Titel: Mistelsuite – Sarabande (2)

- First Time -

 

Autor: stelenan

Archiv: Tostwins und hier (germanks) natürlich, sonst fragt bitte.

Paarung: K/S

Code: ungefährlich

 

Disclaimer:

Leider, leider gehören die Jungs nicht mir. Spock und Kirk sind Eigentum von anderen hellen Geistern. Meine Geschichte ist reine Fanfiction, ich verdiene damit kein Geld und möchte keine Urheberrechte verletzen. Wenn jemand gleichgeschlechtliche Paarungen nicht mag und/oder unter 18 ist dann sucht er sich bitte andere Literatur.

 

Fortsetzung zu Overtüre

 

***

 

Mistelsuite - Sarabande

 

 

Spock trat auf die zum Teil abgedunkelte Brücke. Uhura blickte auf und schenkte ihm ein strahlendes Lächeln. „Pünktlich wie immer Mr. Spock.“

 

Sie stand auf und schaltete ihre Konsole auf Automatik. Da Spock am heutigen Abend allein auf der Brücke sein würde und diese Zeit sicher an der Wissenschaftsstation verbringen würde, stellte sie eine Verbindung zu seiner Konsole her, um die eventuelle dringende Nachrichten direkt an seine Station weiterzuleiten.

 

„Verbindung bestätigt Lt. Uhura. Sie können den Dienst jetzt beenden.“ Spock drehte sich halb zu ihr und nickte ihr zu. Uhura lächelte, kam an seine Station und lehnte sich einen Moment an die Konsole.

 

„Mr. Spock? Ich weiß, dass es auf Vulkan diesen Brauch nicht gibt. Ich hoffe, dass Sie es dennoch annehmen. Betrachten Sie es als Aufmerksamkeit, wenn Se es nicht als Weihnachtsgeschenk ansehen möchten.“

 

Spock hob eine Augenbraue, als Uhura lächelnd einige Knöpfe an seiner Station bediente. Verwundert sah er zu wie sich Datenkolonnen in seinen Speicher kopierten. Er schätzte die kompetente Kommunikationsoffizierin und würde ihre Aufmerksamkeit ohne Frage auch ungesehen willkommen heißen.

 

„Fertig.“ Uhura blickte ihn erwartungsvoll an und drückte einen Knopf.

 

Ein Bild erschien auf einem der Monitore über Spocks Kopf und seine Augen weiteten sich überrascht, sah zu Uhura und wieder auf das Bild. Es war das Titelbild einer Konzertaufzeichnung. Eines Konzertes, welches er aufgrund eines ärgerlichen zeitraubenden Zwischenfalls bei einem kurzen seltenen Landurlaub nicht hatte besuchen können. Uhura hatte damals die Stornierung für ihn weiterleiten müssen.

 

„Wie...?“  Er schluckte und räusperte sich und sah wieder zu Uhura, die nun offen lächelte. „Danke Mrs. Uhura, ich hatte nicht vermutet, das dieses Konzert aufgezeichnet wurde.”

 

„Wurde es auch nicht offiziell, Mr. Spock.“ Uhura sah den Vulkanier verschwörerisch an, dessen Blick noch immer neugierig zwischen ihr und der Aufnahme pendelte. Nun zog er eine Augenbraue hoch und sah sie amüsiert an. „Vielleicht sollte ich nicht fragen, woher Sie diese Aufnahme bekommen haben.“

 

Sie lachte. „Nein das sollten Sie nicht.“ Uhura stand auf und strich ihren Rock glatt. „Es freut mich, das es Ihre Zustimmung trifft.“

 

Spock neigte verstehend den Kopf. „Dann werde ich nicht fragen. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Weihnachtsfeier Mrs. Uhura. Da sie in 10 Minuten beginnt und der Captain sicher in diesem Moment den obligatorischen Mistelzweig befestigt, würde ich Ihnen empfehlen sich nun auf den Weg zu machen, wenn Sie nicht unpünktlich sein wollen.“

 

Uhura nickte ihm zu. „Oh der Mistelzweig.“ Vor wenigen Stunden hatte sie dem verwirrten Vulkanier ungefragt die Daten über diesen Brauch auf die Konsole geschickt und war mit einem dankbaren Blick belohnt worden. „Ich hoffe die Daten vorhin haben Ihnen etwas Klarheit verschafft. Ich dachte es ist besser, bevor es der Doktor Ihnen auf seine unnachahmliche Art erklärt.“

 

Spock sah sie mit hochgezogener Augenbraue an. „Eigenartig. Der Captain sagte dasselbe, als...“, er hielt inne und sah rasch zur Seite, als ob er bereits zu viel gesagt hätte.

