
Fandom:
ST TOS
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Disclaimer:
Leider gehören mir die Jungs und Mädels nicht. Ich habe sie nur für ein
bisschen Fanfiction-Spaß ausgeborgt. Damit sollen keine Urheberrechte verletzt
werden. Und natürlich wird damit nichts verdient..
„Und? Kommst du nun mit, Pille?“
Kirk trat von hinten an seinen
Freund heran der ein paar Akten im Computer durchging.
„Hm? Du meinst zu diesem seltsamen
Weihnachtsverkauf?“
McCoy machte sich nicht die Mühe,
seinen Blick vom Bildschirm abzuwenden.
„Na komm schon, so seltsam ist das
nicht, das letzte Mal traditionell Weihnachten gefeiert haben wir zu Beginn
unserer Fünf-Jahres-Mission, das ist drei Jahre her! Es ist immer was
dazwischen gekommen, und diesmal will ich wieder richtig feiern. Außerdem kommt
Spock auch mit.“
McCoy spitzte die Ohren.
„Aha. Soso... Unser lieber Mister
Spock. Bist du vor ihm auf den Knien gerutscht, damit er diesen Schwachsinn
mitmacht?“
Kirk ignorierte den bissigen
Unterton in der Stimme des Arztes.
„Tja, vielleicht bin ich ja vor
ihm auf den Knien gerutscht. Aber immerhin kommt er jetzt mit. Und du solltest
das auch tun, immerhin wolltest du dich mit Scotty um die Dekoration des
Festsaals kümmern, ihr hattet doch da irgendwas besonderes vor.“
McCoy ließ sich im Sessel
zurückfallen.
„Okay, okay... ich komme ja mit,
ich möchte Spock erleben, wenn er den ganzen Glitzerkram sieht, den es dort zu
kaufen gibt.“
Zwei Stunden später standen die
drei in einer großen Halle, die vollgestopft war mit allen möglichen und unmöglichen
Dingen.
In der Nähe von Seattle hatte sich
eine große Firma ausschließlich auf Weihnachtsartikel spezialisiert, und
veranstaltete einmal im Jahr, eine Woche vor dem ersten Advent, einen großen
Verkauf. Und allein zu diesem Zwecke war die Halle gebaut worden, in der sich
nun hunderte von Menschen mit leuchtenden Augen bewegten.
Traditionelle Weihnacht war wieder
„in“, und die Leute strebten nach allem was sie an die Jahre erinnerte, als die
Menschheit noch alleine mit sich und Weihnachten das wichtigste Fest des Jahres
war.
Spock schaute sich vorsichtig um,
die Masse an funkelnden Objekten irritierte ihn, und auf ihn wirkte das ganze
eher exotisch als besinnlich.
McCoy hatte sich nach wenigen
umherschweifenden Blicken sofort zu den gläsernen Rentieren durchgeschlagen und
wägte ab, in welcher Größe er eines der Tierchen kaufen sollte.
Kirk lächelte Spock zu.
„Wollen Sie sich irgendwas
bestimmtes anschauen?“
Spock versuchte dem Blick seines
Captains stand zu halten, aber er war immer noch verwirrt von dem ganzen
Trubel, und die gedämpften Gespräche in der Halle trugen dazu bei das Ganze
regelrecht irreal wirken zu lassen.
„Ich bin mir nicht sicher,
Captain. Vielleicht sollten wir einfach eine Richtung nehmen, und uns die Dinge
anschauen die sich uns bieten. Ich glaube kaum, dass man hier gezielt nach
etwas suchen sollte.“
Kirk nickte und deutete lächelnd
in irgendeine Richtung.

Mit Kunstschnee überzogene Weihnachtsmänner aus Keramik, Strohsterne, goldene Laternen, silberne Kelche, kleine übergewichtige Babyengel... Alles was den geneigten Weihnachts-Fan erfreute, war zu sehen.
Kirk fühlte sich gut, ihm gefiel
der ganze Plunder zwar nicht unbedingt, aber er mochte die Atmosphäre, alles
war in eine dunkelrote, anheimelnde Stimmung getaucht. Hoffentlich konnten
Pille und Scotty so etwas ähnliches an Board auch erzeugen, das wäre traumhaft.
