möglich wurde, aber auch nicht weiter.
„Sie ist weg“ murmelte Jim
gegen Spocks Lippen, nach einem tiefen Atemzug.
„Ich weiß, meine Ohren haben
ihren Abgang vernommen“ flüsterte Spock zurück und biss zärtlich auf Jims
Unterlippe.
„Danke mein Freund“ hauchte
Jim und ließ seine Zungenspitze über Spocks Lippen gleiten
„Es war mir ein Vergnügen“
antwortete Spock und verschaffte seiner Zunge ein letztes Mal
Einlass in Jims Mund ohne zu vergessen, vorher zu erwähnen, dass Tamara
sie noch von weiten beobachtet.. So hatte er einen Grund, Jim noch einmal zu
küssen.
Nachdem Spock Jims Zunge und
Mund wieder freigab klammerte sich Jim atemlos an Spock und legte seinen Kopf
in dessen Halsbeuge. Dann schaute er auf und blickte direkt in zwei vor
Leidenschaft glühend, schwarze Augen. Unsicher, ob er den Blick richtig
interpretiert hatte wollte Jim Spock und sich selbst die Möglichkeit zu einem
gesichtswahrenden Rückzug geben
„Ich glaube, sie ist weit
genug weg und kann uns nicht mehr sehen. Wir können das Spiel jetzt beenden“
„Ich glaube, du solltest dir
das nächste mal vorher überlegen, welche Spiele du mit einem Vulkanier spielst“
flüsterte Spock in Jims rechtes Ohr, ohne ihn loszulassen.
„Bitte?“ fragte Jim und schaute
Spock erstaunt an.
„Was ich damit sagen möchte
ist, dass Vulkanier und ich bin einer, die Spiele, die sie anfangen auch zu
ende bringen“
„Würdest du mir das näher
erklären? verlangte Jim mit einem verführerischen Lächeln und legte den Kopf in
den Nacken um Spock besser ansehen zu können. Dabei entging ihm keineswegs der
verlangende Blick mit dem Spock ihn betrachtete und Jim war sich plötzlich sehr
sicher, was Spock meinte, wollte es aber dennoch hören.
„Das Spiel hat gerade erst
begonnen und ist noch lange nicht zu Ende“ erklärte Spock heiser während er
Jims Kopf wieder näher zu sich heranzog.
„Nein? Ist es nicht?“ raunte
Jim erwartungsvoll und lehnte seine Stirn an Spocks .
„Noch lange nicht“ war alles,
was Spock noch antworten konnte, bevor Jim nun seinerseits Spocks Kopf mit
einem festen Griff in die Haare an sich heranzog und jegliche weiteren Worte
mit einem leidenschaftlichen Kuss überflüssig machte.
FINE