 

„Oh,“ Uhura sah den Vulkanier neugierig an, der offensichtlich in Gedanken versunken war. Sie beobachtete bereits länger, dass Spock für den Captain mehr empfand, als er zeigen wollte oder konnte.

 

Die Zuneigung ihrer beiden vorgesetzten Offiziere zueinander war ihr nicht entgangen und oft hatte sie sich gefragt, wer wann den ersten Schritt machte, mehr aus der Freundschaft werden zu lassen. „Sie haben mit dem Captain darüber gesprochen? Das ist sicher eine weitaus angenehmere Art über diesen Brauch zu erfahren, als nur über unpersönliche Daten.“

 

Spock sah einen Moment sie nachdenklich an, als wäge er seine Antwort ab. „Allerdings, es war eine durchaus angenehme Erfahrung.“ Damit drehte er sich zu seiner Konsole und betrachtete das Programm der Konzertaufzeichnung.

 

Uhura ging zum Turbolift und drehte sich noch einmal um „Sie sind sicher, dass Sie nicht doch einen Moment vorbeischauen wollen? T´rell könnte Sie für eine Zeit ablösen.“

 

„Ja Mrs. Uhura, ich bin sicher. Und seien Sie ebenfalls versichert, dass ich dank Ihrer Aufmerksamkeit die Zeit nutzen werde um,“ er nickte zum Monitor, „eine weitere sicher angenehme Erfahrung zu machen.“

 

Uhura lächelte und trat in den Turbolift. „Frohe Weihnachten Mr. Spock“, sagte sie leise, bevor sich die Türen schlossen und den Vulkanier allein auf der abgedunkelten Brücke zurückließen, der bereits mehrere Einstellungen vornahm um die überspielten Musikdaten abzurufen. Sie wusste, es würde keine Minute dauern und Spock würde in die vulkanische Lyrenmusik versunken sein, während er die Funktionen des Schiffes überwachte.

 

Hatte er ´Erfahrung´ gesagt? Es war eine angenehme ´Erfahrung´ gewesen? Der Erste Offizier wählte seine Worte immer mit Bedacht. Es war also ausgeschlossen, das er das Wort nur zufällig benutzt hatte. Sie schmunzelte. Wenn sie nicht unpünktlich sein wollte musste sie sich beeilen.

 

***

 

McCoy sah einen Moment zu wie Kirk den Mistelzweig mit der Hilfe von Scotty befestigte und erblickte dann Uhura die eben ankam. Er nahm sein Glas und gesellte sich zu ihr.

 

„Möchten Sie sich nicht unter den Zweig stellen, bevor die Beeren alle gepflückt sind? Ich warte schon den ganzen Abend auf eine so wunderschöne Begleitung.“ Breit grinsend sah er die dunkelhäutige Frau an, die ihn fröhlich anfunkelte.

 

„Sie sind ein Charmeur, Dr. McCoy, es verrät Sie“, erwiderte sie mit gespielter Strenge und lächelte dann entwaffnend.

 

„Ach, das trifft mich aber hart. Und? Hat sich unser wandelnder Computer auf der Brücke verbarrikadiert, damit er nicht in die Gefahr gerät, sich einen Gesichtsmuskel zu zerren, wenn er in unserer fröhlichen Runde erscheint?“ McCoy nippte an seinem Glas und sah Uhura musternd an.

 

„Bones, kannst du nicht wenigstens heute Abend aufhören an Spock herumzusticheln?“ Kirk trat zu ihnen und betrachtete sein Werk. „Ich bin gespannt wer zuerst drunter steht. Warum stehst du nicht bereits neben der Tür, Mr. Südstaaten Charme?“

 

McCoy grinste schräg, doch war mit den Gedanken woanders. „Ich gebe die Hoffnung ja noch nicht auf...“, murmelte er nachdenklich.

