Titel:
Alle Jahre wieder
Autor: T’Len
Paarung: Kirk, McCoy
Altersangabe: PG15
Hinweise: Tuppertrek, Humor
Feedback: tlen2@freenet.de
Summe: Jim hat ein Problem
The TOS Twins and Friends: http://tostwins.slashcity.net - deutsch und englisch
Storys: Star Trek, M*A*S*H, Sherlock Holmes, Karl May, Unser (T)Raumschiff, Die Schöne und das Biest, Kung Fu und mehr.
K/S-Zeichnungen, unsere deutschen Zines, Links und mehr.
Disclaimer: Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt werden. Und natürlich wird damit nichts verdient. Beachtet die Altersangabe und geht wo anders spielen, wenn ihr zu jung seit oder euch am Thema stört. Vielen Dank an Lady Charena fürs Beta.
Ach,
war das herrlich! Mit einen wohligen Stöhnen lies Len sich in seinen
Lieblingssessel gleiten. Endlich hatte er mal wieder einen ruhigen Nachmittag
für sich. Scotty war auf dem Mond zu einem zweitägigen Technikerkongress. Und
die Kinder probten in der Schule für das Weihnachtsmärchen. Wohingegen er an
diesem Nachmittag nicht arbeiten musste.
Eigentlich
hatte er ja noch ein bisschen Hausputz machen wollen, jetzt wo ihm keiner vor
den Füßen rumwuselte, aber er hatte so gar keine Lust. „Morgen ist auch noch
ein Tag“, hatte er entschieden, sich eine schöne, heiße Tasse Kaffe gebraut
(echten, nicht dieses Gebräu aus dem Replikator), sich ein gutes, altmodisches Buch geschnappt und
beschlossen, es sich gemütlich zu machen.
Doch
kaum das er sich gesetzt und das Buch aufgeschlagen hatte, da summte auch schon
das Kom-Gerät. „Das darf doch nicht wahr sein“, knurrte Leonard und fragte
sich, wie bei allen Raumgeistern es diese dämlichen Dinger schafften, immer todsicher
im falschen Moment zu „bimmeln“ – als könnte die Person am anderen Ende der
Leitung sehen, dass man sich gerade gesetzt hatte.
Er
war sehr versucht, den Anruf einfach zu ignorieren. Wer immer auch anrief,
mochte er es später noch mal versuchen oder eine Nachricht hinterlassen, doch
dann meldete sich doch sein Gewissen und er quälte sich brummelnd aus dem
Sessel hoch, um den Anruf entgegenzunehmen.
Es
war nur ein Audiosignal, wie Len rasch feststellte. „Pille, kannst du bitte
rüberkommen. Es ist dringend“, schallte Jim Kirks irgendwie gehetzt klingende
Stimme aus den Lautsprechern, kaum das er auf Annahme gedrückt hatte. Leonard
seufzte. Irgendwie wunderte es ihn überhaupt nicht, dass ausgerechnet Jim ihn
störte?
„Was
ist so wichtig?“, fragte er und machte sich nicht die Mühe, die Verärgerung aus
seiner Stimme zu verbannen. Jim sollte ruhig merken, dass er ihn störte. Doch
wie üblich prallte so was ja an dem gnädigen Herrn ab.
„Komm
einfach schnell“, rief Jim und legte einfach auf.
Vor
sich hinschimpfend machte Leonard sich auf den Weg nach nebenan. „Das ist das
letzte Mal, dass ich sofort springe, wenn er ruft“, schwor er sich dabei – zum
etwa hunderttausendsten Mal in ihrer langjährigen Bekanntschaft.
Die
Haustür war offen und so trat Len einfach ein. „Ich bin hier“, hörte er Jims
Stimme aus dem Wohnzimmer. Er trat ein – und blieb überrascht stehen. Die Möbel
waren zur Seite gerückt und übereinander gestapelt, auf dem Teppich prangte ein
großer, nasser Fleck, Scherben lagen unterm Tisch. Und auf dem Sofa saß ein
reichlich zerknitterter Jim Kirk mit herabgelassenen Hosen und einen
Staubsauger in der Hand.
Leonard
sah einmal hin und ein zweites Mal, dann blinzelte er. Nein, das konnte er doch
nicht wirklich sehen. ‚Entweder bin ich verrückt geworden oder er’, dachte Leonard – und entschied dann, dass es
definitiv Jim sein musste, bei dem nicht mehr alle Schrauben da waren, wo sie
hingehörten.
Das
Saugrohr des Staubsaugers steckte nämlich an Jims bestem Stück.
„Wie
bei allen Raumgeistern hast du das wieder geschafft“, fragte Len, als er sich
einigermaßen von dem verblüffenden Anblick erholt hatte. „Kannst du es nicht
mal die paar Stunden, die Spock bei der Arbeit ist, ohne aushalten?“
Jim
klang empört, als er antwortete: „Was du nun wieder denkst, Pille. Schäm dich!
Ich bin ganz unschuldig. Ich habe Weihnachtputz gemacht. Gina hat ja immer so
wenig Zeit. Dabei ist mir erst der Wassereimer umgefallen.“ Er deutete auf den
nassen Fleck. Als ich den Teppich zum Trocknen aufheben wollte, habe ich – ganz
Ausversehen natürlich – die Plätzchenschale vom Tisch gestoßen und all die
Krümel sind in meine Hose gerutscht. Das hat so schrecklich gekitzelt. Damit es
schneller geht, wollte ich sie aufsaugen, ich habe die Hose runtergezogen, den
Sauger genommen und plötzlich....“ Er zuckte mit den Schultern, „...steckte er
drin und fest.“
Len
konnte nicht anders, er musste einfach losprusten. Die Geschichte und Jims
Anblick waren einfach zu köstlich. So etwas konnte aber auch nur Jim passieren.
Schade, dass er keine Kamera zur Hand hatte. Ob er schnell rüber lief und seine
holte? Scotty würden den Anblick lieben.
Jim
fand das hingegen gar nicht lustig. „Hör’ auf zu lachen und befrei mich endlich
aus dem Ding“, knurrte er, während Len sich vor lauter Lachen auf dem Boden
wiederfand.
-Ende-