Titel:       04 - In der Weihnachtsbäckerei

Autor:       Lady Charena

Serie:       Unser (T)Raumschiff

Paarung:            Käpt'n Kork, Mr. Schpuck, Schrotty, Die Pille

Rating:             G, Humor

 

 

 

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Summe: Logbuch des Traumschiffs / Sternzeit 02-12-04

Lady Charena in Vertretung von Käpt'n Kork und Mr. Schpuck:

"Backe, backe, Plätzchen. Der Käpt'n ist ein Schätzchen. Wer  will feine Plätzchen backen, der muss ein fleißig Helferlein haben...

 

 

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.

 

 

"Wo ist das Mehl?“ Schrotty stürmte auf die Brücke.

 

“Mehl?“ Drei Augenpaare musterten ihn erstaunt.

 

„Klar.“ Schrotty kam neugierig näher. „Ich bin beim Backen. Was macht’n ihr da?“, fragte er und blickte über die Schulter des Käpt’ns.

 

„Nicht kiebitzen!“, murrte der und drehte seine Karten weg. „Wir spielen Raumschiff-Quar-tett.“

 

„Oach, toll. Darf ich mitspielen?“ Schrotty schob sich hinter Mr. Schpuck, der natürlich ebenfalls sofort seine Karten umdrehte und ihm einen giftigen Blick zuwarf. Beleidigt wich Schrotty einen Schritt zurück. „Bäh, oller Spielverderber!“, maulte er. Über die Schulter der Pille zu blicken, versuchte er gar nicht erst, da der Arzt schon vorsorglich die Hand über seine Karten gelegt hatte.

 

„Vielleicht beim nächsten Spiel“, beschwichtigte Kork rasch. „Was machtst’n du mit dem Mehl?“

 

„Den Maschinenraum auf weiße Weihnacht’ trimmen, was denkst du denn?“, kam es von Schrotty sarkastisch zurück. „Plätzchen backen, natürlich. Schließlich muss man ja lang-sam damit anfangen.“

 

Du kannst Plätzchen backen?“, fragte Schpuck ungläubig.

 

Schrotty zuckte mit den Schultern. „Ich hab als Kind immer mit meiner Mom gebacken. Sie hat immer so richtig schön altmodisches Weihnachten mit uns gefeiert.“

 

Kork, der wieder mal am Verlieren war, witterte Morgenluft, eine weitere Niederlage abzu-wenden. Er warf seine Karten auf den Tisch, der im Zentrum der Brücke platziert war.

„Hmh, Mutti hat mich immer aus der Küche geworfen, wenn sie gebacken hat. Sie meinte, ich würde eh nur alles durcheinander bringen.“

 

„Das kann ich mir ja gut vorstellen“, bemerkte Die Pille spitz.

 

“Okay“, sagte Schrotty. „Ich stör’ dann mal nicht länger. Das Mehl werd’ ich schon irgend-wo auftreiben.“ Ihm schwante nämlich allmählich, was der verzückt-nostalgische Ausdruck auf dem Gesicht seines Käpt’ns bedeutete. Er ging langsam rückwärts, auf den Lift zu.

 

„Hey, warte!“ Kork sprang auf. „Ich komme mit“, rief er – sehr zu Schrottys Unglück und zum Erstaunen der beiden anderen, die seinen Abgang mit offenem Mund betrachteten.

 

* * *

 

Seufzend saß Schrotty auf dem Fußboden und stützte den Kopf in beide Hände. Rund um ihn zeigte sich ein wahres Chaos. Mehlspuren auf dem Boden der Kantine, Teigreste papp-ten auf allen ebenen Flächen. Auf einer Ablage qualmten still zwei Blech voll kohlraben-schwarzer Plätzchen vor sich hin – vermutlich kein großer Verlust, denn Schrotty hatte zu-vor schon gefunden, dass der von Kork „fachmännisch“ abgeschmeckte Teig ein merkwür-diges... Aroma... aufgewiesen hatte.

 

Ein paar Schritte von ihm entfernt, verzierte der Käpt’n gerade - fröhlich vor sich hinsum-mend – ein weiteres Blech voll Weihnachtsplätzchen mit rosa Zuckerguss und Liebesper-len. „Das macht wirklich Spaß“, erklärte er strahlend. „Ich fühle mich wieder wie ein Kind.“ Als keine Antwort kam, reckte er den Kopf nach Schrotty. „Hey, du wirst doch nicht noch wegen des Missverständnisses mit dem Walkholz sauer sein?“, fragte er mit einem Stirn-runzeln. „Aber du musst doch wirklich zugeben, dass es gewisse Ähnlichkeit mit einem Di...“

 

„Schon gut, ich hab’s ja verstanden.“ Schrotty winkte ab. Nochmal ließ er sich nicht auf eine ermüdende Diskussion über die Ähnlichkeit eines gewissen Küchenutensils mit einem gewissen Spielzeug ein. Er massierte seine Schläfen. Kopfschmerzen kündigten sich an. Und er wusste jetzt auch ganz genau, warum Mrs. Kork ihren Sprössling immer aus der Küche verbannt hatte... Das war ja nicht auszuhalten. Wozu gehört dies? Mir ist schlecht... Wozu gehört das? Wie geht dies? Habe ich das nicht toll gemacht? Das schmeckt gut. Woher sollte ich wissen, dass man keinen Pfeffer an Pfefferkuchenteig tut?

 

„Ich finde, das sollten wir jetzt jedes Jahr machen, am besten alle zusammen. Das macht wirklich Spaß“, drang Korks Stimme in seine Gedanken.

 

Schrotty stöhnte auf und verfluchte stumm seine Ideen...

 

 

 

Ende