 

Kirk sah ihn erstaunt an, als er auf seine Neckerei nicht reagierte. „Welche Hoffnung?“

 

„Na, dass Spock sich vielleicht doch noch einmal etwas lockert. Ich meine, er ist zur Hälfte Mensch und irgendwas sollte doch da möglich sein, diese vulkanische Granitschicht zu durchdringen. Nein, ich kritisiere nicht. Ich schätze ihn auch so wie er ist, aber ich kann nicht umhin mich zu fragen, ob er eigentlich glücklich ist.“ McCoy trank nachdenklich aus seinem Glas. „Aber vermutlich würde er den Begriff nicht einmal verstehen.“

 

„Er versteht ihn“, sagten Uhura und Kirk gleichzeitig und sahen sich überrascht an. McCoy blickte neugierig von einem zum anderen.

 

„Ihr meint ernsthaft, er würde auf die Frage ´Sind Sie glücklich Mr. Spock?´ eine andere Antwort geben, als ´Glück ist ein Gefühl, Vulkanier haben keine Gefühle Dr. McCoy.´?“ McCoy schüttelte den Kopf und sah zum Mistelzweig unter dem gerade Scott eine junge Wissenschaftlerin herzhaft auf die Wange küsste. „Er weiß ja nicht einmal, was es mit einem Mistelzweig auf sich hat“, murmelte er.

 

„Er weiß es“, erwiderte Kirk unvermittelt und beide Augenpaare hefteten sich auf ihn.

 

´Es war eine angenehme Erfahrung.´, klang es in Uhuras Kopf und sie musterte den Captain neugierig, der plötzlich still in sich hineinlächelte und zur Tür sah, über der nun der Mistelzweig hing.

 

„Du hast es ihm also erklärt“, stellte McCoy etwas enttäuscht fest.

 

„So kann man es nennen,“ erwiderte Kirk und lächelte geheimnisvoll. Er sah Uhura an, die ihn mit großen Augen ansah und wurde wieder ernst. „Bevor wir zum gemütlichen Teil übergehen.. Uhura ist auf der Brücke alles erledigt?“

 

Uhura rief sich zur Ordnung. „Ja Sir. Alle eingehenden Nachrichten sind umgeleitet. Mr. Spock hat die Brücke. T´rell steht als Ablösung bereit, falls es notwendig sein sollte.“

 

„Gut, dann lasst uns den Abend genießen.“ Kirk hakte sich bei Uhura ein und steuerte die Getränkebar an. „Ich denke, das Sie Mr. Spock gefragt haben, ob er sich nicht doch zu uns gesellen möchte?“

 

„Das habe ich Sir. Er hat verneint. Ich denke, dass er in diesem Moment in die Phrasen vulkanischer Lyrenmusik vertieft ist, Sir.“ Uhura lächelte wissend.

 

Kirk sah sie verwundert an und reichte ihr ein Glas. „Lyrenmusik?“

 

„Eine längere Geschichte Sir“, erwiderte Uhura und ihr entging nicht die Neugier des Captains bei allem, was seinen vulkanischen Ersten Offizier betraf.

 

***

 

Spock lauschte den Klängen des Lyraspielers, die über seine Konsole abgespielt wurden, während er bereits zum zweiten Mal an den Kalkulationen für ein wissenschaftliches Experiment arbeitete. Er zog häufig die ruhigeren Abend- und Nachtstunden zur Arbeit auf der Brücke vor, doch hatte nur selten Gelegenheit dazu.

 

Der heutige Abend, an dem die Menschen ihre Weihnachtsfeier abhielten war eine solche Gelegenheit, die er ohne zu Zögern ergriffen hatte. Er hatte die Brücke für sich allein und für die Arbeit an einer komplizierten Kalkulation vorgesehen, doch seine Gedanken kehrten immer wieder unfreiwillig zu Jim zurück. Zu dem Kuss in Jims Kabine.

 

Jims Lippen. Deutlich hatte er die von seinem Captain ausgehende Erregung gespürt und fragte sich zum bereits vierten Mal, ob er die von ihm ausgehende Zuneigung über die letzten Monate richtig gedeutet hatte. Spock selbst hatte sich bereits seit längerem sein eigenes Begehren nach diesem Menschen eingestanden.