In der Kerzenabteilung wurde es
voller und zwischen Spock und ihm standen plötzlich massig Leute, welche die
Kerzen betrachteten, die dort ausgestellt waren.
„Jim...?“
Spock rief ihn mit leichter
Verzweiflung in der Stimme, hier wollte er nicht verloren gehen.
Kirk reichte ihm eine Hand durch
die Menschen, die sich ihnen in den Weg gestellt hatten, dann zog er ihn zu
sich.
„Keine Sorge, hier geht so schnell
keiner verloren, Spock.“
Etwas unwillig ließ er Spocks Hand
wieder los. Hier waren einfach zu viele Leute, und Spock hatte sicher was gegen
Händchenhalten, dachte Kirk schmunzelnd.
Spock blieb eine Weile vor einer
großen Wand stehen, die über und über mit Schleifen in allen Formen, Farben und
Größen übersät war.
Kirk
betrachtete Spock von der Seite.
„Gefallen Ihnen die Dinger,
Spock?“
„Ja, sie haben etwas sehr
sinnliches und die Form reizt mich.“
Kirk überlegte wie viele Schleifen
Spock in seinem Leben wohl gesehen hatte. Wahrscheinlich nicht sehr viele.
„Wollen Sie welche kaufen?“
Spock überlegte eine Weile.
„Nein, zu welchem Zweck sollte ich
sie kaufen?“
„Um sie sich anzuschauen? Ich weiß
doch auch nicht. Aber so eine große rote, plüschige Schleife wäre doch was schönes,
wenn man sie übers Bett hängt!“
Spock brauchte einen Moment, um
festzustellen, dass das ein Witz sein sollte.
Er wand seinen Blick von den
Schleifen ab und ging in Richtung Tannenkränze.
Eine Stunde später war auch McCoy
fertig mit seinem Einkauf und schleppte sich mit ein paar großen Tüten zum
Ausgang, wo Spock und Kirk schon auf ihn warteten.
Kirk fischte seinen Kommunikator
aus der Tasche und gab Scott den Befehl sie hochzubeamen.
Mehr als einen Monat ging die
gewohnte Routine weiter, Pille und Scotty hatten den für die Weihnachtsparty
reservierten Saal schon seit geraumer Zeit sperren lassen und niemand außer
ihnen und ein paar jungen Technikern durfte ihn betreten.
Am 25. Dezember verbrachte die
ganze Crew einen ausgelassenen Tag, es gab wenig zu tun, nur das Übliche, und
alle freuten sich auf die freien Tage, in denen sie Landurlaub auf der Erde
machen konnten, die Weihnachtsparty war also eine Art Abschlussfeier für das
vergangene Jahr, denn bis Silvester würde die Enterprise leer sein und komplett
überholt werden.
Spock hatte sich nach langem
Bitten und Betteln von Kirk überreden lassen, die Feier zu besuchen, obwohl das
Argument, dass ihm McCoy sonst auf ewig sauer wäre, wenn er nicht käme, am
meisten bewirkt hatte.
Um Punkt 8.00 Standartzeit gaben
McCoy und Scott den Saal für den Einlass frei.
Kirk kam mit Spock erst eine
Viertelstunde später, weil sie noch die ganzen Computer schlafen legen mussten,
die in der nächsten Zeit nicht benötigt wurden.
Die Feier war schon voll im Gange
und das Bild welches sich ihnen bot, als sich die Tür öffnete, war absolut
himmlisch.
Alle Tische und Stühle standen auf
Kunstschnee, der leise knirschte, wenn man darüber lief, die Musik, die man im
Hintergrund hörte, war mehr oder weniger kitschig, sie wurde von den hellen
Stimmen antiker Chöre getragen, aber es passte ins Gesamtbild.
Auch jetzt rieselte noch Schnee
auf die Besatzung, die sich bestens amüsierte, Sechs Glasrentiere (McCoy hatte
sich nicht entscheiden können) in verschiedenen Größen standen im ganzen Raum
und über ihnen breitete sich die Simulation eines dunkelblauen Sternenhimmels
aus.
Kirk konnte es gar nicht glauben.
„Wahnsinn... Mehr kann ich dazu
nicht sagen.“
McCoy kam auf sie zu und blickte
ihn und Spock herausfordernd an.