 

Er begehrte Jim, Jims Körper. Sein Geist klärte sich mit dieser konkreten Feststellung und einen Moment ordnete sich der stetig kreisende Strom von Empfindungen. Doch sogleich drängte eine nagende Frage wieder in den Vordergrund. Begehrte Jim auch ihn?

 

Der irdische Brauch mit dem Mistelzweig war eine ideale Gelegenheit gewesen einen intimen Kontakt mit Jim herbeizuführen, der vielleicht weitere Klarheit verschaffen könnte. Ihn zu fragen war für Spock undenkbar. Jim war sein vorgesetzter Offizier, sein Freund. Eine Freundschaft, die er selbst unter persönlichen Einbußen schützen würde. Doch unter dem schützenden Mantel eines Brauches, schien es logisch diesen Schritt zu wagen.

 

Er hatte jedoch nicht mit der Reaktion seines eigenen Körpers gerechnet als er so deutlich Jims Lippen auf seinen gespürt hatte. Spock war im selben Augenblick von ihm bisher fremden Reizen überflutet worden. Er war erregt worden. Jims Lippen hatten ihn willkommen geheißen, seine Augen waren voller Verlangen gewesen und seine Körpertemperatur war angestiegen. Verlangen. Das selbe Verlangen, was er in sich spürte? Begehrte Jim auch ihn?

 

Ein blinkendes rotes Licht unterbrach seine Überlegungen. Rasch bestätigte er den Eingang der Nachricht, ließ die Konzertaufnahme pausieren und aktivierte das Intercom um den Captain zu benachrichtigen. Es dauerte einen Moment, dann knackte das Intercom.

 

„Was ist Mr. Spock?”, Jim klang fröhlich und guter Laune stellte Spock fest.

 

„Eine Nachricht mit Dringlichkeitsstufe 1, Ihr persönlicher Code, Sir. Soll ich es in Ihre Kabine weiterleiten?“

 

Ein Seufzen klang durch den Lautsprecher. „Ja Mr. Spock. Danke. Kirk aus.”

 

Spock wollte gerade die Verbindung trennen, als es erneut knackte. „Spock? Sind Sie noch da?“

 

Der Vulkanier zog irritiert eine Augenbraue hoch. Wohin sollte er gegangen sein in der letzten halben Sekunde?  „Selbstverständlich bin ich noch hier Captain.“

 

Ein leises Lachen. „Schon gut, eine dumme Frage. Bitte kommen Sie ebenfalls in meine Kabine, dann sind Sie gleich informiert. T´rell kann Sie solange ablösen.“

 

„Ja. Sir.“ Spock neigte nachdenklich den Kopf. Es war nicht selten, das sie gemeinsam in Kirks Kabine dringende Nachrichten gemeinsam in Empfang nahmen. Es sparte Zeit und war effizient. Als erster Offizier musste er ohnehin über alles informiert sein und so würde es auch dieses Mal sein. Er benachrichtigte T´rell und der Andorianer löste ihn 5 Minuten später ab.

 

***

 

Als Spock Kirks Kabine betrat stand dieser mit den Händen auf den Schreibtisch gestützt und seufzte.

 

„Captain?“

 

„Ah, herein Spock.“ Kirk lächelte und winkte den Vulkanier zu ihm und fuhr fort seinen Code in seinen Computer einzugeben. Spock trat näher und blickte an die gegenüberliegende Wand, um nicht versehentlich den Code mitzulesen.

 

„Ich möchte hoffen, dass diese Nachricht wirklich wichtig ist...“, begann Kirk und hielt plötzlich inne, als er kurz über die Schulter seinem wartenden Ersten Offizier sah.

 

Spock zog eine Augenbraue hoch und sah fragend zu seinem Captain, der mitten im Satz abgebrochen hatte und ihn nun mit einem eigenartigen Gesichtsausdruck ansah.

 

„Captain, stimmt etwas nicht?“

 

Ein breites Lächeln entstand auf Kirks Gesicht. Noch bevor der Vulkanier seine Reaktion auf diesen, von ihm so begehrten Anblick, kontrollieren konnte, betrog ihn sein Gesicht und seine zweite Augenbraue gesellte sich zu der ersten. Kampf verloren.

 

Kirks Augen blickten über ihn und dann herausfordernd wieder in die Augen des Vulkaniers.

 

Irritation, Amüsiertheit und Millisekunden später Erkenntnis schossen innerhalb von Sekunden durch Spocks Augen, bevor sie sich schlossen, um den inneren Tumult vor der Außenwelt zu verbergen.

 

Der Mistelzweig. Er stand direkt unter dem Mistelzweig. Er hatte ihn vergessen. Warum waren seine Kontrollen und seine Sinne derart unverlässlich, wenn es Jim Kirk betraf? Es war zwecklos, er konnte sich nicht hinter geschlossenen Augen verstecken. Spock öffnete die Augen wieder.

 

Kirk stand direkt vor ihm und fixierte ihn, noch immer das Lächeln auf dem Gesicht, gegen das sämtliche geistigen Disziplinen des Ersten Offiziers wehrlos waren. Er wartete.

 

„Eine Beere? Mr. Spock.“, Kirks verführerische Stimme hatte einen noch zerstörerischen Einfluss auf seine Schilde und riss tiefe Löcher in seine mentale Ordnung.

 

Kirk musste fast lachen, als er den hilflosen und fast verzweifelten Ausdruck in den Augen seines Freundes sah. Er räusperte sich betont, blickte nach oben und wippte auf den Zehen.

 

Spock schluckte, traute seinen Stimmbändern noch weniger als seinen bereits in den Grundfesten erschütterten Schilden.

 

„Jim...“, heiser und fast flehend.

 

„Eine Beere... jetzt, Mr. Spock!“

 

Innerhalb von Nanosekunden schien ein innerer Kampf hinter den sonst so ruhigen Augen des Vulkaniers stattzufinden. Doch Kirk würde nicht lockerlassen. Er hielt dem Blick stand.

 

Langsam streckte der Vulkanier einen Arm aus. Lange dünne Finger tasteten über die Oberfläche einer Beere. Endlich schlossen sie sich um sie und testeten kurz den Widerstand der Verbindung zu dem Zweig und trennten die Beere ab.

 

Dunkle Augen fanden Kirks nur einen Augenblick bevor sich Kirks Lippen über den wärmeren Lippen des Vulkaniers schlossen und eine Zungenspitze Einlass forderte. Spocks Kontrollen kollabierten und er konnte das Beben, welches durch seinen Körper lief nicht mehr unterdrücken, als sich ihre Zungen berührten. Ein Laut entkam ihm als eine Hand sanft über seinen Nacken strich.

 

Dann war es vorbei. Ein weiteres Lächeln und Kirk drehte sich zum Schreibtisch.

 

Spock blinzelte und versuchte das Chaos von Empfindungen in eine logische Ordnung zu bringen. Er fokussierte seine Disziplinen auf die Beere, die in seiner Hand war. Weiß, rund, weich, eine Schale. In einem entlegenen Winkel seines Verstandes hörte er die Nachricht, wegen der er hergekommen war und die Kirk inzwischen aufgerufen hatte.

 

„Spock?“

 

Kirk wartete bis der Vulkanier seine Augen auf ihn gerichtet hatte. Einen Moment sahen sie sich nur schweigend an, keiner bereit den intimen Moment zu beenden. Kirk räusperte sich, doch Spock kam ihm zuvor.

 

„Mr. T´rell erwartet mich auf der Brücke. Befehle Sir?“ Spock legte die Hände auf den Rücken und nahm wieder seine typische Haltung ein.

 

Kirk seufzte. „Sie haben es gehört... setzen Sie Kurs auf Curis, Mr. Spock. Warp 3.“

 

Spock nickte bestätigend und ging zur Tür.

 

„Spock?“

 

Spock hielt inne, bevor der Türsensor reagierte. Kirk lächelte sanft.

 

„Frohe Weihnachten, mein Freund.“

 

Der Vulkanier verharrte einen Moment bewegungslos, dann hob er eine Hand und betrachtete die Beere, die noch immer zwischen seinem Daumen und Zeigefinger ruhte.

 

„In der Tat“, antwortete er schließlich, neigte den Kopf in Kirks Richtung und trat durch die Tür.

 

 

Rondo