„Es gefällt euch, gebt es zu! Es
hat zwar einige Zeit gefressen, aber ich glaube, das war es wert.“
„Technisch perfekt, das muss ich
zugeben, Doktor McCoy.“
„Aha, welch Lob!“ McCoy versuchte
den Sarkasmus aus seiner Stimme zu verbannen, denn heute hatte er wenig Lust
auf einen Schlagabtausch, nach Silvester würde er seine Streit-Akkus wieder
aufgeladen haben, dann machte die ganze Sache auch mehr Spaß.
Eine halbe Stunde später ging es
ans obligatorische Geschenkeverteilen.
Kirk war erstaunt, was für
Neigungen seine Mannschaft da zum Vorschein brachte, vom schlimmsten Kitsch bis
zu wirklich schönen Dingen wurde alles verschenkt und auf jedes Crewmitglied
schien das jeweilige Geschenk wie zugeschnitten.
Kirk verschwand kurz, um wenig
später mit fünf Päckchen wieder aufzutauchen.
McCoy spähte auf das schöne
Geschenkpapier.
„Oh, willst du mir auch was
schenken?“
Kirk schüttelte den Kopf. „Nein,
die sind alle für Spock.“
„Bitte?“ Brachte der Arzt hervor
und verschränkte die Arme vor der Brust. „Das hat der gar nicht verdient. Er schenkt
die ja schließlich auch nichts, wie ich ihn kenne.“
Aber Kirk war schon mit den
Gedanken woanders und gesellte sich zu Spock, der in der Ecke stand und den Tee
probierte den eines der jungen Crewmitglieder ihm angeboten hatte.
„Spock,
ich hab was für Sie.“ Er reichte ihm das erste Paket.
Spock sparte sich eine Nachfrage
und öffnete es vorsichtig.
In dem Paket waren zehn karierte
Schleifen in allen Farben des Regenbogens.
„Captain... Ich dachte ich hätte
deutlich gemacht, dass ich diese Schleifen zwar mag, aber...“
„Pst! Erstmal das zweite!“
Spock öffnete wortlos das zweite
Paket.
Darin waren 20 gepunktete
Schleifen aus Seide, die selbst im gedämmten Licht noch unverschämt funkelten.
„Jim...“ Brachte Spock schon mit
etwas sanfterer Stimme hervor.
„Das dritte! Mach das dritte auf!“
Im dritten Paket befanden sich 30
kleine rosafarbene Schleifchen, die
geradewegs aus einem Prinzessinnenschloss zu kommen schienen.
„Aber, Jim, das wäre doch nicht
nötig....“
„Jetzt das vierte!“ Er reichte ihm
das etwas größere vierte Paket.
Darin waren 40 große schwarze
Schleifen, geschmückt mit Federn und kleinen Kunstedelsteinen. Sie sahen selbst
noch in der Verpackung edel aus.
„Jim, das ist...“ Dieser
schüttelte den Kopf.
„Das Finale, mein Freund!“ Er
reichte ihm das große, flache Paket, welches über einen Meter hoch war.
Als Spock es öffnete entrollte
sich ein langes plüschiges Band und ringelte sich den Boden entlang, als er den
ganzen Gegenstand herausgeholt hatte entpuppte er sich als eine
überdimensionale, samtrote Plüschschleife.
Kirk hatte den Anblick, den er
sich gewünscht hatte. Ein völlig verdutzter Spock und in der Hand
hundertundeins Schleifen.
„Ich liebe dich, Spock.“
Dieser schenkte ihm einen sanften
Gesichtsausdruck.
„Ich weiß, Jim. Hundertundeine
Schleife können nicht lügen.“
„Naja, die schwarzen vielleicht
schon, die sehen ziemlich gehässig aus. Er steckte eine der großen schwarzen
Exemplare an Spocks Uniform.
Dann verflocht er seine Finger mit
Spocks.
Der Vulkanier flüsterte etwas in
Kirks Ohr.
„Und zu Silvester mache ich dir
ein Feuerwerk, Jim.“
McCoy schlich sich von hinten an
die beiden heran.
„Oho, ein Feuerwerk, man darf also
gespannt sein.“
